Alte LEGO-Set: So viel sind sie heute wert

Lego ist zwar eine beliebte Spielzeugmarke, als Investitionsanlage sind die kleinen Steine aber weniger bekannt. Dabei ist Fakt: Die dänischen Bausteine erzielen seit der Jahrtausendwende bessere Renditen als so manche konservative Anlageoptionen.

Trotz ihrer vorwiegenden Bekanntheit als Kinderspielzeug erzielten Anleger mit der Investition in Lego-Sets über die letzten 15 Jahre höhere Rückläufe als mit Börsenspekulationen, Goldanlagen oder Tagesgeldoptionen.

Lego-Sets in unberührtem Zustand sind im Wert jährlich um durchschnittlich 12 Prozent gestiegen, wobei die Secondhand-Preise für bestimmte Sätze bedeutend höher liegen, sobald deren Produktion eingestellt ist. Für einige moderne Sets sind die Wertsteigerungen noch stärker ausgeprägt; manche Modelle aus dem Vorjahr verzeichnen heute eine Wertsteigerung von mehr als einem Drittel des ursprünglichen Verkaufspreises.

Star Wars als Erfolgsgarant

Aktuell haben 10 der 20 wertvollsten Lego-Sets einen Bezug zur epochalen Saga der Sternenkrieger. Ein Beispiel, das man nicht zuletzt firmenintern als Blaupause für die Erfolgsgeschichte von Lego betrachtet, ist der 2007 für knapp 500 Euro erschienene Ultimate Collector's Millennium Falcon.

Diese mit knapp 5200 Einzelteilen bestückte Nachbildung des berühmten Raumgleiters von Han Solo erzielt heute Wiederverkaufspreise von mehr als 3000 Euro. Zwei frühere Modelle, der Death Star II aus dem Jahr 2005 sowie der Imperial Star Destroyer von 2002, erreichen gegenwärtig Preise von mehr als 1300 Euro.

Die neue Star-Wars-Filmreihe wird den alten Sets wahrscheinlich neues Leben im Sekundärmarkt einhauchen. Generell fördert die Veröffentlichung medialer Erzeugnisse neben dem Verkauf der entsprechenden Lego-Accessoires die Wertzunahme alter Ausgaben. Dies war jüngst beim Erscheinen des Harry Potter Ablegers „Fantastic Beasts and where to find them“ zu beobachten, welcher die Nachfrage für die originalen Harry Potter Lego Sets zu neuerlichen Höhen führte.

Darauf ist beim Sammeln und Lagern zu achten und Lagern zu achten

Die Lagerung stellt oft ein Problem dar, wenn ein Set umfangreich ist und die Lego-Gruppe es weiterhin produziert. Der Lego Death Star aus dem Jahr 2008, welcher ursprünglich für ca. 350 Euro zu haben war, ist ein gutes Beispiel hierfür.

Er findet nach wie vor reißenden Absatz und angehende Sammler und Investoren kaufen ihn stapelweise, trotz der ungewöhnlich großen Verpackungsdimensionen und der Tatsache, dass eine Einstellung der Produktion nicht absehbar ist.

Unabdingbar ist in jedem Fall die Bewahrung in einem möglichst neuwertigen Zustand - dies gilt sowohl für die Lego-Bausteine, wie für die Verpackungen und sogar die dazugehörigen Bedienungsanleitungen. Bewahren Sie alle Komponenten eines Sets auf und lagern diese in einem trockenen und dunklen Raum. Ferner ist eine Lagerung in einer vertikalen Position ratsam. Eine horizontale Stapelung verursacht Druckstellen und führt im ungünstigsten Fall zu Quetschungen oder beschädigten Boxen, wodurch der Wert rapide sinkt.

Wasserschäden, Diebstahl und Feuer sind weitere Risiken. Für die meisten Investoren ist es unerlässlich, spezielle Versicherungspolicen abzuschließen, die Sammlerstücke einbeziehen, weil der Wert vieler Lego-Portfolios die Grenzen überschreitet, die die gängigen Hausratversicherungen decken.

So werden Sie zum Lego-Investor

Wenn Sie an einem bestimmten Lego-Set interessiert sind, empfiehlt sich der Erwerb von zwei Versionen - ein Set zum Spielen und ein weiteres, welches Sie gleich nach dem Kauf, im Idealfall ungeöffnet, einlagern. Auch gebrauchte Lego-Sets schaffen es, hohe Wiederverkaufswerte zu erzielen, die weit über dem ursprünglichen Ladenpreis liegen.

Limitierte Auflagen und saisonale Editionen erfreuen sich in den Sekundärmärkten regelmäßig hoher Beliebtheit; hier gilt der bei Sammlern wohlbekannte Grundsatz: je seltener, desto besser.

Empfehlenswert ist die Investition in Lego-Sets, die nach 1999 auf den Markt kamen. Ausgaben von vor der Jahrtausendwende eignen sich seltener als Investitionsobjekt, da diese oftmals einfach und uninspirierend gestaltet waren. Es gibt jedoch aus dieser Zeit eine begrenzte Anzahl von Vintage-Editionen, die inzwischen wertvolle Sammlerstücke sind.

Die wertvollsten Lego-Sets

Der Ultimate Collector's Millennium Falcon von 2007 enthält 5,195 Teile sowie fünf Lego Minifiguren und ist heute knapp 3000 Euro wert. Das Cafe CornerSet aus demselben Jahr hatte einen Verkaufspreis um 150 Euro und ist heute mehr als 2000 Euro wert. Ein Jahr später veröffentlichte Lego das Taj Mahal Set für ca. 250 Euro, derzeit hat es den nahezu zehnfachen Wert.

Der Death Star II von 2005 erreicht heute einen Wert von ca. 1800 Euro. Zu guter Letzt erreicht der Imperial Star Destroyer aus dem Jahr 2002, mit einem damaligen Preis von knapp 350 Euro, einen heutigen Wert von ca. 2000 Euro.

Relevant ist in diesem Sinne die Betrachtung derjenigen Lego-Ausgaben, welche die größten Wertsteigerungen aufweisen. Das erwähnte Cafe Corner Set verzeichnet bis heute eine Steigerung von mehr als 2000 %. Die Market-Street-Ausgabe von 2007 kommt auf eine Wertsteigerung von mehr als 1000 %, ebenso wie die wenig bekannten Lego-Sets Holiday Train sowie The Batboat: Hunt for Killer Croc aus dem Jahr 2006 oder das 2005 erschienene Rescue from the Merpeople.