Akrobatik hinterm Haus: Ratgeber zum Kauf von Garten- und Fitnesstrampolinen

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Akrobatik hinterm Haus: Ratgeber zum Kauf von Garten- und Fitnesstrampolinen

Trampolinspringen auf dem Bett – das geht leider nur als kleines Kind gut. Doch wir alle erinnern uns noch zu gerne an das kurze Gefühl der Schwerelosigkeit und den riesigen Spaß, den Trampolinspringen macht. Zum Glück gibt es nun Mittel und Wege, das Freizeitvergnügen zu genießen, ohne Möbelstücke zu beschädigen. Die Lösung kommt in Form von Garten- und Fitnesstrampolinen daher.

Gerade bei Kindern sind Outdoor-Trampoline sehr beliebt. Die großen Hüpfgeräte sind besonders stabil und halten auch mehreren Kindern gleichzeitig stand. Doch auch Erwachsene haben auf diesen Trampolinen Ihren Spaß. Das Beste: Trampolinspringen macht nicht nur Freude, sondern ist auch ein gesundes und actionreiches Ganzkörpertraining. Neben den größeren Gartenvarianten gibt es daher auch kleinere Fitness-Trampoline, die unkompliziert in der Wohnung aufgestellt werden können.

In diesem Ratgeber sollen Sie erfahren, worauf beim Kauf eines Garten- oder Fitnesstrampolins zu achten ist. Wir zeigen Ihnen außerdem, welche Vorteile Ihnen das Trampolinspringen bietet. Im Anschluss daran möchten wir Ihnen noch einige wichtige Übungen vorstellen, mit denen Sie sich auf dem Trampolin fit halten können.

Luftsprünge für die Gesundheit – das bringt Trampolinspringen!

Für Kinder ist das Trampolinspringen vor allem eines: ein riesengroßer Spaß! Je höher desto besser, lautet die Devise und auch vor einem wagemutigen Salto wird nicht zurückgeschreckt. Das Trampolin schult dabei die Koordination und den Gleichgewichtssinn. Durch die weiche Oberfläche haben Kinder keine Angst hinzufallen und können ohne Gefahren an ihre Grenzen gehen. Das ist nicht nur für den Körper, sondern auch für das Selbstbewusstsein der kleinen Sportler von großer Bedeutung.

Doch nicht nur mit akrobatischen Sprüngen und Salti kann man seinem Körper auf dem Trampolin etwas Gutes tun. Auf dem Mini-Trampolin für Erwachsene können Sie wippen, springen oder auch joggen. Das Springen ist dabei ein Training für den gesamten Körper. Denn jede Faser wird in Bewegung gesetzt. Das Wechselspiel aus Spannung und Entspannung trainiert Muskeln, Bänder und Sehnen auf eine schonende und effektive Art und Weise. Die Gelenke werden dabei nur wenig belastet. Sie können sich dabei entscheiden, ob Sie sich für ein Fett verbrennendes Work-out entscheiden oder sich in Entspannung üben. Denn ein leichtes Wippen auf dem Trampolin löst Verspannungen und beugt Rückenschmerzen vor. Alle Trampolinübungen schulen den Gleichgewichtssinn und fördern Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit des Körpers.

Diese verschiedenen Arten von Trampolinen gibt es

Bei Trampolinen für den Hausgebrauch unterscheidet man zwischen Garten-Trampolinen und sogenannten Mini-Trampolinen, die auch Fitness-Trampoline genannt werden. Der Aufbau von Trampolinen ist dabei trotz verschiedener Formen ähnlich: In einen Metallrahmen werden zahlreiche Metallfedern (in Ausnahmefällen auch elastische Seile) eingefügt. In diese bewegliche Aufhängung wird nun ein ebenfalls elastisches Sprungtuch eingespannt. Dieses besteht meist aus Kunstfasern, wie Polyamid oder Polypropylen und kann entweder gewebt oder aus einem Guss gefertigt sein. Der Metallrahmen steht dabei auf einem Gestell, das den nötigen Abstand zum Boden liefert. So kann sich das Sprungtuch nach unten ausdehnen und die Verletzungsgefahr wird minimiert.

