Alles Wichtige zum Kauf von Bissanzeigern

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Alles Wichtige zum Kauf von Bissanzeigern

Meldet sich der Bissanzeiger, schlägt das Herz des Anglers höher

Für jeden Sportfischer ist es ein besonderer Augenblick, wenn der Bissanzeiger das Interesse eines Beutefisches signalisiert. Neben Schwimmern oder Posen, die vor allem am Tage den Biss eines Fisches anzeigen, gibt es auch für das Nachtangeln Bissmelder, die sowohl optische wie akustische Alarmzeichen von sich geben. Aus angeltaktischen Aspekten wie im Hinblick auf den Tierschutz sollte der Sportfischer ein unbemerktes Abziehen des begehrten Fangs vermeiden.

Bissanzeiger sollen den Sportfischern den Anbiss eines Fisches anzeigen und somit das Angeln angenehmer gestalten. Einerseits ist dies wegen taktischer Überlegungen sinnvoll, da der Sportfischer sicher nicht möchte, dass der Fisch entkommen kann und der Angler selbst alle möglichen Veränderungen des ausgelegten Köders erkennen kann, und andererseits dient der Bissanzeiger der Bequemlichkeit des Anglers, der ja nicht während der ganzen Zeit die Schnur zwischen den Fingern halten möchte. Daneben spielt beim Bissanzeiger auch der Tierschutzgedanke eine gewisse Rolle. Wenn ein Fisch am Haken ist, soll er sich nicht unnötig über eine längere Dauer unbemerkt quälen und sich möglicherweise bei seiner Flucht verletzen.

Bissanzeiger Nummer Eins: Posen oder Schwimmer für alle Fälle

Ein Schwimmer oder eine Pose ist ein aus leichtem Holz, Kunststoff oder Kork gefertigter schwimmfähiger Korpus, der fest oder variabel an der Angelschnur angebracht wird. Die Pose kann verschiedenen Anforderungen gerecht werden: Die erste Bestimmung ist natürlich die eines Bissanzeigers. Der Angler sollte den Schwimmer in aller Regel, dadurch dass er meist in grellen Farben gehalten ist, jederzeit gut erkennen können. Sollte sich ein Fisch für den Köder interessieren, bewegt sich auch die Pose und beginnt, sich an der Wasseroberfläche entgegen Strömung und Wind zu bewegen, um schließlich abzutauchen. Dies ist für den Sportfischer das ultimative Zeichen, dass der Fisch angebissen hat und der Drill beginnen kann.

Darüber hinaus hat die Pose den Zweck, den Köder in einer bestimmten Wassertiefe zu halten, was knapp oberhalb des Gewässerbodens, in mittleren Bereichen oder nur wenig unterhalb der Oberfläche des Wassers sein kann. Diese Variable ist möglich, weil der Schimmer auf der Angelschnur frei bewegt werden kann. In welcher Angeltiefe der beköderte Haken den Fischen präsentiert wird, kann durch Veränderung der Entfernung zwischen Pose und Köder vom Sportfischer gewählt werden. Der Angler kann bei den Posen oder Schwimmern unter einer reichhaltigen Auswahl der verschiedensten Ausführungen und Größen auswählen. Nahezu für jede Fischart sowie für alle Gewässerbedingungen sind ganz unterschiedliche Modelle erhältlich.

Feststell- und Gleitposen

Grundsätzlich wird bei den Schwimmern in feststellbare und gleitende Typen unterschieden. Die sogenannten Feststellposen werden „fest“, was bedeutet, dass sie dennoch für unterschiedliche Wassertiefen einstellbar an einer Stelle der Schnur fixiert sind. Sie eignen sich vor allem für das Fischen in flachen Gewässern. Der Sportfischer sollte dabei die Länge seiner Angelrute im Auge behalten. Denn wenn die Montage, die Schnurlänge zwischen Haken und Pose, größer sein sollte als die Rute selbst, kann diese Kombination kaum noch ausgeworfen werden.

