Actioncam GoPro: kleiner Held im Outdoor-Einsatz

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Actioncam GoPro: Kleiner Held im Outdoor-Einsatz

Der Titel verspricht es schon. Die Kameras aus dem Hause „Woodman Labs, Inc." sind wahrhaft kleine Helden. Und das trifft nicht nur auf ihren Outdoor-Einsatz zu, bei dem sich die GoPro-Kameras in der Szene mittlerweile mehr als nur einen Namen gemacht haben. Auch die Geschichte des noch jungen Unternehmens ist bemerkenswert. Denn in den Produkten spiegelt sich wider, dass der Gründer Nick Woodman mit Enthusiasmus und extrem viel Spaß an die Entwicklung der sogenannten Actioncams heranging. So erlebten die kleinen, stoßfesten und wasserdichten Kameras einen heldenhaften Aufstieg.

Angefangen hat alles, als der überzeugte Surfer Woodman nach einer Möglichkeit suchte, spannende und spektakuläre Aufnahmen von seinen Surftrips zu machen. Ergebnis war anfangs noch eine analoge 35mm-Kleinbildkamera. Doch schon bald folgte die erste digitale Actioncam, deren Entwicklung immer weiter getrieben wurde - fast wie ein Surfbrett über die Wellen. Woodman erfasste damit den Zeitgeist, erkannte den Outdoor-Trend und verbesserte seine Produktlinie fortwährend.

High Definition selbstverständlich

Aktuell steht die Produktlinie GoPro Hero3 im Fokus der Aufmerksamkeit und erfreut sich größter Beliebtheit. Als Nachfolger der „HD Hero" und „HD Hero2" spart sich die Hero3 im Produktnamen das Kürzel „HD". High Definition ist selbstverständlich geworden für die kalifornischen Kameras und deshalb der speziellen Erwähnung nicht mehr Wert. Die Hero3 spricht für sich selbst und kommt in drei Varianten. Für Sie bedeutet das, dass Sie natürlich prüfen müssen, welches Modell infrage kommt. Dazu muss man sich mit den Unterschieden auseinandersetzen. Vorweg: Schlecht ist keines der drei Modelle, aber neben der preislichen Varianz gibt es natürlich auch eine technische.

White, silver, black - welcher Typ sind Sie?

Für den Outdoor-Sportler mit wenig Anspruch: Die GoPro Hero3 White Edition

Das Einstiegsmodell ist die Hero3 „White Edition", die Sie vergleichsweise günstig erwerben können. Natürlich müssen Sie bei diesem Modell aufgrund seiner Klassifizierung jedoch einige Einschränkungen in Kauf nehmen. Die Fotoauflösung liegt bei nicht überragenden (aber noch vertretbaren) fünf Megapixeln und es können maximal drei Aufnahmen pro Sekunde gemacht werden. Im Videomodus müssen Sie sich mit 1080 Pixeln in der Horizontalen bei 30 fps (frames per second) im Format 16:9 begnügen. Dass dies nicht der letzte Stand der Technik ist, ist klar. Als Einstiegsmodell ist die weiße Edition jedoch durchaus geeignet und wird dem Outdoor-Sportler ohne Anspruch an Perfektion genügen. Immerhin 60 fps erreichen Sie, wenn Sie den Videomodus auf 720 Pixel beschränken. Auch die Restlichtverstärkung ist nur moderat. Deshalb ist diese Kamera gut geeignet für den Einsatz bei Tageslicht.

