Acer Palmatum Haltung und Pflege

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Japanische Ahorne (Acer) allgemeine Haltung und Pflege
Standorte:
Die aufrechtwachsende Acer Palmatum Sorten erreichen im Laufe von 50 Jahre je nach Boden und Standort eine Höhe von 8 – 9 Meter.Sorten der Dissectum-Gruppe werden jedoch nicht höher als 5 Meter, der Durchschnitt liegt bei ca. 3 Meter.Diese gehören zu der Kategorie der großen Sträucher.Die grünlaubigen  (Acer palmatum Dissectum) Varianten und Sorten vertragen volle Sonne.Bei großer Hitze bekommen diese im Spätsommer jedoch unter Umständen einen leichten Sonnenbrand. Um dieses zu vermeiden sollte die Pflanze an einen Standort gepflanzt werden, der am Nachmittag schattig ist.Panaschierte (z.B. mehre Farben in einem Blatt) Sorten (Acer palmatum Oridono Nishiki)brauchen in Gebieten mit heißem Klima Halbschatten oder zumindest Schutz vor der Nachmittagsonne.Bei einem schattigen Standort bleiben die Blätter eher grün.Die rotlaubigen Sorten der Palmatum und Dissectum-Gruppe (Acer palmatum Dissectum Garnet) mögen etwas Schatten.Diese müssen aber einige Stunden intensive Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, da sich sonst nicht die typische tiefrote Laubfärbung entwickelt.Beachtet man dieses nicht, kann bei zuviel heißer, direkter Sonneneinstrahlung das Laub eine stärke Bronzefährbung entwickeln.Im Schatten gepflanzt  wird das Laub eine grünliche Farbe annehmen.
Pflanzung und Pflege:
Besondere Freude an japanischen Ahornen haben Sie, wenn diese an Stellen gepflanzt werden, an den sie auffallen und die interessanten Farbeffekte voll zur Geltung kommen.Acer können im Garten oder in Kübeln gepflanzt werden.Wer sehr kalkhaltigen Boden hat, sollte Ahorne in Gefäße pflanzen, da diese den Boden nicht vertragen.Im Garten gepflanzt vertragen sich die Ahorne mit den meisten anderen Pflanzen, weil die Wurzel kein Konkurrenz darstellen. Sie sollten für Wasserabfluss an den Wurzel sorgen, da Acer keine nassen Füße mögen. Eine Vulkanähnlich Pflanzung ist die bessere Lösung. Das heißt die Pflanze ein Stück (nur einige cm) aus der Erde stehen lassen und den Boden zur Pflanze aufschütten.Das Gegenteil von einer Kuhlepflanzung bei der das Wasser zur Pflanze hin läuft.Durch regelmäßiges gießen kann man dafür Sorgen, das die flachen Faserwurzeln nicht zu tief in die Erde wachsen.Bei trockenen Gebieten mit wenig Feuchtigkeit verlangsamt sich das Wachstum.Der Boden sollte einen pH-Wert von 8 nicht überschreiten, dann gehen Sie ein.Bei zu hohem pH-Wert muss dieser mit einem sauren Substrat angereichert werden.Japanische Ahorne vertragen Temperaturen bis -18°C, wenn sie gut gemulcht (mehre cm)sind und den Wurzeln damit genügend Schutz zugeben.Der Obere Teil der Pflanze, verträgt ob im Freien oder im Topf Temperaturen unter -18°C.Nur bei extrem kalten Wintern ist ein Schutz der oberen Pflanze vor kalten Winden nötig.Diese sind in Deutschland nur sehr sehr selten.Bei Kübelpflanzung ist zu beachten das der Boden gut dräniert ist, da japanische Ahorne keine stauende Nässe vertragen und die Pflanzen müssen Regelmäßig gegossen werden.Ein Behälter trocknet schneller aus.Große Acer Arten  sollten im Sommer einwenig geschnitten und geformt werden  wenn diese auf einer Veranda  stehen. Wegen den Flachwurzeln passen die Ahorne in Pflanzegefäße aller Größen und kommen mit dem begrenzten Raum gut zurecht.Das Substrat sollte nicht stark verdichtet sondern Wasserhaltend sein.Kenner nehmen 90% Douglasienrinde, Sand (für das Gewicht) und einwenig Perlite.Als Behälter werden dabei Zedernholzkübel genutzt.Handelsübliche Topfpflanzensubstrate in einer Mischung aus Lehm und einem hohen Anteil an Koniferenrinde reichen meistens.Auch mit den im Handel erhältlichen Langzeitdüngern sind für gleichmäßige Düngung in Pflanzgefäßen ausreichend.Bei der Kübelpflanzung liegt die kritische Temperatur bei -10°C an der Wurzel, darunter werden diese zerstört.Im Winter muss man den gesamten Pflanzenbehälter für den niedrigen Temperaturen schützen.Große Keramikbehälter die nicht einfach an eine geschützte Stelle zu rücken sind, hüllen sie mit dünnem Schaumstoff ein und wickeln außenherum Schichten aus Sackleinen. Kleine Gefäße stellen sie in mit Sägemehl oder Mulchmaterial gefüllten Kästen.
