Alles Wichtige für Aufnahmen mit dem CD-Player & -Recorder

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Alles Wichtige für Aufnahmen mit dem CD-Player & -Recorder

Der CD-Player ist heutzutage immer noch ein wesentlicher Bestandteil der heimischen Hi-Fi-Anlage. Das ist er auch mit Recht. Die äußerst solide CD-Technik ist mittlerweile von allen Kinderkrankheiten befreit.

Und dennoch: Im Zeitalter der MP3 und diverser Downloadplattformen erscheint die CD oftmals als antiquierter Tonträger. Besonders ihre begrenzte Speicherkapazität (99 Titel bei 74 oder 80 Minuten Spieldauer) wird dabei von vielen als entscheidender Nachteil gesehen. Die Umsatzzahlen für verkaufte CDs gehen allmählich zurück.

Dabei liegen ihre Vorteile klar auf der Hand. Im Gegensatz zu den neuen digitalen und verlustbehafteten Audiodateien kann sie mit der besten Klangqualität aufwarten. Darüber hinaus ist sie – bzw. die entsprechenden CD-Player – in der Lage, auch MP3s, AACs, FLACs und andere Formate abzuspielen.

Ein Grund, weswegen die schon tot geglaubte Schallplatte dieser Tage ein kleines Comeback feiert, lässt sich vielleicht auch auf die Compact Disc beziehen. In Zeiten des äußerst schnelllebigen und mobilen Musikkonsums symbolisiert der stationäre CD-Player der Hi-Fi-Anlage die Rückkehr zu einem entschleunigten Musikgenuss.

CDs lassen sich in die Hand nehmen, in Laufwerke schieben, sie sind mit informationsreichen und künstlerischen Booklets ausgestattet. Das alles ist bei MP3 & Co. nur auf Umwegen zu haben.

Der Ratgeber möchte sich in diesem Zusammenhang besonders an Einsteiger wenden, die bisher wenig Erfahrung mit der Aufnahme mithilfe von CD-Playern und –Recordern gesammelt haben. Er widmet sich zum einen der prinzipiellen Funktionsweise eines CD-Players. Zum anderen sollen einige Faktoren besprochen werden, die die Aufnahme mithilfe von CD-Player und –Recorder begünstigen.

Funktionsweise eines CD-Players

Obwohl der CD-Player ein digitales optisches Medium ist, lässt er sich in seiner groben Funktionsweise mit dem analogen Schallplattenspieler vergleichen. Genauso wie die Schallplatte rotiert die CD innerhalb des Laufwerks. Ein „Tonabnehmer“ (Schallplattenspieler) bzw. Laser (CD-Player) tastet die auf dem Datenträger befindlichen Audiosignale ab. Wie die Schallplatte besitzt auch CD eine spiralenförmig verlaufende Datenspur. Sie verläuft – anders als bei der Platte – von innen nach außen.

Würde man die CD unter ein Mikroskop legen und sich diese Datenspur genauer ansehen, würde man kleine Erhebungen und Vertiefungen wahrnehmen, die sich aneinanderreihen. Diese werden auch Pits und Lands genannt.

Diese Erhebungen und Vertiefungen können unterschiedlich stark das abtastende Laserlicht reflektieren. Durch den Wechsel von Pits und Lands entsteht ein spezifischer (Helligkeits-)Rhythmus, der von Fotodioden registriert wird. Der Rhythmus repräsentiert dabei den binären digitalen Code von 0 und 1.

Der „Tonabnehmer“ des CD-Players wandelt diese optischen (Licht-)Informationen in elektrische Spannung um. Diese wird an den Verstärker der Hi-Fi-Anlage weitergeleitet.

Wenn Sie das Audiosignal eines CD-Players auf einer anderen aufnahmefähigen Quellkomponente speichern wollen (beispielsweise einem separaten CD-Rekorder oder einem analogen Tapedeck), muss das Signal durch den Verstärker.

Auf den Verstärker kommt es an

Der Verstärker ist das Herzstück einer jeden Anlage. In der Regel findet man in den Wohnzimmern der Republik Vollverstärker. Der Vollverstärker (als 1 Gerät) integriert immer zwei Verstärkertypen: den Vorverstärker und den Endverstärker. Diese sind auch als jeweils separate Geräte erhältlich. Man spricht dann von einer Vorstufe und einer Endstufe.

Der Vorverstärker ist mit den Anschlüssen für die Quellkomponenten ausgestattet. Er bereitet das Signal des CD-Players im Impedanz- und Spannungsbereich so auf, das es an den Endverstärker weitergegeben werden kann.

Der Vorverstärker verfügt weiterhin über die Lautstärkeregelung. Der Endverstärker seinerseits verstärkt das schwache Signal soweit, das damit ein Lautsprecher betrieben werden kann.

Nicht unwichtig: ein leistungsfähiger D/A-Wandler

Um die digitalen Signale des CD-Spielers überhaupt verarbeiten zu können, benötigt der Verstärker einen sogenannten D/A-Wandler. Dieser wandelt das digitale Signal in ein analoges Signal um. D/A-Wandler gibt es auch als externe Geräte. Diese sollten dann zum Einsatz kommen, wenn ihr Verstärker noch über keine digitalen Eingänge verfügt und damit auch keinen integrierten D/A-Wandler besitzt. Das führt zum nächsten Punkt auf der Anforderungsliste für eine adäquate CD-Aufnahme: Anschlüsse und Schnittstellen.

Bei der digitalen Signalübertragung haben sich, was Anschlüsse und Verkabelung angeht, mit der Zeit zwei Standards herausgebildet. Das digitale Signal kann entweder optisch per Glasfaser (beispielsweise mittels eine TOSLINK-Anschlusses) oder elektrisch mit einem Koaxial- oder S/PDIF-Kabel übertragen werden.