Im Gegensatz dazu sind Gleitposen, Gleitschwimmer oder auch Laufschwimmer auch für größere Wassertiefen geeignet. Gleitposen werden frei beweglich auf der Hauptschnur montiert, wobei das beschwerende Blei den Haken nach unten zieht und die Schnur durch ein mittig angebrachtes Röhrchen oder eine angeheftete Öse der Pose geführt wird. Das Sinken der Beköderung wird mithilfe eines sogenannten Stoppers beendet, der auf der vorab eingestellten Entfernung zum Haken auf der Angelleine montiert wird. In Fließgewässern besitzen Laufposen den Nachteil, dass diese sich im Gegensatz zu Festmontagen schlechter kontrollieren lassen.

Leuchtschwimmer für nächtliche Einsätze

Eine besondere Variante des Schwimmers ist die zu recht so benannte Leuchtpose, die sich in erster Linie für das Nachtangeln auf Aal oder Zander eignet. In aller Regel ist an der Spitze dieses Leuchtschwimmers, der Antenne, eine Möglichkeit gegeben, ein leuchtendes Objekt anzubringen. Diese Lichtquelle ist meist ein sogenanntes Knicklicht, das seine Leuchtkraft aus einer chemischen Reaktion zweier Flüssigkeiten bezieht, die erst durch das Knicken des Plastikröhrchens vermischt werden und eine gewisse Zeit zu leuchten beginnen. In seltenen Fällen werden auch noch kleine Glühbirnen mit entsprechenden Batterien verwendet.

Direkt an der Spitze der Angelrute zu befestigende Bissanzeiger

Zum Zweck der Bissanzeige werden auch direkt an der Spitze der Angelrute zu befestigende Zeichengeber eingesetzt. Hierbei kommen akustische Signalmelder, wie die sogenannte Aalglocke, und optische, wie mit speziellen Halterungen versehene Knicklichter, zum Einsatz. Der Angler muss, um mit deren Hilfe ein deutliches Signal beim Anbiss zu erhalten, die Angelschnur straff spannen. Die Rute wird nun in einem Winkel von 90 Grad zum Schnurverlauf aufgestellt. Wenn ein Fisch an der Schnur zieht, führt dies meist zu einem Rucken der Rutenspitze, sodass das Glöckchen den Alarm auslöst. Die Aalglocke kann vom Angler sehr fein eingestellt werden und meldet sich bereits bei einem leichten Zucken. Aalglocken können allerdings bei starkem Wind oder bei durch die Strömung angeschwemmten Objekten einen Fehlalarm auslösen.

Die Aalglocke wird für viele Fischarten und nicht nur beim Angeln auf Aal verwendet. Allerdings hat sich der Name Aalglocke eingebürgert, weil auf Aal häufig in der Nacht gefischt wird, was den Gebrauch eines akustischen Bissanzeigers sinnvoll erscheinen lässt. Knicklichter können ebenfalls ähnlich wie Aalglocken verwendet werden, mit dem Unterschied, dass diese Bissanzeiger lediglich optische Signale liefern und logischerweise dauernd im Auge behalten werden müssen.

Ein weiterer optischer Bissanzeiger ist die Schwingspitze, die ebenfalls auf die Angelrute aufgesetzt werden kann. Dabei wird die Schwingspitze nicht fest auf die Rutenspitze verbunden. Die Schwingspitze wird mithilfe eines kurzen Kunststoffschlauchs an der Rute befestigt. Die langsam sich anhebende Spitze signalisiert den Anbiss eines Fisches. Diese Methode der Bissanzeige wird zum Fang von Rotauge, Brassen, Rotfedern, Schleien und anderen Friedfischen angewandt.

Bissanzeiger beim Fliegenfischen

Speziell bei einigen Varianten des Nassfliegenfischens kann durch die Verwendung eines sonst nicht üblichen Bissanzeigers die Spannung stark erhöht werden. Auch für dieses Einsatzgebiet gibt es recht unterschiedliche Formen unter den Bissanzeigern. Zu den einfachsten Ausführungen zählt ein kurzer Schlauch in Leuchtfarbe, der über die Flugschnur geschoben wird. Auch nicht viel aufwendiger sind ebenfalls deutlich eingefärbte Fäden oder Garne. Vor längerer Zeit wurde von den Anglern gern Wolle eingesetzt, heutzutage haben sich aber auch in diesem Bereich wegen der längeren Haltbarkeit synthetische Stoffe durchgesetzt.

