5 Tipps für die perfekte Rasenpflege

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5 Tipps für die perfekte Rasenpflege

Jeder Gartenfreund träumt vom perfekten Rasen. Doch allein das regelmäßige Rasenmähen reicht nicht aus, um eine gepflegte Rasenfläche zu erhalten. Die richtige Rasenpflege fängt bereits beim Anlegen der Rasenfläche an und muss durch viele zusätzliche Arbeiten wie das regelmäßige Vertikutieren, Düngen und dem Schutz vor Rasenkrankheiten konsequent geplant und beigehalten werden. Unser Ratgeber bietet Ihnen die 5 wichtigsten Tipps für eine umfassende Rasenpflege in übersichtlicher Form an. Hier finden Sie Informationen über die wichtigsten Rasensorten, ihre Pflege und Gesunderhaltung und Hinweise zur Auswahl der passenden Geräte. Bevor Sie mit der Neuanlage einer Rasenfläche beginnen, sollte geklärt sein, welche Rasenart sich am besten für Ihr Grundstück eignet, welchen Belastungen der Rasen ausgesetzt wird und welcher Pflegeaufwand entstehen kann.

Tipp Nummer 1: Die gut durchdachte Neuanlage ist der erste Schritt zur leichten Rasenpflege

Die Neuanlage eines Rasens beginnt mit der Bodenvorbereitung, wobei der Untergrund möglichst trocken sein sollte. Mit einem Spaten wird der Boden etwa auf Spatentiefe gelockert. Steine, Unkraut und Wurzeln werden gründlich entfernt. Damit im Rasen später keine Unebenheiten entstehen, sollte die zukünftige Rasenfläche jetzt mit einer Gartenwalze geglättet werden. Die notwendige Höhe für den Mutterboden sollte 16 Zentimeter nicht unterschreiten, um optimale Wachstumsbedingungen für das Saatgut zu gewährleisten. Mit einem Rechen werden letzte Unkräuter, Steine und Wurzeln entfernt, bevor die gesamte Fläche gewässert wird. Die Feuchtigkeit sorgt dafür, dass eventuell noch vorhandene Wildkräuter auskeimen und sicher entfernt werden können. Der vorbehandelte Boden sollte etwa zwei bis zweieinhalb Wochen Zeit haben, um sich zu setzen, bevor mit dem Einsäen begonnen wird.

Vom Einsäen bis zum ersten Schnitt

Vor dem Einsäen muss erneut eine Walze über die Bodenfläche gehen, um einen trittfesten Untergrund zu schaffen. Weiche Stellen müssen sorgfältig verdichtet werden. Es kann also unter Umständen notwendig sein, diesen Walzvorgang mehrfach zu wiederholen. Nach einer weiteren Woche Ruhezeit kann das Saatgut in die nun bröselige Erdoberfläche gestreut werden, und zwar möglichst an einem regenfreien Tag. Ein Streuwagen, in dem man Saatgut mit Sägespänen mischt, sorgt für einen gleichmäßigen Auftrag. Auf einen Quadratmeter Rasenfläche rechnet man etwa eine Handvoll Rasensamen. Ist die gesamte Fläche abgestreut, wird das Saatgut mit einem Rechen etwa einen halben bis einen Zentimeter tief in die Bodenfläche eingebracht. Anschließend sollte die Fläche erneut gewalzt werden, damit weder Wind noch Vögel das Saatgut entfernen können. Die Keimzeit liegt je nach Bodentemperatur bei durchschnittlich eineinhalb bis drei Wochen. Gewässert wird während der Keimzeit nur mit einer sehr feinen Düse. Ist der Rasen etwa vier Zentimeter hoch, kann er betreten und von Unkraut oder Schnecken und ähnlichen Schädlingen befreit werden. Bei einer Länge von fünf bis acht Zentimetern erfolgt der erste Rasenschnitt. Auf jeden Fall sollte ein neu angelegter Rasen nicht unter vier Zentimeter geschnitten werden.

