Alles für Bowling & Kegeln: Tipps zur Auswahl passender Kugeln, Bowlingschuhe und Zubehör

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Alles für Bowling & Kegeln: Tipps zur Auswahl passender Kugeln, Bowlingschuhe und Zubehör

Sie sind ein beliebter Freizeitsport, werden aber auch sehr häufig professionell ausgeübt: Bei Bowling und Kegeln treffen Zielgenauigkeit und Geduld aufeinander. Seit Jahrzehnten erfreuen sich die beiden Spielweisen ungebremster Beliebtheit. Und egal, ob man es im Verein ausübt oder nur privat mit ein paar guten Freunden – beim Kampf um Punkte und das möglichst genaue Umwerfen von Kegel oder Pins kommt viel Freude auf.

Doch natürlich ist Kegeln und Bowling nicht, wie fälschlicherweise oft angenommen, die gleiche Sportart. Hier gibt es signifikante Unterschiede zwischen Regeln, Aufbau und dem erhältlichen Zubehör. Der folgende Ratgeber gibt Ihnen daher einen Überblick über alles Wissenswerte zu den beiden verwandten Sportarten und ihren speziellen Eigenschaften und berät Sie darüber, welche zusätzlichen Kaufangebote Sie wahrnehmen sollten.

Bowling ist nicht gleich Kegeln

Ohne Kegeln gäbe es kein Bowling. Wenngleich beide Sportarten für den Laien ähnlich aussehen mögen, sind Sie doch in vielen Details und der Herangehensweise verschieden. Im Kern handelt es sich bei beiden Varianten um Präzisionssportarten, bei welchen Kugeln mittels Schwung auf einer Bahn in Bewegung gebracht werden. Ziel ist es, die am andern Ende stehenden Kegel oder Pins möglichst zahlreich umzuwerfen. Dabei gibt es unzählige Varianten und Spielweisen, welche das klassische Konzept aufspalten und neue Aspekte involvieren.

Beim Kegeln gibt es neun Kegel, beim Bowling sind es zehn Pins, die sich vom Aufbau her aber kaum voneinander unterscheiden. Beim Kegelsport werden die Kegel gleichmäßig in Form eines Quadrates aufgebaut, welches aber rautenförmig auf Spitze steht. Beim Kegeln sind die Kugeln außerdem in der Regel kleiner und ohne Löcher, während es beim Bowling drei Öffnungen für die Finger gibt.

Die einst hölzernen Kegel wurden dabei in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich durch Kunststoffvarianten ersetzt. Die Kugeln bestehen heutzutage aus polyesterfreiem Phenolharz. Heutzutage sind die Anlagen vollautomatisch, Kegel stellen sich automatisch auf und auch die Kugeln kommen über ein Förderband direkt wieder zurückgerollt.

Eine der ältesten Sportarten der Welt - zur Geschichte des Kegelsports

Die Geschichte des Kegelsports geht dabei bis in die Antike zurück, was ihn zu einem der ältesten Sportarten der Welt macht. Selbst bei Ausgrabungen im alten Ägypten fanden sich Überreste einer sehr ursprünglichen Form des Kegelns. Den eigentlichen Start des heutigen Kegelsports sehen viele Wissenschaftler dabei im frühen Mittelalter. Entsprechende Nachweise finden sich bereits im 12. Jahrhundert wieder. Dabei stand trotz großer Beliebtheit aber lange die sportliche Komponente des Kegelns nicht im Vordergrund. Es wurde vielmehr für Wetten und Glücksspiel genutzt, sodass es auch im Laufe der Jahrhunderte häufig verboten wurde.

Der Beliebtheit tat dies aber keinen Abbruch, Jahrhunderte lang genoss der Sport eine große Popularität in allen Bevölkerungsschichten und wurde dabei stets im Freien gespielt. Das professioneller agierende Sportkegeln, welches in dem Spiel mehr sah, als nur schnödes Geldmachen setzte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts Stück für Stück durch. Es gründeten sich die ersten Kegelgemeinschaften. In den 1880er Jahren schlossen diese sich in Deutschland teilweise überregionale Verbände zusammen und normten das Spiel weitestgehend mit dem Zwecke, einheitliche Regeln zu etablieren. Dies führte auch dazu, dass der Sport zusehends in spezielle Indoor-Bahnen verlegt wurde.