Fitness- oder Gymnastiktrampoline sind rund und besitzen eine in der Höhe nicht verstellbare Grundfläche. Die Durchmesser liegen zwischen 90 und 130 Zentimetern, die Höhe variiert zwischen 20 und 40 Zentimetern. Der Rand des Trampolins ist rundum gepolstert, sodass man sich beim zufälligen Drauftreten nicht verletzt. Aufgrund dieser eher kleinen Ausmaße eignen sich Fitnesstrampoline ausschließlich für Sprünge im Stehen. Andere akrobatische Übungen sind darauf nicht möglich.

Diese können geübte Springer hingegen auf einem Gartentrampolin durchführen. Diese sind deutlich größer gestaltet als Fitness-Trampoline. Gartentrampoline gibt es in runder oder rechteckiger Form. Die Durchmesser variieren in der Regel zwischen 240 und 490 Zentimetern, während die Höhe der Sprungfläche 80 bis 100 Zentimeter beträgt. Es gibt auch Gartentrampoline, die nicht auf einem Gestell aufgestellt werden, sondern knapp über dem Boden angebracht werden. Die Voraussetzung dafür ist eine Aushebung unter dem Trampolin, die die Auslenkung der Sprungfläche erlaubt. Garten-Trampoline sind in der Regel mit einem senkrecht aufgestellten Netz versehen. Dies verhindert, dass Trampolinspringer bei ganz besonders spektakulären Sprüngen von dem Trampolin fallen. Dies ist gerade bei Kindern wichtig.

Sprungspaß, Stabilität und Sicherheit: Darauf sollten Sie beim Kauf von Garten-Trampolinen achten

Garten-Trampolinen wird einiges abverlangt. Sie werden stark beansprucht und müssen außerdem noch der Witterung standhalten. Grund genug, beim Kauf auf einige Aspekte zu achten. Der erste Aspekt ist die Stabilität des Trampolins. Hier sollten Sie darauf achten, dass die einzelnen Verbindungsstücke fest miteinander verarbeitet sind und sich nichts lösen kann. Außerdem sollten Sie Wert darauf legen, dass alles, was sich innerhalb der Sprungzone befindet, weich ausgekleidet ist. Scharfe Kanten und Ecken sind ein großes Sicherheitsrisiko. Hochwertige Hersteller achten darauf, dass alle Gefahrenquellen diesbezüglich ausgeschlossen sind. Zu den bekanntesten Herstellern von Gartentrampolinen mit Netz gehören:

Der zweite wichtige Punkt ist das Sicherheitsnetz. Hier gibt es verschiedene Varianten. Meist werden die Netze zwischen Streben gespannt. Das Netz sollte stabil und nicht zu grobmaschig sein. Es gibt Netze, die fest aufgebaut werden und solche, die sich auf- und einklappen lassen. Letztere bieten den Vorteil, dass man das Trampolin einfacher abdecken kann.

Damit wären wir auch beim letzten Punkt, auf den Sie achten sollten: die richtige Abdeckung. Das Trampolin ist an sich wetterfest, Regen kann ihm in der Regel nichts anhaben. Doch gibt es auch hier Beanspruchungen, die für das Material schädlich sein können. Viele Hersteller empfehlen daher, das Trampolin im späten Herbst abzubauen, da gerade das Kunststoffmaterial auf frierende Nässe empfindlich reagiert und im schlimmsten Falle porös wird. Abdeckplanen gibt es in den verschiedensten Größen und Formen. Bei einigen Modellen wird diese gleich passend mitgeliefert, bei anderen müssen sie separat erworben werden. Manche Abdeckungen lassen sich direkt über die Sprungfläche spannen, dazu müssen die Netze abgebaut bzw. eingeklappt werden. Andere Abdeckungen lassen sich oben über dem Netz als eine Art Dach installieren. Denken Sie auf jeden Fall bei draußen stehenden Trampolinen daran, die Federn mit Rostschutzmittel zu behandeln und sie gegebenenfalls auch zu fetten.

