3D-Sets: Bastelideen für Fadengrafiken, Stanzbögen und Hobbydols

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Basteln mit 3D-Sets: kreative Gestaltungsideen für Fadengrafiken, Stanzbögen und Hobbydols

Basteln mit Papier gehört zu den entspannendsten und schönsten Hobbys, die Viele bereits seit Kindertagen pflegen. Doch längst muss dabei nicht mehr mit schwerem Tonkarton hantiert werden, um bunte Bilder und Grußkarten zu erstellen. Mit Papiersets zum Basteln von Karten, Einladungen und anderen Papeterieartikeln können Sie ohne großen Aufwand dafür aber mit umso mehr Fantasie hübsche Ergebnisse erzielen.

In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen verschiedene Arten der 3D-Bastelsets vorstellen und Ihnen verraten, welche Variante für welche Zwecke am besten geeignet ist. Zum Schluss möchten wir Ihnen einige kreative Gestaltungsideen mit auf den Weg geben, um Ihnen den Einstieg in die Kunst des 3D-Bastelns zu erleichtern.

Was sind 3D-Sets und wozu werden sie genutzt?

3D-Sets können aus den unterschiedlichsten Komponenten bestehen. Dennoch haben Sie eines gemeinsam: Sie bilden ein nicht zwei- sondern dreidimensionales Endergebnis, dass dadurch mit Perspektive und Tiefe besticht. Die Dreidimensionalität wird dabei auf verschiedene Weise erreicht. Bei Fadengrafiken werden Stickfäden so durch Karton oder dickes Papier gezogen, dass raffinierte Muster entstehen. Stanzbögen bieten viele verschiedene Motive, die ausgestanzt wurden und nur noch vorsichtig herausgedrückt werden müssen. Sie werden dann mithilfe von Klebepads auf Karten oder andere Dekorationselemente aus Papier aufgeklebt, wodurch das Motiv seine Tiefe erhält. Hobbydols sind eine Mischform aus beiden Kunstformen. Bei der in den Niederlanden erfundenen Technik werden 3D-Bögen mit schönen Stickereien kombiniert.

Damit gerade Anfänger sich schnell ans Werk machen können, werden die meisten Utensilien zum Basteln mit 3D-Elementen in 3D-Sets verkauft. So haben Sie eine solide Grundausrüstung, mit der sich bereits allerhand anfangen lässt. Wen die Leidenschaft dann gepackt hat, der kann sich nach und nach mit weiteren Materialien und Zubehör eindecken. Eingesetzt werden 3D-Sets überall dort, wo schöne Bilder gefragt sind. Der wohl wichtigste Einsatzbereich sind Grußkarten und Einladungen, die mit diesen Techniken liebevoll verziert werden. So erhalten die Grüße eine besonders individuelle und persönliche Note. Wir möchten Ihnen im Folgenden die einzelnen Techniken einmal genauer vorstellen. Nach der Erklärung folgen kreative Ideen, wie Sie diese Techniken auf unterschiedliche Art und Weise anwenden können.

Fadengrafiken: Die Faszination der Geometrie

Wer an Fadengrafiken denkt, sieht oftmals noch die Bilder aus dem Mathematikunterricht vor sich. Mithilfe von geraden Linien entstanden damals vor unserem Auge die ersten selbst gezeichneten mathematischen Figuren. Diese könnten nicht nur gespiegelt und verschoben, sondern auch auf komplexe Art und Weise gedreht werden. Wen diese grafischen Figuren auch heute noch faszinieren, der ist mit Fadengrafiken gut beraten. Aber keine Sorge – Sie benötigen kein mathematisches Vorwissen, um mit dieser wunderbaren Kunstform zu beginnen. Fadengrafiken entstehen, indem man Fäden durch vorher ausgestanzte Löcher zieht. Durch die geraden Linien der Fäden entstehen so geometrische Muster, die besonders mit mehreren Farben eindrucksvoll wirken. Dabei können die Figuren je nach Schwierigkeitsgrad sehr komplex ausfallen und so den 3D-Effekt verstärken. Abgesehen von den tollen Mustern verleihen Fadengrafiken der Grundlage eine einzigartige Struktur, die besonders von weitem toll aussieht.

Neben geometrischen Figuren können auch kleine Stickmuster in das Motiv eingefügt werden. Ob Sie dafür Vorlagen verwenden, oder sich selbst Muster erstellen, hängt dabei von Ihrem Geschmack und ihrer Übung ab.

