Altdeutsche Briefmarken: die Geschichte der Braunschweig

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Altdeutsche Briefmarken: die Geschichte der Braunschweig

Braunschweig spielte als unabhängige Postoberhoheit in Altdeutschland eine große Rolle. In dieser Zeit entstand die Braunschweig eine Serie von eigenen Briefmarken und für Philatelisten ein eigenständiges Sammelthema. Lesen Sie hier, was die Braunschweig so besonders macht und welche Marken aus dieser Serie besonders wertvoll sind.

 

Die Besonderheiten der Briefmarken aus Braunschweig von 1852 bis 1867

Das ehemalige Herzogtum Braunschweig schloss sich 1851 dem Deutsch-Österreichischen Postverein an. Da Braunschweig zu dieser Zeit die Postoberhoheit über diesen Bezirk besaß, brachte es schon wenige Wochen später die ersten eigenständigen Briefmarken heraus. Dies waren die ungezähnten Freimarken zu 1, 2 und 3 Silbergroschen. Insgesamt brachte das Braunschweigische Postwesen bis zu seiner Eingliederung in den Norddeutschen Postbezirk 1868 20 braunschweigische Marken heraus, die sich hinsichtlich ihrer Motive und Zeichnungen zum Teil sehr stark unterscheiden. Fälscher widmen sich eher selten diesem speziellen Sammelgebiet. Dennoch ist es bei einem Kauf von alten Braunschweig Marken ratsam, die Echtheitsmerkmale der Briefmarken genau zu überprüfen.

 

Wichtige Echtheitsmerkmale der altdeutschen Braunschweig Marken

Echte Braunschweiger wurden ausschließlich im Buchdruck hergestellt. Fälscher nutzen dagegen das Steindruckverfahren und sind dadurch von Fachleuten leicht zu erkennen. Zudem gibt es einige herausragende Echtheitsmerkmale bei diesen altdeutschen Marken.

Zunächst einmal weisen bei einer Braunschweig alle Briefmarken desselben Werts dieselbe Zeichnung auf. Das bedeutet, dass zum Beispiel die Freimarken zu 1 Silbergroschen von 1852 gleich aussieht wie die letzte Charge von 1864. Dagegen unterscheidet sich die 1 Silbergroschen-Marke im Aussehen stark von den 2 und 3 Silbergroschen Marken.

Des weiteren ist das Motiv bei allen Marken das Pferd aus dem Braunschweiger Wappen. Alle diese Pferde sind Hengste mit sägezahnartiger Mähne. Ist auf einer Marke eine Stute abgebildet, ist dies garantiert eine Fälschung. Weiteren Aufschluss über die Echtheit der Braunschweig geben die Anzahl der Längsstriche sowie der Steine auf dem Motiv.

So haben 1-Silbergroschen Marken 40 senkrechte Striche, 2-Silbergrochen Marken 41 und die Marken zu 3 Silbergroschen 39.

 

Besonderheiten und wertvolle Braunschweiger Marken aus Altdeutschland

Ein besonderes Sammlerstück bei der Braunschweig Serie sind die sogenannten „Gutegroschen“, eine Freimarke für den Innlandsverkehr im Herzogtum Braunschweig. Im Auslandsverkehr des Deutsch-Österreichischen Postvereins galt hingegen die schon erwähnte Währung des preußischen Silbergroschens. Die Marke zu einem Gutegroschen besteht aus einem Quadrat, das in vier Viertel zu je ¼ Gutegroschen unterteilt ist. Diese Briefmarke wurde entweder als Ganzes verwendet oder für Teilbeträge auseinandergeschnitten.

Bei den Braunschweiger Marken sind die meisten ungestempelten Marken wertvoller als die gestempelten. Eine Ausnahme bildet der letzte Satz von 1865, der ohne Stempel höhere Preise erzielt als mit Stempelung.

Eine gesuchte Rarität ist auch der ungestempelte erste Satz der Braunschweiger Briefmarken von 1852. Dazu kommt die Briefmarke zu 1/2 Silbergroschen (5 Pfennige) von 1863 sowie 1/3 Silbergroschen von 1864.

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