Als die Bilder laufen lernten - Ratgeber Filmkameras & -zubehör

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Als die Bilder laufen lernen - Kaufratgeber Filmkameras & -zubehör

Bewegte Bilder seit Beginn des 20. Jahrhunderts

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts fingen die Menschen an, ihr Leben nicht nur fotografisch festzuhalten, sondern auch in Bewegtbildern. Zwar wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Filmkameras entwickelt, aber erst mit der Jahrhundertwende kamen die ersten Kameras für den privaten Gebrauch auf den Markt. Während die ersten Filmkameras noch 35-mm-Filme nutzten, stieg man für den privaten Bereich bald auf 16 mm und später dann auf 8 mm um. Diese sogenannte Schmalfilmkamera war handlich und bot damit nicht nur dem Amateurfilmer eine maximale Bewegungsfreiheit, sondern wurde zunehmend auch von Profis genutzt. Gerade für Dokumentationen bot sich die kleinere 16- oder auch 8-mm-Technik an, während man für große Kinoproduktionen jedoch noch heute auf 35 mm zurückgreift.

Alte Filmkameras sind ein teures Hobby

Filme, die mit alten Filmkameras gedreht werden, haben stets einen ganz besonderen Charme und verströmen einen Hauch Nostalgie. Wenn Sie sich mit dieser alten Technologie auseinandersetzen möchten, sollten Sie sich jedoch auf einige Einschränkungen und Probleme einstellen. Da es sich bei alten Filmkameras in der Regel um Raritäten handelt, sind sie meist recht teuer und auch nicht immer voll funktionstüchtig. Doch noch finden Sie viele gebrauchte Geräte, unter denen Sie das Passende auswählen können. Sie sollten dabei stets auf den Erhaltungszustand und die Funktionstüchtigkeit achten, wenn Sie selbst damit filmen möchten. Sollten Sie jedoch eher zu den Sammlern gehören, spielt die Funktionstüchtigkeit unter Umständen keine Rolle. Hier liegt es ganz bei Ihnen, ob Sie lieber eine Filmkamera in Ihrer Sammlung haben möchten, die nur schön aussieht, oder eine, die auch noch einsatzbereit ist. Nicht zuletzt ist das auch immer eine Kostenfrage.

Die richtige Filmkamera sollte sorgfältig ausgewählt werden

Die Wahl der passenden Filmkamera wird sich natürlich vor allem nach Ihrem persönlichen Geschmack richten. Es gibt jedoch einige Dinge, die Ihnen bei der Entscheidung behilflich sein können. Zuerst einmal sollten Sie sich bewusst machen, dass Sie bei neueren Modellen eine bessere Chance haben, funktionstüchtige, aber dennoch günstige Objekte zu finden. Je neuer ein Modell ist, desto eher wird es auch verfügbar sein und auch Zubehör werden Sie wesentlich leichter erstehen können. Sie sollten sich aber auch fragen, wie viel Zeit (und eventuell auch Geld) Sie in die regelmäßige Wartung Ihrer Filmkamera investieren möchten. Wie bei anderen mechanischen Geräten, so ist auch bei Kameras ein höheres Alter mit einer höheren Anfälligkeit für Defekte verbunden. Bereits beim Kauf sollten Sie daher auf den Zustand achten und sich vielleicht auch danach umsehen, ob es im Zweifelsfall Ersatzteile für Ihre Kamera gäbe.

16-mm-Kameras

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden vor allem Filmkameras genutzt, die 16-mm-Filme benötigten. Wenn Sie also ein wirklich antikes Stück erstehen möchten, werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit auf diese Technologie stoßen. Die frühen Kameras waren reine Bildkameras, die keine Möglichkeit zur Tonaufnahme besaßen. Da diese Kameras beim Dreh recht laut sind, war es anfangs auch gar keine Tonaufnahme möglich und erst mit dem Aufkommen leiserer Geräte wurde die Nachfrage nach einer Tonaufnahme größer, was gegen Mitte des 20. Jahrhunderts schließlich ermöglicht wurde. Sie sollten also beim Kauf überlegen, ob Sie auf den Ton verzichten können oder ob Sie lieber zu einem späteren Modell greifen, das Aufnahmen mit Ton ermöglicht.

