eBay
  • WOW! Angebote
  • Jetzt shoppen

Alles Wichtige bei der Suche nach Amateurfunk-Sendeempfängern

eBay
Von Veröffentlicht von
Alles Wichtige bei der Suche nach Amateurfunk-Sendeempfängern
. Aufrufe . Kommentare Kommentar
Alles Wichtige bei der Suche nach Amateurfunk Sendeempfängern

Der Amateurfunk ist schon seit sehr vielen Jahren ein beliebtes Hobby, in dem regelmäßig Wettbewerbe und Meisterschaften ausgetragen werden. Diese vielfältige Freizeitbeschäftigung bietet auf zahlreichen Gebieten Herausforderungen – so geht es natürlich zum einen um den Aufbau von Verbindungen und die Kommunikation mit anderen Funkern auf der ganzen Welt, zum anderen aber auch um den rein technischen Aspekt der Funkerei. Technisch interessierte Funkamateure – so werden die Funker in diesem Bereich genannt – bauen oft Teile ihrer Funkanlage selbst, manche fertigen sogar die gesamte Anlage in Heimarbeit an. Da aber nicht jeder in der Lage ist, die nötigen Teile in Eigenregie herzustellen, sind die meisten Funkamateure darauf angewiesen, ihre Ausrüstung zu kaufen. Eins der wichtigsten Ausrüstungsteile ist dabei der Sendeempfänger, um den es in diesem Ratgeber gehen soll. Dabei wird die Funktionsweise eines Sendeempfängers erklärt und es werden wertvolle Tipps zur Auswahl des richtigen Modells gegeben.

Was genau ist ein Sendeempfänger?

In der Anfangszeit der Funktechnik bestand eine Funkanlage – neben der Antenne – aus einem Sende- und einem Empfangsmodul, die jeweils recht groß waren. Mit fortschreitender Technik konnten diese Bauteile nach und nach immer weiter verkleinert werden, bis es schließlich möglich war, beide Module in einem Gerät zu vereinen – dem Sendeempfänger. Der Sendeempfänger – auch Transceiver genannt, eine Zusammensetzung aus den englischen Worten „transmitter“, für Sender, und „receiver“, für Empfänger – ist in der heutigen Funktechnik der Standard. Getrennte Sender und Empfänger werden nur noch sehr selten verwendet, meist von Funkamateuren, die die Geräte selbst bauen.

Das Sendemodul eines Transceivers besteht aus einem Oszillator mit nachgeschalteten Verstärkerstufen, der das Trägersignal der Funkübertragung erzeugt, sowie einem Modulator, der das Trägersignal so verändert, dass das zu übertragende Nutzsignal auf der Trägerwelle „mitreiten“ kann. Das Empfängermodul des Transceivers besteht ebenfalls aus Verstärkern, die das aufgefangene Signal verbessern, sowie einem Demodulator, der das Nutzsignal aus der Trägerwelle „herauslöst“. Das Nutzsignal kann dann durch elektronische Schaltungen in ein hörbares Signal umgewandelt werden. Soweit die Theorie, aber auf was muss man bei der Auswahl eines Amateurfunk-Sendeempfängers achten? Darauf wird nun im Folgenden eingegangen.

Welche Art von Gerät soll es sein?

Bevor man sich Gedanken über Frequenzbänder und Ähnliches macht, muss man sich zunächst entscheiden, welche Art von Sendeempfänger gewünscht wird. Die Antwort auf diese Frage hängt natürlich vor allem davon ab, wo und wie man den Sendeempfänger einsetzen möchte.

"Shack" bzw. Basisstation

Soll der Sendeempfänger ausschließlich im heimischen „Shack“ – dies ist der unter Funkamateuren übliche Begriff für die Räumlichkeiten, in denen die Funkanlage steht – eingesetzt werden, eignet sich vor allem eine Basisstation. Diese besitzt meist eine hohe Funkleistung, kann auf verschiedenen Frequenzbändern senden und hat zahlreiche Zusatzfunktionen. Sie ist allerdings auch entsprechend groß und schwer und daher nicht für den mobilen Einsatz geeignet.

Handmodelle

Möchte man dagegen gerne unterwegs funken, ist ein tragbares oder ein Handmodell die richtige Wahl. Diese Sendeempfänger sind klein und leicht und zudem in den meisten Fällen direkt mit einer Antenne ausgestattet, sodass keine weitere Ausrüstung für das Senden und Empfangen von Funksprüchen nötig ist. Handgeräte haben allerdings auch – im Vergleich zu Basisstationen – eine wesentlich geringere Sendeleistung, die sie zwar teilweise durch gute Positionierung, etwa auf einem Berg oder einem Hochhaus, wettmachen können, an die Reichweite einer guten Basisstation kommen sie aber nicht heran.

Mobilgeräte für Fahrzeuge

Eine weitere Möglichkeit, unterwegs zu funken, stellen Mobilgeräte für Fahrzeuge dar. Diese haben häufig die Größe eines Autoradios und lassen sich auch in den entsprechenden Schacht beim Auto einbauen. Dank der Stromversorgung durch das Auto haben diese Sendeempfänger eine recht hohe Sendeleistung und können – eine entsprechend gute Antenne vorausgesetzt – durchaus mit Basisstationen mithalten. Da Mobilgeräte fest im Auto verbaut werden, sollte man beim Kauf darauf achten, dass das Gerät ein abnehmbares Bedienteil hat. Aufgrund seiner vielen Knöpfe und Anzeigen kann es nämlich leicht mit einem hochwertigen Autoradio verwechselt werden und zwielichtige Gestalten dazu animieren, das Fahrzeug aufzubrechen, um an das Gerät zu kommen. Fehlt aber das Bedienteil, ist das Gerät für Diebe uninteressant, sodass es keinen Grund mehr gibt, in den Wagen einzubrechen.

Auf welchen Frequenzbändern soll gesendet werden?

In Deutschland stehen Funkamateuren zahlreiche Frequenzen offen, daher ist es wichtig, auf die vom Sendeempfänger unterstützten Frequenzbänder zu achten. Primär werden von Funkamateuren der Hochfrequenzbereich zwischen 3 MHz und 30 MHz sowie der VHF-Bereich zwischen 30 MHz und 300 MHz zur Übertragung ihrer Signale verwendet. Dementsprechend sollte ein Transceiver mindestens einen dieser Frequenzbereiche abdecken – besser ist es aber natürlich, wenn der Sendeempfänger auf beiden Frequenzbändern senden kann. Da die Reichweite des VHF-Bereichs relativ beschränkt ist, sollte man im Zweifel eher auf ein Gerät setzen, das im Hochfrequenzbereich sendet, da hier die Reichweite deutlich höher liegt.

Neben diesen beiden Frequenzbereichen gibt es auch noch den UHF-Bereich, der von Funkamateuren aber nur sekundär genutzt werden darf, das heißt, die Funkamateure dürfen nur in diesem Bereich senden, solange sie die Übertragungen von primären Sendern nicht beeinträchtigen. Das ist entweder durch die Wahl einer entsprechenden Frequenz oder durch eine sehr niedrige Sendeleistung möglich. Generell ist es natürlich sinnvoll, wenn der Sendeempfänger auch im UHF-Bereich senden kann, denn als Funkamateur hat man ja das Ziel, Verbindungen zu anderen Funkern aufzubauen – da hilft es natürlich ungemein, wenn einem ein großer Frequenzbereich zum Senden und Empfangen von Nachrichten offensteht. Zwingend notwendig ist ein großer Frequenzbereich aber nicht, man kann als Funkamateur durchaus auch nur im Hochfrequenzbereich Erfolge erzielen.

Welche zusätzlichen Merkmale braucht ein Sendeempfänger?

Viele moderne Sendeempfänger arbeiten inzwischen mit der Einseitenbandmodulation – kurz SSB – einem Modulationsverfahren, bei dem keine zusätzliche Signalkomponente, also ein Trägersignal, mehr ausgesandt werden muss. So kann die volle Sendeleistung in die Übertragung des Nutzsignals gesteckt werden, wodurch sich die Sendereichweite deutlich erhöht. Zudem ist das Funksignal so weniger störanfällig, vor allem gegenüber anderen Funkübertragungen und atmosphärischen Störungen. Es ist daher absolut sinnvoll, beim Kauf eines Sendeempfängers darauf zu achten, dass dieser das SSD-Verfahren einsetzt.

In der Anfangszeit der Datenübermittlung per elektromagnetischer Welle gab es noch keine Modulatoren, sodass man eine Technik zur Informationsübermittlung einsetzte, bei der nur einfache Signale versandt wurden, die sich lediglich in der Dauer des Signals unterschieden – die Telegrafie. Später wurde dieses System zur Morsetelegrafie standardisiert, die sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreut. Daher achten viele Funkamateure beim Kauf eines Sendeempfängers darauf, dass dieser die Morsetelegrafie – kurz CW genannt – unterstützt, da sie das Funken mit dieser Technik als besondere Herausforderung sehen.

Es gibt auch verschiedene Sendeempfänger, die neben den oben genannten Frequenzbereichen auch noch im Mittelwellenbereich zwischen 300 kHz und 3000 kHz senden können. Der Vorteil dieses Bereichs ist seine immense Reichweite, sodass man mit Geräten, die diesen Bereich unterstützen, auch sehr weit entfernt lebende Funkamateure noch erreichen kann.

Welcher Hersteller ist der beste?

Den einen, besten Hersteller gibt es – wie in den meisten anderen Bereichen – auch bei Sendeempfängern nicht, wohl aber sehr beliebte Marken, die sich durch hochwertige Produkte auszeichnen. Bei den Basisstationen ist die Firma Kenwood führend – ihre Transceiver sind umfangreich ausgestattet und bieten eine gute Sendeleistung. Bei den Handgeräten wäre – neben Kenwood – noch Motorola zu nennen. Die Sendeempfänger beider Hersteller in diesem Bereich zeichnen sich vor allem durch eine gute Sendeleistung und eine entsprechende Reichweite aus, aber auch bezüglich der Ausstattung können die Geräte punkten. Bei den Mobilgeräten hat wieder Kenwood die Nase vorn, dicht gefolgt vom japanischen Hersteller Yaesu. Die Mobilgeräte der beiden Firmen haben eine sehr gute Sendeleistung, sind kompakt gebaut, äußerst robust und gut ausgestattet.

Was man beim Kauf von Amateurfunk-Sendeempfängern bei eBay beachten sollte

Wie bei allen technischen Geräten sollte man sich vor dem Kauf von gebrauchten Amateurfunk-Sendeempfängern sehr genau über den Zustand des Artikels informieren. Die meisten Informationen liefert die Artikelbeschreibung, ist sie aber in einigen Punkten nicht ganz eindeutig, sollte man unbedingt beim Verkäufer nachfragen, bevor man einen Kauf in Erwägung zieht. Sendeempfänger werden häufig auch als Teil eines Produktbündels angeboten. So erhält man beispielsweise neben dem Transceiver gleich noch ein Mikrofon und eine Antenne, sodass man direkt mit dem Sendebetrieb beginnen kann. Mit solchen Produktbündeln lässt sich zudem eine Menge Geld sparen, da das Paket meist deutlich günstiger ist als die Summe der Einzelpreise.

Fazit

Sendeempfänger sind für Funkamateure absolut unerlässlich, da ohne sie kein Funkbetrieb möglich ist. Je nach Einsatzgebiet gibt es mobile oder stationäre Varianten, die sich vor allem durch ihre Sendeleistung unterscheiden. Dank umfangreicher Ausstattung und zusätzlicher Merkmale ermöglichen es moderne Sendeempfänger, in einem sehr breiten Frequenzbereich zu senden, sodass man als Funkamateur schnell Kontakt zu anderen Funkern aufbauen kann.

Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere erkunden
Wählen Sie eine Vorlage aus

Zusätzliches Navigationsmenü