3 Tipps zur Nahtfügung von EPDM-Dichtungsbahnen

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3 Tipps zur Nahtfügung von EPDM-Dichtungsbahnen

EPDM-Dichtungsbahnen sind Elastomerbahnen, mit deren Hilfe Dächer abgedichtet werden können. Hauptsächlich werden sie zur Abdichtung von Flachdächern eingesetzt. Um Feuchtigkeit zu 100 Prozent abzuhalten, kommt der Nahtfügung eine große Bedeutung bei. Alles über die verschiedenen Nahtverfahren, durch welche die Bahnen verbunden werden, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

  

EPDM-Dichtungsbahnen mit vielen positiven Eigenschaften

EPDM-Dichtungsbahnen werden seit Anfang der Sechzigerjahre eingesetzt. EPDM steht für Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk. Ihr Basis-Material ist Kautschuk, weshalb sie häufig als Kautschukbahnen bezeichnet werden. Die Kautschuk-Mischungen der Dachbahnen verschiedener Hersteller können variieren, EPDM hat sich aber als Dichtungsbahn durchgesetzt. Die Bahnen sind sehr elastisch, dehnbar und halten Temperaturen von -40°C bis zu +120°C aus. Die Elastomerbahnen werden vor allem bei der Abdichtung von Dächern eingesetzt, da sie eine lange Lebensdauer haben und resistent gegen unterschiedliche Chemikalien sind. Die Produkte können lose verlegt, vollflächig verklebt oder mechanisch befestigt werden und werden auch zur Abdichtung von Teichen verwendet.

  

EPDM-Dichtungsbahnen mittels Heißluft verschweißen

Um die Dachbahnen miteinander zu verbinden, gibt es drei verschiedene Möglichkeiten. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von Nahtfügungen. Die Bahnen können durch die Bearbeitung mit Heißluft verschweißt werden, denn sie sind mit einem PE-Fügerand ausgestattet. Dabei müssen die Kunststoffbahnen mindestens fünf Zentimeter überlappen und werden dann mit Heißluft weich gemacht und unter Druck verbunden. Die Schweißtemperatur liegt dabei zwischen 450 und 500 Grad Celsius. Der Anpressdruck sollte zwischen 5 und 6kp betragen.

  

Bahnen verbinden durch den Prozess der Vulkanisation

Eine weitere Möglichkeit, die Dichtungsbahnen miteinander zu verbinden, ist die Vulkanisation. Bei dem chemisch-technischen Verfahren wird das Material an den Randbereichen erhitzt und mit einem unvulkanisierten Hot-Bonding-Band versehen. Durch Temperaturen zwischen 120 bis 160 Grad Celsius vernetzen sich dann die Kautschukmoleküle.

  

Nahtfügung ohne Heißluft oder offene Flammen

Die letzte Variante besteht darin, überlappende Dichtungsbahnen mit einem Nahtband zu verbinden. Ohne Heißluft oder offene Flammen können so Nähte zwischen den Bahnen hergestellt werden. Die Verbindung selbst entsteht durch Polymerisation, die der Vulkanisation ähnelt. Die entstehenden Nähte dichten ebenfalls dauerhaft.

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