Absoluter Kult - Motorräder von KTM

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Die Suche nach KTM-Motorrädern leicht gemacht a  data-cke-saved-name=_GoBack name=_GoBack  /a

Motorräder mit Geschichte sind eine ganz besondere Anschaffung, die oft über die reine Vernunftsentscheidung hinausgeht. Wer sich in die Fahrzeuge von KTM verguckt hat, den lassen die Liebhaberstücke nicht mehr los. Ob Moped, Motorrad oder Motocross-Rad, bei dem Hersteller aus Österreich findet der geneigte Motorrad-Fan alles, was das Herz begehrt. Ein ganz besonderer Fakt: KTM ist der letzte noch produzierende Motorradhersteller Österreichs.

In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen aktuelle und alte berühmte Modelle von KTM vorstellen. So finden Sie schnell das passende Motorrad für ihre Zwecke. Zuvor möchten wir Ihnen jedoch die Geschichte von KTM näherbringen. Hier können alles erfahren, was KTM-Bikes so erfolgreich und einzigartig macht.

Was Sie sich vor dem Kauf überlegen sollten

Das richtige KTM-Motorrad für sich zu finden, ist eine Aufgabe, für die Sie sich etwas mit sich selbst beschäftigen sollen. Vielleicht haben Sie die Marke aus praktischen Gründen gewählt, vielleicht aber auch, weil Sie die Modelle des Traditionsbetriebs schon seit Jahren interessieren. In jedem Falle sollte man sich als Interessent folgende Fragen stellen: Welche Größe sollte das Motorrad haben? Wird das Motorrad im Stadtverkehr genutzt oder sollen auch längere Touren damit gefahren werden? Ist das gewünschte Motorrad ein Liebhaberstück oder ein Gebrauchsgegenstand? Wir werden Ihnen die wichtigsten KTM-Modelle vorstellen, sodass es für Sie ein leichtes sein sollte, das richtige Modell für Ihre Zwecke auszuwählen.

KTM – das ist eine österreichische Marke mit Charakter

Ihren Anfang fand die Motorrad-Manufaktur im Jahre 1934 im oberösterreichischen Mattighofen. Hier gründete Hans Trunkenpolz eine Schlosserwerkstatt, die bereits 1937 mit dem Verkauf von Motorrädern begann. Mit einiger Erfahrung reifte der Gedanke, selbst ein Motorrad zu konstruieren. Dieser Gedanke wurde bereits 1952 mit dem ersten Prototypen umgesetzt. Dieser war mit einem 98 ccm Sachs-Motor aus dem Rotax-Werk ausgestattet. Die Kurzbezeichnung KTM war schon damals der Markenname der Motorräder und steht für Krafträder Trunkenpolz Mattighofen. Bereits 1954 gingen die Motorräder von KTM mit der Moser-KTM-100 in Serienproduktion.

Der Betrieb stellte dabei nahezu sämtliche Komponenten, wie zum Beispiel Bremsen und Kühler, aus eigener Produktion. Die Motoren wurden weiterhin von der Firma Rotax bezogen. Für Exportfahrzeuge, die meist in die Schweiz ausgeliefert wurden, wurden Motoren der Firma Fichtel&Sachs verwendet.

KTM auf der Siegerstraße

In den folgenden Jahren konnte das Unternehmen sowohl auf dem Verbraucher-Markt als auch im Motocross- und Rennsport viele Erfolge erzielen. Auf die einzelnen Modelle dieser Zeit wollen wir im nächsten Unterpunkt genauer eingehen. Im Jahre 1991 musste das bis dato familiengeführte Unternehmen Insolvenz anmelden. Doch die Banken, die die KTM AG nach dem Tod des Gründersohnes Erich Trunkenpolz verwalteten, gaben das Traditionsunternehmen nicht auf. Sie unterteilten das Unternehmen in vier eigenständige Unternehmen, die bis heute erfolgreich sind. Die vier Unternehmen sind:

  • KTM Sportmotorcycle AG
  • KTM Fahrrad GmbH
  • KTM Kühler GmbH
  • KTM Werkzeugbau GmbH (gehört mittlerweile wieder zu KTM Sportmotorcycle AG)

Von Motorrädern und Mopeds – die beliebtesten Oldtimer von KTM

In den 50er Jahren entwickelte KTM viele Motorräder für den Einsatz auf der Straße. Zu den bekanntesten Modellen zählen Tourist, Mustang und Tarzan. 1957 überraschte KTM den Markt mit einer Innovation: Mit Mecky wurde der erste Mopedroller der Weltöffentlichkeit vorgestellt.

