3 Eigenschaften, die eine Matratze haben sollte

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Darauf sollten Sie beim Matratzenkauf achten

Um gesund, fit und leistungsfähig zu bleiben, benötigt der Mensch einen ausreichenden und erholsamen Schlaf. Die Qualität der Matratze hat darauf einen ganz erheblichen Einfluss. In unserem Ratgeber möchten wir Ihnen die drei wichtigsten Eigenschaften, die jede Matratze haben sollte, näherbringen. Darüber hinaus werden wir Ihnen unterschiedliche Matratzentypen vorstellen und auf ihre Besonderheiten eingehen. Da im Handel unterschiedliche Matratzen angeboten werden, die sich durch verschiedene Eigenschaften auszeichnen, sind umfassende Informationen über die einzelnen Vor- und Nachteile eine gute Grundlage, um eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen. Um ein Bett zu einer komfortablen Schlafgelegenheit zu machen, sind ein passender Lattenrost und die richtige Matratze Grundvoraussetzungen. Es gibt drei wichtige Anforderungen, die jede Matratze erfüllen sollte.

Punktelastizität – die Garantie für hohen Liegekomfort

Eine gute Matratze passt sich in jeder Liege- oder Schlafposition dem Körper an. Schwerere Körperteile wie zum Beispiel die Schultern oder die Hüften sollten dabei tiefer einsinken können, ohne dass die Matratze durchhängt. Dabei muss gleichzeitig gewährleistet sein, dass die Matratze nicht nachfedert oder durchhängt. Ein wichtiges Kriterium bei der Matratzenauswahl ist also die sogenannte Punktelastizität. Das bedeutet, die Matratze muss sich auf einen bestimmten Punkt bezogen elastisch zeigen, in allen anderen Bereichen aber eine gewisse Härte und Stabilität aufweisen. Um festzustellen, ob eine Matratze diesen Anforderungen genügt, kann man die Faust möglichst stark auf einen bestimmten Punkt drücken. Verfügt die ausgewählte Matratze über die erforderliche Punktelastizität, wird sie nur an dieser Stelle dem Druck nachgeben. Die restliche Liegefläche bleibt stabil und fest.

Unterstützung in jeder Lage – die zweite wichtige Eigenschaft einer guten Matratze

Um sich im Schlaf perfekt entspannen zu können, muss die Wirbelsäule entlastet werden. In Rückenlage sollte die neue Matratze also die geschwungene S-Form der menschlichen Wirbelsäule unterstützen, indem sie dieser Form folgt. In anderen Positionen, also zum Beispiel in der Seitenlage, muss die Wirbelsäule eine horizontale Gerade darstellen. Das bedeutet, Hüfte und Schulter dürfen nur so weit in die Matratze einsinken, dass diese gerade Liegeposition entsteht, in der die Wirbelsäule unterstützt wird. Entscheidend dafür, dass die Matratze in jeder Lage die richtige Unterstützung für den Körper bietet, ist der Härtegrad. Je weicher die Matratze ist, umso weniger Unterstützung bietet sie der Wirbelsäule. Allerdings muss auch darauf geachtet werden, dass die Matratze individuell nicht zu hart ausgewählt wird. Sonst können schmerzhafte Druckpunkte entstehen und einen entspannten Schlaf unmöglich machen. Wer morgens regelmäßig unausgeschlafen und mit Rückenschmerzen aufwacht, sollte auf jeden Fall darüber nachdenken, sich eine neue, auf sein Gewicht angepasste Matratze zuzulegen. In der Rubrik Möbel und Wohnen finden Sie viele Informationen zu unterschiedlichen Matratzentypen in verschiedenen Härtegraden.

Die passende Matratze für ein angenehmes Körperklima

Die dritte wichtige Eigenschaft, auf die beim Matratzenkauf auf jeden Fall geachtet werden sollte, ist die Fähigkeit, Flüssigkeit aufzunehmen und abzuleiten. Ein gesunder Mensch verliert allein durch die Atmung in der Nacht bis zu einem halben Liter Flüssigkeit. Hinzu kommt der Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen. Der menschliche Körper hat bestimmte Regulationsfunktionen. Dazu gehört es unter anderem, dass bei einem tiefen und erholsamen Schlaf die Körpertemperatur um etwa 1,5 Grad abgesenkt wird. Kann der Körper aufgrund zu warmer Umgebungsbedingungen (die gesunde Schlafzimmertemperatur liegt zwischen 16 und 18 Grad Celsius) oder wegen zu warmer Decken und einer schlecht klimatisierten Matratze diese Absenkung nicht erreichen, beginnt der Mensch zu schwitzen.

Schlafhygiene ist wichtig für guten Schlaf

Eine gute Matratze muss also in der Lage sein, zum einen die im Schlaf entstehende Feuchtigkeit aufzunehmen, zum anderen muss sie diese Feuchtigkeit auch an die Umgebung abgeben können. Das bedeutet auch, dass die Qualität des Lattenrostes und die dadurch gegebene Unterlüftung der Matratze einen ganz erheblichen Einfluss auf das Körperklima in der Nacht haben. Eine gute Möglichkeit, um die Schlafhygiene sicherzustellen, sind Matratzenauflagen. Sie sind in der Lage, Flüssigkeit zuverlässig aufzunehmen. Als Material hat sich hier Schafwolle besonders bewährt, weil sie neben der Fähigkeit, Feuchtigkeit und Wärme zu regulieren, auch eine antibakterielle Wirkung hat. Passende Matratzenauflagen finden Sie unter Matratzenschoner-Auflagen. Wer die Tipps in unserem Ratgeber beim Matratzenkauf berücksichtigt, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Nachtruhe die Erholung bietet, die ein Mensch braucht, um körperlich und geistig leistungsfähig zu bleiben.

