Adapter- und Audiokabel für Lautsprecher und Subwoofer

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31.94. Adapter- und Audiokabel für Lautsprecher und Subwoofer

Sie wollen Ihre Hi-Fi-Anlage aufrüsten. Die neuen Lautsprecher sind schon gekauft, der tolle Vorverstärker ebenfalls. Auch wenn heutzutage vieles drahtlos funktioniert, die heimische Hi-Fi-Anlage nicht. Verstärker und Boxen müssen miteinander verkabelt werden. Hierzu werden unterschiedliche Anschlüsse, Kabel und je nach Bedürfnis auch Adapter benötigt.

Wenn von Audiokabeln, Lautsprecherkabeln, Klinken und Bananensteckern die Rede ist, können gerade Neulinge schon mal den Überblick verlieren. In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen zeigen, welche Kabel man für die Audio-Anlage zu Hause benötigt. Außerdem zeigen wir Ihnen, in welchen Bereichen die Kabel, Stecker und Adapter eingesetzt werden.

Immer gut verbunden: Gute Kabel sind für die Hi-Fi- und Heimkinoanlage unerlässlich.

Kabel spielen bei einer Audio-Anlage eine große Rolle. Sie verbinden die einzelnen Geräte bzw. Komponenten miteinander und spielen bei der Datenübertragung eine große Rolle. Dazu werden je nach Gerät und Übertragungsart unterschiedliche Kabel benötigt.

Am Beispiel eines DVD-Players lässt sich die Rolle von Kabeln gut illustrieren: Ein DVD-Player ist zum Beispiel über ein Digital-Kabel mit dem AV-Receiver verbunden. Der DVD-Player kann jedoch auch über den AV-Receiver oder direkt über ein S-VHS-Kabel mit dem Fernseher oder Projektor verbunden werden. Alleine bei dieser Verbindung gibt es unterschiedliche Varianten der Datenübertragung. Entweder man entscheidet sich für die Verbindung über ein elektrisches Digitalkabel (Koax-Kabel) oder über ein optisches Digitalkabel (Lichtleiterkabel). Der Ton kann wiederum wahlweise auch analog über ein 5.1-Kabel direkt an den Verstärker weitergeleitet werden. Sie sehen: Alleine die Verkabelung des Heimkinobereiches birgt viele Möglichkeiten und damit ebenso viele Stolperfallen.

Kabel haben auch aufgrund der verschiedenen Übertragungswege einen großen Einfluss auf Bild und Ton Ihrer Heimanlage. Sie sind deshalb so wichtig, weil alle anderen Faktoren, wie Verstärker, Lautsprecher und Soundquelle, von diesem “Nadelöhr“ abhängig sind. Selbst die hochwertigsten Elemente können Ihr volles Potenzial nicht zeigen, wenn sie durch schlechte Kabel boykottiert werden. Als grobe Richtlinie empfiehlt es sich daher, gut ein Fünftel des Gesamtbudgets der Anlage in hochwertige Kabel zu investieren. Wir erklären Ihnen im Folgenden, welche Kabel und Adapter Sie für eine deutliche Verbesserung der Klangqualität benötigen.

Diese Kabel benötigen Sie, um das Optimum aus Ihrer Anlage herauszuholen

Um Ihre Hi-Fi- oder Heimkinoanlage optimal zu verkabeln, ist eine Grundausstattung an Kabeln nötig. Dazu gehören als erstes Audio-Kabel in der richtigen Ausführung. Audio-Kabel haben Cinch-Stecker und werden zur Verbindung zwischen Tonquelle (DVD-Player oder CD-Player) und dem Verstärker genutzt. Beachten Sie, dass eine Stereo-Anlage andere Audiokabel benötigt, als ein 5.1 oder 7.1 Audiosystem. Bei den Letzteren sind nicht nur zwei, sondern sechs bzw. acht Anschlüsse gefragt.

Neben Cinch- oder Audiokabeln gehören qualitativ hochwertige Lautsprecherkabel zum unerlässlichen Equipment. Wie dick diese sein sollten, bietet Stoff für die wildesten Spekulationen. Wichtig ist hier: Je länger das Kabel sein muss, desto breiter sollte es auch sein, damit wenig Signal verloren geht. Bei den Lautsprecherkabeln spielen auch die Abschlüsse eine Rolle. Hierzu kommen wir in dem Punkt „Lautsprecherkabel“ noch genauer.

Eine besondere Form der Audiokabel bilden die Subwoofer-Kabel, die für tiefe Frequenzen ausgelegt sind. Dadurch kann ein gutes Subwoofer-Kabel den Bass- Output eines guten Subwoofers deutlich steigern.

