Alles über den Malachit, seine Herkunft & seine Wirkung

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Der Malachit - Ein Edelstein, der durch seinen Farben "lebt" :

Seine interessante Maserung, die nicht wie üblich aus einer Buntheit von Farben lebt, sondern durchwegs aus hell-dunklen Grüntönen bestritten wird, erwarb den Malachiten viele Freunde. Mit den unermesslichen Grünstufen der Malve (griechisch = malache) wurde er im Altertum verglichen. Das stimmungsvolle Spiel von Licht- und Schattenwirkung macht ihn zu einer unerschöpflichen Fundgrube von geschwungenen, gebogenen, vielfach gewundenen bis zu ideal kreisrunden und konzentrischen Linien. Kurven und Streifen - Bilder, wie sie aus der Vogelschau über den endlosen, Urwaldflächen des heutigen Hauptlieferanten, des Kongo, zu sehen sind.

Das nimmermüde Bestreben nach abwechslungsreichen Mustern, die mittels kunstvollen Schliffs eine ausgesuchte Harmonie offenbaren, hat ihre Ursache in der besonderen Bildungsweise des Malachits, der unter dem Einfluss Meteore Wässer als oberflächliches Verwitterungsprodukt aus tiefergelegenen Kupfererzlagern hervorging.


Wodurch entsteht der schichtartige Aufbau ?

Er ist ein wasserhaltiges Kupferkarbonat [CUCO-3.Cu(OH) 2] und damit einer der wenigen idiochromatisch von Kupfer gefärbten Steine. Er findet sich überall im obersten Horizont der Kupfererzlagerstätten und bildet dicke, undurchsichtige Massen, die sich aus kleinen monoklinen Kriställchen zusammensetzen. Obwohl der Malachit ein häufig gesehenes Mineral ist, sind die zum Verarbeiten geeigneten Knollen mit ihrer rundlichen, nierenförmigen, traubigen oder zapfenähnlichen Oberflächenbeschaffenheit sehr selten geworden.

Gemeinsam mit den Farben, die zwischen Smaragdgrün, Spinatgrün, Dunkellauchgrün und Schwarzgrün pendeln, ermöglicht die wechselnde helle und dunkle Schichtung des konzentrisch - schalligen Aufbaus den Zauber seiner gelungenen Zeichnungen. Deren reizvoller optischer Effekt wird eindrücklich unterstrichen durch seinen lebhaften seidigen Glanz, den er beim Schleifen annimmt.


Wozu diente er, was hat er für Fähigkeiten ?

Der Malachit wird wegen seiner leuchtendgrünen Farbe und oft sehr interessanten Maserung als Schmuckstein geschätzt. Auch er war bei den alten Ägyptern, Griechen und Römern beliebt. Es wurden aus Malachit Amulette, Skarabäen und Gemmen angefertigt. Die vornehmen Ägypterinnen verwendeten zerriebenen Malachit zur Färbung ihrer Augenlider oder auch als Schminke. Im Dianatempel von Ephesos (Klein Asien), der zu den Sieben Weltwundern zählte, standen einst Säulen als Malachit, die in späterer Zeit nach Konstantinapel abtransportiert wurden. Sie befinden sich heute in der Hagia Sophia (Sophienkirche) von Istambul.

Weiter galt der Malachit als Heilmittel vieler Krankheiten. Im Mittelalter wurde er in pulverisierter Form als Brechmittel verabreicht; gleichfalls sollte er Herzbeschwerden, Gliederreißen und Kolik vertreiben sowie weitere medizinische Wunder vollbringen.

Der Malachit ist ein Produkt, das durch Verwitterung von Kupfererzen und anderen Kupfermineralien in der Oxydationszone von Kupfererzvorkommen entstanden ist. Er besteht aus einem wasserhaltigen Kupferkarbonat. Seine Farbe geht über vom intensiven hellen Grün bis zum schwärzlichen Grün. Obwohl der Malachit ein häufig vorkommendes Mineral ist, sind die Stücke, die sich zur Schmuckverarbeitung eignen, sehr rar. Die Steine kommen in rundlicher, knolliger, nierenförmiger und plattenartiger Gestalt vor; ihr Außeres ist meist mattdunkel. Die schöne Maserung des Malachits entsteht durch den schalligen Aufbau des Steines. Sie zeichnet sich durch abwechselnde Schichtungen von hell- und dunkelgrünen Lagen aus.


Wo wird der Malachit gewonnen ?

Die Hauptvorkommen lagen früher hauptsächlich in den Kupferbergwerken des Urals, nördlich wie südlich von Katharinenburg. Funde von großen Malachitknollen und -platten ermöglichten es, daß man aus ihnen sogar größere Kunstgegenstände wie Vasen, Schalen, Schreibtischgarnituren, Briefbeschwerer und Leuchter anfertigte. Zu dünnen Tafeln zerschnittene Steine verwendete man zum Verkleiden von Tischplatten, Kamingesimsen und Säulen. In der Petersburger Isaakskirche (Leningrad) sind ebenfalls Säulen mit Malachit umkleidet. Herrliche kunstgewerbliche Gegenstände soll der Zar von Russland anderen Fürstenhäusern als kostbare Geschenke verehrt haben.

Die Mehrzahl der heute zu Schmuckzwecken verwendeten Malachite kommt aus Afrika. Die Kupferminen Katangas (Kongo) liefern sattgrünes bis dunkelgrünes Material, die rhodesischen ein helleres. Auch die ehemals deutsche Kupfermine von Tsumeb in Südwestafrika war Lieferant von sehr schönem Material. Zur Zeit ist ihre Malachitgewinnung von keiner besonderen Bedeutung. Weitere Vorkommen liegen in Australien, Chile, Arizona und auf der Insel Elba. Malachite werden in heutiger Zeit zu leicht gemugelten Tafelsteinen, Cabodions und Kugeln geschliffen und in Schmuck eingefasst; ferner werden kunstgewerbliche Gegenstände wie Zigaretten Dosen, Kästchen, Schälchen, Aschenbecher, Figuren und viele Dinge mehr aus ihnen angefertigt.

Heute wird der Malachit in geringen und stets abnehmenden Mengen nunmehr im Südwestafrika und Australien geborgen. Der leuchtend grüne Stein mit der aparten Muschelmusterung, der für die Sprache der Tiere hellhörig machen soll, genießt dank seiner vielseitigen Eignung für Schnitzereien und Schmuckgarnituren weithin große Beliebtheit.





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