Acrylharz-Lack versus Alkydharz-Lack

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Acrylharz-Lacke


Lacke mit Acrylharzen als Bindemittel, auf Lösemittelbasis

 

Kennzeichen:

    * Vor allem in 2-Komponenten (2K) MS/HS Decklacken und Klarlacken verwendet. Mit MS/HS Härtern wird Vernetzung des Harzes angestossen, das als Kettenreaktion dann zu einer kompletten Durchhärtung führt. Kann durch Wärmezuführung (60° Objekttemperatur) stark beschleunigt werden (Trockenkabine).
    * Schnelle Trocknung (staubtrocken je nach Härter und Temperatur nach 10-20 min, klebefrei nach 15-20 min).
    * Kann jederzeit mit sich selbst und nach Durchhärtung mit anderen Lacktechnologien überlackiert werden (nach Aushärtung muß allerdings nochmals angeschliffen werden um optimale Haftung zu gewährleisten).
    * Hohe Beständigkeit gegen mechanische Belastung wie Kratzer (z.B. auch Waschanlage), Bewegungen des Untergrundes, Stösse etc.
    * Guter Korrosionsschutz (abhängig von ordentlicher Reinigung des Untergrundes und von der verwendeten Grundierung).
    * Gute Beständigkeit gegen Reinigungsmittel, Kraftstoffe, Vogelkot, begrenzt gegen Säure etc.
      Tipp: bei Aufquellen durch Kraftstoff nicht abwischen, sondern ca. 24. Std. abwarten. Meist regeniert sich der Lack wieder (Kraftstoff verdunstet wieder aus dem Lack)
    * Sehr gute Wetter-  und Vergilbungsfestigkeit sowie UV-Schutz (insbesondere Klarlacke)
    * Bindemittel bleibt farbneutral.

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Alkydharz-Lacke


Lacke mit Alkydharzen (Kunstharz) als Bindemittel, auf Lösemittelbasis

 

Kennzeichen:

    * 1-Komponenten (1K) Lacke, die ohne Zugabe von Härter relativ langsam an der Luft trocknen.
    * Vorteil der langsamen Trocknung: es können auch sehr große Flächen lackiert werden, ohne dass der Lack vorher „zumacht“ und die Übergänge sichtbar bleiben. Vor allem im Lkw-Bereich eingesetzt.
    * In der Autoserie bis etwa mitte der 70er Jahre eingesetzt, danach durch Acrylharze abgelöst.
    * Kunstharz-Lacke sind vielseitig einsetzbar, auf Metall, Holz, Kunststoffen, Glas etc.
    * Relativ schlechter UV-Schutz (siehe rote Golf I aus den 70er Jahren)
    * Hoher Glanzgrad, der allerdings nicht so witterungsbeständig ist wie bei Acryllacken.
    * Niedriger Preis
    * Farbfestigkeit, mechanischer Schutz, Witterungsbeständigkeit etc. deutlich schlechter als bei Acrylharzen.
    * Nicht Kraftstoff-resistent
    * Insgesamt für die Lackierung von Pkw nicht zu empfehlen, es sei denn, man will eine Restauration möglichst originalgetreu durchführen.

 

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