Amethyste - Ratgeber zum Onlinekauf

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Der Amethyst – ein sagenumwobener Schmuckstein

Der Amethyst gehört zur Familie der Quarzgesteine, unter denen er nicht nur hervorsticht, sondern zudem auch sehr verehrt und begehrt ist. So gehört er seit Jahrtausenden zu den Schmuckstücken kirchlicher und weltlicher Oberhäupter und er ist auch heute noch Element des Bischofsrings. Bereits in der Bibel wird der Amethyst erwähnt - Moses bezeichnete ihn als das Sinnbild für Gottes Geist in der Amtstracht des biblischen Hohepriesters. Im alten Russland ließ Zarin Katharina die Große Tausende Bergarbeiter das edel schillernde Gestein im Ural abbauen. Der Amethyst ist zudem einer der zwölf Steine der Apokalypse. Seiner griechischen Wortherkunft nach bedeutet „amethystos“ = „dem Rausche entgegenwirkend“. Die Griechen glaubten demnach, dass das Tragen eines Amethysts vor der berauschenden Wirkung des Weins schütze. Es wurden sogar Becher aus Amethyst hergestellt, in der Hoffnung, dass der daraus genossene Wein nicht bzw. nicht so schnell betrunken machen sollte und man somit mehr davon genießen konnte. Es heißt, der Amethyst hindere den Weingeist, in den Kopf aufzusteigen. Weit verbreitet ist auch die Sage, dass der Gott des Weines, Bacchus (bei den Griechen Dyonisos genannt), eines Tages angetrunken einem Menschen begegnete, der ihn nicht genügend würdigte. Er schwor sich, an dem erstbesten Menschen Rache zu nehmen, mit dem er zusammentreffen würde. Daraufhin kreuzte ein junges, unschuldiges Mädchen namens Amethyst seinen Weg. Bacchus wollte sie von zwei hungrigen Tigern zerreißen lassen, doch Artemis, Göttin der Jagd und von Amethyst glühend verehrt, durchkreuzte seinen Plan und verwandelte das Mädchen in eine Quarzstatue, so rein wie ihre Tugend. Dieser Zauber bewahrte das Mädchen zwar vor dem Tod durch die Tiger, konnte aber nicht wieder rückgängig gemacht werden. Bacchus realisierte, was er getan hatte und vergoss bittere Tränen in seinen Wein. Er brach zusammen und verschüttete den Wein über die Quarzstatue und erschuf so den heute bekannten Amethyst, einen purpurfarbenen Edelstein. Doch nicht nur vor dem Alkoholrausch sollte der Amethyst die Menschen schützen, sondern auch vor Diebstahl. Die Merowinger schmückten ihre Gräber damit, und tatsächlich belegen Funde, dass im nahen Umfeld des Gesteins keine bzw. weniger Spuren von Grabräubern zu finden sind. Man vermutet daher, dass ein weit verbreiteter Glaube an eine negative Wirkung des Amethysts auf Diebe vorherrschte.

