Alles über Gold, die Herkunft, die Gewinnung, der Wert

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Wissenswertes über Gold, Vorkommen, gewinnung und Wertigkeit :

Wahrscheinlich wurde der Name abgeleitet vom indogermanischen "ghel" (schimmernd, blank). Auf die gleiche Wurzel gehen die Wörter gelb, glänzend und glühend zurück. Der griechische Begriff für Gold ("chrysos") hat sich in vielen Edelsteinnamen erhalten, so z.B. in Chrysoberyll, Chrysokoll und Chrysopras.


Vorkommen

Gold ist am Aufbau der 16 km starken Erdkruste mit nur 0,0000005 Gew.% beteiligt - das entspricht einer Konzentration von 0,005 g/t. Damit steht es erst an 75. Stelle in der Häufigkeitstabelle der Elemente.

Gold kommt in der Natur meist GEDIEGEN, d.h. in metallischer Form vor. Dabei ist es immer mit Silber, in geringerem Umfang auch mit Kupfer und Wismut legiert. Übersteigt der Silbergehalt (normal: 2-20%) die Grenze von etwa 25-28 %, so spricht man von ELEKTRUM (früher: Elektron). Palladiumhaltige natürlich vorkommende Goldlegierungen heißen PALLADIUMGOLD oder PROPEZIT (5-11 % Pd), entsprechend nennt man rhodiumhaltiges gediegenes Gold RHODIUMGOLD oder RHODIT (bis 8% Rh), kupferhaltiges AUROCUPRID oder GOLDCUPRID (etwa Au2CU3, bis 20% Cu) und wismuthaltiges WISMUTAURID (bis 20% Bi). Diese Mineralien sind jedoch weitaus seltener als die natürliche silberhaltige Goldlegierung. Gediegenes Gold bildet nur selten klar ausgeprägte Kristalle. Häufiger sind unregelmäßige Formen in der Art von Schuppen, Körnern, Moos und Draht. Die Ausbildung variiert nach Art der Lagerstätte.


Berggold

Auf primärer (ursprünglicher) Lagerstätte findet sich das BERGGOLD in Quarzgängen, begleitet von Flyrit FeS, und anderen Sulfiden. Dabei beträgt der Goldgehalt der Quarzgänge etwa 0,001 %. Zusammen mit dem Gestein, das die schmalen Quarzbänder umschließt und mit abgebaut wird, ergibt sich jedoch nur eine Goldkonzentration von maximal 5-25 g/t. Bedeutende primäre Goldlagerstätten liegen im Ural, in Rumänien, Ungarn, Rhodesien, Australien, Kalifornien, Mexiko und Neuguinea.

Bei Verwitterung der primären Goldvorkommen wird das Berggold zusammen mit dem Verwitterungsschutt vom Wasser wegtransportiert und später zusammen mit anderen Schwermineralien, besonders Magnetit im Sand und Geröll der Bäche und Flüsse wiederum abgelagert. Es entsteht die sekundäre (zweite) Lagerstätte, die auch als Goldseife bezeichnet wird. Entsprechend nennt man das Gold dieser Vorkommen SEIFENGOLD oder (nach seiner Gewinnungsmethode benannt) WASCHGOLD. Zu den berühmtesten Goldseifen zählten die Vorkommen an Rhein und Sacramento (Kalifornien). Heute sind besonders die Goldseifenvorkommen im Clondike-Distrikt (Alaska), in Sibirien, im Ural und in Ostaustralien von Bedeutung.

Eine Sonderstellung nehmen die Goldvorkommen des Witwatersrandes in Transvaal (Südafrika) ein. Bei diesen größten Goldvorkommen der Erde hat sich die Ablagerung der Goldseifen bereits wieder zu Konglomeraten von Gesteinscharakter verhärtet, der magnetithaltige Sand ist durch Schwefelzufuhr in Pyrit überführt worden. Dadurch ist eine Ausbeutung dieser sekundären Goldvorkommen nur im Bergbau möglich. Dabei hat die Ausbeutung der sehr tiefliegenden südafrikanischen Goldvorkommen zur Entstehung der tiefsten Bergwerke der Weit geführt - an ihrer Spitze die Western Deep Levels Mine in Caritonville (Südafrika), deren Schachtsohle im Mai 1975 eine Tiefe von 3840 m erreichte. Dort herrscht eine Temperatur von 55' C.

"Gold-Nuggets"

Im Gegensatz zu den südafrikanischen Vorkommen tritt das Gold in den meisten Goldseifen in Form von Staub oder Körnern (NUGGETS) auf, die meist weniger als ein Gramm wiegen, oft sogar mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Zu den großen Ausnahmen gehören Riesennuggets. Der größte bisher bekannte erhielt den Namen HOLTERMANN NUGGET. Er wurde im Oktober 1872 in Australien gefunden und hatte ein Gewicht von 214,32 kg. An zweiter Stelle ist ein namenloser Nugget aus Chile zu nennen, der über 153 kg wog.

Die hervorstechendsten Eigenschaften des reinen Goldes sind seine gelbrote Farbe, sein hoher Glanz, seine gute Polierfähigkeit und seine außergewöhnliche Dehnbarkeit. Gold läßt sich zu Folien von nur 0,0001 25 mm Stärke schlagen. Dieses leicht durchscheinende "Blattgold" hat eine bläulichgrüne Farbe. Aus 1 g Gold läßt sich ein 3 km langer Draht von 0,006 mm Durchmesser ziehen. Ursache der großen Dehnbarkeit ist u.a. die geringe Härte des Goldes, die einer Mohs'schen Härte von 2,5-3 entspricht. Gold gehört zu den spezifisch schwersten Metallen. Sein Schmelzpunkt liegt zwischen dem des Silbers und des Kupfers. Trotz des hohen Siedepunktes beginnt sich Gold schon bei Temperaturen knapp über 1 000' C zu verflüchtigen. So wird beispielsweise goldhaltiges Platin durch längeres Schmelzen völlig goldfrei. Beim Schmelzen dehnt sich Gold stark aus. Seine große elektrische Leitfähigkeit und Wärmeleitfähigkeit entsprechen etwa 70% von der des Silbers.

Wegen seiner geringen Härte wird Gold fast ausschließlich in legierter Form verwendet. Weitere Gründe für das Legieren des Goldes sind die Veränderung von Farbe, Schmelzpunkt, Dichte, Zugfestigkeit und Preis. Die wichtigsten Legierungspartner des Goldes sind Kupfer und Silber bei den Farbgolden, sowie Palladium und Nickel bei den Weißgolden. Die leichte Legierbarkeit des Goldes mit Quecksilber unter Bildung eines Amalgams bildet die Grundlage der bei der Goldgewinnung angewandten Plattenamalgamation. Goldamalgame werden heute noch gelegentlich bei der Feuervergoldung und beim Verquicken verwendet.



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