5 Eigenschaften, die ein Lattenrost haben sollte

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Lattenrost
Darauf kommt es an – ein Lattenrost und seine wesentlichen Eigenschaften

 

Lattenroste gibt es in unterschiedlichen Bauformen, die bei den einfachen Ausführungen wie dem Standardlattenrost und dem Rollrost beginnen. Der Standardlattenrost ist eine sehr einfache Version. Er ist aus vergleichsweise wenig Latten gefertigt, deren Anzahl meist weniger als zwanzig Latten beträgt. Tatsächlich ist das für eine elastische Lagerung und für eine komfortable Schlafposition zu wenig. Ähnlich verhält es sich mit dem Rollrost, dessen Latten entweder aus massivem Holz oder aus Schichtholz bestehen. Ein stabiler Rahmen fehlt, stattdessen werden die einzelnen Latten über ein elastisches Band miteinander verbunden. Was auf den ersten Blick ganz praktisch aussieht, entpuppt sich spätestens beim Probeliegen als mangelhafter Liegekomfort. Der Vorteil eines Rollrostes liegt eben darin, dass man ihn platzsparend zusammenrollen und problemlos transportieren kann – und nicht in seinem Liegekomfort. Nicht nur für Allergiker eignen sich Biolattenroste, für deren Herstellung ausschließlich ökologisch wertvolle Materialien verwendet werden.

Das bedeutet auch, dass auf die Oberflächenbehandlung von Holz verzichtet wird und die gesamte Holzkonstruktion frei von Metallen ist. Doch zum Wohle des Rückens und zugunsten eines erholsamen Schlafs sollten Lattenroste über einen gewissen Komfort verfügen. Gemeint sind Mehrzonen-Lattenroste und vor allem bewegliche Lattenroste, die zumindest im Fußbereich und im Bereich des Oberkörpers höhenverstellbar sind. Ein weiterer Komfort, den ein Lattenrost mindestens mitbringen sollte, sind unterschiedliche Härtegrade in bestimmten Zonen. Am Schluss bleibt die Frage, ob es eine unabdingbare Eigenschaft eines Lattenrosts sein sollte, dass er elektronisch, also mit einer Fernbedienung, höhenverstellbar ist. Das ist nicht nur eine Sache des persönlichen Geschmacks, sondern kann auch in vielerlei Situationen überaus hilfreich und tatsächlich notwendig sein. Insgesamt gibt es fünf Eigenschaften, über die ein qualitativ hochwertiger Lattenrost verfügen sollte. Welche das sind und warum sie so wichtig sind, beschreibt dieser Ratgeber.

Grundsätzliches über den Lattenrost

Der Lattenrost wird gerahmt von einem stabilen Rechteckrahmen, der in der Regel aus Kunststoff oder Holz gefertigt ist. In einem rechten Winkel zur Längsseite des Rahmens sind Latten beziehungsweise Leisten angebracht, denen der Lattenrost seinen Namen verdankt und die sich je nach Qualität des Lattenrosts in ihrer Anzahl unterscheiden. Der rechteckige Rahmen ist etwas kleiner als die Innenmaße des Bettrahmens, um die Passgenauigkeit, Festigkeit und Sicherheit zu gewährleisten, wobei der Lattenrost im Idealfall auf Führungsholmen aufliegt. Am besten eignet sich Buchenholz als Material für den Außenrahmen und die Federholzleisten, das sich durch seine Stabilität und Haltbarkeit auszeichnet. Weniger geeignet ist Birkenholz, das sich als weniger haltbar erweist und schnell ermüdet.

Eigenschaft Nr. 1 – Eine gesunde Lagerung des Rückens

Ein Lattenrost hat die Aufgabe, eine gesunde Lagerung des Rückens zu unterstützen sowie den Schlafkomfort zu optimieren. Je nach Beschaffenheit erhöht ein Lattenrost den Liegekomfort dadurch, dass sich unterschiedliche Liegepositionen einstellen lassen. Dieser Liege- und Schlafkomfort kann auch durch das Einstellen unterschiedlicher Härtegrade intensiviert werden. Ziel und Funktion des Lattenrostes ist auch eine elastische Lagerung des Ruhenden oder Schlafenden. Der Lattenrost muss sich der Körperform, dem Körpergewicht und den unterschiedlichen Liege- und Schlafstellungen anpassen und die Wirbelsäule entlasten.

Eigenschaft Nr. 2 – Komfortabel: Lattenroste mit Extras

Zu den Lattenrosten mit Komfort gehören der Mehrzonen-Lattenrost und der bewegliche Lattenrost. Der Mehrzonen-Lattenrost besteht aus unterschiedlichen Zonen, die jeweils unterschiedliche Härtegrade aufweisen. Das bewirkt, dass exponierte Körperteile wie breite Schultern oder Hüften tiefer einsinken als beispielsweise der schmale Taillenbereich. Dies geschieht mit dem Ziel, dass die Wirbelsäule in der Rückenlage und auch in der Seitenlage jeweils möglichst natürlich und nicht etwa gekrümmt aufliegt. Dasselbe gilt für den Nacken- und Schulterbereich, der ohnehin meist verspannt ist und durch die von einem Lattenrost unterstützte Lage der Wirbelsäule Entspannung erfährt.
Auch der bewegliche Lattenrost bietet einigen Komfort. Er ist in mehrere Segmente unterteilt und bietet besondere Lagerungsmöglichkeiten. Durch Verstellen des Fußteils können die Füße höher gelagert werden, was sich positiv auf die Venen auswirkt, weil der Druck genommen wird und sie entlastet werden. Gleiches gilt für den Oberkörper. Der Neigewinkel sollte bis maximal 45 Grad betragen, um eine aufrechte Sitzposition zu ermöglichen. Auf diese Weise wird Lesen im Bett zum Vergnügen. Der bewegliche Lattenrost kann in mindestens zwei Bereichen verstellt werden, meistens ist er jedoch in vier bis fünf Segmente unterteilt, die ergonomischen Prinzipien folgen.

Eigenschaft Nr. 3 – Variabel: Einstellen individueller Härtegrade

Um einen optimalen Liege- und Schlafkomfort zu erzielen, ist es wichtig, dass die Härtegrade in den unterschiedlichen Körperregionen variabel sind. Das gilt insbesondere für die Körperbereiche um die Hüfte und um die Schulterregion, da in diesen Bereichen das meiste Gewicht auf dem Lattenrost aufliegt. Ist der Lattenrost qualitativ hochwertig, ist er an diesen Stellen besonders gut verarbeitet und vor allem verstärkt. Technisch wird das umgesetzt, indem mehrere Latten miteinander verbaut werden, die auf diese Weise den Körper an diesen Stellen stabilisieren. Der Härtegrad kann reguliert werden. Dies geschieht mit Hilfe von Schiebereglern. Sie verbinden mehrere Latten miteinander. Durch Verschieben der Schieberegler kann man sukzessive den angenehmsten Härtegrad ermitteln und auf diese Weise individuell einstellen.

Eigenschaft Nr. 4 – Flexibel: Materialien, Verarbeitung und die Bedeutung der Anzahl der Latten

Für die Fabrikation eines Lattenrosts werden unterschiedliche Hölzer verwendet. Verbaut werden vor allem Birkenholz, Eschenholz und Buchenholz, die sich hinsichtlich ihrer Haltbarkeit und Belastbarkeit unterscheiden. Buchenholz eignet sich besonders gut, da es extrem haltbar, stabil und belastbar ist. Für die Qualität eines Lattenrosts ist nicht nur das verwendete Holz ausschlaggebend, sondern auch die Anzahl der einzelnen Furnierlagen, also wie viele Lagen Furnierholz übereinandergeschichtet und verleimt werden. Eine gute Qualität zeichnet sich dadurch aus, dass die einzelnen Latten aus mindestens fünf miteinander verleimten Furnierlagen bestehen, wobei sich diese Angabe auf Menschen mit einem normalen Körpergewicht bezieht. Anders verhält es sich bei Menschen mit einem höheren Körpergewicht, für die eine sieben- bis zehnfache Verleimung der Latten empfehlenswert ist.
Neben der Verarbeitung der Latten eines Lattenrosts sind auch deren Breite und deren Anzahl von überaus großer Wichtigkeit. Auch danach entscheidet sich die Qualität eines Lattenrosts, da die Latten bestimmte Funktionen erfüllen. Prinzipiell gilt: Je schmaler die einzelnen Latten sind, desto höher ist ihre Anzahl und umso größer ist der Liege- beziehungsweise Schlafkomfort. Sind die Latten dagegen breit und ihre Anzahl bei relativ großem Abstand gering, können die Bewegungen des Körpers bei Änderung der Schlafposition nicht elastisch abgefedert werden, da die Latten zu statisch und die Leerräume zu groß sind. Nur viele Leisten mit geringem Abstand garantieren Punktelastizität, da sich diese Unterlage an die Konturen des Körpers anpasst. Ein qualitativ hochwertiger Lattenrost verfügt also über mindestens 25 Leisten, besser sind mehr. Das bedeutet, dass der Abstand zwischen den einzelnen Leisten unter vier Zentimetern liegt. Auch das ist ein Muss für gute Qualität. Die Qualität des Lattenrosts wird vor allem im Zusammenspiel mit der Matratze wichtig. Eine Schaumstoff- oder Latexmatratze als Auflage entfaltet nur dann ihre volle Wirkung und Elastizität, wenn der Lattenrost eine Vielzahl an Latten hat. Ansonsten quetschen Teile dieser beiden Matratzentypen durch die zu großen Zwischenräume. Das mindert nicht nur den Liegekomfort erheblich, sondern hebt das Ziel und den Sinn von Matratze und Lattenrost auf, nämlich elastisches und die Wirbelsäule entlastendes Liegen. Eine Nachbildung der Körperkonturen ist mit einem solchen Lattenrost unmöglich. Damit der Lattenrost die Körperkonturen entsprechend abfedern kann, empfiehlt sich eine maximale Breite der Leisten von fünf Zentimetern. Möglichst viele und möglichst schmale Leisten erfüllen noch einen weiteren Zweck. Sie sorgen gleichzeitig für eine ausreichende Belüftung und für eine gute Luftzirkulation, was auch die Lebensdauer der Matratze erhöht.
Die Flexibilität der einzelnen Leisten wird unterstützt durch Kautschukkappen, die flexibel in die Längsholme des Lattenrosts eingearbeitet sind. Sobald sie getackert sind, hemmen sie den Bewegungsfluss. Das gilt gleichermaßen für Kunststoffkappen, die wenig flexibel und aufgrund ihrer Statik nicht besonders haltbar sind, da sie leicht auseinanderbrechen können. Im Idealfall ragen die Kautschukkappen über die Längsholme hinaus, was für mehr Stabilität sorgt und auf diese Weise die gesamte Breite des Lattenrosts unterfedert.

Eigenschaft Nr. 5 – Elektronisch: Muss es ein elektrischer Lattenrost sein?

Im Grunde entsprechen Elektrolattenroste dem Komfort beweglicher Lattenroste mit dem entscheidenden Unterschied, dass sich die verschiedenen Liege-, Ruhe- und Schlafpositionen per Knopfdruck regulieren lassen. Doch auch hier gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen. Diese liegen beispielsweise in der unterschiedlichen Anzahl der Motoren und der elektronisch gesteuerten Elemente. Denn für jedes verstellbare Element gibt es jeweils einen Motor. Und so kann es vorkommen, dass ein Elektrolattenrost über bis zu vier eingebaute Motoren verfügt, die jeweils den Kopf und den Bereich des Oberkörpers sowie das Fußteil und den Fersenbereich getrennt voneinander regulieren. Beim Kauf eines Elektrolattenrosts ist vor allem darauf zu achten, dass die Veränderung der einzelnen Körperpositionen getrennt voneinander vorgenommen werden kann. Sinnvoll sind außerdem eine stufenlose Steuerung und auch eine Netzfreischaltung. Sie verhindert, dass schädliche elektrische Spannungsfelder entstehen. Auch wenn ein elektronisch betriebener Lattenrost dem einen oder anderen als zu komfortabel erscheint, so hat er doch den entscheidenden Vorteil, dass man auch im Krankheitsfall und bei längerer Bettlägerigkeit durchaus noch über eine gewisse Beweglichkeit verfügt. Und da man einen Lattenrost nicht jedes Jahr neu kauft, lohnt sich manchmal der vorausschauende Blick nach vorne.
Wirkungsvoll, komfortabel, variabel, flexibel und elektronisch sind die Eigenschaften eines Lattenrosts, die seine Qualität maßgeblich bestimmen und auf die man beim Kauf achten und auch Wert legen sollte. Damit die Schlaf- und Liegequalität auch wirklich optimal ist, gehört zum qualitativ hochwertigen Lattenrost auch eine entsprechend gute Matratze, denn nur im Zusammenspiel können beide die perfekte Grundlage für einen gesunden und erholsamen Schlaf bilden.
 

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