Weiterentwicklungen der Garne als Bissanzeiger sind kleine, oval verbundene Schnüre, die mithilfe eines Kunststoffrings an die Hauptschnur gekoppelt werden. Viele Fliegenfischer vertrauen besonders bei niedriger Fließgeschwindigkeit, einer gleichmäßigen Wasseroberfläche und Fliegen von geringem Gewicht auf die Markierung, die sich an der Schlaufe der Hauptschnur zum Fliegenvorfach befindet. Wenn widrigere, vielleicht auch interessantere Verhältnisse vorherrschen, kommt ein kleines neonfarbenes Kunststoff-Ei mit einem Röhrchen, das der Befestigung dient, zur Verwendung. Dieses kleine Kunststoff-Bällchen ist hoch aufschwimmend, sehr gut sichtbar, schnell zu montieren und beim Wurf selbst fast nicht zu bemerken.

Elektronische Bissanzeiger, Modernisierung am Angelplatz

Bereits Ende der 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts tüftelte der Engländer Richard Walker an einem elektronischen Bissanzeiger. Seine ersten Experimente drehten sich um eine Fahrradlampe, die auf dem Boden neben dem Angelgerät gestellt wurde. Walker befestigte die Angelschnur zwischen zwei Kontakten der Lampe. Damit wurde zunächst der Kontakt offengehalten. Wenn nun ein Fisch die Schnur herauszog, begann die Lampe zu leuchten. Diese erste Lösung überzeugte Walker allerdings nicht. Er experimentierte weiter und kam schließlich 1952 auf eine Technik, die das Karpfenangeln von Grund auf erneuern sollte. Richard Walker montierte in den Stromfluss des Bissanzeigers eine elektrische Klingel oder einen Summer, der, wenn ein Fisch mit dem Köder abzog, ein akustisches Signal ertönen ließ.

Technisch gesehen überwachen frühere wie heutige elektronische Bissanzeiger den Abzug der Schnur. Bei den aktuellen Modellen unterbricht ein Flügelrad eine Lichtschranke, wenn die Schnur abgezogen wird. Dadurch wird ein optisches oder ein akustisches Signal erzeugt. Der Markt bietet auch Modelle an, die sowohl optische wie akustische Alarmzeichen setzen. Bei manchen Geräten kann auch noch der Grad der Sensibilität eingestellt werden, was besonders an stark strömenden Gewässern oder bei heftigem Wind sich als sinnvoll erweist.

Basteltipp: Bissanzeiger der Marke Eigenbau

Für jeden Angler ist es besonders ärgerlich, wenn er Karpfen fischen möchte und er während der Vorbereitung feststellen muss, dass die Batterien seines elektronischen Bissanzeigers den Dienst aufgegeben haben. Eine einfache und darüber hinaus noch besonders preiswerte Konstruktion kann Abhilfe schaffen. Für den Bau eines selbst gebastelten Bissanzeigers werden lediglich eine gelbe Plastik-Box, die sich in jedem Inneren des bekannten Überraschungs-Eis für Kinder befindet, eine Büroklammer und möglicherweise eine Zange, mit der sich die Büroklammer verbiegen lässt, benötigt. Die leere Box des Überraschungs-Ei wird mit einer Büroklammer, die vorher zu einer geraden Linie gebogen wurde, durchstochen. Dann wird das eine Ende der Büroklammer im Inneren der Box so verbogen, dass sie nicht wieder herausrutschen kann. Die Büroklammer wird schließlich am anderen Ende zu einem Haken gebogen, der später an die Angelschnur gehängt werden kann. Fertig ist der selbst gebaute Bissanzeiger. Die Konstruktion eignet sich sogar zum Nachtangeln, da sich zu diesem Zweck im Innern der Plastik-Box ohne Weiteres ein Knicklicht platziert werden kann, der das Ganze auch bei Dunkelheit funktionstüchtig macht.

 

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