3D-TV – großes Kino zuhause?

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3D-TV – großes Kino zuhause?

Die TV-Technik macht unweigerlich große Fortschritte. Der Hype um HDTV ist mittlerweile beendet. Hochauflösendes Fernsehen in HD ist keine Besonderheit mehr. Stattdessen beherrschen die Begriffe "Smart-TV" sowie "3-D-TV" die Schlagzeilen und sorgen für Aufsehen. Smart-TV bezeichnet die Vernetzung des Fernsehgerätes. oder eines Streaming Mediaplayers wie dem Goolge Chromecast, mit dem Internet und die Funktionserweiterung mittels Applikationen. Mit 3-D-TVs gehören flache Filme und Sendungen in 2-D der Vergangenheit an. Genießen Sie beeindruckende Bilder mit räumlichem Tiefeneindruck. Das Geschehen spielt sich nicht mehr im Fernseher, sondern unmittelbar vor Ihren Augen ab. So machen Sie Ihr Home Entertainment Erlebnis perfekt! 

Dreidimensionales Filmvergnügen blieb zunächst Kinosälen vorbehalten. Ausgewählte Spielfilme erstrahlen dabei in Verbindung mit einer passenden Brille in 3-D. Als Zuschauer fühlen Sie sich direkt ins Geschehen versetzt. Rasante Verfolgungsjagden, packende Dramen oder Animationen spielen sich unmittelbar vor Ihren Augen ab. Bilder in drei Dimensionen sind keine aktuelle Erfindung. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts ging der erste Antrag für ein entsprechendes Patent ein. Die erste Hochphase der 3-D-Filme folgte in den 1950er-Jahren.

Die 3-D-Technik erlebt einen neuen Aufschwung

Seit 2006 erlebt die 3-D-Technik einen erneuten Aufschwung. Die auf Filmproduktionen spezialisierten Unternehmen setzen verstärkt auf dreidimensionale Filme. Dazu ermöglicht entsprechende Software die Konvertierung von 2-D-Inhalten nach 3-D. Die atemberaubende Technik sorgt weltweit für Faszination. Dank des großen Erfolgs der modernen 3-D-Filme konzentrieren sich die TV-Hersteller auf die Entwicklung von 3-D-Fernsehgeräten. Die ersten Fernseher mit 3-D-Unterstützung kamen im Jahr 2010 auf den Markt. Damit begann ein neues Zeitalter. Das Fernsehen der Zukunft ist dreidimensional. Immer mehr Geräte unterstützen die realistische Wiedergabe von Sendungen, Spielfilmen und Games in drei Dimensionen.

Die 3-D-Fernsehgeräte – auch 3-D-TV genannt – bringen die spektakulären, greifbaren Bilder aus den Kinos zu Ihnen nach Hause. Dank der räumlichen Darstellung wird Fernsehen zu einem atemberaubenden Erlebnis. Dies ist jedoch ausschließlich mit einem 3-D-fähigen Fernseher möglich. Ihr altes TV-Gerät können Sie leider nicht nachrüsten. Dieser Ratgeber unterstützt Sie beim Kauf eines neuen 3-D-Fernsehers. Sie erhalten Informationen bezüglich unterschiedlicher Technologien und Hinweise, was Sie bei der Kaufentscheidung zu beachten haben.

Über diese Punkte sollten Sie vor Ihrer Entscheidung Bescheid wissen

Mit einem 3-D-Fernseher liegen Sie voll im Trend. Seit der Markteinführung erfreuen sich die Geräte großer Beliebtheit. In immer mehr Wohnzimmern ist ein 3-D-TV zu finden und verspricht dort beste Unterhaltung. Grundgedanke ist dabei die Versorgung des linken sowie des rechten Auges mit verschiedenen Bildern. Die wahrgenommenen Bilder setzt das Gehirn zusammen. Dadurch entsteht der räumliche Tiefeneindruck. Die Möglichkeiten zur Realisierung der besagten Idee sind vielfältig. Im Hinblick auf 3-D-TVs existieren die Polarisations- sowie die Shuttertechnik. Bei beiden Optionen tragen Sie eine spezielle 3-D-Brille. Ohne eine solche Brille nehmen Sie lediglich ein verschwommenes Bild wahr.

