4 Wochen glatte Sommerbeine: So geht das Waxing schneller, einfacher und (fast) völlig schmerzfrei

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Sommer: Das bedeutet Sonne, See und Bikinisaison. Doch um die zu eröffnen, heißt es erstmal Beine enthaaren! Wer nicht täglich rasieren will, ist mit Waxing gut beraten. 4 bis 6 Wochen bleibt die Haut haarfrei, doch die Prozedur kann ziemlich schmerzhaft sein – vor allem, wenn man ein paar entscheidende Fehler begeht. Wir haben mit der Kosmetikerin Sophia Sedlacek gesprochen und geben 7 Tipps, wie das Waxing schneller, einfacher und deutlich weniger schmerzhaft wird.
Glatte, gebräunte Sommerbeine sind das schönste Accessoire des Sommers. (© Thinkstock via The Digitale)
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Glatte, gebräunte Sommerbeine sind das schönste Accessoire des Sommers. (© Thinkstock via The Digitale)
Er wäre der perfekte Kandidat für ein Waxing. (© Thinkstock via The Digitale)
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Er wäre der perfekte Kandidat für ein Waxing. (© Thinkstock via The Digitale)

Tipp 1: Das Haar darf nicht zu kurz sein

„Damit das Wachs das Haar gut halten kann, sollte es minimal einen halben Zentimeter lang sein“, erklärt Sophia Sedlacek. Andernfalls wird es schmerzhaft, denn: „Ansonsten reißt man mehr Haut als Haar aus.“ Wer sich in die Bikinizone wagt, sollte die Haare zuvor auf eine einheitliche Länge trimmen, zum Beispiel mit der Schere oder einem speziellen Trimmer.

Tipp 2: Mit Babypuder einschmieren

Ist die Haut ein wenig ölig oder fettig, bleiben die Härchen an den Wachsstreifen weniger gut haften. Die Folge: Das Wachs reißt zwar ordentlich, aber es bleibt kaum was hängen – und Du musst zwangsläufig über die bereits gereizte Hautpartie nochmal drüber. Nicht gut! Der Tipp der Expertin: „Im Studio tragen wir immer Babypuder auf die Stelle auf. Das entfettet und das Wachs hat einen festeren Griff auf Haut und Haar. Außerdem bleibt dann auch nicht so viel überschüssiges Wachs an der Haut kleben. Das ist auch ein guter Tipp für zu Hause“.
Gänsehaut? Keine gute Voraussetzung für ein erfolgreiches Waxing. (© Thinkstock via The Digitale)
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Gänsehaut? Keine gute Voraussetzung für ein erfolgreiches Waxing. (© Thinkstock via The Digitale)

Tipp 3: Nicht in gekühlten Räumen wachsen

Beim Waxing heißt es: Klimaanlage aus! Natürlich solltest Du auch nicht schwitzen, doch die Raumtemperatur muss angenehm warm sein. Bei Kälte ziehen sich nämlich die Poren zusammen und das kann für schmerzhafte Hautirritationen sorgen.

Tipp 4: Den richtigen Zeitpunkt abpassen

Nach einem stressigen Arbeitstag noch schnell die Kaltwachsstreifen aufkleben? Keine gute Idee. Denn wenn wir abgehetzt und angespannt sind, ist das Schmerzempfinden höher als bei vollkommener Entspannung. Außerdem ist erwiesen, dass die meisten Menschen morgens weniger schmerzempfindlich sind als abends. Zudem sollte das Waxing besser nicht um die Periode herum gemacht werden, da Frauen auch in dieser Zeit meist deutlich schmerzempfindlicher sind.
Mit Warmwachs heißt es vorsichtig umgehen und unbedingt die Temperatur prüfen. (© Thinkstock via The Digitale)
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Mit Warmwachs heißt es vorsichtig umgehen und unbedingt die Temperatur prüfen. (© Thinkstock via The Digitale)

Tipp 5: Kurz und schmerzlos abreißen

Wichtiges vorneweg: Wenn Du Heißwachs verwendest, solltest Du vor dem Auftragen die Temperatur testen. Einige Wachsbehälter haben ein integriertes Thermostat, das die optimale Temperatur bestimmt. Falls dieses fehlt, mach den Handgelenkstest: Wenn sich das Wachs an dieser Stelle angenehm anfühlt, kannst Du es auf die Beine auftragen. Ist es zu heiß, besteht akute Schmerzgefahr!