Eine Mulchschitt von 5 – 13 cm über den Rand des Behälters hinausragend schützt die Wurzel von oben, so das nur der obere Teil der Pflanze frei liegt.Der Obere Teil der Pflanze, verträgt ob im Freien oder im Topf Temperaturen unter -18°C.
Bei Bonsai-Haltung für die alle Acer Sorten sehr gut geeignet sind, fragen sie bei Gärtnereien, Baumschulen oder Kenner diese Pflanzenhaltung nach.
Die Feuchtigkeitszufuhr muss stets konstant sein – gleichgültig, ob sie  groß oder gering ist,ob jeden zweiten oder dritten Tag.Die japanischen Ahorne kommen mit beidem zurecht, es muss nur regelmäßig sein.Die durchschnittliche Wassermenge die anderen Gartensträuchern gegeben wird, ist völlig ausreichend.Wechselnde Bewässerung (z.B. sehr trocken zu sehr feucht) kann dazu führen, das im Sommer das Laub abfällt oder braune Flecken bekommen. Die gleichen Anzeichen enstehen ebenfalls bei den Roten-Ahorn-Sorten, wenn diese wären der Zeit die sie in der Sonne stehen von oben benäst werden, durch Rasenspränger o.ä. Die Blätter verbrennen durch die Wassertropfen. Diese Ahorne sollten in der Mittagszeit von unter gegossen werden. Später im Schatten vertragen sie wieder das Wasser von Oben.Sollten wegen extremer Trockenheit alle Blätter im Sommer abfallen, muss der Baum so gründlich bewässert werden, so das der tiefste Wurzelbereich mit Wasser versorgt wird.Wenn der Baum nicht einen zu großen Schaden erlitten hat, ist es möglich das dieser im Spätsommer noch einmal austreibt.
Düngung:
Es ist wichtig den Pflanzen genügend Nährstoffe zuzuführen (wenig Düngen) aber eine Überdüngung kann Probleme mit sich bringen. Diese gilt auch bei Sticksroffdüngung.Die Laubfarben verblassen, das gilt vor allem für panaschierte Sorten oder es entstehen Blattformen die anderen Arten ähnlich sind.Es können bei Zwergahorne atypische Formen und Größen entstehen.Bei Kübelpflanzen ist die Düngung wie oben beschrieben etwas leichter.
Schädlinge:
Wir empfehlen kein spezielles chemisches Schädlingsbekämpfungsmittel.Im Rahmen der Sicherheit, Umweltbelastung und Forschungsergebnissen fragen sie einen erfahren Gärtner um Rat oder setzen sie sich bei Problemen mit dem für sie zuständige Pflanzenschutz- oder Landwirtschaftsamt in Verbindung.
Blattläuse:
Im Frühjahr können sie an den Spitzen der Triebe und jungen Blättern die überwinternden Blattlausarten in großen Mengen finden.
Ein normales Blattlausspray hilft meist aus um das Problem zu beseitigen bevor es zur Verkümmerung der Triebspitzen oder Verformung der Blätter kommt.
Selten kommt es im Frühsommer oder im zeitigen Herbst noch einmal zu einem Blattlausbefall. Dann würden sie Ausscheidungen der Blattläuse (Honigtau)unschöne klebrige Spuren auf den Blättern hinterlassen.
Milben:
Eher selten und im allgemeinen während der Trockenheitsperiode.Die Blätter vertrocknen sehr rasch, welches ähnlich bei Wassermangel ist.
Milbenbekämpfungsmittel sind im Handel erhältlich.