Entstehung und Vorkommen von Amethysten

Die Farbe des Amethysts ist allgemein violett, wobei die Tönung sehr unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Von sehr hellen, leicht rosafarbenen bis zu sehr dunklen Violettfarbtönen ist das Spektrum außerordentlich groß. Die Verteilung der Farbe im Kristall ist dabei zumeist unregelmäßig. Bedingt ist diese Färbung durch Spuren von Eisen. Sie entstand im Laufe von Jahrmillionen bei einer Hitzeeinwirkung von 100 – 250 Grad Celsius. Die Wissenschaft kann heute durch künstliche Röntgenstrahlen aus farblosen eisenhaltigen Quarzen Amethyste erzeugen. Da die Farbe jedoch UV-unbeständig ist, sollten Amethyste keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Auch beim Erhitzen verlieren Amethyste ihre natürliche Farbe. Dabei können Verfärbungen auftreten oder sie werden ganz farblos. Amethyste sind weit verbreitet, ihre Fundorte reichen von Brasilien und Uruguay in Südamerika über Namibia, Madagaskar und Marokko auf dem afrikanischen Kontinent bis hin zu Sri Lanka und Russland. Vor allem große und klare Exemplare werden bevorzugt für die Schmuckindustrie verwendet, aber auch eine heilende Wirkung wird dem violetten Quarz nachgesagt. Amethyste kommen häufig in Hohlräumen in hydrothermalen Adern sowie vulkanischen Gesteinen vor. Sehr begehrt sind die im Handel erhältlichen sogenannten Drusen, welche aus einem Hohlraum voller Kristalle innerhalb einer Chalcedon-Schicht bestehen. Hierbei wiederum stammen die schönsten Amethystdrusen aus Brasilien, wo es nicht selten mannshohe Exemplare gibt. Jedoch auch in Deutschland gibt es Vorkommen von Amethyst, so hat sich der rheinland-pfälzische Ort Idar-Oberstein durch den dekorativen Quarz einen Namen bei Schmuckliebhabern und Geologen gemacht. Die Metalle im Bergmassiv des Steinkaulenbergs haben den Amethysten dort eine einzigartige blau-violette Färbung gegeben. Mittlerweile ist der Abbau des Minerals an diesem Ort allerdings verboten und man besorgt lieber Amethyste aus den riesigen Vorkommen in Brasilien, die auch oft eingefärbt werden. Die Fundstelle im Steinkaulenberg wurde zu einem Schaubergwerk umgestaltet und kann besichtigt werden. Das größte Vorkommen in Europa befindet sich jedoch im österreichischen Maissau, ca. 60 Kilometer nordwestlich von Wien. Dort kommt der Amethyst in einem ca. 400 m langen Verlauf vor, von welchem wiederum ca. 40 m offengelegt wurden und ebenfalls als Schaustollen besichtigt werden können. Dieser Gang in der Amethystwelt Maissau ist eine weltweit einmalige Besucherattraktion. Man vermutet einen weiteren Verlauf des Ganges über einen Kilometer. Weitere große Vorkommen finden sich im Umfeld des Friedhofes der ebenfalls österreichischen Gemeinde Eggenburg.

Bedeutung für die Schmuckindustrie

Der Amethyst ist ein sehr beliebter Schmuckstein, welcher in unterschiedlicher Form vertrieben wird. Sehr begehrt ist er als Brillant. Dieser Schliff ist normalerweise von Diamanten her bekannt. Darüber hinaus wird er in Form von Navetten und Brioletten verkauft. Neben diesen facettierten Formen finden Sie bei eBay auch eine breite Auswahl an Amethysten in Cabochonform. Cabochons sind sehr beliebt, weil sie durch ihren gewölbten Schliff das Schimmern des Gesteins verstärken. Dunkelviolette Steine gelten als besonders wertvoll. Auch erhältlich ist die Variante Ametrin. Hierbei sind Amethyst und Citrin in einem Stein kombiniert. Auch Amethystquarz finden Sie bei eBay. Dabei handelt es sich um eine schichtartig verwachsene Variante des Edelsteins, die von der Beschaffenheit undurchsichtig bis milchig-weiß durchscheinend ist.

Variationen durch Manipulation und Imitationen

Die goldene Färbung der Varietät Citrin wird durch Brennen von Amethyst bei etwa 400 Grad Celsius gewonnen. Der Name „Citrin“ kommt vom lateinischen Wort „citrus“, was auf die zitronengelbe Farbe dieser Amethystvariante verweist. Im Edelsteinhandel kursieren viele gebrannte Amethyste, die irreführenderweise als „Gold- oder Madeira-Topase“ verkauft werden. Ebenfalls durch Brennen wird auch der teilweise erhältliche Grünton gewonnen. Auch wenn einige dieser Farbvariationen durchaus interessant und modisch erscheinen mögen, bekommen gebrannte Steine oft Risse und Sprünge, die in deren Glanz deutlich zu sehen sind. Auch kommt es vor, dass Kristallspitzen und –flächen zerplatzen. Die Schmuckindustrie brennt daher eher die minderwertigeren Exemplare der Amethyste, um sie durch den Brennvorgang aufzuwerten. Dabei werden jedoch ausschließlich auch in der Natur vorkommende Farben gewonnen und somit keine Grundeigenschaften des Gesteins verändert. Jedoch ist der natürlich entstandene Citrin zumeist nur hell gefärbt und im Rohzustand länglich, ähnlich einem Bergkristall. Drusen werden von Citrin nicht gebildet und er kommt in der Natur seltener vor als der violette Amethyst. Es existiert keine Kennzeichnungspflicht für gebrannte Edelsteine, wenn durch den Brennvorgang eine dauerhafte Farbveränderung erzielt wird. Neben der Methode, Amethyste zu brennen, gibt es auch die günstigere Variante der Färbung mit Wachs. Diese ist allerdings nur kurze Zeit haltbar, weil Amethyst sich im Gegensatz zu anderen Gesteinen nur oberflächlich färben lässt.

Amethyst als Heilstein

Der Amethyst gilt als Heilstein in der Edelsteintherapie. Neben seiner schon von altertümlicher Seite nachgesagten Unterstützung gegen Trunksucht und andere Süchte werden ihm weitere heilende Wirkungen zugesagt. Auch die berühmte Benediktinerin Hildegard von Bingen setzte Amethyste zur Heilung von Hautunreinheiten, Schwellungen, Insektenstichen und Spinnenbissen sowie gegen Läuse ein. Ferner soll Amethyst gegen Blutarmut ebenso wirken wie bei nervlich bedingten Schmerzen. Hierzu soll man die betroffene Stelle mit einem Amethystkristall massieren. Bei Krampfadern soll man ihn dagegen direkt auflegen. Sogar in die moderne Kosmetik hat der Schmuckstein mittlerweile Einzug gehalten und findet sich in pulverisierter Form vor allem in Gesichtspflegeprodukten und Badesalzen wieder. Wer dauerhaft eine Amethystkette trägt, soll von Kopfschmerzen und Migräne verschont bleiben. Man sagt ihm stoffwechselanregende Wirkung nach, auch bei Epilepsie, Angstneurosen und Legasthenie soll Amethyst helfen. Wer Probleme mit der Bauchspeicheldrüse oder Bluterkrankungen hat, soll einen Amethyst über Nacht in einem Liter Wasser einlegen und dieses am Morgen auf nüchternen Magen trinken. Außerdem soll der Edelstein offen aufgestellt, etwa als Amethystdruse in einem Raum, Schutz vor negativen Einflüssen bieten und so quasi eine energetische Reinigung bewirken. Auch auf die Psyche soll der Amethyst positive Auswirkungen haben. So soll er die Konzentration fördern und gut für Meditationen sein - in dieser Funktion schwören auch tibetanische Geistliche auf die violetten Kristalle. So werden aus ihnen auch Rosenkränze gefertigt. Amethyst soll den Willen stärken, Trost in schweren Tagen spenden und Mut machen. Neben dem Rausch soll Amethyst auch den geschlechtlichen Trieb dämpfen. Bischöfe trugen einen Amethystring am dritten Finger der linken Hand, da er als Symbol für Seelenreinheit sinnliche Triebe abschwächen soll. Amethyst soll sogar menschliche Bande besiegeln: Tauschen zwei gute Freunde Amethyste aus, so werden sie für immer Freunde bleiben, vorausgesetzt, sie behalten ihre Steine. Der Edelstein soll auch schlaf- und ruhefördernd wirken. Unters Kopfkissen gelegt soll er Albträume „verjagen“. Aufgrund dieser ihm nachgesagten beruhigenden Wirkung gibt es in unserer heutigen Zeit, in der Stress und Hektik allgegenwärtig sind und immer mehr Menschen an Burnout leiden, einen regelrechten Run auf Amethyste. Ein Freimachen von seelischen Lasten und Ängsten erhofft man sich von ihnen, ebenso die Förderung von Selbstvertrauen. Bestätigt sind all diese Wirkungen von wissenschaftlicher Seite nicht. Interessanterweise sind Überlieferungen über die Wunderkräfte des Amethysts jedoch in unterschiedlichen Kulturen rund um den Erdball zu finden. Wer Amethyste lieber als Piercing an seinem Körper trägt, findet auch dazu bei eBay eine große Auswahl, ob als Schmuckstück für den Bauchnabel, als Nasen-, Lippen- oder gar Zungenpiercing. Natürlich macht der Amethyst auch als Ohrschmuck etwas her, und auch als Fußkettchen kleidet der Schmuckstein Damenfüße ungemein.

Amethyst in der Kunst

Doch nicht nur als Körperschmuck, auch als Kunstgegenstand ist der Amethyst sehr beliebt. So finden Sie bei eBay eine Vielzahl an Amethystgläsern, unter anderem hochdekorative Gläser, Kelche und Figuren. Künstler können ihrer Kreativität mit Amethystperlen und -pailletten freien Lauf lassen.

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