5 Tipps zur Einstellung eines Lattenrostes

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5 Tipps zur Einstellung eines Lattenrostes

Warum ist es so wichtig, dass ein Lattenrost individuell eingestellt werden kann?

Wer morgens verspannt und mit Rücken- oder Nackenschmerzen aufwacht, wird es rasch zu schätzen wissen, wenn er den Lattenrost seines Bettes auf seine individuellen Schlafgewohnheiten anpassen kann. Die unterschiedlichen menschlichen Körperpartien benötigen während der Ruhephasen spezifische Unterstützungen. Ein nicht einstellbarer Lattenrost ist als Unterlage für eine Matratze zwar zu verwenden, sorgt aber nicht für einen individuellen Liege- und Schlafkomfort. Mit unserem Ratgeber möchten wir Ihnen die fünf wichtigsten Tipps zum Einstellen Ihres Lattenrostes erläutern und Sie auch gleichzeitig über die unterschiedlichen Arten von Lattenrosten informieren.

Grundsätzlich haben Lattenroste, ähnlich wie Matratzen, nur eine begrenzte Lebensdauer und sollten spätestens alle zehn bis zwölf Jahre ausgetauscht werden. Die Informationen dieses Ratgebers helfen Ihnen dabei, den passenden Lattenrost zu finden und richtig einzustellen.

Selbstverständlich ist es auch wichtig, die passende Matratze zu haben, die die individuellen Einstellungen des Lattenrostes an den menschlichen Körper weitergibt. Hier eignen sich am ehesten leichte Matratzen, die aus Viskose, Kaltschaum oder Latex hergestellt wurden. Da es Lattenroste mit verschiedenen Zonen gibt, sollte beim Matratzenkauf darauf geachtet werden, dass die Zonenausstattung harmoniert.

Tipp Nummer 1: Darauf sollten Sie beim Kauf eines Lattenrostes achten

Je mehr Zonen der neue Lattenrost hat, umso individueller lässt er sich einstellen. Auf dem Markt sind derzeit überwiegend 4-Zonen-, 5-Zonen- oder 7-Zonen-Lattenroste erhältlich. Mindestes fünf Zonen sollte der Lattenrost haben, denn so lassen sich individuelle Einstellungen im Kopfbereich, bei den Schultern, den Lenden, den Hüften und den Beinen vornehmen. Optimal hingegen ist ein 7-Zonen-Lattenrost. Damit aus individuell verstellbarem Lattenrost und der Matratze eine homogene Einheit wird, sollte die Matratze über die gleiche Anzahl Zonen verfügen wie der Lattenrost. Für ältere Menschen und für Personen, die häufig längere Zeit im Bett zubringen müssen, empfiehlt sich ein Lattenrost mit Elektromotor. So können die passenden Einstellungen auch im Liegen vorgenommen werden, ohne dass das Bett verlassen werden muss. Beim Kauf sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Leisten des Lattenrostes in Kautschukkappen und nicht in Kunststoffkappen gelagert sind. Kunststoff führt zu unerwünschter Geräuschentwicklung und ist darüber hinaus wesentlich weniger anpassungsfähig als Kautschuk. Bei einer individuellen Einstellung ist das kontraproduktiv.