Tipp Nummer 2: Die Rasenerneuerung

Die Erneuerung einer Rasenfläche macht nicht ganz so viel Arbeit wie eine komplette Neuanlage. Sie kann notwendig werden, wenn der Rasen entweder von Krankheiten befallen ist und nicht mehr richtig wächst oder wenn er teilweise von der Sonne verbrannt wurde. In der Regel benötigt ein Rasen zur Regenerierung etwa zwei Monate. Da der Rasen schon im Frühjahr zu wachsen beginnt, sollte eine Erneuerung spätestens Mitte März bis Anfang April erfolgen. Zunächst wird der vorhandene Rasen sehr tief abgeschnitten. Es ist wichtig, das Schnittgut komplett aufzusammeln. Anschließend erfolgt das Vertikutieren, das Unkraut und verfilzte Rasenteile sowie Moos entfernt. Ist der komplette Rasen vertikutiert, wird er mit Rasendünger versorgt.
Nach diesem Arbeitsschritt kann nachgesät werden. Hier ist Saatgut zu verwenden, das speziell als Nachsaat gekennzeichnet ist, weil es schneller wächst als herkömmlicher Rasensamen. Die Aussaat wird mit Erde bedeckt und in den folgenden zwei bis zweieinhalb Wochen regelmäßig gut bewässert. Hat der Rasen eine Höhe von acht bis neun Zentimetern erreicht, kann er bis auf vier Zentimeter abgemäht werden. Nach dem ersten Schnitt sollte noch einmal gedüngt werden. Erneuerter Rasen sollte häufig geschnitten und regelmäßig bewässert werden, damit wieder eine einheitliche Rasenfläche entsteht.

Tipp Nummer 3: Den richtigen Rasen finden

Wer innerhalb weniger Stunden einen schönen, gesunden und sofort begehbaren Rasen haben möchte, sollte Rollrasen verlegen lassen. Zu beachten ist allerdings, dass die Bodenvorbereitung dieselbe ist wie für das Aufbringen von Saatgut. Auch hier müssen Steine, Unkraut und Wurzeln entfernt, die Flächen begradigt und gewalzt und gründlich gewässert werden. Rollrasen kann ausschließlich auf feuchter und gewalzter Erde verlegt werden. Fugen, die sich beim Auslegen nicht immer verhindern lassen, werden mit Sand oder Kies aufgefüllt. Sie wachsen nach einiger Zeit zu. Ist der komplette Rollrasen verlegt, muss er mit der Gartenwalze auf den Boden gepresst werden, damit er richtig anwachsen kann. Eine gründliche Wässerung erleichtert das tiefere Verwurzeln.

Wie Wahl des Rasens richtet sich nach seiner Aufgabe

Wer seinen Rasen herkömmlich einsät, kann zwischen unterschiedlichen Rasenarten wählen. Liegt die Rasenfläche überwiegend im Schatten, sollte spezieller Schattenrasen eingesät werden. Diese Rasenart ist sehr pflegeleicht und benötigt deutlich weniger Licht. Auch die Unkrautbildung ist aufgrund der geringen Lichteinstrahlung deutlich minimiert. Ist die Rasenfläche im Garten größeren Belastungen ausgesetzt, sollte ein robuster Spiel- und Sportrasensamen verwendet werden. Diese Grasart wächst sehr dicht und ist deshalb auch sehr widerstandsfähig. Die meisten Spiel- und Sportrasensamen sind gegen diverse Rasenkrankheiten immun. Wichtig für einen dichten und belastungsfähigen Rasen ist das präzise Ausbringen der Saat und eine regelmäßige Pflege. Während der Wachstumsmonate sollte wöchentlich gemäht und im Frühherbst muss vertikutiert werden. Wer den berühmten englischen Teppichrasen bevorzugt, benötigt Rasensamen für Zierrasen. Dieser zeichnet sich durch feine Grashalme aus, die einen ständigen kurzen und gleichmäßigen Schnitt benötigen. Zierrasen hat einen deutlich erhöhten Pflegebedarf. Er muss häufiger gemäht, gedüngt und gewässert werden. Auch beim Kauf eines Rasenmähers stellt der Zierrasen besondere Ansprüche. Am Besten geeignet sind Spindel-Rasenmäher.

