Amerikanische Krimis kaufen

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Amerikanische Krimis kaufen

Amerika – Land der Thriller und Krimis

Amerika gilt als die Heimat der Krimis - diese Annahme begründet sich nicht nur aus den schier unendlichen Kino- und Fernsehfilmen aus der Feder von amerikanischen Autoren und Regisseuren. Lange bevor es Fernsehen und Kino gab, wurden auf der anderen Seite des Atlantiks zahlreiche Krimiklassiker geschrieben. Denkt man an die Vereinigten Staaten und Krimis, so fallen einem oft Szenarien wie die Prohibition, der Wilde Westen und Gangster wie Al Capone oder Bonnie & Clyde ein. All diese Themen finden dann tatsächlich auch ihren Weg in die amerikanische Krimiliteratur, aber das ist bei weitem nicht alles. Die Autoren bedienen sich oftmals auch Detektivgeschichten und machen aktuelle, politische und gesellschaftliche Themen zu den Handlungsmittelpunkten ihrer Romane. Die Schauplätze sind meist typisch amerikanisch: Oftmals dient eine der großen Städte wie New York, Chicago oder Los Angeles als Ort der Handlung. Bewegen wir uns außerhalb der Städte, wandelt sich die Szenerie zu den reichen, kleinen Vorstädten, wie man sie in den Vereinigten Staaten faktisch überall findet.

Die verschiedenen Arten der Kriminalliteratur

Ein Krimi kann vielerlei Facetten besitzen und sowohl in Handlung, Ablauf und Ende vielen unterschiedlichen Wegen folgen. Man unterscheidet zwischen den verschiedenen Arten der Krimis: Da ist zunächst der Thriller zu nennen, der von der Spannung und der dauernden Bedrohung durch eine unbekannte Gefahr oder einen unbekannten Täter lebt. Ein Thriller wird aus der Erzählerperspektive geschrieben, da der Leser immer mehr Informationen erhält, als dem Ermittler zur Verfügung stehen. In der nordamerikanischen Krimilandschaft spielen oftmals auch die Gangsterballaden eine große Rolle. Die klassischen Mafiageschichten über die Großstädte der 20er und 30er Jahre mit Al Capone oder über die Prohibition zählen ebenfalls zu dieser Kategorie wie die Westernkrimis und Bonnie & Clyde-Geschichten. Auch Krimis mit Detektiven in der Hauptrolle ordnet man einer eigenen Kategorie zu - sie sind häufig Protagonisten ganzer Serien, wie Stouts Charakter Nero Wolfe oder der Ermittler Dupin in den Detektivgeschichten von Edgar Allan Poe. Die ersten Kriminalgeschichten folgten der strikten Suche nach dem Täter, indem sie von einem Hinweis zum nächsten springen und Puzzlestück an Puzzlestück setzen, welches am Ende zu der Enttarnung des Täters führt. Entwickler dieser Art von Krimis in den Vereinigten Staaten waren Dashiell Hammett und auch Carroll John Daly.

Edgar Allan Poe – Der Erfinder der Kriminalliteratur

Ein Zeichen dafür, welchen Stellenwert Edgar Allan Poe in der amerikanischen Literaturgeschichte einnimmt, ist der Edgar Allan Poe Award, welcher seit 1946 in 13 Kategorien für herausragende Werke der Kriminalliteratur verliehen wird. Poe selber wurde 1809 in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts geboren und schuf um die fiktive Figur Auguste Dupin herum die ersten Detektivromane der amerikanischen Krimilandschaft. 1841 erschien mit „Der Doppelmord in der Rue Morgue“, welcher im Originaltitel „The Murders in the Rue Morgue“ heißt, die erste von drei Kurzgeschichten um den Ermittler, der alle seine Fälle mithilfe seines Partners durch Logik und Kombinationsgabe löste.