Preisgünstige Technik bei 3-D-TVs: die Polarisationsbrille

Polarisationsbrillen kennen Sie aus den Kinos, die Technik ist bei Fernsehern dieselbe. Jeweils die Hälfte der Auflösung des TV-Gerätes ist für ein Auge reserviert. Durch polarisiertes Licht entsteht die Trennung der Bilder für linkes und rechtes Auge. Die aufgesetzte Brille lässt für das eine Auge lediglich horizontal polarisiertes Licht durch. Das Glas für das andere Auge durchdringt nur Licht mit in vertikaler Richtung schwingenden Anteilen. Der Fernseher zeigt die Bilder für die beiden Augen gleichzeitig. Vorteil dieser Technik sind die preisgünstigen Brillen. Sie erhalten bereits für wenige Euro ein Modell. Flimmereffekte bleiben aus. Aus diesem Grund empfinden Sie die Technik möglicherweise als angenehmer. Nachteil ist die verminderte Bildqualität. Durch die parallele Anzeige und der Aufteilung für linkes und rechtes Auge reduziert sich die vertikale Auflösung um die Hälfte. Bei Full-HD sehen Sie die angezeigten Filme statt in 1.920 x 1.080 Pixeln lediglich mit 1.920 x 540 Bildpunkten. Alternativ zur Bezeichnung Polarisationstechnik etablierte sich der Begriff der passiven 3-D-Methode.

3-D-TVs mit Shutterbrillen – volle Auflösung für beide Augen

3-D-Fernseher mit Shuttertechnik arbeiten vergleichsweise aufwendiger. Das TV-Gerät zeigt nacheinander ein Bild für das rechte und anschließend für das linke Auge. Gleichzeitig öffnet die dazugehörige Shutterbrille das dazu passende Glas und lässt für das angedachte Auge das gezeigte Bild durch. Das Sichtfeld des anderen Auges ist abgedunkelt. Somit bekommen Ihre Augen ausschließlich die jeweils angedachte Perspektive zu sehen. Von der vorgestellten Funktionsweise stammt der Name der Technik. Shutter ist aus dem englischen "to shut" für "schließen" abgeleitet. Die Brille schließt jeweils ein Glas. Die Bezeichnung Brillenglas ist dabei nur teilweise richtig: Die Gläser bestehen aus Flüssigkristallflächen. Shutterbrillen verfügen folglich über kleine LCD-Bildschirme. Voraussetzung für eine korrekte Funktionsweise der vorgestellten Technik ist die exakte Abstimmung mit dem TV-Gerät. Das erfolgt meistens über ein Infrarotsignal, alternativ mittels Bluetooth. Zudem benötigt die Brille Strom. Energiequelle ist ein wieder aufladbarer Akku. Nachteil der Shuttertechnik – auch aktive 3-D-Methode genannt – ist der deutlich höhere Anschaffungspreis der Brillen. Dazu lassen sich die Brillen nicht universell einsetzen, sondern sind an ein bestimmtes 3-D-TV-Gerät gebunden. Störend sind zudem der mitunter beklagte Flimmereffekt und der durch die aktive Brille bedingte Helligkeitsverlust. Sofern die Abstimmung zwischen Brille und Fernseher nicht exakt ist, kommt es zu Doppelkonturen. Die Experten nennen diesen Effekt "Crosstalk". Im Gegenzug nutzt jedes Auge die volle Auflösung des Fernsehers.

Zusammengefasst punktet die Polarisationstechnik mit günstigen Brillen und einem angenehmen Sehgefühl. Dafür müssen Sie eine halbierte Auflösung in Kauf nehmen. Gestochen scharfe Bilder erhalten Sie mit der deutlich teureren Shutterbrille, deren Tragen Sie aufgrund diverser Effekte möglicherweise als anstrengender empfinden. Entscheiden Sie sich, ob Ihnen die hohe Auflösung höhere Preise bei den Brillen wert ist. Orientieren Sie sich zudem an Ihrem persönlichen Empfinden beim Tragen einer Polarisations- oder Shutterbrille. Idealerweise probieren Sie vor dem Kauf beide Techniken aus. Informieren Sie sich bei 3-D-TVs mit Shutterbrillen mittels Testberichten und Kundenfeedback, wie stark mögliche Effekte wie Crosstalk oder Flimmern ausgeprägt sind. Die genannten "Nebenwirkungen" variieren von Modell zu Modell. Andernfalls könnte Ihr dreidimensionales Vergnügen zu Hause getrübt sein.

3-D-Fernsehgeräte ohne Brille noch verbesserungswürdig

Die neueste Generation der 3-D-TVs benötigt keine zusätzliche Brille mehr. Anstelle der Brille befindet sich unmittelbar vor dem Display eine Schicht mit Miniaturlinsen. Über eine Kamera ermittelt das Gerät die aktuelle Position der Gesichter der Zuschauer. Ausgehend von diesen Daten richtet der Fernseher die Linsen passend zum Blickwinkel der Betrachter aus. Mehrere Personen gleichzeitig kommen in den Genuss des dreidimensionalen Bildes. Die Technologie ohne Brille stößt derzeit allerdings noch an ihre Grenzen. Als Zuschauer haben Sie möglichst exakt vorgegebene Betrachtungsabstände einzuhalten. Andernfalls drohen Zerrbilder oder Sprünge in der Wahrnehmung. Dazu ist der räumliche Effekt im Vergleich zu TVs mit Brille deutlich weniger stark ausgeprägt. Außerdem reduziert sich – wie bei der Polarisationstechnik – die Auflösung. Verbesserte Bildalgorithmen zur Lösung der angesprochenen Probleme befinden sich bereits in der Entwicklung.

