Achtung, bissig! Fleischfressende Pflanzen bei eBay entdecken

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Achtung, bissig! Fleischfressende Pflanzen bei eBay entdecken

Fleischfressende Pflanzen sind natürlich keineswegs blutrünstige und gefährliche Ungeheuer. Vielmehr bestechen Sie durch ihr exotisches Aussehen. Sie verleihen jeder Umgebung eine exklusive Note und halten die Wohnung ganz nebenbei frei von lästigen Fluginsekten. Die Pflege dieser besonderen Pflanzen unterscheidet sich dabei kaum von „normalen“ Blumen und bedeutet zumeist auch keinen nennenswert großen Aufwand.

Exotische Pflanzen – Nicht nur Expertensache

Schon seit einiger Zeit sind ungewöhnliche Pflanzen aus anderen Regionen der Welt in unseren Breitengraden keine Unbekannten mehr. In Zoos und botanischen Gärten können sie, zusammen mit bunten Vögeln, beeindruckenden Insekten und fremdländischen Säugetieren, bewundert werden. Doch um exotische Pflanzen betrachten zu können, muss kein großer Aufwand betrieben werden, denn mit ein wenig zusätzlichem Wissen und der Freude an lebenden Blumen können fleischfressende Pflanzen problemlos daheim wachsen. Außerdem ist es nicht besonders schwierig, solche Pflanzen zu beziehen. Während früher der Kauf hierzulande nur über gut organisierte Fachhändler mit entsprechenden Kontakten möglich war, sind fleischfressende Pflanzen mittlerweile problemlos und zu adäquaten Preisen erhältlich. Damit steht der Freude am Umgang mit exotischen Blumen also nichts mehr im Weg.

Im Vorfeld ist es empfehlenswert, sich mit dieser Pflanzengattung vertraut zu machen. Genauso wie jede andere Pflanzenart gedeihen fleischfressende Pflanzen dann besonders gut, wenn sie in einer klimatisch ansprechenden Umgebung stehen und möglichst sachgemäß versorgt werden. Anhand von Fachbüchern können sowohl Einsteiger als auch Profis entsprechendes Wissen zu diesen und ähnlich zu pflegenden Pflanzen erhalten. Dabei sollten Sie allerdings keine Scheu vor den exotischen Pflanzen haben, denn schließlich handelt es sich um erstaunliche Überlebenskünstler, deren besondere Fähigkeiten zu dem einzigartigen Erscheinungsbild geführt haben. Das macht diese grünen Mitbewohner zu sehr interessanten Objekten, deren Pflege mit außergewöhnlichen Farben, Formen und Düften belohnt wird.

Der Einstieg in ein neues Hobby

Wer sich gern und intensiv mit der Pflege von Blumen beschäftigt, wird wissen, dass verschiedene Pflanzen auch ganz unterschiedliche Ansprüche und Bedürfnisse haben. Deshalb sollte vor der Anschaffung einer neuen Pflanze, insbesondere einer fleischfressenden Pflanze, entsprechendes Equipment besorgt werden. Damit die neuen Pflanzen sofort mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden, ist eine spezielle Pflanzenerde ratsam. Diese sorgt dafür, dass die Blumen nach dem Umtopfen direkt eine gute Grundlage zum Wurzeln erhalten. Außerdem erspart hochwertige Erde übermäßiges Düngen, was den Pflanzen nach ihrem Umzug deutlich weniger Stress zumutet. Obwohl fleischfressende Pflanzen in der Regel sehr wenige Ansprüche an ihren Pflanzgrund stellen, empfehlen Experten trotzdem den Gebrauch hochwertiger Erde. Darüber hinaus bieten spezielle Dünger alle wichtigen Nährstoffe und verhelfen dabei sowohl Keimlingen als auch ausgewachsenen Pflanzen zu einem kräftigen Wachstum.

