Alles Wissenswerte rund um einen Handy PDA Digi Akku !

mr.mobile
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Akkus sind keine normalen elektronischen Bauteile, sondern vielmehr kann man sie als kleines Chemiewerk bezeichnen.
Laden und Entladen bedeutet den Ablauf von chemischen Reaktionen.
Genau deshalb ist die richtige Behandlung von Akkus auch nicht so einfach wie z.B. das Licht Ein- und Ausschalten,
sondern eher mit der Steuerung von Prozessen in einem Chemiewerk zu vergleichen.
Ein Akku, egal ob für Ihre Digitalkamera, Camcorder, Laptop, PDA oder eben für das Handy, ist nur so gut, wie er "gepflegt" wird.

Die alte Fausregel - leertelefonieren und dann neu aufladen - gilt nur noch für die 1. + 2 Generation von Akkus
und sofern es sich um Li-Ionen oder Polymer Akkus handelt empfiehlt es sich bei ca. 20% verbleibender Restkapazität den Ladevorgang einzuleiten. Jedoch bieten diese neuen Generationen der Akkus fast 100%tigen Schutz vor dem sog. Memory-Effekt.
Ferner vermeiden Sie es bitte, einen Akku über einen längeren Zeitraum hinweg unbenutzt zu lassen.

Doch zunächst ein paar Erläuterungen zu den bekannten Bezeichnungen :

Aufbau :

Entsprechend der benötigten Spannung besteht ein Akku aus mehreren Zellen.
Jede Zelle wiederum besteht aus einem Plus- und einem Minuspol, die um einen Kurzschluß zu verhindern, voneinander isoliert sind.
Zwischen den beiden Polen sorgt ein Elektrolyt für den Ladungsausgleich.
In NiCd-Akkus besteht der Pluspol aus Nickelverbindungen, der Minuspol aus Cadmium.
In NiMH-Akkus sorgen ebenfalls Nickelverbindungen für die positive Ladung
und eine wasserstoffspeichernde Metall-Legierung für die negative Ladung.
In Li-Ion-Akkus besteht der Pluspol aus Lithiummetalloxid und der Minuspol aus Kohlenstoff.

Memory-Effekt :

Der sogenannte "Memory-Effekt" - auch Lazy-Batterie-Effekt genannt -
sagt aus, dass ein Akku erst dann geladen werden darf, wenn er vollständig leer ist.
Sollte im Vorwege eine Ladung erfolgen, so speichert der Akku,
dass seine Leistung nur teilweise abgefordert wurde und läßt sich auf Dauer nicht mehr vollständig laden .

Selbstentladung :

Durch Selbstentladung verliert ein Akku in unbenutztem Zustand innerhalb von
3 Monaten etwa 80% seiner Ladung.
Die Selbstentladung ist temperaturabhängig und bei hohen Temperaturen größer.
Ideal sind Temperaturen zwischen 15 °C und 30 °C.
Vermeiden Sie es daher Ihr Handy z.B. im sommer im Handschuhfach zu deponieren !

Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) :

Die 1. Akku Generation
Nickel-Cadmium-Akkus wurden in den ersten Handys eingesetzt.
Da Sie noch einen vergleichsweise starken Memory-Effekt hatten und dadurch recht anfällig gegen häufiges Nachladen waren,
wurden sie später von den NiMH-Modellen abgelöst.
In einigen Handys können sowohl NiCd als auch NiMH-Akkus verwendet werden jedoch werden Sie kein aktuellen Handyneuzugang
mehr mit dieser Art der Technologie finden.

Nickelmetallhydrid-Akkus (NiMH) :

Die Nickelmetallhydrid-Zellen waren bis vor wenigen Jahren der Standardakku in fast jedem Handy.
Der Memory-Effekt tritt bei ihnen bereits deutlich reduziert auf.
Die Aussage einiger Anbieter, dass bereits NiMH-Akkus keinen Memory-Effekt mehr haben ist jedoch nicht wahr.
Im Zuge der immer weiter fortschreitenden Miniaturisierung der Handys (und damit auch der Akkus)
wurden sie von den Lithium-Ionen-Akkus abgelöst, die durch ihre höhere Energiedichte kleinere Bauformen ermöglichen.

Lithium-Ionen (Li-Ion) :

Lithium-Ionen-Akkus haben noch weiterhin den größten Marktanteil und befinden sich in den meisten Handys.
Sie sind der legitime Nachfolger von den Ni-Mh Akkus und mit diesem Akku ist auch die bisher größte Gefahr für einen Akku
- der gefürchtete Memory-Effekt - endlich Geschichte und sie können solche Akkus ohne großen Leistungsverlust jederzeit nachladen.