Gelenkschonendes Training: Darauf sollten Sie beim Kauf von Fitness-Trampolinen achten

Im Prinzip funktionieren Fitness-Trampoline wie alle anderen Trampoline auch. Eine Sprungfläche ist mittels Sprungfedern an einem Rahmen befestigt. Die Unterschiede liegen dabei vor allem in der Größe der Sprungfläche und in der Federkraft der Trampoline. Fitness-Trampoline sind nicht dafür ausgerichtet, auf Ihnen große Kunststücke zu vollführen. Vielmehr dienen Sie dem leichten Training, weshalb ihre Federkraft auch etwas geringer ausfällt. Beim Kauf von Gymnastik-Trampolinen gilt es, zunächst auch auf Qualität zu achten. Die Federn sollten von oben nicht zu sehen sein und von einer ausreichend dicken Schicht Schaumstoff bedeckt sein. So können Sie Ihre Übungen ausführen, ohne sich zu gefährden. Fitness-Trampoline werden auch Rebounder genannt und verfügen in der Regel über mindestens sechs Stehfüße.  Bekannte Hersteller für Fitness-Trampoline sind:

Weiterhin zu beachten sind die verschiedenen Größen. Die einzelnen Trampoline sind nämlich nicht nur im Durchmesser verschieden, sie sind auch für unterschiedliche Gewichtsklassen geeignet. Für ein effektives Training braucht ein Mensch, der 60 Kilogramm wiegt, ein anderes Trampolin als ein Mensch, der 90 Kilogramm wiegt. Dies liegt vor allem am Widerstand, der auf das individuelle Gewicht eingestellt sein muss.

Das Work-out auf dem Fitness-Trampolin ist schonend und sehr effektiv zugleich. Um die richtigen Übungen für sich zu finden, können Sie auf Anleitungsbücher und Fitness-DVDs zurückgreifen. Wir haben Ihnen die fünf beliebtesten Übungen für das Trampolin zusammengefasst. Das Beste: Sie lassen sich auch auf dem Gartentrampolin durchführen. Wenn also abends die Kinder ins Bett gehen, können Sie ein kleines Work-out einlegen.

Einschwingen – das sanfte Training ist perfekt gegen Verspannungen

Das Einschwingen ist eine Übung, die sich gut zum Aufwärmen eignet. Stellen Sie sich aufrecht und schulterbreit hin und beginnen Sie leicht zu schwingen. Die Arme bewegen sich locker mit. Nach drei bis vier Minuten können Sie beginnen, zügig auf der Stelle zu marschieren. Achten Sie dabei darauf, nicht nachzufedern und den Oberkörper immer aufrecht zu halten.

Hochspringen und walken – so steigern Sie die Trainingsintensität

Generell gilt: Je höher Sie springen, desto stärker ist die Beanspruchung und desto großer ist auch der Trainingseffekt. Nachdem Sie sich eingelaufen haben, können Sie mit lockeren Sprüngen beginnen. Nach ein paar Minuten des Einspringens können Sie mit dem Walken beginnen. Sie gehen dabei auf der Stelle und federn locker mit. Ein Fuß berührt dabei immer die Sprungfläche, die Arme werden gegengleich mitgeschwungen.

Joggen in verschiedenen Varianten – so trainieren Sie Kondition und Koordination

Der nächste Schritt ist das Joggen auf dem Trampolin. Bleiben Sie dabei im Oberkörper locker und entspannen Sie Ihre Schultern. Die nächste Steigerung ist das Heben der Knie. Während Sie ein Knie auf Hüfthöhe heben, halten Sie die Arme auf Schulterhöhe. Das gibt Ihnen Balance und stärkt die Armmuskulatur. Eine weitere Abwandlung besteht darin, die Beine im Laufrhythmus nach außen zu heben, während die Arme gegengleich auf Schulterhöhe schwingen.

Balance-Übungen trainieren die Körperspannung und den Gleichgewichtssinn

Balance-Übungen sind auf dem Trampolin ideal. Sie trainieren die Körperspannung und viele Muskeln gleichzeitig. Seien Sie nicht frustriert, wenn Ihnen die Übungen auf dem instabilen Boden zunächst schwerfallen. Mit etwas Übung werden Sie schnell Steigerungen feststellen können.  Setzen Sie dafür ein Bein in die Mitte des Trampolins, lösen Sie das andere Bein und heben Sie das Knie auf Hüfthöhe. Die Arme sind ausgestreckt. Halten Sie diese Position 20 – 40 Sekunden und wechseln Sie dann die Seite.

 

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