Zu dieser Zeit begann KTM ebenfalls mit der Produktion von Rennmotorrädern für den Motorsport. Ein Segment, das die weitere Geschichte des Unternehmens bis heute prägt. Die 1959 erschienene KTM-125-rs-Apfelbeck wurde mit einem Motor des Ingenieurs Ludwig Apfelbeck ausgestattet und zählt auch heute noch zu den Liebhaberstücken der Marke.

1960 kam der beliebte Motorroller Ponny auf den Markt, zwei Jahre später wurde das Nachfolgemodell Ponny 2 als Roller und Moped mit Antritt veröffentlicht. Sie waren in unterschiedlicher Ausführung von 1,8 bis 4,3 PS erhältlich und erreichten Höchstgeschwindigkeiten von 40 km/h bis 69 km/h.

Zu Beginn der 1970er Jahre brachte KTM als erster Hersteller ein 50 Kubikzentimeter-Moped auf den markt, das eine Spitzengeschwindigkeit von 100 km/h erreichen konnte. In diesem Zeitraum konnte die Marke auch erste Erfolge im Motocross-Sport feiern. Gleich drei Modelle aus dieser Zeit gelten bis heute als Klassiker auf ihrem Gebiet. Dazu gehören neben dem 1973 erschienenen KTM-Penton auch das KTM-200-MC und das KTM-125-GS.

In den 1980er Jahren machten das 1985er Modell KTM-250-MX und das KTM-SOS-Racer von 1989 auf sich aufmerksam. Das Mofa- und Motorrollergeschäft lief mit einem Umsatz von jährlich umgerechnet 50 Millionen Euro ebenfalls bis in die frühen 1980er Jahre florierend. Dennoch musste die Herstellung der kleineren Maschinen 1988 komplett eingestellt werden. Nur drei später meldete das Unternehmen Insolvenz an.

Bevor wir Ihnen die neueren KTM-Modelle der neugegründeten KTM Sportmotorcycle Ag vorstellen, möchten wir Ihnen fünf praktische Einkaufstipps für den Kauf von Oldtimer-Modellen an die Hand geben.

5 schnelle Tipps: Darauf sollten Sie beim Kauf von Oldtimer Motorrädern von KTM achten

Sie haben es auf ein altes Rennmotorrad oder ein Tourenmodell abgesehen und haben Ihr Herz bereits verloren. Mit unseren fünf Tipps zum Kauf von gebrauchten KTM-Maschinen stellen Sie sicher, dass Sie einen guten Kauf tätigen, an dem Sie lange ihre Freude haben werden.

Tipp Nummer 1: Besonnen bleiben beim Oldtimer-Kauf

Gerade Oldtimer-Käufe sind oftmals eine Bauchentscheidung. Das ausgesuchte Modell gefällt und soll möglichst schnell in den eigenen Besitz übergehen. Doch gerade beim Kauf von älteren Modellen lohnt sich der Preisvergleich. Denn in Zeiten der steigenden Preise für Neufahrzeuge rückt der Traum von einem gebrauchten Oldtimer-Modell vielleicht schon in greifbare Nähe.

Tipp Nummer 2: Das H-Kennzeichen lohnt sich für Sie

Bei der Auswahl eines Oldtimer-Motorrads lohnt es sich, nach Modellen mit dem sogenannten H-Kennzeichen zu achten. Damit Motorräder dieses erhalten, müssen sie einen ganzen Katalog an Voraussetzungen erfüllen. Zunächst muss das Fahrzeug vor mehr als 30 Jahren zugelassen worden sein. Doch damit das Motorrad das begehrte H-Kennzeichen führen darf, müssen noch viele weitere Vorgaben eingehalten werden. Dafür muss das Fahrzeug einer staatlich anerkannten Prüfstelle vorgeführt werden, wo das Fahrzeug dann von einem Prüfungsingenieur inspiziert wird.

Ein historisches Motorrad erfüllt dann die Voraussetzungen für die H-Plakette, wenn es vor mindestens 30 Jahren erstmals in den Verkehr gekommen ist, weitestgehend dem Originalzustand entspricht und in einem guten Zustand ist. Es soll vom Fahrzeughalter aus historischem und technischem Interesse gepflegt und unterhalten werden, aber nicht in täglicher Benutzung sein.

Das H-Kennzeichen bescheinigt also, dass das Fahrzeug in einwandfreiem Zustand ist. Außerdem bietet es steuerliche Vorteile, zum Beispiel bei der Versicherung. Ob das für Sie eine Ersparnis bedeutet, hängt ganz von dem jeweiligen Modell ab.