Super-8-Filme und Filmkameras

Mitte der 60er Jahre kamen die Super-8-Filme auf den Markt und mit ihnen auch die passenden Filmkameras. Die Filme und damit auch die Kameras sind kompakter als die 16-mm-Technologie, was diese Kamera perfekt für den privaten Gebrauch machte. Noch heute ist der Super-8-Film unter Filmfans beliebt und verströmt eine nostalgische Atmosphäre. Da diese Modelle der Filmkameras nicht so alt sind wie die 16-mm-Filmkameras, werden Sie hierfür ein breiteres Angebotsspektrum finden und auch beim Zubehör haben Sie eine größere Auswahl. Da solche Kameras meist als Dachbodenfunde auftauchen, sollten Sie damit rechnen, dass nicht immer eine Garantie für die Funktionstüchtigkeit gegeben werden kann. Sie sollten sich also darauf einstellen, im Zweifelsfall selbst Hand anlegen zu müssen.

Welches Zubehör Sie wirklich brauchen

Ob Sie viel Zubehör zu Ihrer Filmkamera benötigen, hängt natürlich in erster Linie davon ab, was Sie mit der Kamera geplant haben. Soll sie lediglich ein Schmuckstück in einer Vitrine sein, können Sie sowohl auf Filme als auch auf passende Transportmöglichkeiten verzichten. Wenn Sie aber aktiv filmen möchten, ist eine Anschaffung passender Filme unabdingbar. Auch bei Sammlungen antiker Filmkameras müssen Sie letztendlich selbst entscheiden, ob Sie nur an den Kameras selbst interessiert sind, oder ob Sie Ihre Sammlung auch auf zusätzliche Objekte ausweiten möchten.

Ein passender Koffer dient zur Aufbewahrung Ihrer Filmkamera

In den meisten Fällen werden alte Filmkameras in einem passenden Koffer aufbewahrt, der meist genug Stauraum für die Kamera selbst, aber auch für einiges Zubehör bietet. Die einzelnen Teile werden hier in entsprechenden Aussparungen des Koffers gelegt und sind so optimal vor Beschädigungen geschützt. Da diese Koffer nur selten ohne Inhalt zu finden sind, sollten Sie bereits beim Kauf Ihrer Kamera darauf achten, dass ein passender Koffer mitgeliefert wird. Auch wenn Sie ein Sammler alter Filmkameras sind und diese nur ausstellen möchten, ist es meist ein optischer Gewinn, nicht nur die Kamera alleine zu positionieren, sondern den passenden Koffer und eventuell noch etwas Zubehör um die Kamera herum zu arrangieren.

Wer filmen will, benötigt vor allem Filme

Wenn Sie nicht nur Filmkameras sammeln, sondern auch wirklich damit filmen möchten, ist es unabdingbar, dass Sie sich einen Vorrat an bespielbaren Filmen zulegen. Sie sollten darauf achten, dass Sie das Filmmaterial passend zu Ihrer Kamera auswählen. Es bietet sich aber auch an, bereits bei der Wahl der Kamera zu bedenken, dass es von einigen Filmarten leichter ist, unbespielte Bänder zu bekommen und auch die Kostenfrage darf hier gerne im Voraus gestellt werden.

Ein guter Film muss zurechtgeschnitten werden

Wenn Sie Ihr Filmmaterial erst einmal im Kasten haben, ist der erste Schritt zwar getan, aber es wartet immer noch ein wenig Arbeit auf Sie, wenn Sie ein kleines Meisterwerk abliefern möchten. Zur Ausstattung eines erfolgreichen Hobbyfilmers gehört daher auch Zubehör, dass die weitere Verarbeitung des Filmmaterials ermöglicht. Mit einer Schneidemaschine können Sie die Filme szenengenau zurechtschneiden, während eine Klebepresse dafür sorgt, dass Sie die Einzelteile am Ende wieder passgenau zusammensetzen können. Sie sollten beim Kauf nur darauf achten, die richtige Presse für Ihre genutzte Filmgröße zu wählen. Es gibt sowohl Pressen, die nur für 16-mm- oder nur für Super-8-Filme ausgelegt sind als auch solche, die für alle gängige Größen angepasst werden können. Je nachdem, ob Sie sich nur mit einer der Größen oder mit allen beschäftigen, wählen Sie ein passendes Modell aus.

