Alles rund um Rasierapparate und Rasierer finden

Aufrufe 3 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Alles zum Thema Rasierapparate und Rasierer finden Sie auf eBay

Nass oder trocken? Die Art der Rasur ist für viele Männer eine Prinzipienfrage und auch Ausdruck des Lebensstils. Die Geschichte der Rasur ist fast so alt wie die Geschichte der Menschheit. Entsprechende Höhlenzeichnungen legen jedenfalls die Vermutung nahe, dass sich unsere Urahnen schon vor Jahrtausenden mit der Haarentfernung befasst haben.
Doch Rasur und Haarentfernung gehen heutzutage sowohl Männer als auch Frauen etwas an. Wer sich dem Zeitgeist nicht vollkommen verschließt, legt auf seine äußere Erscheinung Wert.

Klassisch gründlich - die Nassrasur in der männlichen Gesichtspflege

Die klassische Rasur mit einem scharf geschliffenen und sorgfältig abgelederten Rasiermesser war für Jahrhunderte das Maß der Dinge, findet heute jedoch kaum noch Anwendung. Nur in renommierten Friseursalons findet man noch Meister dieser Kunst. Im Privatbereich befassen sich wohl nur anspruchsvolle Ästheten mit dieser extravaganten Art der Gesichtspflege.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Nassrasur durch die Erfindung des Rasierhobels mit zweiseitiger Wechselklinge aus Flachstahl revolutioniert. Die Handhabung wurde derart vereinfacht, dass die tägliche Rasur zu Hause problemlos durchführbar wurde. Im Ersten Weltkrieg gehörte der Nassrasierer zur Ausrüstung der amerikanischen Soldaten - auch, um ein luftdichtes Abschließen der Gasmaske am Gesicht des Soldaten zu ermöglichen.

Seitdem hat die Nassrasur weitere Fortschritte gemacht. Systemrasierer mit wechselbaren Scherköpfen traten ihren Siegeszug an. Erst zwei, dann drei, mittlerweile bis zu fünf Klingen versprechen gründlichste Rasurergebnisse. Gleitstreifen in verschiedenen Versionen sollen die Rasur sanft gestalten und in alle Richtungen schwenkbare Scherköpfe erleichtern die optimale Klingenführung an schwierigen Gesichtskonturen.

Bequem und hautschonend - der elektrische Rasierapparat

In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde schließlich der elektrische Rasierapparat entwickelt und begann seinen Siegeszug. Die Vorteile, die diese technische Neuentwicklung zu bieten hatte, wurden von der Männerwelt freudig begrüßt. Die Rasur konnte nun noch zeitsparender durchgeführt werden und musste nicht zwangsläufig vor dem Waschbecken im Badezimmer stattfinden. Seitdem sind Schnittverletzungen wie bei der Nassrasur im Prinzip ausgeschlossen, da der Scherkopf hinter einer Scherfolie verborgen ist und nicht direkt mit der Haut in Berührung kommt. Für viele Männer mit empfindlicher Haut ist der Trockenrasierer eine willkommene Alternative.

Die technischen Weiterentwicklungen der elektrischen Rasierer

Seit den 50er Jahren hat auch der elektrische Rasierer eine Vielzahl von technischen Weiterentwicklungen durchgemacht. Die Qualität und der Wirkungsgrad der Scherköpfe konnten enorm verbessert werden. Abenteuerlich anmutende Namensgebungen wie "Triple Action Free Float System" oder "UltraTrack-Scherköpfe mit Super Lift & Cut-System mit GyroFlex 3D-System" lassen vielleicht anderes vermuten, aber bei den etablierten Herstellern haben sich zwei Scherkopfsysteme durchgesetzt: rotierende Scherköpfe wie bei Philips oder hin und her schwingende, oszillierende, balkenförmige Scherköpfe wie von Braun verwendet. Welchen Scherkopftyp man bevorzugt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Firmenunabhängigen Testergebnissen zufolge arbeiten rotierende Scherköpfe aber gründlicher, da sie die Haare nicht nur an der Hautoberfläche abschneiden, sondern tatsächlich den Schnitt tiefer ansetzen - "Lift & Cut" scheint also mehr als nur eine leere Phrase zu sein.