So unterscheiden sich die einzelnen Matratzentypen voneinander

Beim Kauf neuer Matratzen ist es wichtig, die Vor- und Nachteile der einzelnen Matratzentypen zu kennen. Nur so kann sichergestellt sein, dass die richtige Wahl getroffen wird. Im Handel sind derzeit unter anderem Latexmatratzen, Kaltschaum- und Viskoschaum-Matratzen, Taschenfederkern- und Federkernmatratzen erhältlich. Da Matratzen regelmäßig gewendet werden sollten, ist auch das Eigengewicht immer ein Entscheidungskriterium. Die leichteste Version stellt dabei die Kaltschaummatratze dar. Sie hat ein sehr geringes Eigengewicht und die Oberfläche fühlt sich weich und samtig an. Trotzdem besitzt der Matratzenkern eine hohe Stützkraft und sorgt für einen guten Liegekomfort. Wichtig ist, darauf zu achten, dass der Bezug aus feuchtigkeitstransportierendem Material besteht.

Was ist eine Taschenfederkernmatratze?

Die bekannteste und älteste Form einer Matratze ist die herkömmliche Federkernmatratze. Dabei besteht der Kern aus einem Verbund von Stahlfedern, die mit einer Polsterung umhüllt sind. Federkernmatratzen sind in der Regel preiswerter, haben aber nur eine geringe Punktelastizität. Außerdem können sie künstliche Magnetfelder aufbauen, die bei empfindlichen Menschen den Schlaf negativ beeinträchtigen können. Eine bessere Alternative sind die Taschenfederkernmatratzen. Hier ist jede einzelne Feder im Kern in ein separates Vliessäckchen eingenäht. Das sorgt für eine gute Punktelastizität und für einen gut geregelten Luftaustausch. Taschenfederkernmatratzen verfügen nachweislich über den höchsten Klimakomfort aller Matratzentypen.

das besondere an Viskoschaum-Matratzen

Eine besondere Variante stellen die Viskoschaum-Matratzen dar. Sie passen sich der Körperform an, indem sie die Körpertemperatur berücksichtigen. So kann der Körper in jeder Lage ideal entlastet werden. Viskoschaum-Matratzen sind besonders geeignet für Menschen, die längere Zeit liegen müssen, und wurden ursprünglich entwickelt für den Pflegebereich. Um ihre Eigenschaften voll entfalten zu können, sollte die Umgebungstemperatur im Schlafzimmer nicht unter 18 Grad Celsius absinken. Da die Viskoschaum-Matratze immer eine gewisse Zeit benötigt, um sich an die Lage des Schlafenden anzupassen, ist sie weniger geeignet für Menschen, die sich im Schlaf häufig bewegen. Die entstehenden Liegekuhlen können unter Umständen nicht schnell genug wieder ausgeglichen werden und beeinträchtigen deshalb möglicherweise den individuellen Liegekomfort.

Latexmatratzen – natürlich und gesund schlafen

Der Latexmatratze widmen wir in unserem Ratgeber ein eigenes Kapitel, weil sie viele unterschiedliche Eigenschaften hat, die eine besondere Beachtung verdienen. Latexmatratzen werden, wie alle anderen Matratzentypen auch, mit unterschiedlichen Härtegraden angeboten. So ist sichergestellt, dass auch Menschen mit einem höheren Körpergewicht die passende Matratze finden können. Latexmatratzen haben eine hohe Formstabilität. Der Matratzenkern ist in der Regel etwas dicker als bei den anderen Varianten. Dadurch wird eine hohe Stützkraft erreicht, obwohl sich die Matratze ausgesprochen weich und angenehm anfühlt. Außerdem verfügen Latex-Matratzen über die höchste Punktstabilität aller Matratzentypen. Sie zeichnen sich bei richtiger Pflege durch eine hohe Langlebigkeit aus. Dank der Zonentechnik, die bei Latexmatratzen durch unterschiedliche Lochstärken erzeugt wird, bietet sie eine gute Anpassung der Matratze an den menschlichen Körper. Gute Latexmatratzen verfügen über sieben Zonen. Da das Material offenporig ist, findet auch ein guter Feuchtigkeitsaustausch statt. Latexmatratzen eignen sich ausgezeichnet für Allergiker, weil hier die Staubentwicklung deutlich reduziert ist.

Die Matratze muss zum Lattenrost passen

Positiv ist, dass es Matratzen in vielen unterschiedlichen Abmessungen gibt. So ist es relativ leicht, für jedes Bett auch die passende Auflage zu finden. Beim Matratzenkauf sollte allerdings darauf geachtet werden, dass der ausgewählte Typ auch zum vorhandenen Lattenrost passt. Besonders wenn verstellbare oder elektrisch verstellbare Lattenroste vorhanden sind, ist dieses Kriterium sehr wichtig. Es gibt Matratzentypen, die sich nicht mit dieser Art von Lattenrosten kombinieren lassen. Die Herstellerangaben sollten aus diesem Grund genau beachtet werden. Hier ist immer detailliert verzeichnet, welche besonderen Voraussetzungen beim Einsatz der jeweiligen Matratze zu beachten sind. Eine gute Möglichkeit, hier allen möglichen Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, ist eine Erneuerung der vorhandenen Lattenroste. Da auch diese einer ständigen Belastung unterzogen sind, können sie mit den Jahren ihre Elastizität und Stützfähigkeit verlieren. Matratzen und Lattenroste sollten aber eine perfekte Einheit bilden, damit der Schlaf den Erholungsfaktor bieten kann, der notwendig ist, um ausgeruht und erholt in den Tag zu starten.

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