Tipp Nummer 3: Checken Sie die Ersatzteillage – Technik und Spezialisten sollten vorhanden sein

 Beim Kauf eines Oldtimer-Motorrades sollten Sie frühzeitig checken, ob und in welchem Umfang Ersatzteile für das speziell das von Ihnen gewählte Modell vorhanden sind. Denn schließlich möchten Sie noch lange Freude an Ihrem Oldtimer haben, ohne dass ein einziges fehlendes Ersatzteil den Motorradtraum platzen lässt. Bei einer erfolgreichen Marke wie KTM sollte die Versorgung mit Ersatzteilen kein großes Problem darstellen. Suchen Sie auch gezielt nach KTM-Spezialisten in ihrer Nähe, die das Fahrzeug fachmännisch reparieren können und bei Problemen mit dem Motorrad schnell einspringen können.

Tipp Nummer 4: Den Wiederverkaufswert im Blick behalten

Wer sich ein Oldtimer-Motorrad kauft, sollte auch den Wiederverkaufswert im Blick haben. Bei Neuzulassungen beträgt der Wertverfall in den ersten drei Jahren über 30 Prozent. Bei einem gut gepflegten Oldtimer-Motorrad ist in vielen Fällen sogar eine Wertsteigerung möglich.

Tipp Nummer 5: Finden Sie den Mittelwert zwischen Liebhaberwert und Vernunftargumenten

Zugegeben, der Kauf eines Oldtimers ist oft eine Herzensangelegenheit. Nicht selten ist man bereits seit Jahren auf der Suche nach einem bestimmten Modell und ist dann, wenn es endlich gefunden ist, schnell das absolute Objekt der Begierde. Versuchen Sie dennoch auch praktische Argumente in die Kaufentscheidung miteinzubeziehen. Lässt sich das Motorrad wiederverkaufen? Ist es in einwandfreiem Zustand oder kann ohne Probleme wieder instand gesetzt werden? Alle diese Aspekte sollten bei aller Liebe zum Motorrad berücksichtigt werden.

Der Neuanfang: Aktuelle Sportmotorräder seit 1991

Bereits in den 1970er und 1980er Jahren konnte KTM im internationalen Geländesport große Erfolge erzielen. Der erste Weltmeisterschaftstitel für die Firma wurde von dem Russen Gennadi Moissejew im Jahre 1974 eingefahren. In dieser Klasse hat sich der moderne KTM Sportmotorcycles nach der Aufteilung des Unternehmens im Jahre 1991 weiterhin einen Namen gemacht. Heutzutage führt das Unternehmen in erster Linie spezielle Rennmotorräder für den Offroad-Einsatz, doch auch straßentaugliche Fahrzeuge stehen weiterhin auf der Agenda. Die derzeitig produzierten Modelle sind:

Neben Motorrädern produziert der Hersteller ebenfalls Rennwagen unter dem Namen X-Bow.

Unsere Tipps zum Schluss: Die Checkliste für den Kauf von gebrauchten Motorrädern

Wenn Sie sich für den Kauf einer sportlichen KTM-Maschine entschieden haben, gibt es einige Dinge, die Sie beim Besuch des Verkäufers dringend beachten sollten. Informieren Sie sich in Ratgebern wie diesen, Fachzeitschriften und bei Motorradklubs genauestens über das Modell und lassen Sie sich beraten, auf welche Aspekte Sie in dem speziellen Fall genauer gucken sollten. Am besten nehmen Sie zum Kauf eine zweite, fachkundige Person mit und wenden das Vieraugenprinzip an.

Hier haben wir die wichtigsten Checkpunkte für Sie aufgelistet, auf die Sie bei der neuen Maschine achten müssen:

  • Stimmt die Fahrgestellnummer mit dem Fahrzeugbrief überein?
  • Lässt sich der angezeigte Kilometerstand durch das Kundendienstheft, Reparaturrechnungen oder Prüfberichte der Hauptuntersuchung verifizieren?
  • Ist der technische Zustand einwandfrei? Dazu gehört die Inspektion der Reifen, Bremsen, der elektrischen Anlage und des Motors.
  • Wurden technische Veränderungen vorgenommen? Wenn ja, sind alle in den Papieren eingetragen?
  • Befindet sich das Fahrzeug weitestgehend im Originalzustand?

Nehmen Sie diese Checkliste mit zum Kauf des neuen Motorrades und gehen Sie sie systematisch durch. Generell sollten Sie nie auf eine Probefahrt verzichten, da sich viele Probleme erst im Betrieb bemerkbar machen.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden