ASUS A8N-E - ein schnelles S939-Board mit nForce4 Ultra

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Ratgeber | Testbericht zum ASUS A8N-E

Wichtige technische Eckdaten:

  • Sockel 939 für alle AMD Athlon 64, Athlon FX und Athlon Dual-Core-Prozessoren
  • nForce4 Ultra Chipsatz (schneller als der nForce4 Chipsatz, SATA II Unterstützung, technisch wie nForce4 SLI, aber ohne die Multi-GPU-Unterstützung)
  • 4x SATA I oder II, 2x IDE, Diskette
  • 8 Kanal Audio Codec, optischer und coaxialer S/PDIF Ausgang
  • CPU VCore von 1.1 bis 1.55V einstellbar
  • Ram VDimm von 2.6 bis 3.0V einstellbar, viele Ram-Einstellungen - nur geringfügig weniger als die vergleichbaren DFI-Boards (Ultra D, Expert, etc.)
  • Chipsatz-Spannung nicht veränderbar
  • passiv gekühlte Spannungswandler
  • in der Revision 2.00 mit neuem, leiserem Chipsatzlüfter (siehe folgendes Bild):

Ich habe dieses Board nun schon eine geraume Zeit und bin damit sehr zufrieden. Das Board ist schnell und stabil (Es wird die BIOS-Version 1010 empfohlen!) und bietet die wichtigsten Einstellungen zum Übertakten. Ein FSB von 280MHz dürfte im Schnitt mit diesen Boards zu erreichen sein.

Beim Kauf eines solchen Boards in der Revision 1.xx sollte darauf geachtet werden, dass das Board nicht den sogenannten "1T-Bug" hat: Das bedeutet, der Arbeitsspeicher kann nicht mit 1T-Command-Rate betrieben werden, was vor allem bei AMD-Systemen einen ordentlichen Leistungsschub bedeutet. Also beim Kauf hier bei eBay am Besten den Verkäufer vorher fragen. Die Revision 2.00 ist frei von diesem Problem. Das selbe Problem kann auch bei den SLI-Versionen älterer Bauart auftreten.

Der Lieferumgfang ist ordentlich: Alle üblichen Flachbandkabel, 4 SATA-Kabel und SATA-Stromadapter ermöglichen die Volle Hardware-Bestückung. Schön an diesem Board ist auch die Möglichkeit, ältere Drucker über einen LPT-Port anzuschliessen. Zusätzlich ist ebenfalls ein Midi/Gameport für Audio-Geräte und eine serielle Schnittstelle vorhanden. Das ist für die meisten Benutzer nicht unbedingt wichtig - für Programmierer, "Musiker", etc. aber durchaus noch sinnvoll.

Die Kühlung des Chipsatzes ist bei allen Boards mit nForce4-Chipsatz laut, da der Chip layoutbedingt direkt unter der Grafikkarte sitzt und somit nur ein sehr kleiner Kühler zum Einsatz kommen kann - Abhilfe kann z.B. mit einem Produkt aus dem Hause Thermalright, dem HR-05 SLI, geschafft werden. Dieser ist seit neuestem auch in Deutschland, z.B. bei PC-Cooling erhältlich.

Fazit:

Mit dem Kauf eines A8N-E erwirbt man ein Board mit dem schnellsten Chipsatz für Athlons des Sockel 939, das durch seine Performance, alle grundlegenden Übertaktungsmöglichkeiten und Austattung glänzt. Einzig die er verbaute Audio-Lösung ruft in einigen Reviews negative Stimmen hervor- mir persönlich ist da nichts entsprechendes aufgefallen.

Ich betreibe dieses Board mit einem AMD Athlon 64 3700+ (San Diego) und 1GB Kingston HyperX Dual-Channel-Kit mit 255MHz FSB völlig problemlos und stabil. Mein erreichtes Maximum lag bei einem FSB von 285MHz.

Mit dem derzeitigen Neupreis von ca. 73,- Euro hat man eine sehr solide, schnelle und TCPA-freie Hauptplatine. Meine Empfehlung für moderate Übertakter.

Wer seine Hardware ans Limit führen will, sollte aber eher zum DFI Lanparty nf4 Ultra-D oder den entsprechenden SLI-Versionen greifen. Dieses stellen das Non-Plus-Ultra der S939-Boards dar. Allerdings sind die DFI Boards für Beginner NICHT zu empfehlen - ohne Wissen um zahlreiche Einstellungen wird man diese Boards als Einsteiger nur schwer ordentlich zum Laufen bekommen.

 

Bei weiteren Fragen auch zu anderer Hardware stehe ich unter w*w.effizienzgurus.de zur Verfügung.

Beste Grüße

dracoonpit

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