28 Weeks later (28 Days later), Robert Carlyle, auf DVD

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28 Weeks later (DVD), - alles, was man im 1.Teil leider (noch) nicht zeigen konnte ...

 ... wird jetzt hier durchaus überraschend gut wie überzeugend nachgeholt.

Und, auch (oder eben gerade) dadurch macht dieser Film hier mal nicht so ganz den durchaus immer berechtigten Eindruck einer vollkommen plumpen und leider noch fantasieloseren, üblen Fortsetzung eines guten Streifens (wie es halt nur sonst i.d.R. der Fall zu sein scheint). Sondern scheint sogar - allerdings mehr unbeabsichtigt - rein zeitlich betrachtet sogar noch vor den Ereignissen aus "28 Tage später" zu spielen bzw. die viel zu kurz abgehandelten Zustände von dort nochmals, - nun hier etwas ausführlicher darzustellen.

Zur allgemeinen Rahmenhandlung dieses Film's:

Sie ist selbst jenen, die den anderen Streifen noch garnicht kennen sollten, spätestens seit/durch diese ganzen, etlichen anderen Zombie,- Science Fiction oder einfach nur banal "Endzeitfilme" bekannt genug.

Durch einen grauenvollen Virus (nennen wir ihn einfach hier mal die reine, ungezügelte Wut,- oder, und zum etwas besseren Vergleich mit dieser realen Krankheit, einfach nur Tollwut), der innerhalb von buchstäblich nur Sekunden jeden, der damit über Blut bzw. Schleimhäute [Schmier / Tröpfeninfektion] in Kontakt kommt, zu einem rasendes Monster mutieren läßt, nur allein und vollständig von den Instinkten angetrieben, zu fressen / beißen und somit sämtliche anderen ebenfalls anzustecken, ist die englischen Insel fast komplett entvölkert.

Ein paar Überlebende hier und da versuchen, sich zu verbergen und kämpfen dabei (sowohl gegen Fremde als auch jeden näher stehenden Bekannten / Angehörigen) nur noch um ihr nacktes Überleben, verbunden mit der alleinigen Hoffnung, die Infizierten verhungern, bevor sie von ihnen aufgespührt werden.

Irgendwann gelingt es allerdings dem Militär (auch hier wieder einmal mehr schön propagandistisch als US - Angehörige dargestellt ... "die Herrschaft des Feuers" lässt jedenfalls gewaltig grüßen), die Lage wieder soweit unter Kontrolle zu bringen, es werden einige noch saubere Nischen geschaffen, mit ständiger Überwachung aller Bewohner und natürlich auch einmal mehr den strengsten, medizinischen Aus,-und Einreise - Kontrollen.

Dann passiert allerdings etwas, was so in der Art noch nicht im ersten Teil gezeigt wurde. Es beginnt sich bei ein paar Individuen so etwas wie eine natürlich - evolutionäre Immunität gegen das Virus herauszubilden und diese Menschen fungieren nun somit als reine Überträger bzw. "Wirtstiere" des Virus. Also können selbst nicht daran erkranken, aber sind extrem ansteckend für alle anderen.

Leider werden die Möglichkeiten, die sich hier nun dadurch ergeben könnten, nicht sofort und schnellstens erkannt / genutzt, und als es diese geringe Chance fast garnicht mehr gibt, ist sie bereits ungenützt verstrichen.

Die Seuche breitet sich dadurch nun auch noch innerhalb der freien Zonen viel zu schnell aus. Zunächst wird noch versucht, das ganze selektiv durch Tötung frisch / bereits Infizierter einzudämmen. Dann aber bleibt halt nur noch die Möglichkeit bestehen, alles durch einen Großputz zu regeln (inclusive Brand - Bombardements, Nervengaseinsatz und hinterher Flammenwerfer - Ausrottungs Einheiten, die dabei auch nicht sehr zimperlich sind bzw. hier so genau darauf achten werden, wer nun dabei gerade vor der eigenen Mündung stehen wird).

In Ornung, jetzt werden garantiert bereits einige anmerken: Moment mal, das habe ich doch bereits alles schon einmal gehört bzw. anderswo gesehen. Stimmt ja auch, - Anspielungen auf z.B. die "X - Men" Filme, auf "DNA - Experiment des Wahnsinns",- hier eigentlich eher auf seinen Ursprungsfilm "die Insel des Dr. Moreau" oder auch Stephen King's "the Stand - das letzte Gefecht", "George A. Romero's "Land of the Dead" usw. usf. sind ja auch nur zu offensichtlich.

Was allerdings umso mehr im Gedächtnis hängenbleiben werden wird, sind aber diese echt hammerharten Szenen, mit welcher Skrupellosigkeit und ausgesprochenen Brutalität, begründet halt nur aus der reinen Verzweiflung die Menschen in diesem Film hier agieren bzw. darin selbst und nicht gerade leicht zu schlucken so einiges zu sehen ist.

Und, noch ein paar weitere Informationen,- oder auch mehr rein individuelle / subjektive Eindrücke dazu:

Von Robert Carlyle ("Trainspotting", "HITLER - Aufstieg des Bösen", "Ravenous - friss oder stirb"), der, zumindest den ganzen Anfang hindurch und ebenfalls mal so zwischendurch auch dann später im Film so etwas wie eine tragende Hauptrolle hier spielt, und, entgegen allen Erwartungen gegen sein inzwischen aufgedrücktes Schauspieler - Image als Psychopat vom Dienst versucht anzugehen (gut dazu vergleichbar: Gary Oldman und / oder Malcolm McDowell), sowie sich dabei redlich bemüht, sämtliche menschlichen, eben nur allzu simpel nachzuvollziehenden Facetten zu zeigen, wie z.B. Reue, Gewissensbisse usw., nicht so ganz unbedingt eine, seiner absoluten Glanzdarstellung.

Auch Catherine McCormack ("Spy Game - der finale Countdown" ... einer breiteren Öffentlichkeit auch besonders bekannt geworden als die hingemeuchelte Frau von William Wallace in Mel Gibson's Schlachtspektakel "Braveheart") hat sich hier nicht so besonders mit ruhm,- bzw. großartig erwähnenswerten, schauspielerischen Leistungen ausgezeichnet.

Sämtliche anderen Beteiligten sind wie in "28 Tage später" entweder nur einem kleinen Insiderkreis bzw. ausschließlich in England bekannt, oder haben zumindest mir ganz persönlich dabei nicht das gerinste gesagt.

Das exakte Ende möchte ich hier auch besser nicht vollständig verraten bzw. bereits jetzt schon für jeden auflösen. Wer allerdings die unzensierte Langfassung von "Tanz der Teufel 3" ("Armee der Finsternis") oder auch "Alien 4" aus der Extended - Version kennen sollte, dürfte nicht allzu besonders hier überrascht werden. Eventuell sogar noch etwas enttäuscht.

Fazit: Kauf,- bzw. uneingeschränkte Ausleihtip - Empfehlung. Für Fans und Besitzer des anderen Film's. Und natürlich auch aus Gründen der Vollständigkeit in seiner DVD - Sammlung ja sowieso.

Aber auch für reine und zumindest etwas anspruchslosere Gelegenheitszuschauer, die hier auch nicht gerade unbedingt extrem zart besaitet sein sollten, denn - wie schon bereits angedeutet - einiges, das hier zu sehen ist, dürfte nicht wirklich besonders leicht verdauliche Filmkost darstellen.
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