Fadengrafiken erstellen – so funktioniert's

Um Fadengrafiken zu erstellen, benötigen Sie zunächst ein Trägermaterial. Dies kann Pappe, Tonkarton oder ein besonders festes Zeichenpapier sein. Bevor Sie anfangen zu sticken, werden zunächst die Löcher vorgestanzt. Zum Arbeiten benötigen Sie nun folgende Gegenstände:

  •  Eine weiche Unterlage. Dafür eignet sich eine Prickelmatte oder eine dicke Moosgummiplatte.
  •  Eine Prickelvorlage. Diese gibt es in Sets oder einzeln käuflich zu erwerben. Sie bestehen aus festem Kunststoff, Papier oder auch aus Metall.
  •  Tonkarton, auf den das Muster aufgestickt werden soll. Hier können Sie selbst bestimmen, wie dick dieser sein sollte. Bedenken Sie, dass der Karton den Faden fest halten muss und hier mit Spannung gearbeitet wird. Zu dünne Papierarten können sich verformen oder Wellen schlagen. Auch bei der Farbwahl sind Sie hier nicht eingeschränkt.
  •   Zum Fixieren der Vorlage benötigen Sie kleine Stecknadeln.
  •   Garnkarten in verschiedenen Farben. Garnkarten sind Pappkarten, die mit verschiedenfarbigen Garnen versehen sind. Diese sind meist pro Karte farblich aufeinander abgestimmt. So können Sie zum Beispiel verschiedene Farben einer Farbfamilie, wie zum Beispiel Grüntöne, miteinander kombinieren, um den Tiefeneffekt der 3D-Grafik noch zu verstärken.
  •   Zum Einstechen der Löcher benötigen Sie eine Prickelnadel. Diese sind wie Stifte geformt und besitzen eine besonders scharfe Spitze. Es gibt Prickelnadeln in den verschiedensten Durchmessern. Achten Sie darauf, dass diese Nadel der Garnstärke entspricht.

Wenn Sie alle diese Komponenten beisammen haben, können Sie auch schon beginnen. Mithilfe der Stecknadeln wird das Motiv auf dem Trägermaterial befestigt. Das Trägermaterial liegt dabei auf der weichen Prickelunterlage. Nun können Sie beginnen, die Konturen des Motivs mit der Prickelnadel nachzustechen. Dafür setzen Sie gleichmäßige Stiche an den Konturen der Vorlage entlang. Sie können sich entscheiden, ob Sie das ganze Motiv oder nur Teile des Motivs übertragen möchten. Entfernen Sie nun das Motiv, können Sie das Lochmuster auf der Pappe erkennen. In Bastelanleitungen zum Thema Fadengrafiken wird meist vorgegeben, wie die Sticklängen sein sollten. Dafür werden die ersten 10 Löcher nummeriert und es ist zum Beispiel von „1 zu 3" oder „1 zu 5" die Rede. Im letzteren Fall bedeutet das beispielsweise, dass Sie vom ersten Loch in das fünfte Loch sticken sollen. Der Faden wird dafür auf der Rückseite mit einem Stück Klebefilm befestigt. Da die Grafiken im Anschluss daran in der Regel auf einen Kartenrohling geklebt werden, ist das Aussehen der Rückseite nicht wichtig. Es empfiehlt sich dabei die Seite als Rückseite zu verwenden, die durch das Durchstanzen entstandenen Unebenheiten aufweist. So ist die Vorderseite schön glatt und sieht ordentlich aus.

Gestaltungsideen mit Fadengrafiken

Fadengrafiken lassen sich optimal für das Basteln von Grußkarten einsetzen. Besonders runde Motive sind schnell erlernt und bieten tolle 3D-Effekte. Ob Sie diese auf Weihnachtskarten oder Einladungen verwenden, bleibt Ihnen überlassen. Unser Tipp: Arbeiten Sie mit verschiedenen Farben. So wird das Motiv noch plastischer und der 3D-Effekt wirkt noch schöner. Neben kleineren Motiven auf Karten können Sie auch ganze Bilder mit Fadengrafiken erstellen. Wählen Sie dabei einen möglichst kontrastierenden Untergrund aus – so wirken zum Beispiel Neonfarben auf schwarzem Untergrund besonders effektvoll.