Für Outdoor- und Unterwassersport: Die GoPro Hero3 Silver Edition

Wenn Sie jedoch auch Ihre sportlichen Outdoor-Aktivitäten bei nachlassendem Licht oder unter Wasser festhalten wollen, dann müssen Sie mindestens auf das nächsthöhere Modell zugreifen. Das ist die „Silver Edition". Neben der verbesserten Restlichtverstärkung ist die Fotoauflösung mit 11 Megapixeln mehr als doppelt so hoch als bei der kleinen Schwester. Sie können so weitaus brillantere und detailreichere Momentaufnahmen - etwa bei einem Sprung beim Mountainbiking - machen. Mit bis zu 10 Aufnahmen pro Sekunde verdreifachen Sie den Wert für Fotoserien sogar. Dies ist besonders sinnvoll für alle Outdoor-Aktivisten, die wissen, wie schnell eine Sekunde vorbei ist. Denn eine größere Auswahl an Bildern erhöht selbstredend die Wahrscheinlichkeit der Darstellung des perfekten Moments. Im Videobereich ist die silberne Hero3 ebenfalls überlegen – jedoch nicht so drastisch wie im Fotografiemodus. Es werden keine höheren Auflösungen als beim Einsteigermodell geboten. Zumindest im WVGA–Format (16:9) ist die Anzahl der Frames mit 120 erfreulich groß und doppelt so hoch wie die maximale Frame-Anzahl bei der White Edition. Sie profitieren somit von flüssigeren Bildern in dieser Auflösung. Auch beherrscht dieses Modell schon die „Protune"-Technologie. Dies bedeutet, dass die Qualität der Videos höher ist und diese viel näher an den natürlichen Farben ist. Ermöglicht wird das durch die Unterbindung des Qualitätsverlusts durch die Video-Komprimierung. Wenn Sie zu den Nutzern gehören, die später die Aufnahmen mit einer Schnittsoftware nachbearbeiten, dann werden Sie den Protune-Modus zu schätzen wissen.

Klein, stark, schwarz - die GoPro Hero3 „Black Edition"

Das absolute High-End-Modell ist die „Black Edition" und lässt kaum mehr Wünsche offen. Professionelle Restlichtverstärkung, eine asphärische Glaslinse, satte 12 MP Fotoauflösung und Video-Modi, die schon fast Kinoqualität haben, machen die Black Edition zum Zugpferd unter den Actioncams am Markt. Schon die Video-Modi 2.7K und 4K Cinema in den Formaten 17:9 und 16:9 sind im Bereich der Outdoor-Actioncams dieses Preissegments fast ein Alleinstellungsmerkmal. In diesen Formaten ist selbstverständlich die Bildwiederholrate mit maximal 30 fps nicht die höchste – ausgeglichen wird dies jedoch mit bis zu 240 fps im WVGA-Modus. Bei der Fotografie überzeugt die GoPro Hero3 mit bis zu 30 Fotos pro Sekunde und der Möglichkeit, während der Videoaufnahme Einzelbilder zu schießen. Das ist für Sie interessant, wenn Sie hochauflösende Fotos machen möchten, ohne die aktuell laufende Videoaufzeichnung zu unterbrechen. Somit sind die Zeiten vorbei, in denen Sie Einzelaufnahmen mühsam aus Videos mit der Bildbearbeitungssoftware isolieren mussten und die Bildqualität dann nicht mehr ausgereicht hat. Ebenso wie bei dem silbernen Modell im Mittelsegment müssen Sie auch bei der kleinen Schwarzen nicht auf Protune verzichten. Und auch in puncto Gewicht und Ausmaßen hat die GoPro Hero3 noch einmal nachgebessert. Um ein Viertel dünner und leichter ist das kleine Wunderwerk. Damit können Sie die Kamera nun noch komfortabler nutzen und dank der enormen Vielzahl an Halterungen auch auf kleinstem Raum unterbringen. Auch das mitgelieferte Zubehör ist beim Spitzenmodell vorbildlich und reichhaltig.