Bei CD-Playern und Recordern wird in der Regel der Koaxialanschluss verwendet. Der benötigte D/A-Wandler befindet sich zumeist fest verbaut in modernen CD-Spielern. Einzig bei älteren Geräten könnte dieser fehlen, sodass Sie auf ein externes Gerät zurückgreifen müssen (s. o.). Sollte das der Fall sein und sie auch neue digitale Audiodateien abspielen wollen, überprüfen Sie, welche Dateien vom Wandler unterstützt werden.

Wozu möchten Sie den CD-Player verwenden?

Grundsätzlich ist die Frage, in welcher Konstellation Sie ihren CD-Spieler in die Aufnahme integrieren wollen. Möchten Sie von der CD auf ein anderes Medium überspielen? Oder möchten Sie von CD oder einem anderen Medium auf CD aufnehmen?

Für den jeweiligen Anwendungsfall stehen entsprechende Typen von CD-Spielern zur Verfügung. Der Klassiker ist dabei der einfache Single-CD-Spieler. Ihn gibt es als Bausteinvariante für Hi-Fi-Türme genauso wie als Bestandteil innerhalb einer Kompaktanlage.

Er verfügt über die übliche Wiedergabesteuerung, die bei allen Geräten vorherrschend ist. Wiedergabe, Pause, Stopp, Suchlauf vorwärts und rückwärts, Titel überspringen usw. Meistens sind die Geräte mit speziellen Programmoptionen ausgestattet: zufällige Wiedergabe, Programmierung bestimmter Trackreihenfolgen usw.

Abspielen, aufnehmen oder beides?

Dient der Single-CD-Player ausschließlich als Quelle für eine Aufnahme, ist mit dem CD-Recorder die Möglichkeit gegeben, CDs zu bespielen. Dabei sind viele der CD-Recorder (als Hi-Fi-Komponenten) mit zwei CD-Laufwerken ausgestattet. Somit lässt sich mithilfe eines einzigen Gerätes von einer CD auf einen CD-Rohling überspielen.

Wie bei den „normalen“ Single-CD-Playern auch sind sie mit allen nötigen Wiedergabefunktionen ausgestattet. Darüber hinaus gibt es auch CD-Wechsler mit Aufnahmefunktion. Diese können prinzipiell bis zu 400 CDs vorhalten.

Um auf CD aufzunehmen, benötigen Sie CD-Rohlinge. Die ursprünglichen CD-Rohlinge besitzen eine Spieldauer von insgesamt 74 Minuten. Bevor der Ratgeber fortfährt, hier eine kurze Anekdote.

Warum ausgerechnet 74 Minuten Spieldauer? Als die Compact Disc in den 1970er Jahren entwickelt wurde, entstanden jede Menge Prototypen und Versuchsmedien, die aber alle nicht den Erwartungen gerecht werden konnten. Der japanische Elektronikkonzern Sony war damals maßgeblich an der Entwicklung des neuen Mediums beteiligt.

Der damalige CEO von Sony, Norio Oga, liebte Beethoven. Er verfügte, dass auf die kommende CD mindestens Beethovens 9. Sinfonie passen sollte. Die mit der Forschung betrauten Techniker nahmen sich die bis zu diesem Zeitpunkt längste Version der Sinfonie zur Hand – eine Aufnahme von Wilhelm Furtwängler aus dem Jahr 1951.

Diese besaß eine Spielzeit von exakt 74 Minuten. 74 Minuten Spielzeit entsprach dabei dem heutigen Durchmesser der CD von 12 Zentimetern. Damit war die CD klein genug, um bequem verstaut oder transportiert werden zu können.

CD-Rohlinge zur Aufnahme

Bei den CD-Rohlingen haben sich zwei Arten herausgebildet, die von CD-Recordern unterstützt werden. Schauen Sie bei älteren Modellen unbedingt nach, ob dies der Fall ist. Auf der einen Seite steht die sogenannte CD-R, auf der anderen Seite die CD-RW.

Die Endung R weist bei der CD-R darauf hin, dass der Rohling nur einmal beschreibbar ist. R steht dabei für das englische „recordable“. CD-Rs gibt es in unterschiedlichen Speichervolumina.

Die Endung RW steht bei der CD-RW als Abkürzung für die englische Bezeichnung „rewritable“. Der Rohling ist demnach wiederbeschreibbar. Er kann bis zu 100.000-mal gelöscht und wieder neu beschrieben werden. CD-RWs haben eine andere Legierung als CD-Rs und werden bei der Aufnahme punktuell bis auf 700 Grad Celsius aufgeheizt.

Welche Rohling-Typen gibt es?

Wie bereits angedeutet, besitzt der ursprüngliche CD-Rohling mit der Bezeichnung „650 MB“ eine Spieldauer von 74 Minuten. Die Variante mit der Bezeichnung „700 MB“ ist heute am geläufigsten. Auf ihr lassen sich 80 Minuten Musik speichern. Weiterhin entspricht „800 MB“ einer Spieldauer von 90 Minuten, „900 MB“ einer Dauer von 99 Minuten.

Es gibt auch CD-Rohlinge mit weniger Speicherkapazität. Rohlinge mit der Typenbezeichnung „540 MB“ speichern 63 Minuten Audiodaten. Die sogenannte Mini-CD fasst 23 Minuten Audiomaterial. Sie ist mit ihrem Durchmesser von 8 Zentimetern viel kleiner als die Standard-CD mit 12 Zentimetern.

 

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