5 Dinge, die du über 3D-Druck wissen musst

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3D-Druck ist inzwischen eine erschwingliche Technologie und hat teilweise schon in Privathaushalten Einzug gehalten. Für die meisten stellen sich aber noch Fragen, die 3D-Experte Alexander Lohberg uns beantwortet. Zusammen mit Comiczeichner Peter Petersen betreibt er das 3D-Druckzentrum Ruhr in Essen und druckt für seine Kunden alles von Maschinenbauteilen bis hin zu Kunstwerken. Da er zudem noch Workshops zu dem Thema gibt, war er unsere erste Anlaufstelle für die wichtigsten Fragen zum Thema 3D-Druck.
Alexander Lohberg bei der Arbeit
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Alexander Lohberg bei der Arbeit
Auf den ersten Blick recht unscheinbar: Zwei 3D-Drucker
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Auf den ersten Blick recht unscheinbar: Zwei 3D-Drucker

1. Was muss ich für einen 3D-Drucker ausgeben?

Ein paar Hundert Euro muss man schon investieren. Man kann einen Bausatz für einen 3D-Drucker schon für 600€ oder manchmal billiger bekommen, eine fertige und leistungsfähige Maschine kostet 1200 bis 2000€. Aber es ist nicht wie bei einem normalen Drucker, den man anstöpselt und der dann einfach läuft. Es ist immer auch ein wenig Bastelei – man muss sich ein bisschen damit beschäftigen, damit die Geräte zuverlässig arbeiten. Gerade wenn man den günstigen Einstieg mit einem Bausatz wählt. Allerdings werden die Preise in Zukunft noch weiter sinken, so dass auch ein fertiger 3D-Drucker günstiger zu erstehen sein wird.
Mit CAD-Programmen lassen sich 3D-Objekte kreieren
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Mit CAD-Programmen lassen sich 3D-Objekte kreieren

2. Welche Software brauche ich zum Drucken?

Es gibt nicht die eine Software, die man benutzen muss. Stattdessen gibt es eine große Ansammlung an Möglichkeiten. Wer an seinem PC oder Mac 3D-Objekte kreieren möchte, braucht ein sogenanntes CAD-Programm. Diese Art Software setzen bspw. Maschinenbauer oder Architekten für gewöhnlich ein. Der Umgang ist hier gerade zu Beginn oft etwas schwieriger. Ich empfehle da, dass ihr bei euch in der Umgebung schaut, ob es Workshops für diese Software-Art gibt.
Leichter fällt der Einstieg hingegen mit den verschiedenen Apps, die es für iOS oder Android inzwischen gibt. Autodesk Tinkerplay ist ein leichter Einstieg und für beide Systeme zu benutzen. Statt viel zu erzählen, könnt ihr euch einmal das kurze Übersichtsvideo anschauen:
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3. Mit welchen Materialien kann ich drucken?

Eigentlich kann man alles drucken, was aus Kunststoff ist – das wird für Privatanwender erst einmal das leichteste für die ersten Drucks sein, zumal es einfach zu beschaffen ist. Die Auswahl an Farben und Zusammensetzungen ist hier groß.
Man kann auch mit einem Multimaterialdrucker andere Materialien als Kunststoff drucken und so ganze Geräte entwickeln. Einfach die passenden Teile ausdrucken, das dann zusammen mit einem Motor zusammensetzen und schon hat man seine eigene Maschine. Drucken lässt sich, den passenden Drucker vorausgesetzt, auch Elektronik, wie Leiterbahnen, Platinen, PCBs. Die Entwicklung geht gerade in Richtung der Verbindung dieser verschiedenen Materialien. Wenn man die richtigen Maschinen hat, kann man sich sogar Mini-Drohnen ausdrucken, die tatsächlich fliegen können. Nur Metalldrucker sind noch ein bisschen teurer.
Ob selbst erstellt oder als Vorlage: Es lässt sich praktisch alles drucken
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4. Gibt es vorgefertigte 3D-Modelle zum Ausdrucken?

Im Internet stehen schon viele Objekte zur Verfügung, die man nur noch personalisieren muss. Man kann sich also ohne Vorkenntnisse im Bereich 3D-Modellieren einen 3D-Drucker kaufen, sich aus den Bibliotheken im Internet ein Objekt aussuchen und das dann auf Knopfdruck ausdrucken. Für den ersten Einstieg muss man nicht außergewöhnlich technikaffin sein. Problematisch kann da nur irgendwann die Rechte-Frage sein, wenn man sich Micky Maus oder Batman Figuren druckt.
Natürlich gibt es schon jetzt die ersten Leute, die es darauf anlegen, alles zu schützen und die ganz stolz darauf sind, 3D-Dateiformate zu entwickeln, die man mit Wasserzeichen versehen oder nur ein Mal ausdrucken kann. Klar, ein patentgeschütztes Objekt darf man nicht verkaufen, aber wenn man seine eigene Maschine hat und ein Objekt für den Hausgebrauch druckt, ist das eine Privatkopie – das ist nicht illegal.

5. Wie lange dauert ein 3D-Druck?

3D-Druck dauert lange. Für ein tischtennisballgroßes Objekt braucht ein 3D-Drucker moderate vier Stunden. Aber für ein Objekt mit einem Volumen von einem Dezimeter potenziert sich die Zeit entsprechend – da muss man schon einen ganzen Tag einkalkulieren. Auch die Komplexität des Objekts macht einen Unterschied, denn Komplexität vergrößert die Oberfläche. Je größer die Oberfläche, desto länger sind die Wege, die der Druckkopf zurücklegt und umso länger dauert es. Wenn die Oberfläche besonders fein aufgelöst werden soll, erhöht das noch einmal die Druckzeit, dann müssen die Objekte aber auch nicht mehr von Hand nachbearbeitet werden.
Einen solchen Schädel zu drucken, dauert seine Zeit (Bemalung nicht inkl.)
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3D Drucker

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