Basteln mit Stanzbögen – schwelgen Sie in Romantik und Nostalgie

Stanzbögen sind Papierbögen, die mit bereits vorgestanzten Motiven versehen sind. Diese müssen nur noch vorsichtig aus dem Bogen gelöst werden und können danach ganz einfach weiterverarbeitet werden. Stanzbögen können dabei je nach Größe der einzelnen Elemente unterschiedlich viele Motive enthalten. Die Motive eines Stanzbogens sind aufeinander abgestimmt und ergänzen sich optimal. So sind meist mehrere größere Motive erhältlich, die von kleineren „Lückenfüllern" im selben Stil und in derselben Farbwelt ergänzt werden. So können Sie Grußkarten oder Einladungen professionell in einem einheitlichen Look gestalten. Stanzbögen sind oft mit nostalgischen Blumenmotiven oder romantischen Szenerien versehen und sprechen daher besonders die Damenwelt an. Auch weihnachtliche Motive, Motive zu Ostern oder Bilder zur Hochzeit sind sehr beliebt.

Häufig sind Stanzbögen auch mit geprägten Motiven ausgestattet, die an Glanzbilder oder Oblaten aus alten Zeiten erinnern. Der Vorteil: Die Motive müssen nicht mühsam ausgeschnitten werden, sondern werden einfach herausgetrennt.

Verspielte Karten mit Stanzbögen erstellen – so funktioniert's

Mit Stanzbögen und dem passenden Zubehör lassen sich tolle Einladungskarten und Grußkarten erstellen. Dazu benötigen Sie neben den Stanzbögen selbst noch einiges an Zubehör:

  • Kartenrohlinge in der bevorzugten Form. Kartenrohlinge gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Es gibt normale Klappkarten, Karten mit Passepartout oder auch Aufstellkarten.
  • Klebepads in verschiedenen Dicken. Damit werden die Motive der Stanzbögen auf die Unterlage aufgeklebt. Die Klebepads sind selbstklebend und bestehen meist aus einem Schaumstoffmaterial.  Das Material sorgt dafür, dass das Motiv nicht direkt auf dem Untergrund klebt, sondern mit 3D-Effekt etwas hervorsteht.
  • Weitere Dekorationsmaterialien. 3D-Karten leben davon, dass sie plastisch gestaltet sind. Also können und sollten die Karten zusätzlich mit anderen Dekoelementen versehen werden. Dabei gibt es Applikationen aus Stoff, in Schleifenform oder auch aus Holz oder Filz. Nutzen Sie diese Deko-Elemente jedoch nicht im Übermaß, sondern als schöne Akzente. Durch den gezielten Einsatz von verschiedenen Materialien wirkt die Karte noch verspielter und detailverliebter.
  • Bastelkleber benötigen Sie zum Fixieren verschiedenster Elemente. Ebenso wichtig: eine feine Bastelschere. Denn auch wenn die Stanzbögen nicht ausgeschnitten werden müssen, gibt es bei Papierarbeiten immer wieder Fälle, in denen eine Schere benötigt wird.

Das Basteln mit Stanzbögen ist eigentlich selbsterklärend, bedarf aber trotzdem einiger Übung. Denn die Zusammenstellung schöner Motive gelingt nicht immer gleich beim ersten Mal. Unser Tipp: Nutzen Sie zusammengestellte Sets. Hier sind die einzelnen Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt. Bevor Sie anfangen zu kleben, sollten Sie die Motive direkt auf der Karte auslegen.

Kreative Kartenideen aus Holland: Hobbydols bestechen mit süßen Motiven

Hobbydols ist eine Bastelreihe aus den Niederlanden, die die Elemente der Stanzbögen mit denen der Fadengrafik vereint. Mit den kreativen Sets können Sie Ihre Karten mit 3D-Bildern gestalten und dazu Ornamente oder andere Verzierungen mit Fadentechniken erstellen.  Mit Ihren tollen Motiven und vielen Bastelinspirationen konnte die Firma Hobbydols bereits weltweit eine große Fangemeinde aufbauen.

Hobbydols sind ein tolles Konzept für Anfänger, da hier alles auf einmal erhältlich ist. Kartenvorlagen, Bänder und Verzierungsgegenstände gehören dabei ebenso dazu, wie detaillierte Anleitungen zu den einzelnen Sets. Wer sich also zunächst noch nicht an eigenen Designs wagt, wird hier perfekt auf die Arbeit mit den verschiedenen Komponenten vorbereitet.

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