Der „harte“ Ermittler – typisch amerikanische Krimis

Den Begriff der amerikanischen „hardboiled novel“ wurde durch einen Schriftsteller in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts besonders geprägt: Dashiell Hammett. Der 1894 in Maryland geborene Hammett erschuf den Privatdetektiv Sam Spade, welcher Gegensatz ist zum allgemeinen Bild des rechtschaffenen, guten Ermittlers. Spade besitzt kein wirkliches Rechtsempfinden, sucht seinen eigenen Vorteil und verwischt somit die traditionellen Grenzen zwischen Gut und Böse. Ein weiterer Pionier dieser Kategorie ist Raymond Chandler. Seine Figur Philip Marlowe arbeitet als Privatdetektiv in Los Angeles und hat 1936 in „Mandarin's Jade“ seinen ersten Auftritt. Marlowe findet sich in einer total korrupten Umgebung ohne Moral und Gesetz und versucht, in dieser nach seinen eigenen Grundsätzen zu handeln. Er ist chronisch pleite und zeigt dennoch oftmals Mitleid mit kleinen Verbrechern, auch wenn ihm dies zum Nachteil wird. Bis 1991 erschienen neun Romane und zahlreiche Kurzgeschichten um den Detektiv Philip Marlowe.

Hitchcock – Meister der Gruselkrimis

Ein wahrer Meister seines Fachs war Alfred Hitchcock. Der ursprünglich in England geborene Hitchcock gelangte vor allem durch seine Verfilmungen zu weltweitem Ruhm, als Beispiele sind hier „Die Vögel“ oder „Das Rettungsboot“ zu nennen. Hitchcock bedient sich zuweilen älteren, bis dato eher unbekannten Romanvorlagen, wie im Falle des 1954 verfilmten Thrillers „Das Fenster zum Hof“. Die originale Vorlage stammt hier aus dem Kurzkrimi „It had to be murder“ von Cornell Woolrich und wurde 1942 zum ersten Mal veröffentlicht. Hitchcock stellt in seinen Werken meist einen Normalbürger, wie man ihn auf der Straße tagtäglich antrifft, in den Mittelpunkt so absurder Geschichten, dass oftmals der Protagonist an sich selbst zweifelt und er bei anderen Personen erst recht kein Gehör findet. So kommen in Hitchcock-Geschichten Polizisten oder professionelle Ermittler niemals vor, nur der 1929 gedrehte Film „Erpressung“ bildet hier eine Ausnahme. Sein Lebenswerk umfasst 53 Filme, von denen der überwiegende Teil auch in Buchform erhältlich ist. Darüber hinaus gibt es unzählige Kurzromane und Krimigeschichten, die unverfilmt geblieben sind und nur in Form von Sammelmagazinen veröffentlicht wurden.

Ermittlergeschichten mit Fortsetzung – Nero Wolfe und Commissario Guido Brunetti

Der 1886 geborene Schriftsteller Rex Todhunter Stout erschuf im Jahre 1933 mit dem Detektiv Nero Wolfe einen der bekanntesten amerikanischen Serienermittler. Bis zum Jahr 1975 erschienen 33 Romane und 41 Kurzgeschichten mit Wolfe als Ermittler, dessen Persönlichkeit im Laufe der Serie immer weiter ausgebaut wird. Nero Wolfe ist ein übergewichtiger Detektiv mit vielen Ecken und Kanten, der sich in New York niedergelassen und auf Mordfälle spezialisiert hat. Durch die Ausschmückung der Identität und des Umfelds des Ermittlers identifiziert man sich schnell mit Wolfe und kann hier einen der Klassiker der Krimiliteratur entdecken. In die gleiche Richtung gehen die Kriminalromane über Commissario Guido Brunetti von Donna Leon. Die von Leon erschaffene Figur hat ihren ersten Auftritt im 1992 erschienenen „Venezianisches Finale“ und seitdem befinden sich die Brunetti-Erzählungen regelmäßig an der Spitze der deutschen Bestsellerlisten. Der Kommissar ermittelt in seinen Fällen immer in der italienischen Stadt Venedig und die Besonderheit der Romane von Leon ist die detailreiche Wiedergabe der Schauplätze. Alle Handlungsorte sind real existierend und können in Venedig aufgefunden werden. Die 1942 in New Jersey geborene Leon ist italienischer Abstammung und wählte aufgrund dessen Venedig als Handlungsort ihres Ermittlers.

