A2 Drucker/Plotter EPSON (Klappe die Zweite)

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Von degast bekommt man hier zu lesen, das der Epson Stylus Color 1520 kein echter A2-Drucker ist.

Das stimmt, er wurde aber auch von Epson nie als A2-Drucker beworben, sondern lediglich als Drucker für A3+ mit der Option auf A3 Querformat ! Den einzigen echten A2-Drucker hatte zu dieser Zeit Epson mit dem Stylus Color 3000 im Portfolio (der aber doppelt so teuer war). Dazu kommt, das der Drucker auch gar kein technischer Plotter ist, denn dafür fehlen ihm so wesentliche Details wie eine Verarbeitung von Rollenpapier, Schneideeinrichtung, Ablagekorb usw.

Der Rand ist schon da, aber nicht so dramatisch. Insgesamt hat man auf einem DIN A2-Blatt einen bedruckbaren Bereich von 345x486mm (habe ich selbst gemessen). Ein A2-Blatt hat eine zugeschnittenes Maß von 420x594mm.

Ein paar Tipps für Käufer, die sich für den Epson Stylus Color 1520 interessieren und ihn anwenden wollen:

  • Der Drucker eignet sich ideal für Vorabzüge von technischen Zeichnungen, wenn man z.B. sicher gehen will, das Präsentationszeichnungen wirklich alles enthalten. Den professionellen Druck lässt man dann auf einem großen Plotter oder bei einem Reprodienstleister machen. Das spart eine ganze Menge Geld und Nerven !
  • Wenn man A2-ähnliche Zeichnungen zu drucken hat und ein DIN-Format nicht ausschlaggebend ist (z.B. für kleinere Werkstattzeichnungen), richtet man sich in der entsprechenden Anwendung (SolidEdge, Inventor, CATIA o.ä.) ein benutzerdefiniertes Papierformat mit obigen Werten ein und legt dann ein A2-Papier ein. Nach dem Drucken kann man dann zuschneiden und falten. Ideal, weil wesentlich günstiger, ist die Verwendung von Rollenpapier, das man sich selbst zuschneidet (Stahlineal und Rollcutter)
  • Wenn die Papierbreite nicht ausreicht: In die Länge gehen ! Der Drucker kann Banner bis 10m drucken. Wenn man da nicht alle Bauteile draufbekommt, weiß ich auch nicht weiter...(ideal übrigens für Stahlbauzeichnungen langer Träger mit vielen vielen Bohrungen)
  • Nur den Treiber von Epson verwenden und nicht den eingebauten Windowstreiber. Er macht den Drucker richtig schnell. Mit dem Standardtreiber ist die Kiste furchtbar langsam und auch nicht so schön einstellbar
  • Empfohlene Einstellungen
    • für technische Zeichnungen (schwarz/weiß und teilweise Farbe)
      • Auflösung 360x360dpi
      • Microweave
      • Bidirektionaler Druck
sonst keine Modifikationen notwendig, Druckzeit für ein A2-Blatt bei mir <90sec (!!!)
    • für Farbgrafiken ohne größere Flächen
      • Auflösung 720x720dpi
      • SuperMicroweave
Achtung, in dieser Einstellung ist der Drucker sehr langsam, weil er nur unidirektional druckt. Da braucht ein A3-Blatt ca. 5-7 Min.
Den Unterschied zwischen 1440x720dpi sieht man nicht, man merkt ihn nur am exorbitanten Tintenverbrauch, weil er alle Handbreit eine Düsenreinigung vornimmt.
  • Großflächige Farbdrucke haben bei dem Gerät die Neigung zu Streifen, die sich selbst mit dem SuperMicroweave-Modus des Druckertreibers nicht beheben lassen, ist daher für Deckschraffuren und Poster nur bedingt geeignet. Auch Farbfotos sehen sehr körnig aus, das sollte man mit dem Gerät vermeiden.
  • Empfohlenes Papier
    • für technische Zeichnungen 90g/m² reinweiß (A2 Rolle 420mm, im Handel ca. 18€)
    • für DIN A3-Präsentationsgrafiken und Banner 110g/m² gestrichen reinweiß

Ich hatte selbst einen 1520 über viele Jahre und kann ihn wirklich nur empfehlen. Er ist mechanisch sehr robust gebaut (bis auf die Papierablage, die ist klapprig ohne Ende) und absolut wartungsfrei.

Wäre über eine Wertung sehr erfreut!

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