Ab 01. August 2010: Kostenfalle bei 0-Cent-Auktionen !!

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Ab dem 01. August 2010 heißt es bei den (eigentlich) kostenlosen Auktionen mit einem Startpreis von 1.- Euro aufpassen: sie sind jetzt kontingentiert, d. h. Sie können jetzt nicht mehr beliebig viele Auktionen kostenlos einstellen. Lesen Sie hier, was Sie tun können.

 

Die 0-Cent-Auktionen (von Ebay so genannt, da das Einstellen nichts kostet) sind ideal bei Artikeln, die entweder so begehrt sind, dass man sich keine Sorgen um eine angemessene Gebotshöhe machen muss (also kein hoher Startpreis notwendig ist, für den man bei Ebay teuer bezahlt) - oder die nur schwer verkäuflich sind und daher mehrmals wiedereingestellt werden müssen, bis man sie endlich für 1.- Euro los geworden ist (v. a. gebrauchte Bücher).

Tja, Ebay will Geld verdienen und die Einstellgebühren stellen bei den nichtgewerblichen Auktionen wohl die Haupteinnahmequelle dar (ab 0,25 Euro bei jedem Neustart einer Auktion) - und mit den 0-Cent-Auktionen verdient Ebay nur 8% vom Verkaufserlös (anstatt 25 Cent + 8%). Also wird ab 1. August eine "Spaßbremse" eingeführt:


Pro Monat sind nur noch 100 "0-Cent"-Auktionen (nicht Verkäufe!!) kostenlos! Ab der 101. werden dann jeweils 0,25 Euro fällig!!

100 klingt viel, ist es aber garnicht: Bei einer Laufzeit von 7 Tagen sind dies gerade mal 25 Gegenstände/Woche - bei Büchern, die Sie mehrmals wiedereinstellen müssen, kann das ganz schön zäh werden!
Und gerade bei Büchern geht deutlich mehr, wenn man eine Auktionsdauer von nur 3 Tagen wählt - man ist auf den Suchlisten weit oben und erzielt nachweislich mehr Verkäufe/Monat. Hier sind es dann sogar nur noch 10 Bücher, die ich pro 3-Tage-Turnus anbieten kann!

 

Die Kostenfallen:

  • Wer nicht mitzählt, kommt vielleicht unbemerkt über die magische Zahl 100 und fällt bei der nächsten Rechnung dann aus allen Wolken (Ebay schweigt sich bislang aus, ob der TurboLister die Gebühren richtig anzeigen wird - bei Sonderaktionen funktioniert er ja bekanntlich nicht!)
    Nachtrag (02.08.2010): Natürlich - er funktioniert nicht!! Es werden einem immer 0,25 Euro Einstellgebühr angezeigt - schon bei der ersten Auktion! Die "Gebühren berechnen"-Funktion kann man somit vergessen - welch eine technische Leistung von eBay!!
  • Bleibt das Galeriebild auch bei der 101. Auktion kostenlos?
  • Wer jetzt einfach ein neues, zusätzliches Ebay-Konto anlegt, tappt in die PayPal-Falle: Bis zum Erreichen von 50 Bewertungspunkten ist PayPal verpflichtend anzubieten!
  • Wer auf den Rat von Ebay hereinfällt, doch ein gewerbliches Konto zu eröffnen, wird vom Regen in die Traufe kommen: Gewerbeanmeldung, Widerrufsbelehrung, Rücknahmepflicht, Gewährleistung, PayPal-Pflicht ...!!

Also: WAS TUN??

Tipp 1: Ganz wichtig - machen Sie sich eine Monatsstrichliste!! Gerade beim Wiedereinstellen verliert man schnell den Überblick, wieviel Auktionen man in diesem Kalendermonat schon geschaltet hat.

Tipp 2: Verlagern Sie Ihre Angebote, die erfahrungsgemäß nur schleppend gehen und sehr geringe Erlöse bringen, auf andere Plattformen - z.B. hood, kleinanzeige.ebay (vormals kijiji) oder markt ((jeweils mit .de am Ende)) - hier kostet das Einstellen (egal zu welchem Preis) nichts und bei den beiden letzten können Sie sogar kostenlos viele Bilder hochladen. Diese Plattformen sind im Übrigen auch gut geeignet für Gegenstände, bei denen Sie nicht nur eine paar Euro erzielen möchten, Ihnen aber die Startgebühr und das Risiko des wiederholten Einstellens zu hoch sind.

Tipp 3: Wer schon mehrere Ebay-Konten hat - das Angebot auf diese verteilen. Vorraussetzung: Mindestens 50 Bewertungspunkte, ansonsten müssen Sie PayPal anbieten - und das kann so richtig Geld kosten!! (37 Cent Grundgebühr und 2% vom Gesamtpreis; versicherter Versand obligatorisch) - dagegen sind die 25 Cent Einstellgebühr fast "billig"!

Tipp 4 (Langzeitstrategie): Weiter Ebay-Konten anlegen (die Anzahl ist nicht limitiert) und auf diesen solange seine Käufe abwickeln, bis 50 Bewertungspunkte erreicht sind. (in Tipp 3 steht Näheres).

 

So, für heute soll's das gewesen sein. Aber Ebay wird sich bestimmt bald wieder etwas Neues einfallen lassen!

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