Kriminalromane mit Frauen als Hauptpersonen

Krimis, in denen Frauen als Ermittler, Detektive oder Täter im Mittelpunkt der Handlung stehen, können ihren ganz eigenen Reiz ausstrahlen. Eine Autorin, die ihrer Linie, Frauen in den Mittelpunkt ihrer Bücher zu stellen, treu blieb, ist Mary Higgins Clark. Ihren ersten Kriminalroman veröffentlichte sie bereits 1969, das Buch mit dem Titel „Aspire to the Heavens“ fand aber noch wenig Beachtung. Inzwischen zählt sie mit über 25 veröffentlichten Romanen zu den wichtigsten Kriminalautoren der jüngeren Geschichte und wurde 2012 für ihr Lebenswerk mit dem Anthony Award ausgezeichnet. Sie behandelt in ihren Werken zumeist aktuelle gesellschaftliche Themen, wie zum Beispiel die Todesstrafe oder Schönheitsoperationen. Clark sagte, dass sie zumeist in Zeitungsartikeln die Inspirationen für ihre Romane findet. In vielen ihrer Romane sind Frauen die Protagonistinnen, die schwierige und gefährliche Situationen durchleben oder mit Problemen aus ihrer Vergangenheit konfrontiert werden. Ebenfalls mit einer weiblichen Hauptfigur bekannt wurde Jan Helene Burke. Sie erdachte die Figur der Reporterin Irene Kelly in ihrem Roman „Morgen früh, wenn Gott will“ aus dem Jahre 1993. Kelly ist mit einem Polizisten verheiratet und ermittelt in einem fiktiven Ort im Süden Kaliforniens. Durch die außergewöhnliche Namensgebung ihrer Romane fällt die Schriftstellerin Sue Grafton auf. Sie veröffentlichte den ersten Roman ihrer Detektivserie um die Ermittlerin Kinsey Millhone im Jahre 1982 mit dem Titel „A Is for Alibi“ und folgt dann dem Alphabet bei der Namensgebung. Die Detektivin Millhone, welche kurzzeitig auch als Polizistin tätig war, lebt in der Kleinstadt Santa Teresa und durchlebt nicht nur verschiedene Kriminalgeschichten - die Bücher beleuchten auch ihr Privatleben, welches von zerrütteten Familienverhältnissen und weniger erfolgreichen Beziehungen geprägt ist. Millhone ermittelt in Mordfällen und nimmt oftmals unkonventionelle, nicht ganz legale Wege, um an Informationen zu gelangen. So nutzt sie ihre alten Kontakte zur Polizei, um sich Hintergrundwissen und Details über die Verdächtigen zu beschaffen.

Originalausgaben von amerikanischen Krimis

Auch wenn ein Großteil der nordamerikanischen Krimiliteratur ins Deutsche übersetzt und relativ zeitnah bei uns veröffentlicht wird, kommt es immer wieder vor, dass man ein lang erwartetes Buch oder einige Romane seines Lieblingsautors bei uns nicht bekommt. In solchen Fällen lohnt es sich, die englischsprachige Krimisektion auf eBay durchzusuchen, um an Ihren Lieblingskrimi zu gelangen. Krimis in ihrer originalen Sprache zu lesen, hat aber noch andere Vorteile. Sofern man gewandt im Lesen der englischen Sprache ist, offenbart sich einem der Roman in exakt der Version, wie ihn der Autor verfasst hat. Beim Übersetzen bleibt es nicht aus, dass der Übersetzer dem Buch seine persönliche Note verleiht, was unter Umständen zu einem veränderten Leseerlebnis führen kann. Möchte man seine Sprachkenntnisse aufbessern oder erweitern, zum Beispiel für Schule oder Beruf, kann man mit einem Krimi in englischer Originalfassung das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und Englisch in seiner Freizeit lernen.

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