Das Grundprinzip der elektrischen Rasur mag sich kaum verändert haben, in Sachen Bedienungsfreundlichkeit hat sich jedoch einiges getan. Starre Scherköpfe sind längst in alle Richtungen schwenk- und neigbaren Ausführungen gewichen. So lassen sich auch schwierige Konturen gut erreichen. Viele Modelle arbeiten in der Regel so schonend, dass auch Männer mit empfindlicher Haut kaum Hautirritationen zu befürchten haben. Sollte es doch einmal dazu kommen, lässt sich durch anschließende Verwendung eines Tonics oder milden After Shaves leicht Abhilfe verschaffen. Manche Rasierer nutzen spezielle integrierte Emulsionen, die zu Beginn oder während der Rasur freigesetzt werden und Hautreizungen von vornherein unterbinden helfen.

Nass-/Trocken-Rasierer

Wem das alles noch nicht sanft genug ist, kann zu einem Nass-/Trocken-Rasierer greifen. Diese Rasierapparate vereinigen die Vorteile beider Rasurarten in sich. Sie können zusammen mit herkömmlichem Rasierschaum verwendet werden, wodurch schon während der Rasur die Feuchtigkeitsregulierung der Haut unterstützt wird und pflegende Inhaltsstoffe direkt zur Wirkung gelangen. Gleichzeitig erfolgt die eigentliche Rasur wesentlich sanfter als bei der echten Nassrasur, da die Klingen nie direkt mit der Haut in Berührung kommen. Die elektrischen bzw. elektronischen Bauteile sind komplett wasserfest versiegelt, so dass sogar eine Verwendung des Rasierers unter der Dusche oder in der Badewanne möglich ist.

Exklusive Modelle mit Reinigungssystemen

Exklusivere Modelle warten mit aufwendigen Reinigungssystemen auf. Nach der Rasur wird der Apparat in die Reinigungsstation gespannt und gründlich gereinigt. Gleichzeitig wird der Akku des Geräts geladen. Die verwendete Reinigungsflüssigkeit muss natürlich in regelmäßigen Abständen erneuert werden, was einen zusätzlichen Kostenfaktor darstellt.

Haarentfernung als Frauenthema

Haarentfernung ist mittlerweile ein Thema, das nicht nur Männer angeht. Das allgemeine Schönheitsideal hat sich seit den Siebziger Jahren deutlich gewandelt. Üppige Achselbehaarung ist derzeit eher als out zu bezeichnen und auch in der Bikinizone ist weniger oft mehr. Und behaarte Beine sind, zumindest bei Frauen, ohnehin schon lange tabu.

Ladyshaver

Wer seine Körperbehaarung gründlich entfernen will und sich dafür nicht den meist schmerzhaften Prozeduren dauerhafter Haarentfernung wie Waxing oder Sugaring unterziehen möchte, greift mehr oder weniger regelmäßig zu einem Lady Shaver. In der Version für die Nassrasur ähnelt der Lady Shaver durchaus einem Nassrasierer für Männer. Bis zu vier Klingen, übereinander angeordnet und mit Schutzbügeln versehen, übernehmen die sanfte Rasur, die zweckmäßig meist unter der Dusche oder in der Badewanne durchgeführt wird. Die Haut ist so bereits ausreichend angefeuchtet und breite Gleitstreifen helfen, vor Hautreizungen zu schützen. Mit Verwendung eines passenden Rasierschaums gelingt die Haarentfernung besonders sanft und gründlich.

Epiliergeräte

In der elektrischen Version sind Damenrasierer oft als Epiliergerät ausgelegt. Das heißt, das Gerät schneidet die Haare nicht einfach an der Hautoberfläche ab, sondern zupft sie bis zur Wurzel aus. Die Prozedur ist an manchen Stellen sicherlich etwas schmerzhafter als eine normale Nassrasur, das Ergebnis ist dafür aber umso gründlicher und langanhaltender. 4 bis 5 Wochen kann eine Epilation durchaus anhalten, da neue Haare sehr fein und flaumartig nachwachsen. Kombigeräte, die Rasur und Epilation miteinander verbinden, können in ihrer Wirkungsweise stufenweise eingestellt werden, und sind somit etwas weniger schmerzhaft in der Anwendung. Manche Geräte arbeiten auch mit Kälte, um das Schmerzempfinden etwas abzuschwächen.