Raupen (Lepidoptera)
Nachtfalter legen ihre Eier an dem Ahorn ab und die Nachtfalterraupen fressen die Blätter an.Einige Raupen spinnen sich in einem Kokon ein, rollen sich in die Blätter ein und fressen weiter. Sind kleine Flächen befallen, pflücken sie die Blätter mit der Hand ab.Bei einem größeren Befall müssen sie den Spray ein Netzmittel beimengen, damit es in innere des eingerollten Blattes eindringen kann.Bei einer Raupenplage werden alle Gartenpflanzen betroffen sein.Andere Insektenlarven ernähren sich von den Blattknospen. Sobald das Blatt aufgeht erscheinen Löcher. Wenn der Schaden auffällt sind die Schädlinge schon wieder verschwunden.
Käfer:
Borkenkäfer befallen in der Regel schon erkrankte Holzgewächse. Dieser legt ihre Eier an der Rinde ab und die Larven dringen durch kleine gebaute Gänge bis ins Kambium ein und scheiden dem Baum die Nährstoffzufuhr ab. Der Schaden entsteht im Sommer, ist meist erst im Nächsten Frühjahr zu erkennen wenn die befallenen Rindenteile abgestorben sind.Im zeitigen Frühjahr schlüpfen kleine Käfer aus der Rinde und legen neue Eier.
So entstehen viele kleine Löcher in der Rinde. Bei einem Befall scheiden sie die betroffenen Teile ab  und verbrennen diese bevor die Käfer schlüpfen.
Bekämpfen mit Spritzmitteln kommt meistens nicht in Frage. Der beste Schutz gegen einen Borkenkäferbefall ist es, die Pflanze in einem guten, gesunden Zustand halten.
Rüsselkäfer
Diese Tiere haben sich u.a. auf den Ahorn spezialisiert.Sie legen im Spätsommer ihre Eier ab. Sobald die Larven geschlüpft sind, kriechen diese in den Boden und fressen die Wurzel an. Bei mildem Klima fressen sie den Winter durch.Den größten Schaden werden bei Sämlingen angerichtet und Bonsais
Bei Große Pflanzen stellen die Larven keine große Bedrohung da.Völlig verhindern lässt sich das auftreten der Schädlinge auch durch den Einsatz Insektizide nicht.
Krankheiten:
Zweigsterben bis völliges Absterben des Baumes als Jungpflanze durch Pilzbefall z.B. Verticillium-Welke, Fusarium oder Botrytis.Die befallenen Teile abschneiden und verbrennen. Achten sie auf Hygiene.Die Verticillium-Welke wird durch verschmutzte Scheren, Sägen oder Veredelungsmesser von Baum zu Baum übertragen.Antharacnose, eine Blattkrankeit tritt meist bei warmen, feuchten Frühlingswetter auf.
Die Blätter bekommen rötliche – braunviolette Flecken. Häufig stirb das Blatt ab. Bekämpfung durch chemische Spritzmittel und sorgfältiges
Beschneiden der Bäume.Wurzelfäule tritt schon bei Sämlingen auf, dort dicht neben einander in Saatkisten usw. kann die sogenannte Umfallkrankheit auftreten.Diese Krankheit wird verschieden Pilze verursacht. Nährboden dafür ist:Zuviel Wasser, schlechter Wasserabzug, geringe Luftzirkulation im Boden und vielleicht zu wenig Licht. In einer Gärtnerei erhalten sie vielleicht ein chemisches Schädlingsbekämpfungsmittel was die Umfallkrankheit behebt, wenn diese noch nicht zu sehr ausgebreitet ist.Verbrennungen an Blättern und Zweigen haben die Ursachen in  heftigen Winden, große Hitze, intensive Sonneneinstrahlung, salzige Seewinde, Fröste im Frühjahr, Streusalz oder stark alkalischen Boden ebenso wie der übermäßigen Stickstoffdüngung. Bei rotlaubigen Arten entstehen auch Verbrennungen wenn die Blätter nass sind und die Pflanze in der prallen Sonne steht.Übermäßigen Gießen kann zur total Entlaubung führen, bei der die Pflanze für einen Sommer ihre Schönheit und Gesundheit einbüßt.Die völlige Gelbfärbung der Blätter nennt man Chlorose und diese ist auf die Zusammensetzung des Bodens zurück zu führen. Bei der Kalk-Chlorose besteht ein Mangel an mehreren Spurenelementen, dieses ist bei Böden mit einem hohen pH-Wert meist der Fall.Die Blätter färben sich an den Adern gelb, weil zu viele Alkalische Stoffe im Boden enthalten sind und das Eisen nicht mehr in einer für die Pflanze verwertbaren Form vorliegt.

 

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