Die Herausforderung für Pflanzenprofis

Zugegeben, eine Pflanze fix und fertig im Topf zu kaufen und daheim aufzustellen, ist praktisch und einfach, aber eine Blume als Zwiebel zu erhalten und ihren Wachstumsprozess zu beobachten ist eine umso spannendere Sache. Deshalb können versierte Pflanzenprofis auch Zwiebeln dieser erstaunlichen Blumen erhalten. Das bedeutet, dass die eigene fleischfressende Pflanze sozusagen als Keimling erworben und vorbereitet wird. Nach dem Keimen wird der Spross mitsamt der Zwiebel umgesetzt. Somit entsteht ein aufregender Prozess, der den gesamten Lebenszyklus der Blume umfasst. Sicherlich kann dies auch für Kinder eine interessante Tätigkeit sein.

Insgesamt sollte nicht vergessen werden, dass fleischfressende Pflanzen auch wunderbar im Freien gezogen werden können. Nicht alle Exemplare sind sensibel und empfindlich, so dass sie hierzulande lediglich im Haus überleben können. Spezielle Sorten können problemlos unseren nasskalten Winter überleben und werden damit zum Hingucker im eigenen Garten. Neben heimischen Pflanzen und Sträuchern platziert, können fleischfressende Pflanzen deshalb mit ihrer hübschen Erscheinung auffallen. Das macht diese fremdartigen Blumen zu idealen Bodendeckern, nicht nur in Ziergärten und in der Nähe von Terrassen, sondern auch im Bereich von Gartenteichen und Bachläufen.

Eine fleischfressende Pflanze beweist Individualität

Diese Exoten sind eine spannende und abwechslungsreiche Alternative zu heimischen Blumen, die sowohl innerhalb der eigenen Wohnung, aber auch im eigenen Garten hervorragend wachsen können.

Vorbereitungen zum Kauf von fleischfressenden Pflanzen

Grundsätzlich bedeutet die Anschaffung einer exotischen Pflanze keinen gravierenden Unterschied im Vergleich zu herkömmlichen Pflanzen. Jedes Gewächs benötigt, neben einem angemessenen Platz, auch die entsprechende Pflege, um auf lange Sicht überleben zu können. Demnach sollte jede Pflanze so ausgewählt werden, dass ihre Bedürfnisse zu den örtlichen Gegebenheiten passen und deren Pflege gewährleistet werden kann.

Anschaffung einer fleischfressenden Pflanze

Detail

Anmerkungen

Fleischfressende Pflanzen

Damit fleischfressende Pflanzen optimal gedeihen, benötigen sie entsprechende Pflege und Ausstattung

Blumenerde

Hochwertiges Substrat bietet den Pflanzen einen perfekten Nährboden und sichert die anfängliche Versorgung

Dünger

Sichert nach dem Auslaugen des Substrats die Nährstoffversorgung der Pflanzen anhand speziell abgestimmter Inhalte

Fachbücher

Dienen zur Orientierung und Ersten Hilfe bei Fragen und Problemen

Zwiebeln und Samen

Ermöglichen die Aufzucht der Pflanzen von Anfang an

Sorte

Entsprechend des Bestimmungsortes sollte die Auswahl der Pflanzensorte stattfinden

Der Klassiker – Die Venusfliegenfalle

Bekannt aus gängigen Filmen und anderen Medien kann diese Gattung der fleischfressenden Pflanzen, zumindest vom Namen her, wohl als besonders bekannt bezeichnet werden. Das Aussehen der Venusfliegenfalle steht charakteristisch für alle Sorten ihrer Art, obwohl andere Pflanzen sich optisch deutlich von ihr unterscheiden. Es handelt sich dabei um eine Blume, die vorzugsweise flach am Boden wächst. Ihre Fangblätter unterscheiden sich nur durch ihre Färbung und die langen Zinken an den Rändern von ihren Blättern. Sie sitzen am Ende eines einzelnen Blattes und erinnern an aufgerissene Mäuler mit spitzen Zähnen.