Bodygroom - der Ganzkörperrasierer für den Gentleman

Was für Frauen gut ist, muss für Männer nicht schlecht sein. Auch viele Männer mit Stil verzichten gern weitestgehend auf Körperbehaarung. Das bedeutet aber nicht, dass der Mann sich den Epilierer seiner Frau ausleihen muss oder sein eigenes pinkfarbenes Utensil in der Badezimmerschublade verstecken muss. Für ihn gibt es den Bodygroom - den Ganzkörperrasierer und -trimmer für den Mann. Es handelt sich dabei um einen Rasierer für den Bereich unterhalb des Halses, also für Arme, Beine, Achselhöhle, Brust, Rücken und den Intimbereich. So findet jeder seinen Stil und muss sich weder in der Sauna noch am Strand verstecken. Der Bodygroom wird oft mit verschiedenen Aufsätzen geliefert, um etwa das Trimmen des Rückens zu erleichtern, oder Haare auf die gewünschte Länge (3,5 oder 7 mm) zu kürzen.

Zubehör, Gebrauchsmittel, Ersatzteile

Manche Rasierer halten scheinbar für die Ewigkeit. Insbesondere Geräte, die nicht mit Akkus sondern über Netzanschluss betrieben werden, verrichten oft über Jahrzehnte hinweg klaglos ihre Arbeit. Wenn überhaupt, wird alle Jubeljahre mal ein neuer Scherkopf oder eine Scherfolie fällig. Die dann zu finden, wird bei Modellen aus den 60er oder 70er Jahren schon eher problematisch.

Akkus

Dem haben die Hersteller mit praktischen kabellosen Modellen wirksam ein Ende gesetzt. Akkus lassen sich leider nicht unbegrenzt oft aufladen. Nach ein paar Jahren lässt die Akkuleistung drastisch nach und bald darauf muss das Gerät dauerhaft an der Steckdose hängen, um überhaupt noch eine Rasur zu schaffen - spätestens dann ist das Gerät bereit für das Recycling, denn die Akkus lassen sich leider nicht tauschen, ohne das Gerät zu zerstören.

Scherköpfe

Bevor das der Fall ist, lassen sich aber immerhin die Scherköpfe noch ein oder zwei mal wechseln. Dabei ist aber Aufmerksamkeit geboten, denn selbst bei dem gleichen Hersteller können eine Vielzahl von Klingenblöcken und Scherfolien im Sortiment sein, die sich alle zum Verwechseln ähneln. Man sollte sich also unbedingt über die genaue Bezeichnung des kompatiblen Scherkopfes informieren, um einen Fehlkauf zu vermeiden. Andere Ersatzteile kommen für Elektro-Rasierer kaum in Frage, höchstens noch die Lade- bzw. Reinigungsstation.

Vom Rasierpinsel bis zum Akkulader - weiteres Rasierzubehör

An Gebrauchsmitteln und Zubehör kann sich jedoch einiges ansammeln. Bei der Nassrasur natürlich Rasierschaum bzw. Rasierseife, für letztere ein ordentlicher Rasierpinsel, After Shave bzw. Bodylotion und natürlich Ersatzklingen. Für die elektrische Rasur: Akkulader bzw. Netzkabel, Reinigungsset und bei entsprechenden Modellen Reinigungsflüssigkeit. Bei der Verwendung von Nass-/Trocken-Rasierern empfiehlt sich zusätzlich auch Rasierschaum bzw. -seife. Zum Abschluss sollte auch hier nicht auf After Shave oder Lotion verzichtet werden. Ein sinnvolles Zubehörteil ist in jedem Fall ein Gesichtsspiegel mit Vergrößerung.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden