Alexandrite - Einkaufsratgeber mit Tipps und Tricks zum Kauf der Edelsteine

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Alexandrite - Einkaufsratgeber mit Tipps und Tricks zum Kauf der Edelsteine

Der Alexandrit – seine Entdeckung

Der Alexandrit hat seinen Namen vom russischen Zaren Alexander II. erhalten. Dieser regierte Russland in den Jahren 1855 bis 1881. Fast zeitgleich mit seinem Geburtstag wurden 1830, noch lange vor seiner Thronbesteigung, die ersten Alexandrit-Kristalle im südlichen Ural während Smaragd-Förderarbeiten von Bergarbeitern entdeckt. In Russland trägt der Edelstein seither auch den Namen „Edelstein des Zaren“. Dabei war es der finnische Bergwerksdirektor Nils Gustav Nordenskiöld, der diesen edlen Vertreter des Minerals Chrysoberyll dem Thronerben widmete. Bereits Plinius, der von 23 bis 79 nach Christus lebte, hatte den Chrysoberyll als eine Unterart von Beryll beschrieben. Heute wird gerätselt, ob ihm die mehrere Jahrhunderte später als Alexandrit bezeichnete Varietät auch schon geläufig war. Vermutlich wird dies jedoch auf ewig ein Geheimnis der Geschichte bleiben.

Merkmale des Alexandrits

Weitere Alternativnamen des Alexandrits sind „Smaragd bei Tag“ und „Rubin bei Nacht“. Dies rührt von seinen lichtabhängig wechselnden Farben, wobei er bei Tageslicht smaragdgrün oder waldgrün bis türkis erscheint und unter künstlichem Licht oder Kerzenlicht eher sanftes Rot annimmt, das von Rubinrot bis Himbeerrot reichen kann, aber auch orange, rot-violett oder violett-grau kann der Alexandrit erscheinen. Eben wegen dieser beiden Farben Grün und Rot, die zur damaligen Zeit auch die Hauptfarben der russischen Flagge darstellten, wurde er zum Nationalstein des Zarenreiches ernannt. Dieser Farbwechsel ist eine sehr typische Eigenschaft, weshalb er auch als Alexandrit-Effekt oder Changieren bezeichnet wird. Dabei agiert der Stein wie ein Filter, der entweder nur noch rotes oder grünes Licht durchlässt. Diesen Effekt machen seine eingelagerten Metalle möglich, zu denen häufig Chrom gehört, die unter Einwirkung verschiedener Lichtwellenfrequenzen farbwechselnd erstrahlen. In der Welt der Edelsteine ist diese Farbänderung von Alexandriten in ihrer Intensität einzigartig. Dank seiner ebenso einzigartigen optischen Qualitäten ist er einer der wertvollsten Edelsteine überhaupt.

Varianten des Alexandrits

Beim Katzenaugen-Alexandrit, einer Abart des Steins, ist ein einzelner Lichtstreifen auf seiner Oberfläche sichtbar, der in seiner Form an die schlitzförmige Pupille einer Katze erinnert. Dieser Effekt wird durch winzige Rutilnadeln im Inneren des Steins verursacht und heißt in Fachkreisen auch „Chatoyance“. Seine wunderschönen und geheimnisvollen optischen Effekte machen ihn als Schmuckstein äußerst begehrt. Die Tiefe des Farbwechsels macht dabei seinen Wert aus; so zeigen die im Ural auffindbaren Alexandrite einen Farbwechsel von ganz besonders kräftigem Smaragdgrün zu einem intensiven Purpurrot, was sie zu den teuersten ihrer Art macht. Dagegen sind jene aus Sri Lanka wegen ihrer schwächeren Farbintensitäten weniger begehrt. Mit seiner Mohshärte von 8,5 ist Alexandrit einer der härtesten Edelsteine überhaupt.

Wo der Alexandrit zu finden ist

Ebenso wie auch die anderen Edelsteine dieser Welt entstand der Alexandrit vor Jahrmillionen, als die Erde noch eine einzige brodelnde Masse war. Zwei verschiedene Gesteinsarten waren Voraussetzung für die Bildung von Alexandrit: Die eine brachte die Elemente Aluminium und Beryllium ein, von der anderen kam das Chrom. Diese idealen Bedingungen waren allerdings selten, und so finden sich auf der Erde nur wenige Alexandrit-Kristalle. An der russischen Alexandrit-Fundstätte im Ural und auch im indischen Narsipatnam wurde das dort vorkommende Pegmatitgestein im Laufe von mehreren Millionen Jahren geformt. Man geht heute davon aus, dass dieser Vorgang im Zeitraum von vor 542 bis 241 Millionen Jahren stattfand. Die Smaragdgruben im Ural waren in der Tat die ersten bekannten Fundstellen von Alexandrit. Dort wurde auch die wohl größte und schönste Gruppe von Kristallen des Edelsteins gefunden, eine Druse mit 22 Kristallen und stolzen fünf Kilogramm Gewicht. In Sri Lanka und Tansania ist Alexandrit ebenfalls zu finden. Dort sind es allerdings die schon erwähnten Katzenaugen-Alexandrite und solche, die nicht an die Farbintensität der russischen Steine heranreichen. Vielmehr erscheinen sie bei Tageslicht blaugrün und unter Kunstlichteinwirkung rötlich violett oder satt-lila. Vor gar nicht allzu langer Zeit, nämlich im Jahre 1987, wurden in Hematita, einem Ort in Brasilien, Alexandrite entdeckt. Diese weisen einen deutlichen Farbwechsel auf und besitzen eine hohe Reinheit sowie intensive Farben. In der kurzen Zeit hat es Hematita zu einem der wirtschaftlich wichtigsten Vorkommen für Alexandrite gebracht. Ebenfalls in Brasilien wurde 2004 eine neue Variante des Alexandrits entdeckt. Dieser wechselt seine Farbe von blaugrün zu einem wunderschönen himbeerrot. Allgemein sind die brasilianischen Alexandrite in schwer zugänglichen Gebieten zu finden. Dies trifft allerdings auch auf andere Minen zu, die durch das Pegmatitgestein gegraben wurden. In Indien kommen Alexandrite überwiegend aus Narsipatnam und in Russland sind die Vorkommen von Alexandrit beinahe erschöpft. Weitere Vorkommen existieren zudem in Myanmar, Tansania und Mosambik. In Zimbabwe finden sich sehr dunkle Alexandrit-Kristalle mit einer Größe von bis zu zwei Zentimetern. In Madagaskar wurde eine äußerst seltene, hellgelbe Varietät mit vollkommen durchsichtigen Kristallen am Alaotra-See entdeckt. Eine europäische Fundstätte für Alexandrit befindet sich in Marsikov bei Sobotin im tschechischen Mähren.

Alexandrit als Schmuckstein

Alexandrit ist als Schmuckstein sehr begehrt, vor allem natürlich wegen seiner Fähigkeit, die Farbe zu wechseln und weil er so selten ist. Trotz allem findet sich bei eBay eine recht breite Auswahl an Alexandritschmuck. So können Sie Alexandrit als reine Farbsteine finden, teils mit, teils ohne Schliff. Solche Farbsteine machen sich sehr gut als Wohnungsdekoration, zum Beispiel in einer Vitrine in Ihrem Wohnzimmer oder auf Ihrem Sideboard im Flur zwischen anderem Schmuck oder ähnlicher Dekoration. Ebenfalls für dekorative Zwecke können Sie auch sehr schöne Gläser und Kristalle aus Alexandrit erwerben, darunter auch hübsche Figuren. Wer Alexandrit lieber am Körper tragen möchte, findet bei eBay sehr schönen Körperschmuck, zum Beispiel als Ohrschmuck. Clips und Ohrhänger aus dem edlen Stein machen sich sehr gut an jedem Ohr. Alexandrit ist darüber hinaus hervorragend geeignet als Ring: So haben Sie bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen stets ein andersfarbig schimmerndes Schmuckstück am Finger, das garantiert nicht unbeachtet bleibt. Auch diverse wunderschöne Halsketten finden Sie bei eBay. Hier finden Sie sicher auch einen Kette, die sich perfekt mit Ihren Lieblingskleidungsstücken kombinieren lässt. Alexandrit lässt sich auch synthetisch herstellen, was aufgrund des hohen Preises für Originale eine interessante und günstige Alternative darstellt.

