Alles Wichtige beim Kauf von Lüftern, Kühlern und Ventilatoren für die Klimaanlage

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Alles Wichtige beim Kauf von Lüftern, Kühlern und Ventilatoren für die Klimaanlage

 

Die Klimaanlage ist aus dem Auto nicht mehr wegzudenken. Einst als technische Innovation umstritten, verfügt heutzutage nahezu jeder Wagen über ein mehr oder weniger ausdifferenziertes Kühlsystem. Im folgenden Ratgeber erfahren Sie, welche Varianten der Klimaanlage es gibt, wie sie funktioniert und was Sie bei der Anwendung besonders beachten sollten.

Unterschiedliche Varianten der Klimaanlage

Dabei unterscheidet die Branche zwischen drei verschiedenen Bauarten mit jeweils unterschiedlichen Funktionen. Zum einen gibt es die manuellen Modelle, bei denen die Einstellungen direkt vom Fahrer vorgenommen werden. Ob das während der Fahrt geschieht oder auf dem Parkstreifen, stellt einen nicht zu unterschätzenden Faktor dar – mühsam ist es allemal. Aus diesem Grund zählen die vollautomatischen Klimaanlagen zum heutigen Standard, zumindest bei den meisten Marken. Die Vorteile sind immens und liegen auf der Hand: kein mühsames Justieren oder Nachjustieren durch hektisches Bedienen der Apparatur, stattdessen reibungsloser Betrieb nach einmaliger Einstellung. Einen Mittelweg hingegen beschreiten die Anwender von temperaturgeregelten Installationen. Ihre Aufgabe besteht in der unregelmäßigen Korrektur der einmal getroffenen Eingabe: Bis zu einer gewählten Temperatur kühlt die Anlage die Luft im Inneren des Autos herunter, schaltet sich anschließend ab, um im Falle eines Temperaturanstiegs erneut tätig zu werden. Die Ausgangsbedingung legt der Fahrer immer wieder von Neuem fest. Alle drei Varianten werden von den Autoherstellern unterschiedlich häufig verbaut, manche Varianten kaum noch, doch die Zahl der auf den Straßen befindlichen Autos mit teilweise älteren Modellen ist nicht gering.

Die richtige Klimaanlage mit passendem Zubehör finden & optimieren

Der Schwerpunkt bei der Entscheidungsfindung vor dem Kauf eines Neu- oder Gebrauchtwagens liegt neben praktischen Erwägungen natürlich im finanziellen Bereich. Eine eher unscheinbare technische Einrichtung wie eine Klimaanlage – bei durchschnittlichen und nicht allzu intensiven Sommern – leuchtet längst nicht jedem Interessierten ein. Sollten Sie eine Nachrüstung oder Neuerwerbung in Sachen Klimaanlage für Ihr Auto anvisieren, steht Ihnen dieser Ratgeber mit fundierten Ratschlägen zur Seite. Zudem gibt er wetvolle Hinweise für die Auswahl der entsprechenden Accessoires für Ihre Klimaanlage. Sollten Sie in Sachen Umbau gerne selbst tätig sein, so empfiehlt sich trotz eines gewissen Erfahrungsschatzes das Hinzuziehen eines Sachverständigen.

Unerlässlich nicht nur bei Rekordhitze: So funktioniert die Kühlung

Dem Prinzip nach arbeiten alle Klimaanlagen gleich: Die bereits im Innenraum vorhandene Luft wird gekühlt und regelmäßig durch Frischluft angereichert. Auf die Zuführung von Kaltluft aus dem Außenbereich wird bei bestimmten Modellen sogar komplett verzichtet. Für die Abkühlung der warmen Luft sorgt ein Kühlmittel, ein flüssiger Stoff, der durch Unterstützung der motorgetriebenen Anlage in einer Zirkulation im Innenraum gehalten wird und so für den andauernden Temperaturwechsel des Sauerstoffs zwischen warm und kalt sorgt. Ein weiterer physikalischer Aspekt ist der Entzug von Luftfeuchtigkeit, da kühle Luft deutlicher weniger Wasser aufnehmen kann als warme. Neben der Steigerung des Wohlbefindens leisten Klimaanlagen auch einen Dienst an der Verkehrssicherheit. Das Beschlagen der Scheiben von innen wird vermieden, was einen Einsatz der Klimaanlage auch bei nassen Witterungsverhältnissen ohne hohe Temperatur nahelegt.