Kegeln und Bowling in Deutschland

In Deutschland sind alle Vereine und Bahnen heute im deutschen Kegler- und Bowlingbund (DKB) organisiert, welche sich in vier Unterverbände gliedert. Diese Disziplinverbände unterscheiden sich in den jeweiligen Bahnarten, die sie vertreten:

  • Deutscher Bohle Kegler Verband
  • Deutscher Schere-Keglerbund
  • Deutscher Kegelbund Classic
  • Deutsche Bowling Union

Wie das Bowling aus einem Trick heraus entstanden ist

Während Kegeln im 19. Jahrhundert vor allem in Europa seinen Siegeszug antrat, wurde der Ableger Bowling vor allem in den USA ein Überraschungserfolg. Die Ursprünge liegen in einer Reaktion auf einem Verbot 1837 des Sportes im US-Bundestaat Connecticut. Damit wollte man das Glücksspiel und den damit einhergehenden Betrug umgehen. Doch wie auch in Europa tat dies der Popularität keinen Abbruch. Die Kegler umgingen das Verbot, indem Sie einen weiteren Kegel hinzufügten, diese „Pins“ nannten und sie in Form eines Dreiecks anordneten.

Relativ schnell verbreitete sich der neue Sport im Rest der USA. Auch wurden im Laufe der Jahre die Kugeln um drei spezielle Bohrungen erweitert, welche ein ganz anderes Bewegen der Kugel voraussetzen. Auch nach Europa kam der Sport in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück, war dort aber zuerst noch verhältnismäßig unbekannt. Das sollte sich nach dem Zweiten Weltkrieg ändern. Vor allem die neuen, automatisierten Aufstellmaschinen brachten einen zusätzlichen Popularitätsschub, Medienpräsenz in Funk, Film und Fernsehen war ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor. Heute stellt Bowling die wesentlich beliebtere Variante im Vergleich zum traditionellen Kegeln dar. Vor allem aus professioneller Sicht gibt es unzählige Vereine und Sportler, welche den Sport ausüben.

Die Frage des richtigen Zubehörs ist ebenso wichtig, wie das Können

Egal, ob Kegelkugeln mit individuellen Motiven, passfeste Bowlingschuhe oder Pflegemittel. Rund um den beliebten Sport haben sich allerhand nützliche Komponenten gebildet, welche Sie käuflich erwerben können. Während sich dabei viele Angebote für beide Sportarten überschneiden, gibt es auch eine ganze Menge, die speziell auf die entsprechende Gattung zugeschnitten ist. Es folgt daher eine Übersicht über die einzelnen Komponenten, welche erworben werden können.

Die wichtigsten Zubehör-Komponenten fürs Bowling

  • Die richtigen Bowling-Bälle. Während sich die Kugeln beim Durchmesser nicht großartig unterscheiden und dieser bis zu 27 Zoll umfasst, gibt es beim Gewicht Unterschiede. Kugeln gibt es im Gewicht zwischen 6 und 16 Pfund, meist befindet sich diese Zahl auch auf der Außenseite des Balls. Außerdem wird zwischen Strikeball und Shareball unterschieden. Diese differenzieren sich voneinander durch ihre Laufeigenschaften und werden für spezielle Spielarten genutzt. Auf Wunsch lassen sich auch eigene Bowling-Kugeln anfertigen, mit eigenen Motiven und individuelle Bohrungen. Dies ist vor allem im Profisport gang und gäbe.
  • Bowlingpins. Diese bestehen wahlweise aus einem mit Holz ummantelten Holzkern oder vollständig aus Kunststoff. Ein Pin ist dabei ca. 38 cm hoch und hat einen Durchmesser von rund 12 cm. Meist sind die Pins weiß mit einer leichten Markierung, allerdings gibt es auch die Möglichkeit, sich individuelle Motive anfertigen zu lassen.
  • Bowling-Pflegeprodukte gibt es ebenfalls auf dem Markt. Diese werden dazu genutzt, um die Kugeln beispielsweise nachträglich von Ölrückständen der Bowlingbahn-Anlage zu entfernen. Spezielle Spur-Cleaner, Mikrofasertücher oder Reinigungsmittel verhindern, dass die Kugel an Geschwindigkeit verliert.