Und Action! So holen Sie alles aus der GoPro heraus

Ganz klassisch lassen sich die drei Modelle in die Einordnung „Amateur", „Fortgeschritten" und „Profi" aufteilen, ohne despektierlich zu wirken. Egal, wo Sie sich selbst sehen – eine GoPro ist eine Actioncam die nach draußen will. Sie ist nichts für Fotografen, die das Stillleben mögen. Ihre GoPro Hero3 will am Fahrradlenker, am Helm beim Fallschirmspringen, am Surfbrett oder am Brustgurt befestigt werden. Wenn Sie sich für einen Videomodus oder eine Fotoauflösung entschieden haben, kann es losgehen. Die einfache, sprachbasierte Menüsteuerung ist bei allen Modellen intuitiv und selbsterklärend. Deshalb werden Sie keine Probleme haben, im Außeneinsatz einmal in einen anderen Modus zu schalten, wenn Sie einmal mit dem System vertraut sind. Wichtig ist, dass Sie die Kamera wirklich gut befestigen. Je nach Einsatzgebiet stehen Ihnen dafür die unterschiedlichsten Halterungen zur Verfügung.
Neben verschiedenen Kopfhalterungen für belüftete und unbelüftete Helme, werden Brustgurte, Handgelenkbefestigungen und differente Befestigungen unter anderem für Lenkstangen, Surfstangen und sogar Überrollbügel an Autos angeboten. Nachdem Sie die GoPro Hero3 am Körper oder Fahrzeug befestigt haben und den richtigen Modus gewählt haben, kann es losgehen. Empfehlenswert ist die Nutzung der Schnellstartfunktion. Sobald der Ein/Aus-Schalter betätigt wird, zeichnet die Kamera auf. Bei allen drei Modellen ist die WiFi-Funktionalität integriert. Gemeinsam mit der GoPro-App können so die Bilder live empfangen und weiter verbreitet werden. In Zeiten der sozialen Medien können Sie nahezu in Echtzeit Bilder und Videos auf Facebook & Co hochladen. Vorbildlich ist hier, dass die App für Apple, Android und das Windows-Phone erhältlich ist. Das Spitzenmodell kommt mit einer Fernbedienung – der „WiFi Remote". Spielend einfach können Sie die Kamera etwa am Helm Ihres Freundes steuern. Die Investition in das Spitzenmodell ist also durchaus lohnenswert. Denn neben der Wifi-Remote sind weitere Halterungen und ein 3-Wege-Schwenkarm enthalten.

Zu Lande, zu Wasser, in der Luft: die GoPro fühlt sich überall wohl

Mit einer GoPro Actioncam sind Sie quasi bei allen Konditionen bestens gerüstet, um Ihre Aktivitäten aufzunehmen. Schon die Vorgängermodelle der Hero3 waren stoßfest, wasserdicht und extrem robust, wenn es darauf ankam. Wenn die Landung mit dem Mountainbike einmal härter ist als erwartet, machen Sie sich keine Sorgen. Die GoPro steckt das locker weg. Ebenso gilt das für harsche Windverhältnisse beim Surfen oder Fallschirmspringen. Und auch unter Wasser kann die Outdoor-Kamera durchaus überzeugen. Alle drei Modelle aus der GoPro Hero3–Reihe können Sie getrost bis zu 60 Meter Wassertiefe nutzen, ohne dass sie durch den Druck schaden nehmen.
Doch nicht nur die Kamera soll sich im Außeneinsatz wohlfühlen und alles mitmachen können. Wichtig ist, dass Sie als aktiver Outdoor-Sportler sich nicht behindert fühlen. Sie benötigen Ihre Hände, um reaktionsschnell zugreifen und agieren zu können. Vorbei sind die Zeiten, in der Sie die Kamera halten mussten. Sämtliche schon erwähnten Befestigungen und Halterungen sind erprobt und zuverlässig. Wenn Sie die mitgelieferten Montagehinweise beherzigen, dann wird sich die GoPro Hero3 nicht lösen. Trotz der einfachen und intuitiven Benutzeroberfläche empfiehlt es sich, dass Sie sich mit der gleichfalls einfach gehaltenen Bedienungsanleitung vertraut machen. Das erspart Ihnen, während Ihrer Aktivitäten die richtige Einstellung zu suchen. Als Speicherelemente kommen Micro-SD-Karten mit bis zu 64 GB zum Einsatz.
Aufgrund der erforderlichen hohen Speichergeschwindigkeit ist SD-Klasse 4 Pflicht, die SD-Klasse 10 jedoch empfohlen und beim Spitzenmodell sogar Bedingung. Dies ist besonders wichtig für die Möglichkeit der Burst-Aufnahmen. Mit handelsüblicher Bild- und Videobearbeitungssoftware können Sie Ihre Ergebnisse dann am heimischen Computer bearbeiten. Als Systemvoraussetzungen gibt der Hersteller Mac OS X 10.5 und höher sowie Windows 7 und höher an. Zum Betrachten Ihrer Ergebnisse reicht selbstverständlich eine beliebige Videoausgabequelle wie ein (HD-)Fernseher vollkommen aus.

Sie werden sich mit einer GoPro Actioncam schnell anfreunden können, denn die Bedienung ist einfach und für Jedermann verständlich gehalten, die technische Ausstattung ist solide und beim Spitzenmodell sogar hochklassig – zu wirklich vertretbaren Preisen. Somit steht spektakulären Aufnahmen Ihrer actionreichen Aktivitäten nichts mehr entgegen.

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