Wartung tut not: Klimaanlagen als Einfallstor für Bakterien und Ungeziefer

Nicht nur in technischer Hinsicht sollte die regelmäßige Kontrolle der Anlage zu Ihrem Pflichtprogramm gehören, sondern auch im Hinblick auf das Eindringen und Einnisten unliebsamer Erscheinungen, etwa Bakterien. Daher empfiehlt sich das rechtzeitige Abschalten, möglichst schon eine Viertelstunde vor Ankunft am Fahrtziel. Ziel ist es, mit dieser etwas unbequemen Maßnahme die Ausbreitung von Pilzen und Bakterien bereits im frühen Stadium zu unterbinden. Denn die beste Voraussetzung für das Gedeihen von Schimmel und Ähnlichem stellen tatsächlich nicht verdampfte Wasserreste dar. Sie sind als Ansammlung des Kondenswassers am Verdampfer auszumachen und trocknen schnell aus – bei entsprechendem Abschalten der Kühlfunktion und gleichzeitigem Einsatz des Gebläses. Ein Nutzen der gesamten Anlage bis zum unmittelbaren Ende der Fahrt verhindert diesen Prozess bzw. lässt mitunter beträchtliche Rückstände von Feuchtigkeit im Schacht zurück. Das staubsaugerartige Gebläse schafft in wenigen Minuten trockene Verhältnisse und beugt somit effizient dem Schädlingsbefall vor.

Was Sie bei Klimaanlagen sonst noch beachten sollten

Der Umgang mit Klimaanlagen will auch in anderer Hinsicht gelernt sein, zumal bei extremer Hitze die Versuchung groß ist, direkt die volle Leistung der Maschine abzurufen. Neben der Erkältungsgefahr droht allerdings zusätzlich ein durch die Zugluft bedingter steifer Nacken, was wiederum eine Unannehmlichkeit beim Lenken und Orientieren im Verkehr zur Folge hat. Da es sich um geschlossene Systeme handelt, fallen Reparaturen im Vergleich zu anderen Bereichen der Elektronik eher selten an. Neben dem Austauschen des Filters und dem Nachfüllen der Kühlflüssigkeit hält sich der Aufwand im überschaubaren Rahmen. Allerdings führt eine unsachgemäße Anwendung gerade wegen der Eigenschaft des geschlossenen Systems auch schneller zum Kollaps. Der Totalschaden droht hier stärker als bei vergleichbaren Einrichtungen. Mit wenigen Kniffen lässt sich allerdings eine hervorragende Vorsorge, verbunden mit minimalen Eingriffen, über einen langen Zeitraum betreiben.

Checkliste zum richtigen Umgang mit Ihrer Klimaanlage

Anhand der unten stehenden Checkliste können Sie Ihren Kenntnisstand in Sachen Klimaanlage prüfen und die Ratschläge zum bewussten Umgang mit ihr umsetzen.

  1. Optimieren Sie die Ausrichtung der Luftschächte. Unabhängig von der technischen Konzeption Ihrer Anlage sollten Sie die Ausgänge manuell verstellen, um sie somit Ihren Bedürfnissen anzupassen. Automatische Klimaanlagen sind von praktischem Nutzen, bieten aber an dieser Stelle nur einen unzureichenden Service.
  2. Unterschätzen Sie – zumal bei nagelneuen oder älteren erweiterten Anlagen – niemals die Wirkung der Zugluft! Gerade in der Anfangszeit können hier böse Überraschungen lauern, ein steifer Nacken kann bei längeren Autofahrten schnell zur ernsthaften Belastung des Konzentrationsvermögens führen. Beugen Sie derartigen vermeidbaren Komplikationen vor, indem Sie vor erstmaliger Nutzung einen umfangreichen Testlauf durchführen. Wenn Sie generell empfindliche Haut haben, verzichten Sie deshalb nicht auf die Vorzüge einer Klimaanlage, sondern gewöhnen Sie sich an langärmlige Kleidung. Ein weiterer Punkt sind trockene Augen. Wenn auch durch Regulierung der Kühlleistung keine Besserung auszumachen ist, ist der unkomplizierte Einsatz von entsprechenden Tropfen angebracht. Ähnlich der Autofahrerbrille werden diese von Augenärzten verschrieben und erhöhen die Fahrqualität enorm.
  3. Schöpfen Sie aus dem Vollen und nutzen Sie die ganze Kapazität der Technik, indem Sie penibel auf geschlossene Fenster achten. Bei einer Ausnahme: Sollten Sie Ihr Auto in der Sonne abgestellt haben, öffnen Sie noch vor dem Einschalten der Anlage alle Fenster und sorgen Sie so für einen rasanten und maximalen Temperaturanstieg. Die dermaßen bis ans Limit aufgeheizte Atmosphäre kann anschließend zügiger abgebaut werden als eine nur mäßig warme. Versuchen Sie darüber hinaus wie gewöhnlich möglichst im Schatten zu parken und aktivieren Sie die Standlüftung. Diese regelt die Temperatur mit Minimalaufwand, was bei einem mehrstündigen Parken eine große Wirkung erzielt und kaum Energie verbraucht.
  4. Stichwort Energie: Auch komplexe Anlagen verbrauchen bei unpassender Bedienung einen recht hohen Wert. Ein unnötiges Weiterlaufen bei längeren Wartezeiten ist demnach wenig hilfreich. Nach seriöser Schätzung können Sie von einem Verbrauch von drei Litern pro gefahrene hundert Kilometer ausgehen – bei einer sommerlich-durchschnittlichen Außentemperatur. Auch Klimaanlagen mit automatischer Anpassung ermöglichen hier den Wechsel in den manuellen Modus, um je nach Bedarf die Kühlleistung zurückzunehmen.
  5. Schalten Sie ins Umluftmenü. Das verringert die Zuführung von frischer Außenluft, die längst nicht immer nötig ist. Die bereits vorhandene Luft im Auto wird dann „umgewälzt“, d. h. sie wird eingezogen und gekühlt wieder ausgestoßen. Dieser Vorgang nimmt jede Anlage automatisch vor, etwa bei Staus bzw. einer Verminderung der Fahrtgeschwindigkeit oder bei Tunneldurchfahrten. Nutzen Sie diese Option auch für mehrstündige Fahrten ohne besondere Vorkommnisse.
  6. Stellen Sie die Kühlung auch bei Minusgraden in regelmäßigen Abständen an, um die Mechanik auf Trab zu halten. So bewahren die Dichtungen ihre Elastizität und die Kühlflüssigkeit behält ihre Konsistenz.
  7. Klimaanlagen werden von den Reparaturwerkstätten eher stiefmütterlich behandelt. Umso wichtiger sind daher Ihre Kenntnisse, denn der Kauf und das Nachfüllen von Kühlflüssigkeit oder das Austauschen des Filters ist ohne weitere Grundlagen der Autoreparatur möglich. Lediglich komplizierte Fälle wie ein Schaden am Kompressor sind nachvollziehbarer Weise klassische Expertensituationen, an deren Ende nicht selten die Investition in eine komplett neue Anlage steht.
  8. Neben eventuellen Installationen ist eine weitere Maßnahme von zu Hause aus durchführbar – mit wohltuenden Folgen: Denn trotz der oben genannten Tipps, die Kanäle und Schläuche der Klimaanlage kontinuierlich trocken zu legen, besteht dennoch weiterhin die Gefahr der Ablagerung von Schimmel und Pilzen. Dieses Restrisiko ist schließlich nur noch mit dem Einsatz von Chemikalien auszuschalten. Das Zubehörsortiment rund ums Auto auf eBay hält eine reichhaltige Auswahl an Desinfektionsmitteln bereit. Und diese leisten – korrekt angewendet – eine enorme Arbeit. Sie säubern im Innern der Klimaanlage gründlich bestehende Verunreinigungen und beugen zugleich kommendem Befall vor. Die Anwendung ist simpel durchzuführen: Sie schalten die Umluftlüftung an, öffnen im Wagen die Dose mit Desinfektionsmittel, begeben sich nach draußen und überzeugen sich davon, dass sämtliche Fenster und Türen gründlich verschlossen sind. Nach einigen Minuten ist die Substanz mehrmals durch das System gelaufen und hat ihre Arbeit verrichtet. Eine solche Behandlung wird notwendig, sobald Sie beim Gebrauch der Klimaanlage einen üblen Geruch wahrnehmen. Im schlimmsten Fall ist es mit einer Reinigung nicht getan, bei ausbleibender Besserung sollten Sie daher die Werkstatt aufsuchen.

Fazit

Grundsätzlich regt die Auswahl an Zubehör zur individuellen Reparatur an. Wichtig hierbei ist ein Verständnis der Funktion einer Klimaanlage, vor allem in Bezug auf die Herstellung bzw. Umwandlung von kalter bzw. warmer Luft. Mithilfe dieses Ratgebers ist Ihnen ein Leitfaden gegeben, mit dessen Hilfe Sie über die Basis für einen nachhaltigen Umgang und eine entsprechende Wartung Ihrer Klimaanlage verfügen.

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