333er Edelmetallgoldgarn - TÄUSCHUNG

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Es ist nicht alles Gold, was glänzt!

Seit einiger Zeit beobachte ich die Angebote von Edelmetallgoldgarn-spulen und Silbergarnspulen:  Sie werden vom VK um 1890 datiert. Zum Silbergarn: der Begriff Silberstickerei ist wohl eher ein Neuzeitlicher, vor 1900 kenne ich nur die Kunst der Goldstickerei! 

Zum Goldgarn und seiner Erzeugung vor 1900:  In Goldspinnereien wurden Seidenfäden mit sogenanntem Lahn (geplättetem Gold oder Silberdraht)umsponnen. Während jetzt die Goldfäden wie andre Fäden behandelt werden, legte man sie früher parallel nebeneinander und nähte sie mit Überfangstichen fest. Auf den so erst gebildeten Grund wurde nun mit Plattstich die eigentliche Stickerei gesetzt, durch welche das Gold hindurchschimmerte. Nachzulesen auch in einschlägigen Büchern über die "Kunst der Goldstickerei"

333er Gold, auch Mosaisches Gold bereits vor 1900???

Gold 333 (8 Karat) besteht immer aus einem Drittel aus Gold sowie aus Silber und/oder Kupfer,  oft noch zusammen mit anderen Legierungszusätzen wie Nickel, Zink oder Zinn. In der Metallurgie werden Legierungen gewöhnlich nach ihrem Haupt-Legierungsmetall benannt. Demnach wäre eine 333er Goldlegierung mit beispielsweise 45% Silber und 22% Kupfer in Wirklichkeit eine goldhaltige Silberlegierung und kein Gold. Die angebotenen Spulen sind weder ihrem Aussehen noch dem darauf sichtbaren Faden nach, aus der angegebenen Zeiteindeutig aus den 50ern! Der Spule nach zu schließen sind sie um 1950 ! Vorsicht ist geboten!!! Hier zum Unterschied noch eine Spule

um 1900    Die Spulen waren damals viel höher.

9-10cm hoch. Hersteller und andere Angaben waren ausschließlich eingestanzt. Erst viel später gab es das aufgeklebte Etikett. Die Spulen der angebotenen Ware sind Etikettspulen. Der angebotene Faden ist viel zu dünn um ein gesponnener Faden zu sein! Wer sollte es sonst wissen, wenn nicht die goldmarie

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