Tipp Nummer 4: So beugen Sie Rasenkrankheiten vor

Die beste Vorbeugung gegen Rasenkrankheiten, die überwiegend durch Befall mit einzelnen Schimmel- oder Pilzsorten entstehen, ist das regelmäßige Düngen mit speziellen Düngemitteln. Die Ursachen für eine Rasenkrankheit sind dabei durchaus unterschiedlich. Eine hohe Belastung der Rasenfläche, Nährstoffmangel oder ein zu radikaler Schnitt sind nur einige der Ursachen. Auch eine anhaltend feuchtwarme Witterung oder die Verwendung von falschen Düngemitteln können Rasenkrankheiten auslösen. Ebenso führt dichter Rasenfilz zu Krankheiten, die unter Umständen eine Rasenerneuerung oder sogar eine komplette Neuanlage notwendig machen können. Wenn die Rasenkrankheit jedoch früh genug erkannt und sofort behandelt wird, kann eine Neueinlage in der Regel wirksam verhindert werden. Eine regelmäßige Kontrolle der Rasenfläche ist ein guter Anfang. Unter Umständen sollten Sie eine Probe des befallenen Rasens im Fachhandel untersuchen lassen, um die richtigen Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Pilze lassen sich zum Beispiel mit einem speziellen Dünger und einem niedrigen Rasenschnitt beseitigen.Während der Regenerierungsphase sollte wenig gewässert, dafür aber vertikutiert, gedüngt und eventuell nachgesät werden.

Tipp Nummer 5: Auf die richtige Zeit für die Rasenpflege kommt es an

Gemäht wird ein Rasen grundsätzlich nur bei trockenen Witterungsverhältnissen. Nasse Halme lassen sich nicht sauber abschneiden. Außerdem sinken schwere Rasenmäher bei nassen Bodenverhältnissen tief ein und beschädigen damit die Wurzeln der Graspflanzen. Während der Wachstumsmonate sollte der Rasen regelmäßig einmal pro Woche gemäht werden. So verzweigen sich die einzelnen Grashalme und der Rasen dankt diese intensive Pflege durch einen gleichmäßigen und dichten Wuchs. Die Messer des Rasenmähers sollten gut geschärft sein, um einen einheitlichen Schnitt zu gewährleisten.

Ende April bis Anfang Mai, sobald der Rasen sich nach der Winterkälte etwas regeneriert hat, sollte vertikutiert werden. Damit wird der Rasen von Moos und trockenen Halmen befreit und er bekommt wieder genügend Luft und Raum, um zu wachsen. Dünger kann sowohl in flüssiger Form verwendet werden als auch zum Aufstreuen. Um hier eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten, sollte ein Streuwagen verwendet werden, der in gleichmäßigen Bahnen über die Rasenfläche geschoben wird. Bei Dünger zum Aufstreuen ist eine anschließende Wässerung notwendig, damit der Dünger möglichst effektiv an die Wurzeln vordringen kann. Düngen bei starker Sonneneinstrahlung ist nicht zu empfehlen, da Dünger, der oberflächlich liegen bleibt, leicht zu Verbrennungen führen kann.

Abschließende Tipps für die perfekte Rasenpflege

Die richtige Rasenpflege wird leichter, wenn man über professionelle Gerätschaften verfügt. Während für kleine Rasenflächen ein Handmäher oder ein Elektrorasenmäher ausreicht, sollte für größere Grundstücke ein Rasenmäher mit Benzinmotor möglichst mit eigenem Antrieb angeschafft werden. So lässt sich unabhängig von elektrischen Stromquellen auch an unzugänglichen Grundstücksstellen der Rasen bequem mähen. Für Rasenflächen, die größer als 500 Quadratmeter sind, kann die Anschaffung eines Aufsitzrasenmähers vorteilhaft sein. Befindet sich die Rasenfläche in Hanglage, ist ein Balkenmäher eine geeignete Alternative. Hierbei sollte aus Sicherheitsgründen immer quer zum Hang gemäht werden. Einen Vertikutierer braucht man mindestens ein bis zwei Mal pro Jahr. Sie werden mit Elektro- oder Benzinmotor angeboten und gehören zur unverzichtbaren Grundausstattung für die gute Rasenpflege.

Ebenfalls hilfreich zum Einsäen und Düngen ist ein Streuwagen, der eine gleichmäßige Verteilung von Saatgut und Dünger gewährleistet. Einen Schlauchwagen mit einem ausreichend langen Schlauch zur Bewässerung der gesamten Rasenfläche und möglichst einer Sprühdüse für neu eingesäten Rasen sollten dem Gärtner ebenfalls zur Verfügung stehen. Wenn viele Laubbäume auf oder in der Nähe der Rasenfläche stehen, empfiehlt sich im Herbst ein Laubsauger, denn vor dem Winter sollten abgefallene Blätter auf jeden Fall gründlich entfernt werden. Alternativ können sie unter Hecken und Sträuchern als natürlicher Mulch und Überlebensraum für Kleintiere gesammelt werden.

Mit den Hinweisen in diesem Ratgeber sollte Ihnen die Pflege Ihres Rasens gut gelingen. Genießen Sie nach getaner Pflegearbeit ihre grüne Oase im Freien.

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