Große Bildschirmdiagonale bei 3-D-TVs empfehlenswert

Fernsehgeräte sind in unterschiedlichen Displaydiagonalen erhältlich. Die Hersteller erreichen mit ihren Modellen stetig größere Dimensionen. Besagte Entwicklung ist im Hinblick auf Fernsehen in drei Dimensionen erfreulich. Die Wirkung von 3-D-TVs erscheint umso beeindruckender, je größer Ihr Fernseher ist. Eine Hilfe bei der Wahl der richtigen Zollgröße ist der Abstand zwischen Ihrem Betrachtungsort und der Position des TV-Gerätes. Messen Sie den Betrachtungsabstand. Durch Halbieren des entsprechenden Wertes erhalten Sie die Bildschirmdiagonale, bei der Sie 3-D voll ausnutzen. Ein kleines Beispiel: Befindet sich Ihre Couch 2,5 Meter vom Fernseher entfernt, empfiehlt sich ein 3-D-TV mit einem Bildschirm von 125 Zentimetern. Demzufolge sollte Ihr TV-Gerät eine Displaydiagonale von ungefähr 50 Zoll aufweisen.

3-D-TV mit LCD oder Plasma – Vor- und Nachteile beider Optionen

Grundsätzlich ist bei Fernsehgeräten zu differenzieren in LCD- und Plasma-TVs. Beide Technologien haben sowohl ihre Vor- wie auch Nachteile. Plasmageräte punkten mit sehr kurzen Reaktionszeiten. Einzelne Bildpunkte sind sehr schnell aktiviert. Ein Pixel ist auf dem Bildschirm sofort zu sehen. Das schließt Crosstalk aus, sofern Brille und TV-Gerät perfekt abgestimmt sind. Dazu benötigt Plasma keine Aufwärmphase. Das Fernsehen in drei Dimensionen steht sofort nach dem Einschalten in seiner ganzen Pracht zur Verfügung. Ein Plasma-TV verliert durch sein unpolarisiertes Licht ohnehin bereits an Helligkeit. Besagte Wirkung verstärkt eine Shutterbrille zusätzlich. Das unpolarisierte Licht hat durch seine größere Streuung auch einen Vorteil: Es erweitert den Betrachtungswinkel. Seitliche Beobachter erhalten ebenfalls ein gutes Bild.

Durch den Einsatz von LEDs reduziert sich bei der LCD-Technologie die Gefahr von Crosstalk. Die Hersteller leuchten Bildschirmbereiche, in denen die unerwünschten Effekte bevorzugt auftreten, gezielt leicht geringer aus. Dennoch lässt sich Crosstalk bei LCDs nicht komplett ausschließen. Dafür überzeugt die Technologie mit hellen Bildern bei geringerem Stromverbrauch.

Abschließende Bemerkungen zum Kauf eines 3-D-TVs

Derzeit ist das Angebot an in 3-D gedrehten Filmen noch eher überschaubar. Es ist zwar möglich, zweidimensionale Filme nachträglich in 3-D zu konvertieren, darunter leidet allerdings das gezeigte Bild. Sie empfinden die Spielfilme als künstlich. Als Datenträger für Filme in drei Dimensionen sind Blu-Rays empfehlenswert. Dabei müssen alle verwendeten Geräte den Standard HDMI 1.4a unterstützen. Von 3-D-DVDs ist in den meisten Fällen abzuraten. Im Fernsehen übertragene Sendungen sind lediglich vereinzelt in 3-D verfügbar. Um bei 2-D-Inhalten in den Genuss eines räumlichen Tiefeneindrucks zu kommen, benötigen Sie einen Fernseher mit integrierter Konvertierungstechnik. Die Umwandlungstechnologie zeigt zweidimensionale Signale in 3-D-Qualität. Konzentrieren Sie sich neben der 3-D-Technologie beim Kauf eines neuen TV-Gerätes auf weitere Funktionen. Achten Sie auf Internet- und Netzwerkunterstützung. Empfehlenswert ist außerdem eine CI+-Schnittstelle. Zudem sollte Ihr 3-D-TV über mindestens zwei USB- und drei HDMI-Anschlüsse verfügen. Das Vorhandensein einer PVR-Funktion ermöglicht das Speichern von Sendungen auf einer angeschlossenen Festplatte.

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