Lithium-Polymer-Akkus (Li-Poly) :

Neu Akkutechnologie der Neuzeit !
Lithium-Polymer-Akkus sind in Punkto Standby und Gesprächszeiten fast unschlagbar
und viele neue Handys werden bereits serienmäßig damit ausgestattet.
Der Unterschied zwischen Li-Ionen und Li-Polymer liegt im Trägermaterial,
welches nun aus Kunststoff ( Polymer ) besteht.
Durch dieses Verfahren wird auch kein starres Metallgehäuse mehr benötigt.
Auf diese Weise läßt sich auf gleichem Raum mehr Energie speichern und wie
die bisherigen Lithium-Ionen-Akkus haben auch die Lithium-Polymer-Akkus
keinen Memory-Effekt mehr. Dafür sollen sie nicht vollständig entladen werden.

Handy, Notebook, Digitalkamera usw. also nicht bis zum Abschalten benutzen, sondern den Akku möglichst wieder laden,
wenn er noch ca. 20% Restkapazität hat denn wird dieser Akku immer leer gemacht,
verringert sich dadurch zwar nicht direkt seine Lebenszeit oder Kapazität, aber die Anzahl möglicher Ladezyklen nimmt stark ab
und damit sinkt bei häufigem Gebrauch eben doch die Lebenszeit.

Akku-Kapazität und deren Bedeutung ( mAh ) :

Jeder Akku hat eine gewisse Leistung und diese wird in Milliamperestunden (kurz: mAh) gemessen.
Die Kapazität sagt aus, wie viel Energie der Akku speichern kann. Je höher der mAh-Wert eines Akkus,
desto höher ist auch seine Standby- und die Gesprächszeit.
Somit verhält es sich mit der Angabe der mAh wie mit der Inhaltsangabe von z.B. einer Trinkflasche welche 1 Liter oder 1,5 Liter groß sein kann
Beachten Sie bitte, dass bei einem Akku - Neukauf nicht der mAh-Wert Ihres bisherigen Akkus als Grundlage dienen muss.
Sie können völlig problemlos einen Akku mit höherer oder auch geringerer Kapazität wählen.
Bei den mAh - Angaben wird leider sehr oft geschummelt und das Label / die Angabe ist höher als der eigentliche Inhalt.
Einen Geheimtipp, wie Sie sowas festellen können gibt es leider nicht.

Akkuspannung ( Volt ) :

Die Spannung von einem jeden Akkus wird in Volt (kurz: V) gemessen.
Die Leerlaufspannung (also die Spannung, die der Akku bei keiner oder geringer Last liefert)
liegt bei einem voll geladenen Lithium-Akku bei 4,2 Volt.
Sofern der Akku jedoch leer ist oder das Handy zum Laden auffordert, liegt der Wert nur noch bei etwa 2,5 Volt.
Bereits vor vielen Jahren hatte man sich deshalb darauf geeinigt, die Spannung mit 3,6 Volt (bei Akkus mit einer Zelle)
bzw. einem Vielfachen davon (bei Akkus mit mehreren Zellen) anzugeben.
Irgendwann sind leider einige Hersteller ausgeschert und haben begonnen, Spannungen von 3,7 oder 3,8 - zum Teil sogar 3,9 Volt - anzugeben.
Die Idee dahinter war vermutlich, den Kunden glauben zu lassen, solche Akkus seien leistungsfähiger.
Tatsächlich handelt es sich aber auch hier um Zellen, deren Spannung zwischen 2,5 und 4,2 Volt liegt.

Aufladen des Akkus :

Fast alle Akkus können Sie mit einem handelsüblichen Ladegerät / Netzteil laden
oder auch über eine Tischladestation mit Strom versorgen.

Achten Sie bitte darauf, dass der angebotene Akku sowohl mit einem
Kurzschluß, Überladungsschutz und Hitzeschutz ausgestattet ist.
Horromeldungen über explodierende Akkus oder brennende Akkus sind somit
für Sie Tabu, denn gerade beim Laden eines Handys wird das Gerät nicht beaufsichtigt,
so dass bei einer Fehlfunktion sowohl der Akku als auch die Umgebung in Brand geraten kann.

Vibrationsalarm :

Sofern Ihr Handy über einen Vibrationsalarm verfügt, bleibt dieser mit einem neuen Handy erhalten, da dies ein sep. Motor im Handy regelt.
Außnahmen sind z.B. der 3210 Akku, wo man den Motor jedoch auch noch nachträglich einbauen kann.
Ferner gibt es auch z.B. bei einigen 6´er Modellen einen Akku mit integrierter Vibrafunktion - dies ist dann aber i.d.R. expliziet ausgewiesen.

Reinigen :

Um für einen reibungslosen Stromfluß zu sorgen, sollten die Kontakte zwischen Handy und Akku von Zeit zu Zeit mit einem Radiergummi gereinigt werden.

Mit diesen kleinen Hinweisen sollte es Ihen eigentlich gelingen, eine optimale Lebensdauer für Ihren Akku zu bewirken.
Jedoch können wir keine Gewähr übernehmen, dass mit diesen Maßnahmen der Erfolg vorprogrammiert ist.
Viele einzelne Faktoren greifen wie kleine Zahnräder ineinander und bestimmen zusammen über welchen Zeitraum hinweg Ihr Akku volle Power hat.

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