Die Blüten sind klein und besitzen fünf Blütenblätter, die im Frühjahr erscheinen, nachdem die Blütenstengel über die Fangblätter hinaus ausgetrieben sind. Die Dionaea Muscipula kann, ähnlich wie heimische Bodenpflanzen, ohne Schwierigkeiten im Garten gepflanzt werden. Dabei beeindruckt sie durch ihre außergewöhnliche Nahrungsaufnahme, denn ihre Fangblätter umgreifen eindringende Insekten innerhalb von bis zu 100 Millisekunden. Die Wurzeln werden lediglich zur Wasseraufnahme benötigt, während alle anderen Nährstoffe durch kleine Lebewesen aufgenommen werden.

Die zahlreichen Varianten des Sonnentaus

Diese Familie der fleischfressenden Pflanze gehört zu den größten ihrer Art und umfasst mehr als 200 Arten. Der Name dieser ungewöhnlichen Pflanze rührt dabei von ihrem Aussehen her. Der Sonnentau besitzt lange, aufrecht wachsende Blätter, an deren Enden sich Drüsententakel befinden. Allerdings unterscheiden sich die verschiedenen Arten in Form, Farbe und Größe deutlich und auch ihre bevorzugten Lebensräume sind sehr verschieden. Diese fleischfressenden Pflanzen können zum großen Teil mühelos im Freien wachsen.

Besonders hervorzuheben ist bei diesen Pflanzen, dass sie mehrjährig sind und recht lange leben können. Zur Gattung der Drosera gehören dabei zahlreiche Vertreter, die sich hierzulande als Zierpflanzen eignen können. Die beliebtesten Sorten besitzen lange, dünne Blätter, die in bewegliche Tentakel enden. Die Spitzen dieser Tentakel erinnern an Stecknadelköpfe und sondern ein klebriges Sekret ab, an dem unachtsame Insekten kleben bleiben. Da sie nur auf diesem Weg ihre Nährstoffe beziehen, können sie auch in recht unwirtlichen Gegenden überleben.

Außergewöhnlich schön – Die Kannenpflanze

Auch bei dieser fleischfressenden Pflanze fällt auf, dass ihr Name eine direkte Verbindung zu ihrem Aussehen, beziehungsweise eine beschönigende Bezeichnung ihrer tödlichen Anmut beinhaltet, denn die Kannenpflanze besitzt einen vergleichsweise großen Trichter, der zur Aufnahme von Beutetieren dient. Im Gegensatz zu den vorher genannten Blumen kann diese allerdings nur in einem warmen und möglichst feuchten Klima überleben, denn es handelt sich ursprünglich um ein tropisches Gewächs.

Ihre Jagd erfolgt absolut passiv und das bedeutet, dass Insekten in ihre mit eine sauren Verdauungsflüssigkeit gefüllten Kanne stürzen, dort ertrinken und recht zügig zersetzt werden. Die Gattung der Nepenthes besitzt zahlreiche Erscheinungsformen, wobei die Kannen der größten Exemplare bis zu 50 Zentimeter lang werden können. Trotz ihrer Beliebtheit als Zimmerpflanze sind einige der tropischen Arten vom Aussterben bedroht.

Bitte nicht verwechseln – Die Schlauchpflanze

Leicht zur verwechseln mit der Kannenpflanze handelt es sich bei dieser Blume jedoch um eine gänzlich andere Gattung. Ursprünglich stammt sie aus Nordamerika, wobei sie häufig in Kanada und dem Osten der USA zu finden ist, doch auch in Europa hat die Schlauchpflanze im Freien überlebensfähige Formen durch Ansalbung entwickeln können. Sie benötigt klimatisch deutlich unterschiedliche Jahreszeitenwechsel und bevorzugt gemäßigt warme Regionen, wobei der Untergrund ständig feucht sein muss.

Die Jagdtechnik erfolgt ähnlich wie bei der Kannenpflanze, doch die Sarracenia sind krautige Pflanzen, die lediglich am Boden wachsen und sich durch unterirdische Rhizome verbreiten. Außerdem sind nährstoffreiche Gründe kein Problem für sie, wobei diese Pflanzen jedoch dauerhaft sonnige Standorte benötigen.

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