Achtung beim Verkauf (von Artikel)

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Achtung beim Verkauf von mehreren Artikel

Au ja, sie haben mal wieder ein Schnäppchen entdeckt und  möchten es gewinnbringend verkaufen, oder misten mal wieder etwas Ihr Zuhause aus… da kommen schnell mal mehr als 10 Artikel von einer Marke zusammen.

Das Verkaufen als Privatperson über Ebay ist stets sehr verlockend, da man sehr viel mehr Freiheiten genießt als ein gewerblicher Händler. So dürfen gewerbliche Händler gegenüber privaten Käufern die Gewährleistungsrechte nicht ausschließen, müssen ein Widerrufsrecht gewähren, tragen das Versandrisiko und sind verpflichtet, auf zahlreiche Rechte und Pflichten hinzuweisen.

Problematisch ist die Abgrenzung zwischen Privatpersonen (Verbraucher) und gewerblichen Händlern (Unternehmer), da die Abgrenzung oftmals nicht eindeutig möglich ist. Häufig kommt es daher vor, dass Privatpersonen Dinge über Ebay anbieten, aber aus rechtlicher Sicht als gewerbliche Händler zu bewerten sind.


Abgrenzung

Ein Verbraucher ist derjenige, der eine Sache für „private Zwecke“ und nicht für seine gewerbliche oder selbstständige Berufsausübung kauft oder verkauft. Jedoch werden Privatpersonen zu Unternehmern, wenn sie mit dem Verkauf von Sachen über Ebay einen gewissen Nebenverdienst erzielen wollen. Maßgeblich für die Beurteilung ist allein der Zweck des Verkaufs. Daher hat die Rechtsprechung allgemeine Kriterien entwickelt, die auf eine unternehmerische Tätigkeit schließen lassen:

•    eine große Anzahl an Verkäufen innerhalb eines bestimmten, meist sehr kurzen Zeitraumes,
      so beispielsweise 25 Bewertungen innerhalb von zwei  Monaten, beziehungsweise 40 Bewertungen
      innerhalb eines Quartals
•    wiederholtes Anbieten von gleichartiger Ware. Beispiel: immer wieder werden DVD-Recorder verkauft.
•    mehrmaliges Verkaufen von Neuware
•    viele gleichzeitige Auktionen
•    Powerseller-Status
•    Formulierungen wie: „wir“ oder „unsere Kundschaft“
•    eigene AGB


Sollte bereits eines dieser Kriterien bei einem Verkauf vorliegen, kann der Verkäufer als Unternehmer eingestuft werden. Dabei ist es völlig irrelevant, ob sich der Verkäufer bei Ebay als Privatperson angemeldet hat oder auf sonstige Weise den Verkauf als ausdrücklich „privat“ bezeichnet.


Folgen

Teure Abmahnungen von anderen Händlern oder von Interessenverbänden, wie beispielsweise den Verbraucherzentralen, können die Folge sein. Solche Abmahnungen verursachen nicht selten Kosten über 1000 Euro.


Also Vorsicht beim über schnellen Verkauf!

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