Akku-Ladegeräte entdecken

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Akku-Ladegeräte auf eBay entdecken

Batterien sind im Haushalt allgegenwärtig. Kaum ein Gerät gibt es heute nicht auch ohne Kabel, denn diese werden häufig als störend empfunden, und so benötigt man für die verschiedensten Dinge Batterien – Videospiel-Kontroller, Fernbedienungen, Computermäuse, Milchaufschäumer und noch vieles mehr. Da Batterien aber viele Giftstoffe enthalten, wie etwa Quecksilber, Blei oder Zink, müssen sie aufwändig entsorgt werden, außerdem sind sie recht teuer. Da sie nach einmaliger Benutzung ersetzt werden müssen, verursachen Batterien auf Dauer hohe Kosten, daher entscheiden sich immer mehr Menschen für Akkus. Bei Akkus kann der Prozess, bei dem elektrische Energie zunächst in chemische Energie umgewandelt wird, die wiederum bei Bedarf als elektrische Energie abgegeben werden kann, beliebig oft wiederholte werden – zumindest in der Theorie. In der Praxis nutzen sich Akkus mit der Zeit ab und müssen ersetzt werden, allerdings ist dies in den meisten Fällen und je nach Intensität der Nutzung erst nach Monaten oder Jahren erforderlich. Um Akkus tatsächlich auch nutzen zu können, braucht man ein Akku-Ladegerät, um die es in diesem Ratgeber gehen soll. Er soll mit wichtigen Tipps bei der Auswahl des richtigen Ladegeräts helfen.

Die Batteriegröße ist entscheidend

Bevor man sich Gedanken über die Zahl der Ladeplätze und mögliche Zusatzfunktionen machen kann, muss man sich zunächst überlegen, welche Art Akkus man verwendet. Die am häufigsten genutzten Größen sind AA (Mignon) und AAA (Micro). Es gibt allerdings auch noch andere Arten, wie beispielsweise die 9-Volt-Blockbatterie oder die Größen C (Baby) und D (Mono). Diese sind inzwischen aber nur noch selten zu finden, da die meisten Geräte nicht so viel Leistung benötigen wie diese Akkus liefern können. In der Regel ist es ausreichend, wenn das Ladegerät Batterien der Größen AA und AAA aufnehmen kann. Können auch andere Größen geladen werden, ist das natürlich praktisch, wirklich wichtig und entscheidend für den Kauf ist es in den meisten Fällen aber nicht. Sehr wichtig ist hingegen, dass das Ladegerät die gängigsten Akku-Typen unterstützt. Das sind Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) und Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH).

Zudem muss das Ladegerät genügend Leistung liefern, um die Nennladung der Akkus – quasi das „Fassungsvermögen“ – voll auszunutzen. Bei modernen Geräten ist das in der Regel kein Problem, da sie die Nennladung der Akkus automatisch erkennen und sie bis zur maximalen Kapazität aufladen. Ältere Ladegeräte haben dagegen oft noch einen Schalter, mit dem die Nennladung der Akkus gewählt werden muss – sollte ein Akku über eine höhere Nennladung verfügen, als bei dem Gerät eingestellt werden kann, wird der Akku nicht komplett aufgeladen.

Auch die Zahl der Ladeplätze ist wichtig

In der Regel verfügt ein Akku-Ladegerät über Ladeplätze für zwei oder vier Akkus. Es gibt zwar auch Geräte mit mehr oder weniger Plätzen, diese sind aber selten. Ladegeräte mit nur zwei Plätzen eignen sich vor allem dann, wenn man Platz sparen möchte, beispielsweise auf Reisen, ansonsten sollte man eher zu einem Gerät mit vier Ladeplätzen greifen, da diese normalerweise nicht teurer sind als Ladegeräte mit zwei Plätzen. Benötigt man die zusätzlichen Ladeplätze nicht, lässt man sie einfach leer.

Wichtige Zusatzfunktionen bei Akku-Ladegeräten

Bei den ersten Akku-Ladegeräten wurden die Akkus einfach eingelegt, dann begann der Ladevorgang, der so lange fortgesetzt wurde, bis die Akkus wieder entfernt wurden. Diese Methode ist allerdings für die Lebensdauer der Akkus alles andere als günstig, daher wurden mit der Zeit verschiedene Funktionen entwickelt, die eine wesentlich schonendere Aufladung der Akkus ermöglichten. Dazu gehören vor allem die Erhaltungsladung und die Entladungsfunktion. Im folgenden sollen diese und weitere Funktionen kurz vorgestellt werden.

Erhaltungsladung

Hat ein Akku seine maximale Ladekapazität erreicht, sollte er möglichst nicht weiterhin mit der gesamten Leistung des Ladegeräts versorgt werden. Würde man ihn aber komplett von der Stromversorgung trennen, käme es sofort zur Selbstentladung des Akkus – dieser Prozess geht zwar langsam vonstatten, kann sich nach einigen Tagen aber durchaus schon bei der Leistung des Akkus bemerkbar machen. Aus diesem Grund verfügen Akku-Ladegeräte inzwischen über eine Erhaltungsladung. Diese liefert geladenen Akkus genau so viel Strom, dass sie ihre maximale Nennladung behalten.

Beim Kauf eines Akku-Ladegeräts sollte man unbedingt darauf achten, dass es über eine Erhaltungsladung verfügt, da diese Funktion die Lebensdauer der Akkus deutlich erhöht.