Das Wachs wird nun in Haarwuchsrichtung aufgetragen. „Wenn man die Haut beim Abziehen des Streifens etwas spannt, wird es weniger schmerzhaft“, verrät die Kosmetikerin. Wichtig: Streifen – und das gilt auch für Kaltwachsstreifen – entgegen der Haarwuchsrichtung mit einem kurzen Ruck abziehen und nicht zu weit weg von der Haut halten. Nach dem Abziehen die Handfläche kurz auf die Haut drücken, das beruhigt den Schmerz.
Jetzt bloß keinen Rückzieher machen! Kurz und schmerzlos lautet beim Waxing die Devise. (© Thinkstock via The Digitale)
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Jetzt bloß keinen Rückzieher machen! Kurz und schmerzlos lautet beim Waxing die Devise. (© Thinkstock via The Digitale)

Tipp 6: Pads statt Tabletten nehmen

So mancher Wachsanfänger würde den Schmerz am liebsten mit Schmerztabletten betäuben. Doch die Expertin rät davon ab: „Eine normale Behandlung sollte ohne Tablette locker auszuhalten sein.“ Wenn die Haut im Anschluss an das Waxing brennt oder gereizt ist, helfen kühlende Cremes oder Kühlpads. „Das fühlt sich oft sehr angenehm an.“ Auch gut: „Pflegendes und Beruhigendes drauf geben, z.B. Aloe-Vera-Produkte. Ansonsten reicht auch normale Feuchtigkeitspflege.“
Beim Sugaring wird die Masse einfach mit den Fingern aufgetragen und ohne Streifen abgezogen. (© Thinkstock)
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Beim Sugaring wird die Masse einfach mit den Fingern aufgetragen und ohne Streifen abgezogen. (© Thinkstock)

Tipp 7: Sugaring statt Waxing

Die kleine, nette Schwester des Waxings heißt übrigens Sugaring. Eine Zuckerpaste wird hier auf die Haut aufgetragen und ruckartig abgezogen, um die Haare zu entfernen. „Meiner Meinung nach ist das Sugaring etwas sanfter zur Haut. Mit dem Wachs zieht man entgegen der Haarwuchsrichtung ab, das führt oft zu Irritationen. Beim Sugaring mit der Wuchsrichtung”, erklärt Sophia Sedlacek. Die Prozedur beim Sugaring läuft sehr ähnlich wie bei Wachsen ab, allerdings ohne Stoffstreifen, da man die Zuckermasse, die wie Karamellbonbonmasse aussieht, einfach mit nassen Händen anfassen kann. So befeuchtet klebt die Paste auch nicht sofort alles an sich, was sie berührt.
Die Sugaring-Paste kannst Du auch ganz leicht zuhause herstellen. Aber Vorsicht: Hier besteht akute Verbrennungsgefahr! Heißer Zucker sollte niemals direkt auf die Haut aufgetragen werden. Die Masse muss vorher gut abkühlen. Und so einfach stellst Du sie her: Alle Zutaten werden in einem beschichteten Topf oder einer tiefen Pfanne vermischt und langsam erhitzt.
Lass die Masse langsam und beständig köcheln. Rühre dabei ständig um, um zu vermeiden, dass sie anbrennt.
Die Zuckermasse ist anfangs noch sehr flüssig und eher durchsichtig. Sie verfärbt sich im Laufe des Kochvorgangs in ein helles gelb bis braun.
Nach etwa 10 Minuten entsteht ein Sirup, der aber immer noch relativ flüssig erscheint. Erst nach dem Abkühlen und Durchkneten bekommt die Sugaring-Paste die gewünschte feste, klebrige Konsistenz.
Die abgekühlte Masse (wichtig!) ist dann bereit, benutzt zu werden. Damit die Paste nur auf dem gewünschten Körperbereich klebt, einfach die Finger in kaltes Wasser tauchen. So kannst Du die Masse moderieren und nutzen wie Du willst.
Paste gegen die Wuchsrichtung der Haare auftragen und mit der Wuchsrichtung samt Haaren abziehen.
Sophia Sedlacek ist Kosmetikerin in München.
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Sophia Sedlacek ist Kosmetikerin in München.

Das erste Mal ist das Schlimmste

Falls die Enthaarung trotz all dieser Tipps etwas schmerzt und ziept, hat die Kosmetikerin zum Abschluss noch eine gute Nachricht für uns: „Je öfter man das Waxing macht, desto weniger schmerzhaft wird es.“ Erinnerst Du Dich noch an das erste Mal Augenbrauenzupfen? Da tränten die Augen noch, heute merkst Du es kaum mehr. „Man gewöhnt sich mit der Zeit daran“, so die Erklärung des Profis. „Außerdem werden es immer weniger Haare, umso mehr Behandlungen man macht, da die Haare oft samt Wurzel ausgerissen werden.“ Und weniger Haare bedeutet weniger Ausreißfläche und damit deutlich weniger Schmerz beim nächsten Mal.
Unser Tipp: Das erste Waxing vom Profi machen lassen, die folgenden zuhause ausprobieren.
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