Alles über Lapis-Lazuli, seine Herkunft & seine Wirkung

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Der Lapis, oder auch "Lapis-Lazuli" - Königsblau und besonders :

Der Lasurstein, wie der vortreffliche, königsblaue Lapis auch genannt wird, unterscheidet sich von allen andern Schmucksteinen durch die Besonderheit, kein Mineral, sondern ein Gestein zu sein, das - durch pneumatolytische Umwandlungs - Evolutionen aus einem kontaktmetamorphen Kalkstein hervorgegangen - sich in wechselnden Mengen aus mehreren Mineralen aufbaut. Einzig dastehend wie diese chemische Verbindung ist auch sein unerreichtes nachtdunkles Blau, das Plinius in die erhebenden Worte vom «Stück des gestirnten Firmamentes» fasste und mit dem allen voran schon die alten Ägypter ihre prachtvollen Goldschmiedearbeiten auslegten.


Woher kommt dieser Name ?

Der Name Lapis Lazuli stützt sich auf das lateinische «lapis» = Stein und das arabische «azul» oder «al-lazward», dass neben Himmel alle Nuancen von Blau bezeichnet. Alten Schriften getreu ist dieser «Stein der Bläue» seit wenigstens 5000 Jahren im Land am Nil das bevorzugte Kleinod gewesen, Armbänder, Kettengehänge, Dolche und Brustschilde zu zieren und Siegelringe, Skulpturen und Skarabäen aus ihm zu fertigen. Vermutlich bedienten sich die ägyptischen Künstler eines Lapis, der ihnen von Afghanistan gesandt wurde, denn noch heute findet sich das wertvollste Material in den Gruben von Firgamu im Badakschan Gebiet des Hindu - Kusch Gebirges, wo das Gestein, erhitzt und mit kaltem Wasser abgeschreckt, aus dem Berg gesprengt wird. Die Qualität ist 'intensiv ultramarinblau, durchgehend gefärbt und gespuckt mit metallisch - golden flimmernden Pyritkriställchen.


Wodurch unterscheiden sich die Qualitäten ?

Im Gegensatz dazu stehen die minder einheitlich blaufarbenen, helleren und der Beschaffenheit nach weniger kostbaren Exemplare aus den chilenischen Anden, die gewöhnlich von Kalkspateinlagerungen durchsetzt und weiß gefleckt sind. Die eingebauten Ultramarin Moleküle der Minerale Sodalith, Lasurit und Hauyn verleihen dem Lapis das warme, so überaus angenehme Blau, dessen gesättigte, unmerklich rotstichige Tönung den pulverisierten Lasurstein im Mittelalter zu einer hochreputierten Malerfarbe werden ließ. Sie erklärt auch seine von alters her anhaltende Beliebtheit für wunderschöne Ziselier- und Einlegearbeiten und für so prunkvolle Geräte wie die berühmte, aus einem Block bestehende Erdkugel aus Lapis Lazuli Viber dem Grab des heiligen ignatius zu Rom oder für jene königlichen Wandtäfelungen, wie sie noch immer in einem der Gemächer der kleinen Palaststadt von Tsarkoje-Selo, dem heutigen Puschkin, zu bewundern sind. Seiner ruhigen, ausgeglichenen Farbe wegen zu vornehmen Ketten erwählt, ob seiner Flecken und Schattierungen zu Kästchen verarbeitet oder zu Statuetten geschnitzt - das erquickende Blau des Lapis schmeichelt sich stets in Herz und Auge des Betrachters ein.

Lapis Lazuli besteht nicht nur aus einem Material, sondern ist ein Gestein, das aus mehreren Mineralien aufgebaut ist. Er ist durch ein kontaktmetamorph verändertes Kalkgestein entstanden, dem eingelagerte Kristallkörnchen aus der Sodalitgruppe die schöne ultramarinblaue Farbe geben.

Chemisch ist er ein Natrontonerdesilikat, verbunden mit Calcium und Natriumsulfat. Seine Farbabstufungen gehen vom dunklen Ultramarinblau über Hellblau bis zum undefinierbaren Graublau. Diese Farbverschiedenheit hängt von den vielartigen Möglichkeiten seiner aufbauenden Mineralien ab, die in ihm, eines mehr oder weniger, enthalten sein können und teilweise einander ersetzen. Kalkspateinlagerungen vermindern die Qualität sehr, wenn sie in weißen und grauen Flecken oder Adern auftreten. Kleine metallisch - golden glänzende Pyritkristalle (Schwefelkies), welche vom Laien oftmals als Goldkörnchen angesehen werden, geben dem Lapislazuli ein lebhaftes Aussehen. Es dürfen jedoch nur ganz kleine Punkte sein; größere Flecken sehen unschön aus und beeinträchtigen die Farbe.


Zuordnung der Wertigkeiten :

Am wertvollsten sind die reinen, tiefdunklen ultramarinblauen Steine. Als die ältesten Lapis Lazuli Vorkommen gelten die Gruben von Firgamu im Badakhschan - Gebiet des Hindukuschgebirges von Afghanistan. In diesem unwegsamen, äußerst schwierig zu erreichenden Gebiet sollen schon seit 6ooo Jahren Lapis Lazuli Gesteine abgebaut worden sein. Ebenfalls nimmt man an, dass der größte Teil des bekannten Lapis Lazuli des Altertums aus diesen Gruben stammt. Auch Marco Polo hat diese Fundstellen auf seiner Asienreise aufgesucht. Noch heute liefert Afghanistan die feinsten Qualitäten.





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