Tipp Nummer 2: Es kommt auch auf die Schlafposition an

Bauchschläfer brauchen eine andere Lattenrosteinstellung als Rücken- oder Seitschläfer. Grundsätzlich wird die Lattenrosteinstellung über die Schieber an den einzelnen Latten vorgenommen. Diese müssen nach außen geschoben werden, damit die Auflagefläche härter wird und so einzelne Körperteile besser unterstützen kann. Führt man den Schieber nach innen, wird die Auflage weicher. Häufig bedarf es mehrerer Versuche, bis die individuelle Einstellung, die sich auch nach der individuellen Schlafposition richtet, gefunden ist. Normalerweise sollten die Schieber am Lattenrost vom Beckenbereich aus V-förmig bis zur Schulter verlaufen. Damit ist sichergestellt, dass der obere Körperbereich eine härtere Auflage findet und ab dem Beckenbereich der Untergrund weicher wird. Wie weit dabei die Härteunterschiede reichen sollten, hängt auch vom eigenen Körpergewicht ab. Schwerere Personen benötigen grundsätzlich einen härter eingestellten Lattenrost als „Leichtgewichte“. Wer überwiegend auf dem Bauch schläft, sollte den Härtegrad im Beckenbereich höher wählen, als wenn in Rücken- oder Seitenlage geschlafen wird. Spezielle Kissen für Bauchschläfer unterstützen eine gesunde Schlafposition. So wird verhindert, dass die Wirbelsäule einknickt und ins Hohlkreuz fällt.

Tipp Nummer 3: Die Vorteile der 7-Zonen-Lattenroste

Ausschlaggebend für eine gute Unterstützung durch einen individuell eingestellten Lattenrost ist die Anzahl der einzelnen Latten. 7-Zonen-Lattenroste verfügen mindestens über 28 einzelnen Latten. Es gibt aber auch Modelle, die bis zu 42 Latten haben. Ziel eines 7-Zonen-Lattenrostes ist es, in Verbindung mit einer passenden Matratze dafür zu sorgen, dass die Wirbelsäule im Liegen anatomisch korrekt gehalten und entlastet wird. Das ist die Grundvoraussetzung für einen erholsamen Schlaf. Je mehr Latten der Lattenrost hat, umso individueller und spezifischer lassen sich die Einstellungen vornehmen.

Die Kautschukkappen, in denen die einzelnen Leisten gelagert sind, sind im Rahmen des Lattenrostes verankert und federn mit. Die Latten selbst sind mit stabilen, aber elastischen Bändern aus Kautschuk verbunden. Das sorgt für eine optimale Lastenverteilung in den einzelnen Zonen. Ein 7-Zonen-Lattenrost ermöglicht individuelle Einstellungen für Fersen, Oberschenkel, Gesäß, Lendenwirbelsäule, Rücken, Nacken und Kopf. Nicht einstellbar ist in der Regel der Schulterbereich. So wird verhindert, dass die Nackenwirbelsäule abknickt. Die unterschiedlichen Modelle des 7-Zonen-Lattenrostes haben nichts mit den individuellen Einstellungen des Härtegrades zu tun. Sie sind erhältlich mit verstellbaren Kopf- und Fußteilen, in starrer Form ohne Verstellbarkeit oder mit einem Elektromotor, der auch im Liegen Kopf- und Fußteil anheben oder absenken kann. Grundsätzlich kann ein 7-Zonen-Lattenrost mit jeder Matratzenart kombiniert werden. Am sinnvollsten sind allerdings Latex-, Kaltschaum- oder Viskosematratzen, weil sie die individuellen Einstellungen besser aufnehmen und an den Körper weitergeben. Eine Federkern- oder Taschenfederkernmatratze vermindert die Einstellwirkung. Bei Ehebetten empfiehlt es sich, grundsätzlich zwei getrennte Lattenroste anzuschaffen. So ist es möglich, jeden einzelnen perfekt auf die Schlaf- und Liegebedürfnisse der jeweiligen Person einzustellen.