Eine kostengünstigere Variante: Synthetik-Alexandrite

Die künstliche Herstellung von Alexandrit geht zurück bis ins Jahr 1888. Eine der gängigsten Imitationen ist dabei synthetischer, überwiegend graugrüner Spinell. Oder schauen Sie sich doch einmal die Schmuckstücke aus Korund an. Diese beiden Imitationen haben ähnliche Farbwechseltalente wie der Alexandrit, jedoch ist der farbliche Spielraum dabei etwas geringer als beim Original. Spinell schafft lediglich den Farbwechsel von Rot nach Violett bis hin zu Amethystlila. Oftmals handelt es sich bei als Alexandrit gehandelten Steinen auch um künstlich erzeugten, chromdotierten Chrysoberyll. Grundlage all dieser Anwendungen ist künstlich erzeugter, dotierter Alexandrit in Stabform, hergestellt unter anderem durch das Czochralskiverfahren, auf Deutsch „Tiegelziehverfahren“. Hierbei wird der an einem Keimkristall hängende Kristall aus einer Schmelze gezogen. Synthetisch hergestellter Alexandrit kann vom Laien mit bloßem Auge kaum von echtem Alexandrit unterschieden werden und ist lediglich durch gemmologische Untersuchungen nachweisbar. Bei dieser Methode werden unter anderem die Einschlüsse genau betrachtet. Verwechslungsgefahr besteht unter anderem mit Demantoid, Smaragd, Turmalin und Grossular. Im Zweifel sollten Sie daher einen Fachmann zurate ziehen, der den teuren Edelstein von einem billigen Imitat oder anderen Edelsteinen unterscheiden kann.

Alexandrit in der Esoterik

Wie vielen anderen Edelsteinen auch sagt man dem Alexandrit umfangreiche Heilwirkungen nach. So soll das Mineral dabei helfen, Krisen und Trauer zu überwinden. Allgemein soll er das Selbstwertgefühl steigern und die Intuition stärken. Der Alexandrit soll seinen Träger zum Ziel führen beziehungsweise ihm die Erleuchtung bringen. Auch bei Problemen, alternative Standpunkte und Betrachtungsweisen zu finden, soll der Alexandrit unterstützen. Dabei soll er die Bereitschaft fördern, Risiken einzugehen und auch neue Wege zu gehen. Außerdem soll der Edelstein neue Ideen, Gedanken und Bilder im Träger erwecken und die Fantasie und Kreativität anregen. Alexandrit soll außerdem angegriffene Nerven stärken und Ärger, Gereiztheit und Mutlosigkeit entgegenwirken. Mehr Frohsinn, Freude und innere Ausgeglichenheit soll er dem Träger schenken. Auch auf Partnerschaften soll er positiv einwirken. Sogar Hellsichtigkeit soll man dank ihm entwickeln, zudem soll er Gefühle und Wünsche verdeutlichen. In körperlicher Hinsicht wird dem Alexandrit nachgesagt, dass er die Regeneration und die Selbstheilungskraft des Körpers anregt. Er soll gegen hartnäckige Entzündungen wirken, dazu soll er die Lebertätigkeit fördern und entgiftend wirken. Alexandrit soll über das zentrale Nervensystem die harmonische Funktion der Organe steuern, besonders von Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse. Bei Leberträgheit, Magengeschwüren, Übersäuerung, Milzleiden, ja sogar bei Vergiftungen soll er helfen und Nervenleiden sowie Sinnesstörungen beseitigen. Sogar zur Vorsorge und Heilung gegen Leukämie soll er verwendbar sein.

Wie man den Alexandrit anwendet

Alexandrit soll ein sehr guter Heilstein in Zusammenhang mit Meditationen sein. So soll man ihn zur Meditation oder Stärkung der Psyche einfach betrachten oder ihn, sofern man darin bewandert ist, auf das jeweilige Chakra legen. Zur Krisenbewältigung wird empfohlen, den Stein auf die Stirn zu legen oder ihn noch besser mit einem Pflaster dort zu befestigen und seine heilenden Schwingungen etwa zehn Minuten wirken zu lassen. Zur Steigerung der Kreativität soll es reichen, ihn unters Kopfkissen zu legen und zur Unterstützung für den Darm soll man mehrere Alexandrite als Steinkreis verteilt um sein Bett auslegen. Ansonsten soll man ihn im Bereich der Leber oder direkt auf entzündete Stellen auflegen, wobei mit Erstverschlimmerungen zu rechnen ist, die jedoch in diesem Fall durchaus eine wünschenswerte Erscheinung sind. Bei besonders hartnäckigen Leiden soll man den Alexandrit in Verbindung mit einem Heilwasserbad verwenden. Wie bei anderen Edelsteinen auch sei jedoch gesagt, dass keine dieser Heilwirkungen von wissenschaftlicher Seite bestätigt ist.

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