Filmleuchten für die dunklen Szenen

Sollten Sie planen, einige Teile Ihres Films unter schlechteren Lichtverhältnissen zu drehen, so lohnt sich die Anschaffung einer Filmleuchte. Diese hat entweder ein kompaktes Format und bietet sich somit für unterwegs an, oder es handelt sich um eine Standleuchte, die für Studioaufnahmen gedacht ist. Als Hobbyfilmer wird eine Standleuchte wohl kaum notwendig sein. Eine tragbare Filmleuchte kann manchmal aber auch ganz unerwartet gute Dienste leisten, auch wenn Sie anfangs vielleicht überhaupt keine Nachtaufnahmen planten.

Einzelstücke oder ganze Sets mit Filmkamera und Zubehör

Wenn Sie sich entscheiden sollten, Ihre Filmkamera aktiv zu nutzen, dann werden Sie sicher auch auf passendes Zubehör nicht verzichten wollen. In diesem Fall empfiehlt es sich, gleich ein ganzes Set zu erwerben. Sie haben dann die Kamera direkt im erwähnten, passenden Koffer, ausgestattet mit verschiedenen Zubehörteilen, wie sie ehemals auch im Laden erhältlich war. Sie sollten möglichst auf Vollständigkeit achten, können aber auch Abstriche machen, wenn fehlende Teile anderweitig leicht einzeln erhältlich sind. Aber auch die meisten Sammlerherzen dürften höher schlagen, wenn man ein vollständiges und gut erhaltenes Komplettset in den Händen hält.

Filmprojektoren sind zur Vorführung unerlässlich

Den fertigen Film wollen Sie natürlich auch vorführen, denn was wäre ein Meisterwerk ohne Publikum. Hierfür benötigen Sie einen passenden Projektor, der auf das Filmformat zugeschnitten ist, das Sie bei der Herstellung Ihres Films genutzt haben. Hierbei gilt es aber darauf zu achten, ob es sich um ein Filmbetrachtungsgerät oder um einen richtigen Projektor handelt. Mit einem Filmbetrachter haben Sie die Möglichkeit, Ihre Filme einzulegen und auf einem kleinen Monitor das Ergebnis unter Augenschein zu nehmen. Da alte Filmkameras nicht wie moderne Kameras über ein Vorschaubild verfügten, bietet sich dieses Gerät dazu an, schnell einen Überblick über das Material zu bekommen, ohne gleich die aufwendigere Projektortechnologie aufbauen zu müssen. Für Vorführungen vor Publikum sind diese Geräte dank ihres doch recht kleinen Monitors jedoch nicht geeignet. Hierfür sollten Sie dann auf große Projektoren zurückgreifen, die den fertigen Film auf eine Leinwand projektieren.

Alte Filmkameras sorgen für Nostalgie

Egal ob Sie zu den Sammlern, den Filmliebhabern oder den Hobbyfilmern gehören, Sie haben eine reiche Auswahl alter Filmkameras. Dabei können Sie wählen zwischen verschiedenen Filmformaten und Herstellern und  so die Filmkamera suchen, die am besten zu Ihren Bedürfnissen passt. Auch beim Zubehör haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Artikeln. Sie sollten aber immer ein Auge auf den Erhaltungszustand haben. Es bietet sich außerdem an, auf bereits beigefügtes Zubehör zu achten. Gerade wenn Filmkameras im Koffer angeboten werden, ist darin meist auch schon einiges an Zubehör enthalten, was Ihnen wiederum eine spätere Suche danach erspart. Die Funktionstüchtigkeit kann bei dem oft recht hohen Alter der Geräte nicht immer gewährleistet werden, daher bietet es sich an, wenn Sie bereits selbst über einiges technisches Wissen verfügen oder zumindest gewillt sind, sich eingehender damit zu beschäftigen. Für Ihre Bemühungen werden Sie aber spätestens beim Betrachten des fertigen Films mit einzigartigen Bildern belohnt, die auch Ihre Bekannten in Erstaunen versetzen werden.

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