Entladungsfunktion

Jeder, der schon einmal Akkus über einen längeren Zeitraum verwendet hat, kennt ihn: den Memory-Effekt. Hierbei handelt es sich um einen Effekt, der auftritt, wenn Akkus immer wieder aufgeladen werden, obwohl sie noch nicht vollständig entladen sind. Der Akku kann dann, obwohl er komplett aufgeladen wurde, nur noch so viel Leistung zur Verfügung stellen, wie bei den vorherigen Anwendungen abgerufen wurde. Wie es zu diesem Effekt kommt, ist bislang wissenschaftlich nicht ganz geklärt, aller Wahrscheinlichkeit nach aber ist Kristallbildung innerhalb des Akkus der Auslöser – die sich bei der Ladung bildenden Kristalle „verklumpen“ und reagieren bei der Entladung schlechter, sodass es zu einem Spannungsabfall und damit zum Versagen des Akkus kommt.

Durch die vollständige Entladung des Akkus kann dem Memory-Effekt aber wirksam vorgebeugt werden, weshalb Akku-Ladegeräte mittlerweile über eine Entladungsfunktion verfügen, die die Akkus vor dem Ladevorgang vollständig entlädt. Da auch dieses Merkmal die Lebensdauer der Akkus deutlich erhöht, sollte man beim Kauf eines Ladegeräts darauf achten, dass es über eine Entladungsfunktion verfügt.

Schnellladefunktion

Die Zeiten, in denen Akkus über viele Stunden geladen werden mussten, sind inzwischen vorbei. Schnelllade-Akkus können innerhalb kürzester Zeit aufgeladen werden und stehen daher rasch wieder zur Verfügung. Leider ist ihr Ladewirkungsgrad nicht allzu hoch, sodass viel der eingesetzten Energie in Wärme umgewandelt wird und somit wirkungslos verpufft. Solange man aber nicht täglich Unmengen von Akkus mit der Schnellladefunktion auflädt, fällt dieser Nachteil kaum ins Gewicht. Schnelllade-Akkus sind also absolut zu empfehlen, um sie nutzen zu können, benötigt man aber natürlich ein entsprechendes Ladegerät.

Batterieprüfer

Mit einem Batterieprüfer lässt sich der Ladestand von Batterien und Akkus kontrollieren. So kann man direkt feststellen, ob ein Akku noch einsatzbereit ist oder ob man ihn besser aufladen sollte. Das ist vor allem dann sehr nützlich, wenn man sehr viele Akkus verwendet, da man dann rasch den Überblick verliert, welche Akkus man geladen hat und welche nicht.

Ein Batterieprüfer ist also eine durchaus hilfreiche Zusatzfunktion bei einem Akku-Ladegerät, absolut notwendig oder gar kaufentscheidend ist sie allerdings nicht.

Der Selbstentladungs-Effekt bei Akkus

Einmal geladene Akkus behalten leider nicht unbegrenzt ihre Ladung. Sie verlieren – bis zu einem bestimmten Punkt – nach und nach Energie. Vor allem Nickel-Metallhydrid-Akkus verlieren besonders schnell ihre Ladung – bis zu fünfundzwanzig Prozent pro Monat, daher wurde inzwischen auch ein neuer Typ dieser Akkus entwickelt, der lediglich zehn Prozent Ladung pro Jahr verliert und somit schon Monate im Voraus geladen werden kann. Nickel-Cadmium-Akkus büßen nicht ganz so viel ihrer Ladung ein wie Nickel-Metallhydrid-Akkus, dennoch gehen auch bei ihnen rund zehn Prozent der Energie pro Monat verloren. Sie sollten daher, genau wie Nickel-Metallhydrid-Akkus, möglichst erst kurz vor dem Einsatz aufgeladen werden.

Ladegeräte für andere Akkus

Es gibt natürlich nicht nur Akku-Ladegeräte für die oben genannten Standard-Akkugrößen, wobei es sich bei Akkus anderer Größen oft um Spezial-Akkus handelt, die direkt zusammen mit einem passenden Ladegerät angeboten werden. Eine Ausnahme stellen hier die häufig in der Fotografie eingesetzten Akkus der Größe CR 123 A dar. Durch ihre geringe Länge können sie normalerweise nicht in Standard-Ladegeräten aufgeladen werden, bei den Kameras, für die sie benötigt werden, wird aber meist kein Ladegerät mitgeliefert, sodass man auf ein Spezialladegerät angewiesen ist. Auch hier gelten natürlich die oben erwähnten Kriterien, auf die man achten sollte.

Was man beim Kauf von Akku-Ladegeräten bei eBay beachten sollte

Erwägt man den Kauf eines gebrauchten Ladegeräts, ist es sinnvoll, sich zuvor umfassend über den Zustand und die vorhandenen Zusatzfunktionen des Geräts zu informieren. Häufig fehlen bei älteren Geräten Merkmale wie die Erhaltungsladung oder eine Entladungsfunktion, daher sollte man vom Kauf dieser Geräte absehen, da diese Funktionen die Lebensdauer der Akkus maßgeblich beeinflussen. Bei neuen Geräten kann man dagegen bedenkenlos zugreifen, da diese mittlerweile alle standardmäßig über die oben genannten Funktionen verfügen.

Fazit

Mit Akkus lässt sich gegenüber Batterien eine Menge Geld sparen, da sie sich immer wieder einsetzen lassen. Zudem entlastet man durch die Verwendung von Akkus die Umwelt, da nicht mehr ständig Batterien entsorgt werden müssen, die gefährliche Umweltgifte enthalten. Um Akkus nutzen zu können, ist allerdings ein Akku-Ladegerät erforderlich, bei dem es einige wichtige Punkte zu beachten gibt. Verfügt das Ladegerät aber über die beiden wichtigsten Zusatzmerkmale, die Erhaltungsladung und eine Entladungsfunktion, steht einem vollständigen Verzicht auf Batterien zugunsten von Akkus nichts mehr im Weg.

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