Klinkenkabel werden wie Cinch-Kabel ebenfalls nach ihrem Abschluss benannt. Klinkenstecker werden in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt und sind mit verschiedenen Abschlüssen erhältlich. Klinkenstecker und Kabel kommen bei Kopfhöreranschlüssen, Line-Level-Anschlüssen oder gar bei der Stromversorgung einiger kleinerer Elemente zum Einsatz. Genaueres darüber erfahren Sie in dem Unterpunkt zum Thema „Klinkenkabel“.

Die kleine Kabelschule: So setzen Sie Ihre Kabel richtig ein

Nun, da Sie wissen, welche Kabel Sie benötigen, zeigen wir Ihnen im Folgenden die Einsatzbereiche der einzelnen Kabel und erklären Ihnen die jeweiligen Funktionsweisen. Wir erklären Ihnen außerdem, worauf Sie beim Kauf des jeweiligen Kabels achten sollten.

Audiokabel bringen eine neue Klangqualität: Hier kommen Audio-Kabel zum Einsatz

Audiokabel werden aufgrund des häufig verwendeten Steckers auch Cinch-Kabel oder RCA-Kabel genannt. Neben Lautsprecherkabeln bieten sie das größte Potenzial zur Klangsteigerung an Hi-Fi- oder Heimkinoanlagen. Audiokabel werden dort eingesetzt, wo analoge NF-Signale übertragen werden müssen. NF steht für Niederfrequenz. Der Begriff wird verwendet, um diese über Kabel übertragenen Signale von den sogenannten Hochfrequenzen zu unterscheiden. Diese werden über Antennen übertragen. NF-Signale werden von einer Signalquelle zum jeweiligen Verstärker übertragen. Im Heimbereich werden Audiokabel also zwischen einem Decoder, einem AV-Prozessor oder einem Vorverstärker und dem eigentlichen Verstärker genutzt. Auch bei der Übertragung zwischen dem CD-Player und Verstärker kommen die Audiokabel zum Einsatz.

Dabei werden bei Stereo-Anlagen der linke und der rechte Kanal getrennt übertragen. Traditionellerweise sind die Stereo-Kabel in Rot und Weiß gehalten. Beim 5.1-Kabel werden sechs Audio-Kanäle getrennt voneinander übertragen. Dementsprechend viele Cinch-Anschlüsse gibt es.

Analoge Signale sind im Grunde nichts anderes als elektrische Impulse, die durch das Kabel weitergegeben w erden. Aus diesem Grund sind analoge Signale, anders als digitale Datenströme, sehr anfällig für Störungen. Deswegen ist es besonders wichtig, dass Stecker und Kabel gut gefertigt sind. Gut abgeschirmte Kabel und passgenau gearbeitete Stecker können die Klangqualität einer Audio-Anlage maßgeblich verbessern. Für Cinch-Verbindungen werden daher in der Regel Koaxialkabel eingesetzt. Mit diesen Kabeln werden die kleinen Spannungen innerhalb des Kabels gegen Störungen durch elektrische Felder von außen abgeschirmt.

Eine Unterkategorie der Audiokabel sind Subwoofer-Kabel. Sie sind in ihrem ganzen technischen Aufbau speziell für niedrige Frequenzen bis 100 Hertz konzipiert. Welche Kabel in welcher Qualitätsklasse man hier verwendet, hängt stark von dem Subwoofer selbst ab. Einen mittelmäßigen Subwoofer mit einem teuren Kabel zu versehen, wird Ihnen mit Sicherheit nicht die Audio-Offenbarung liefern. Andersherum wird ein toller Subwoofer mit minderwertigen Kabeln sein ganzes Können nicht zeigen können. Hier gilt es, die richtige Relation im Auge zu behalten.

Der neueste Stand der Technik bei Audiokabeln sind optische Audiokabel. Diese sind nicht mit Kupferfasern, sondern mit Glasfasern ausgestattet. Bei Glasfasern ist die Übertragungsbandbreite deutlich größer als bei Kupfer, sodass die Tonwiedergabe klarer du präziser ist. Glasfaserkabel bewirken außerdem, das die Lautsprecher auch bei größeren Lautstärkeeinstellungen nicht anfangen zu rauschen.

Mit hochwertigen Lautsprecherkabeln bringen Sie Ihre Boxen zum Klingen

Lautsprecherkabel, auch Lautsprecherleitung genannt, sind in der Regel zweiadrige, elektrische Leitungen, die die Lautsprecheranschlüsse des Audio-Verstärkers mit den Lautsprecher-Boxen verbinden. Das Kabel überträgt mit dem niedrigfrequenten Tonsignal die vom Verstärker angepasste elektrische Leistung, um den Lautsprecher zu betreiben.

Die Adern von Lautsprecherkabeln bestehen in den meisten Fällen aus isolierter Kupferleitung. Diese sind zu einer Art Kordel miteinander verdrillt, u, die Abstrahlung magnetischer Felder zu verringern. Diese verdrillten Kupferdrähte werden zusätzlich mit einer äußeren Kunststoffhülle isoliert.