Die richtige Bowling-Kleidung ist mehr, als nur ein Accessoire

Neben dem Bowlingball sind die richtigen Schuhe die wichtigste Komponente bei der Ausübung des Sports. Diese besitzen eine spezielle Gleitsohle aus Teflon oder Leder sowie einen Absatz aus Gummi. Das ist wichtig, da der letzte Anlaufschritt beim Bowling ein Gleitschritt ist. Während viele Schuhe, die sich im Bowling-Center ausleihen lassen, noch einen eher traditionellen Look mit rahmengenähten Sohlen besitzen, gibt es auch professionelle Sportschuhe, die sich an einem athletischen Aussehen orientieren. Diese besitzen auch auswechselbare Sohlen. Diese lassen sich individuell an jeden Untergrund anpassen und erlauben dem Profibowler so größtmögliche Flexibilität bei der Ausübung des Sports. Die Schuhe kosten entsprechend Geld, sind aber sehr langlebig.

Zusätzlich gibt es spezielle Handgelenkstützen, die helfen sollen, den Handrücken bei der Abgabe der Kugel gerade zu halten. Das ermöglicht eine höhere Präzision. Besonders beliebt sind hierbei spezielle Bowlinghandschuhe, es gibt aber auch Schienen aus Kunststoff, welche sich je nach Professionalisierungsgrad individuell einstellen lassen. Auch Bandagen können helfen, die Hand es Bowlers zu schonen. Selbst gebastelte Bandagen, die dabei auch als „Tapes“ bezeichnet werden, sind ebenfalls vorhanden. Diese sollen den Bowlingvorgang optimieren. Es gibt des Weiteren auch spezielle Bowlingkleidung, wie beispielsweise Hemden. Die oft im Retro-Stil gehaltenen Klamotten bringen allerdings keinen leistungsrelevanten Vorteil für den Sport.

Das wichtigste Zubehör für den Kegelsport

  • Kugeln lassen sich sowohl einzeln, als auch im Set kaufen. Wie beim Bowling unterscheidet man hier zwischen unterschiedlichen Größen und Gewichten. Standarddurchmesser sind 160 mm. Viele Versandhändler bieten die Möglichkeit an, die Kugeln gravieren zu lassen. So erhalten Sie einen ganz individuellen Anstrich.
  • Es gibt spezielle Kugeltaschen, wahlweise für eine oder zwei Kugeln. Hier lassen sich die Bälle problemlos transportieren. Meist sind die Taschen sehr robust und sind mit einem praktischen Umhängegurt versehen.
  • Auch im Bereich des Kegelsportes gibt es viele verschiedene Pflegeprodukte. Reinigungsmittel und spezielle Haftsprays. Dadurch soll der feste Griff der Kugel jederzeit garantiert werden.
  • Die einstigen Holzkegel wurden bereits vor langer Zeit durch robuste Kunststoffkegel ersetzt. Diese werden in unterschiedlichen Formen und Farben verkauft. Classicbahnen, die aus Asphalt bestehen, nutzen meist die robusten und bauchigen Tornado- und Top-Kegel, während die professionelleren Bahnen auf 2000er-Kegel setzen.
  • Spezielle Kegelschuhe gibt es ebenfalls, wobei diese nicht ausschließlich für den diesen einen Sport genutzt werden müssen. Auch handelsübliche Handball- oder Volleyballschuhe lassen sich nutzen. Wichtig sind hervorragende Dämpfungseigenschaften in Mittelfuß und Ferse. Wie bei den meisten Sportschuhen gilt es, das Preis-/Leistungsverhältnis in Perspektive zu setzen. Für gute Sportschuhe können sie auch gern einmal etwas tiefer in die Tasche greifen.

Generell sollten Sie sich beim Kauf von Zubehör fragen, inwiefern Sie sich anstreben, Bowling oder Kegeln auf professioneller Basis zu betreiben. Denn entsprechende Kleidung und Pflegeprodukte kosten entsprechendes Geld, von der individuell gestalteten Kugel ganz zu schweigen. Dieser finanzielle Aufwand muss nicht getätigt werden, sollten Sie vorhaben, lediglich ein paar Mal privat mit Freunden die Kegel- oder Bowlingbahn zu besuchen. Hierfür reicht auch die vor Ort vorhandene Grundausstattung.

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