Alles über Notebook Akku Pflege. So hält Akku länger

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Mit einem unzureichend gepflegten Akku halten selbst Notebooks der neuesten Generation nicht lange durch und machen frühzeitig schlapp. Insbesondere nehmen Akkus es dem Anwender übel, wenn er sie bereits nach kurzer Zeit wieder auflädt. Was Sie in puncto Akku-Pflege alles beachten müssen, lesen Sie hier.
In fast allen auf den Markt erhältlichen Notebooks verrichten Lithium-Ionen-Akkus ihren Dienst und machen die Geräte stundenlang unabhängig von der nächsten Steckdose. Ihr besonderer Vorteil liegt darin, dass sie keinen Memory-Effekt aufweisen. Sie müssen den Akku also vor einem neuen Ladevorgang nicht vollständig entladen.

Allerdings sind die kleinen Energiepakete teuer und reagieren empfindlich auf eine falsche Handhabung. Der beste Akku nützt nichts, wenn Sie die Zellen nicht richtig pflegen. Zwar verliert jeder Akku im Laufe der Zeit an Kapazität und dadurch an Laufzeit. Allerdings können Sie einiges tun, um die Lebenszeit eines Akkus verlängern. In diesem Ratgeber informieren wir Sie darüber, wie Sie Ihren Akku optimal pflegen und über mehrere Jahre daran Freude haben.

Die wichtigste Grundregel: Vermeiden Sie auf alle Fälle das ständige Nachladen bei nur teilweiser Entladung. Die Hersteller von Lithium-Ionen-Akkus sichern normalerweise zwischen 500 und 700 Lade- und Entladezyklen zu, und dabei zählt jeder Ladevorgang - egal wie viel Energie getankt wird. Die Elektronik in modernen Notebooks bedankt den Akku allerdings nicht mehr nonstop, wie dies noch bei vielen älteren Modellen der Fall war. Eine kontinuierliche Ladeüberwachung sorgt dafür, dass der Ladevorhang bei erreichen einer Vollladung automatisch endet. Die Elektronik sorgt allerdings auch dafür, dass meist bei 95 Prozent verbleibender Restenergie automatisch wieder nachgeladen wird. Aufgrund der Selbstentladung wird dieser Wert sogar bei Notebooks schnell unterschritten, die permanent am Stromnetz hängen.

Daher am einfachsten aufladen, Stromkabel abziehen und den Akku solange nutzen, bis er leer ist. Laden Sie den Akku ohne Unterbrechung des Ladevorgangs stets voll.

Denjenigen Anwendern, die Ihren Mobilrechner vorwiegend am Stromnetz betreiben, empfehlen wir, den Akku einfach herauszunehmen. Im Netzbetrieb läuft das Notebook im Gehäuseinneren ziemlich warm und der Akku wird jedes Mal unnötig erhitzt. Die hohen Temperaturen sind der Lebensdauer der Stromspeicherzellen nicht gerade zuträglich. Denn je höher die Temperatur ist, desto mehr Lithium-Ionen oxidieren und verlieren so irreversibel ihre Leitfähigkeit und damit schleichend an Kapazität.
Allerdings sollten Sie es nicht übertreiben: Wenn Sie Ihr Akku ganz selten oder gar nicht benutzen, schadet auch das. Über Monate ungenutzte Energiezellen können sich nämlich schlimmstenfalls so entladen, dass sie sich nicht mehr richtig aufladen lassen. Wer sein Notebook vorwiegend stationär einsetzt, sollte deshalb hin und wieder auf Akkubetrieb wechseln.
Wenn Sie Ihr Notebook längere Zeit nicht benutzen, sollten Sie den Akkus auf jeden Fall aus dem Gerät nehmen. Die Zellen haben dabei idealerweise einen Ladestand zwischen 50 und 80 Prozent. Wenn Sie den Akku im Gehäuse stecken lassen, entlädt er auch bei ausgeschaltetem Notebook, weil im Gerät Kriechströme fließen

Es handelt sich dabei um einen nicht vermeidbaren Stromfluss an der Oberfläche der isolierenden Schichten eines Akkus. Je nach Beschaffenheit des Notebook, dem verwendeten Akkutyp und dem individuellen Ladestand können Kriechströme nach einiger Zeit sogar zu einer Tiefentladung des Akkus führen (Zustand, in dem eine Zelle mit niedriger Stromstärke vollentladen wird), die Sie unbedingt vermeiden müssen. Kriechströme fließen aber nur, wenn der Akku im Gerät steckt.
Benutzen Sie den Akkus für mehrere Wochen nicht, lagern Sie ihn deshalb am besten im halb oder etwas mehr geladenen Zustand bei kühler Zimmertemperatur.
Ein über längeren Zeitraum nur teilweise entladener Akku schläft ein. Sie können ihm allerdings mit zwei bis drei Entlade-Lade-Zyklen wieder auf die Sprünge helfen. Dieselbe Prozedur empfehlen wir auch bei einem fabrikneuen Akku, denn dieser erreicht erst nach zwei bis drei Lade-Entlade-Zyklen seine volle Leistungsfähigkeit.
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