Tipp Nummer 4: Die perfekte Lösung für lange Liegephasen

Den höchsten Liegekomfort bei sehr individuellen Einstellmöglichkeiten bieten Lattenroste, die als Teller- oder Modulrahmen gearbeitet sind. Die üblichen Latten sind hier nicht vorhanden. Bis zu 70 Teller oder Module tragen die Matratze und lassen sich, genau wie der 7-Zonen-Lattenrost, individuell in sieben Zonen perfekt auf die Bedürfnisse des schlafenden oder bettlägerigen Menschen abstimmen. Da sich bei Tellerrahmen die einzelnen Sitz- und Liegepositionen punktgenau einstellen lassen, kann Druck gezielt ausgeübt beziehungsweise von schmerzenden Körperstellen ferngehalten werden. Auf einem Tellerrahmen sollten nur leichte Matratzen aus Kaltschaum, Viskose oder Latex verwendet werden. Es entsteht dadurch ein durchgehend angenehmes und weiches Liegegefühl, ohne dass auf die notwendige Unterstützung verzichtet wird. Ideal ist es, wenn ein solcher Tellerrost über einen Elektromotor angetrieben ist. Grundsätzlich gilt, dass Elektromotoren für Lattenroste und Tellerrahmen über eine sogenannte Stromfreischaltung verfügen. Der Strom fließt nicht mehr, wenn der Motor abgeschaltet ist. Empfindliche Personen werden also nicht durch unerwünschte elektrische Felder gestört. Außerdem verfügen hochwertige Elektromotoren für Lattenroste über einen Notstromablass. Das ist besonders bei bettlägerigen Personen sehr wichtig. Auch bei einem Stromausfall bleibt die Verstellbarkeit des Lattenrostes so gewährleistet.

Tipp Nummer 5: Darum ist die zusätzliche Härtegrad-Einstellung so sinnvoll

Um zu verstehen, warum eine zusätzliche Härtegrad-Einstellung sinnvoll ist, sollte man wissen, wie sich der Härtegrad des Lattenrostes auswirkt und an welchen Stellen er einsetzt. Bei der Härtegrad-Einstellung handelt es sich um eine Verstärkung der Federleisten, die im Bereich des Gesäßes und der Hüften liegen. Insgesamt drei Doppelschieber-Elemente sorgen dafür, dass jede einzelne Leiste in diesem Bereich entweder weicher oder härter eingestellt werden kann. Dazu befinden sich auf den Schiebern Pfeile, die die Einstellrichtung vorgeben. Je weiter die Schieber nach innen geschoben werden, um so mehr wirken sie dem Druck von Matratze und Körpergewicht entgegen. Richtet man die Schieber weiter nach außen, wird dieser Druck deutlich gemindert und man liegt weicher. Die Härtegrad-Einstellung sorgt also dafür, dass der Körperschwerpunkt, der sich im Hüftbereich befindet, im Liegen nicht durchhängen kann und verhindert damit dauerhafte Schäden an der Wirbelsäule. Außerdem können so Beschwerden durch Lendenwirbel- oder Bandscheibenleiden und auch die Schmerzprobleme bei Skoliose gemindert werden.

Eine wichtige Frage zum Schluss: Ist ein Polsterbett für verstellbare Lattenroste geeignet?

Auch, wenn Sie ein hochwertiges Polsterbett kaufen möchten, müssen Sie auf verstellbare und einstellbare Lattenroste nicht verzichten. Es gibt inzwischen genügend Polsterbettmodelle, die über einzelne Lattenroste verfügen, die genau diese Eigenschaften aufweisen. Allerdings gibt es auch immer noch Bettenmodelle, bei denen die Lattenroste fest mit dem Bettkasten verschraubt sind. Hier lassen sich zwar Kopf- und Fußteil meist manuell verstellen, aber eine individuelle Härtegradeinstellung ist nicht vorgesehen. Beim Kauf eines Polsterbetts sollte aber gerade auf dieses Ausstattungsdetail besonderer Wert gelegt werden.

Polsterbetten gibt es in unterschiedlichen Breiten. Selbst wenn es sich bei großen Liegeflächen um eine durchgehende Doppelmatratze handelt, können darunter einzelne, im Härtegrad verstellbare Lattenroste verwendet werden. Hier ist besonders darauf zu achten, dass es sich bei den Matratzen um Kaltschaum-, Latex- oder Viskosematratzen handelt, die aufgrund ihrer Leichtigkeit auch die unterschiedlichen Härtegradeinstellungen übernehmen und an den Körper weitergeben. Einem gesunden Schlaf steht damit auch in einem Polsterbett nichts im Weg.

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