Aboriginal Art - Didgeridoo Herstellung

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Didgeridoo Herstellung

Der Weg vom ausgehöhlten Stamm zum fertigen Didgeridoo

Ernte

Die "Ernte" ist der aufwendigste Part. Um einen geeigneten Stamm zu finden, der sich für dei Herstellung eines Didgeridoos eignet, Macht sch der Aboriginal Artist mit einer Axt auf den Weg in den Busch. Wenn er glaubt, einen geeigneten Baum gefunden zu haben versucht er mit Klopfen herauszufinden, ob es in dem Stamm eine Höhlung, hervorgerufen durch Termiten gibt. Bei einer entsprechenden Resonanz. Im nächsten Schritt kackt er unten eine Kerbe in den Stamm um herauszufinden, ob die Höhlung ausreichend ist. Ist sie es nicht, macht er sich weiter auf die Suche. Der Baum kann die Kerbe verkraften und wird weiter wachsen. Im Normalfall testet ein Aboriginal Artist so mindestens 20 - 30 Stämme, bevor er einen wirklich geeigneten gefunden hat.

Bearbeitung der Höhlung

Der erste Schritt nach der "Ernte" ist die Nachbearbeitung der Höhlung. Hier wird die Bodenöffnung erweitert und aus dem Stamminneren morsche und lose Teile entfernt. Das Erweitern der Bodenöffnung nimmt nach dem Trocknen die Spannung aus dem Holz und verhindert so ein Splittern und die Rissbildung. Nach der Bearbeitung wird durch heiße Luft, die durch das Didgeridoo geblasen wird, der Innenraum gereinigt und für die Endbehandlung vorbereitet.

Die so vorbereiteten Rohlinge werden dann mindestens 1 Jahr, besser aber 2 Jahre lagern um vollständig zu trocknen. Das ist notwendig, um ein Splittern nach der Nachbearbeitung zu verhindern.

Entfernen der Rinde

Der nächste Schritt ist, die Entfernung der Rinde. Dies geschieht in Handarbeit und unter Zuhilfenahme von Schnitt- und Schleif-Werkzeugen. In einem weiteren Arbeitsgang werden Astlöcher mit Wachs verschlossen. Viele Anbieter verwenden hier billige Materialien wie z.B. Spachtelmasse, die im Laufe der Zeit ihre Dichtungsfähigkeit verlieren und das Didgeridoo zum Spielen unbrauchbar machen.

Glätten der Oberfläche

Nach dem Entfernen der Rinde wird die Oberfläche der Didgeridoos geglättet. Traditionell wurde dafür von den Aboriginals Sand verwendet und in Hanbdarbeit, durch Schleifen die Glättung hervorgerufen. In der heutigen, modernen Zeit erfolgt die Glättung im ersten Schritt durch Schleifmaschinen. Für den Feinschliff wird aber bei jedem Didgeridoo noch "Hand" angelegt.

Didgeridoo fertig zur "künstlerischen Nachbearbeitung"

Das Didgeridoo ist nun fertig für die "künstlerische" Bearbeitung, das bedeutet fertig um bemalt, gebrannt und beschnitzt zu werden.

Carving und Branding

Nach dem Schnitzen wird das Didgeridoo "gebrannt". Darunter versteht man die Bearbeitung der Schnitzereien mit einem glühendem Stück Metall.

Das Schnitzen und Brennen ist der zeitaufwendigste Part in der Herstellung von Didgeridoos.

Endbearbeitung

Der letzte Schritt ist ist die Bemalung und die Lackierung der Digeridoos. Mehrere Lagen Lack werden benötigt, um  den Charakter und den Stil des Holzes darzustellen und um es vor dem Splittern zu schützen. Wenn dieser Schritt getan ist, ist das fertige Produkt da.

Ein Didgeridoo, gefertigt von der Natur (Eukalyptus und Ameisen) und dem Aboriginal Artist.
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