Alpengasthof Bidner

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Ich habe im August eine Woche Urlaub im Alpengasthof Bidner verbracht und würde ihn nicht empfehlen.

249 Euro für einen Erwachsenen und ein Kind war vereinbart, andere bezahlen diesen Preis für zwei Erwachsene. Da ist es als kleinlich einzustufen, wenn der zweite Obstler (einer wurde im Rahmen des Menüs an einem Abend serviert) am nächsten Tag auf der Rechnung steht. Begründung, die Kinder bekommen noch eine Überraschung. Diese entpuppte sich dann als Lolli, den es im Großmarkt für ca 5 cent gibt.

Die Flasche Sekt, welche zur Begrüßung lauwarm auf dem Zimmer steht, darf man nur im Zimmer trinken, in dem sich allerdings nur ein Stuhl befindet. Wenn man sich traut, damit auf die Terrasse zu gehen, wird man von der Juniorchefin und Bedienung Sonja sofort zu Recht gewiesen, dass dies nicht geht weil sie Umsatz machen muss. Überhaupt ist diese Dame sehr unfreundlich. Dort ist nicht der Gast, sondern sie König. Getränke werden nicht am Ende des Urlaubs abgerechnet, sondern jeden Morgen findet man den Zettel mit der Rechnung beim Frühstück. Und wenn es Sonja gerade passt, kommt sie an den Tisch und kassiert. Dabei ist es völlig egal, ob man gerade kaut oder die Kaffeetasse am Mund hat, jetzt wird kassiert.

Wenn man abends noch 5 oder 10 Minuten länger auf der Terrasse sitzen und den Blick genießen möchte, wird man zum Abendessen rein zitiert. Dies soll 18:30 Uhr beginnen. Allerdings wird dann erst mal die Getränkebestellung gemacht. Etwa 19:00 Uhr bekommt man dann die Suppe, danach ab und zu mal Salat, danach eine deftige Hauptspeise, z.B. Schweinshaxe mit Knödeln und Sauerkraut und anschließend Kaiserschmarrn oder Kuchen. Das Essen schmeckt schon sehr gut, aber den meisten Gästen war es abends zu schwer. Zwischen 20:15 und 20:30 Uhr ist das Essen beendet. Für die Familien, die mit Kindern dort waren, eine extrem lange Zeit für das Essen. Die Unfreundlichkeit der Bedienung und die Tatsache, dass man als Nichtraucher kein  Möglichkeit hat, von den Rauchern, bei der dann auch die Bedienung sitzt und fleißig raucht, führte dazu, dass fast alle Gäste nach dem Essen das Weite suchten. Im Gasthof Bidner ist man allerdings der Meinung, dies würde am Fernseher auf dem Zimmer liegen... Diesen kann man übrigens erst benutzen, wenn man 5 Euro für die Fernbedienung hinterlegt.

Die Zimmer sind einfach eingerichtet, aber okay. Allerdings waren die Handtücher teilweise zerschlissen, bei uns war die Schiebetür der Duschkabine nur noch provisorisch befestigt und eine Bodenreinigung der Zimmer erfolgte während des Aufenthaltes auch nicht. Ebensowenig bekam man neues Toilettenpapier, dies mußten einige Gäste erfragen und dann mit der Klopapierrolle durch die Gaststube gehen.

Außerdem wurde bei mir als Alleinreisende mit Kind versucht, die Kurtaxe für meine achtjährige Tochter zu kassieren. Allerdings zahlen Kinder bis einschließlich 15 Jahre keine Kurtaxe. Als ich dies sagte, wollte mir Sonja erst mal erzählen, dass seit 1. Januar die Kurtaxe von 70 cent auf 1 Euro erhöht wurde, und zwar für alle. Erst als ich ihr sagte, dass ich vom Tourismusverein genau weiß, dass dies nicht so ist, wollte sie sich noch mal erkundigen. Seit dem habe ich nichts mehr von ihr gehört, übrigens auch keine Entschuldigung für den eventuellen Irrtum. Da von den Familien, wo Mutter und Vater gemeinsam mit Kindern da waren, keine Kurtaxe für die Kids verlangt wurde, bleibt bei mir der Verdacht, dass ich hier abgezockt werden sollte.

Übrigens sollte man sich darauf einstellen, sofort bei Anreise das Zimmer zu bezahlen, und zwar bar. Karten werden nicht akzeptiert. Der Gutscheinwert ist viel zu hoch angegeben.

Falls man eine Wettervorschau haben möchte, die der Tourismusverein täglich aktualisiert, sollte man diese entweder im Tourismusbüro holen oder zu einem benachbarten Hotel gehen, um sie zu lesen. Bei uns hing die ganze Woche die Vorhersage vom Anreisetag. Es gibt auch keine Information über das Menü am Abend, dabei hat mir ein Gast, der schon die zweite Woche da war, berichtet, dass sich die Menüfolge immer wiederholt.

Fazit - ich werde immer wieder gern nach Osttriol und vielleicht auch noch mal aufs Zettersfeld kommen, aber zum Alpengasthof Bidner auf keinen Fall mehr. Wirkliche Gastfreundschaft haben wir in unserer zweiten Woche auf einem Bauernhof in Burgfrieden bei Leisach genossen.

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