Der Mythos um den Kabelquerschnitt - darauf kommt es wirklich an

Die Dicke des Kabels hängt stark von der Länge ab. Für die Audio- oder Heimkinoanlage kommen Doppeladern aus Kupferlitze mit einem Querschnitt von 0,75 Quadratmillimetern zum Einsatz. Für längere Kabelwege bis etwa 20 Metern werden Kabel mit einem Durchschnitt von bis zu vier Quadratmillimetern genutzt.

Je größer der Durchschnitt des Kabels, desto geringer ist der Widerstand, sprich, desto feiner können die Signale an den Lautsprecher weitergeleitet werden. Da der Widerstand mit der Länge des Kabels steigt, werden bei längeren Distanzen dickere Kabel gewählt. Davon auszugehen, dass die Qualität eines Kabels einzig von seiner Größe abhängig ist, ist ein Irrglaube, der Sie viel Geld kosten kann. Das Kabel sollte lediglich der Distanz, die es überbrücken muss, angepasst werden. Eine gute Verarbeitung und hochwertige Materialien sind dabei mindestens ebenso wichtig.

Es kommt auf den Abschluss an: Diese Endenabschlüsse benötigen Sie für Lautsprecherleitungen

Lautsprecherleitungen können mit den unterschiedlichsten Endabschlüssen verbunden werden. Endabschlüsse bezeichnen die Art der Verknüpfung des Kabels mit den Lautsprechern und dem Verstärker. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. In vielen Fällen werden Lautsprecherkabel direkt ohne Endabschluss durch Druck- oder Schraubklemmen an den Verstärker und die Lautsprecher angeschlossen. Die offenen Litzen-Enden können dabei durch Ader-Endhülsen oder Kabelschuhe geschützt werden. Genauso verbrietet sind Federstecker, auch Bananenstecker genannt. Um einen besseren Halt zu gewährleisten, werden Bananenstecker häufig mit Schraubklemmen kombiniert.

Allroundtalente mit unterschiedlichem Gesicht: Hier kommen Klinken zum Einsatz

Mit dem Begriff „Klinke“ wird eine bestimmte Anschlussart beschrieben, die in Form von Steckern, Buchsen und Kupplungen vorkommen. Zum Anwendungsbereich von Klinkensteckern, -buchsen oder –adaptern gehören die Weiterleitung von Audiosignalen, Videosignalen oder die Verbindung zu einem Netzteil zur Stromversorgung von kleineren Geräten. Klinken kommen mit unterschiedlichen Schaftdurchmessern und verschiedenen Schaltkontakten vor. Klinkenstecker in der Ausführung „null“ haben keinen Kontakt und werden nur bei optischen Übertragungsarten genutzt. Zwei Kontakte besitzen Klinkenstecker, die zur Verbreitung von Mono-Signalen genutzt werden, drei Kontakte werden bei Stereo-Sound genutzt.

Die verschiedenen Durchmesser der Klinke hängen unmittelbar mit dem Einsatzbereich zusammen. Im Heimbereich sind vor allem drei Größen etabliert. Für besonders kleine Geräte, wie Headsets für Mobiltelefone, werden Klinken mit einem Durchmesser von 2,5 Millimetern genutzt. Die Steckergröße ist auch unter dem Namen Micro-Klinke bekannt. Eine der gebräuchlichsten Größen ist die Mini-Klinke mit einem Durchmesser von 3,5 Millimetern. Sie kommt bei tragbaren Soundgeräten, wie MP3-Player und Discmans zum Einsatz. Die Klinke mit einem Durchmesser von 6,35 Millimetern, auch „große Klinke“ genannt, kommt in Stereo-Anlagen und fast allen Geräten der Musikproduktion, wie Gitarrenverstärker, E-Pianos, Mischpulten, Effektgeräten oder großen Kopfhörern vor.

Damit man bei der Kombination von verschiedenen Geräten keine neuen Kabel anschaffen muss, gibt es viele Adapter, die die Verknüpfung erleichtern. Um zum Beispiel einen Kopfhörer mit großer Klinke an einen iPod anzuschließen, ist ein Adapter von einer großen Klinke zu einer Mini-Klinke notwendig.

Eine Anlage ist nur so gut wie das schwächste Glied: Qualität zahlt sich auch beim Kabelkauf aus

Beim Kauf von Audiokabeln muss man vor allem beachten, dass der Preis der Kabel in Relation zu der kompletten Anlage steht. Ein Kabel aus dem High End Bereich wird in Kombination mit einer Anlage aus der soliden Mittelklasse sicherlich keine klanglichen Quantensprünge bewirken. Und doch sind gute Kabel in der richtigen Preiskategorie in jedem Fall ein klanglicher Gewinn. Als Faustregel gilt daher: Gut 20 Prozent des Wertes einer Anlage sollten in Kabel investiert werden.

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