2.70. Pro und Kontra zum Thema neue Verkleidung an Moped und Mokick?

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2.70. Pro und Kontra zum Thema neue Verkleidung an Moped und Mokick?

Endlich haben Sie Ihren lang gehegten Wunsch erfüllt und sich ein Moped zugelegt. Doch irgendwie spricht das Äußere Sie nicht hundertprozentig an. Oder sind gar unschöne Kratzer oder Schäden auf dem Lack zu entdecken? Vor allem, wenn man einen Motorroller gebraucht kauft, muss man schließlich den einen oder anderen Kompromiss eingehen, wenn ein wirklich günstiges Fahrzeug erstanden werden soll. Kaum gefahrene Mopeds in einem perfekten Pflegezustand werden selten zu wirklich günstigen Preisen abgegeben – warum auch, schließlich hat der Vorbesitzer Zeit und Geld in die Wartung und Pflege seines Rollers investiert.

Die Klassifizierung „Naked Bike“ trifft auf Straßenmotorräder zu, die ohne Verkleidung gefahren werden. Bei Mopeds ist das allerdings nicht üblich. Diese sind meist standardmäßig verkleidet, wobei diese Verkleidung natürlich auch je nach Geschmack und Belieben verändert werden kann. Da die Verkleidung wesentlich zum Aussehen Ihres Mopeds beiträgt, ist die Frage nach einer neuen Verkleidung nicht unwesentlich. Auch wenn es Ihnen „nur“ um das Äußere geht, kann sich eine Investition lohnen. Schließlich haben Sie sich das Gefährt zugelegt, um möglichst oft damit zu fahren. Da ist der Kaufpreis alleine schon verlorenes Geld, wenn Ihnen das Aussehen so zuwider ist, dass Sie sich gar nicht in den Sattel schwingen möchten. Bei neu gekauften Mopeds können Sie sich noch aussuchen, wie diese aussehen sollten. Bei gebrauchten Rollern, egal ob gekauft oder geschenkt, haben Sie diese Möglichkeit allerdings nicht mehr.

Die Verkleidung eines Mopeds ist nicht nur eine Frage des Aussehens. Eine gute Verkleidung kann nicht nur die darunterliegenden Teile schützen, sondern sie verhindert vor allem einen zu starken Luftdruck auf den Fahrer. Dieser kann während einer flotteren Fahrt sehr unangenehm ansteigen und das Fahren anstrengend machen. Zudem ist die Verkleidung, im Gegensatz zum Mopedfahrer, aerodynamisch geformt. Das bedeutet, dass sie den Luftzug weit besser ablenkt als dieser. Durch den geringeren Luftwiderstand braucht der Motor für die gleiche Geschwindigkeit weniger Leistung. Da Mopeds – meistens – nicht als Rennmaschinen verwendet und eher langsam gefahren werden, ist der Unterschied marginal. Den Komfort eines Windschutzes können Sie dafür auch bei langsameren Fahrten bereits deutlich spüren.

Ein Kontra bezüglich des Teileschutzes ist, dass die Verkleidung selbst manchmal teurer sein kann als etwa die Ausbeulung eines eingedellten Tanks. Besonders ausgefallene, sportliche Designs sind in der Anschaffung alles andere als günstig. Und bei einem Sturz werden auch sie beschädigt und müssen eventuell repariert oder neu lackiert werden. Natürlich stören Kratzer oder Dellen in der Verkleidung nicht die Fahrweise des Mopeds. Ein Reparieren dieser fiele eher in die Sparte „kosmetischer Eingriffe“.

Wie können Sie Ihr Moped oder Mokick eigentlich klassifizieren?

Die Einteilung in verschiedene Kategorien ist nicht immer einfach. Das liegt unter anderem daran, dass die verschiedenen Begriffe umgangssprachlich synonym verwendet werden. Zudem sind einige Bauweisen bereits ausgestorben und haben ihren Namen neueren Modellen überlassen.

Der Name der Oberkategorie lautet Kleinkrafträder. Als solche werden alle zwei- oder dreirädrigen Fahrzeuge bezeichnet, die über einen Hubraum von maximal fünfzig Kubikzentimeter verfügen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit der meisten Kleinkrafträder liegt bei 45-50 km/h. Sie werden mit einem Kraftstoff- oder Benzinmotor angetrieben. Das Elektro-Fahrrad gehört nicht in diese Kategorie.

Mofa ist eine Abkürzung für „motorisiertes Fahrrad“. Diese sind mit Pedalen ausgestattet und werden daher als Mopeds kategorisiert. Sie dürfen nur mit Höchstgeschwindigkeiten von 25 km/h unterwegs sein und verlieren damit seit dem Aufkommen des E-Fahrrads laufend an Beliebtheit. Sie können motorradähnlich oder als Motorroller gebaut werden.

Als Motorroller oder nur Roller werden alle Kleinkrafträder bezeichnet, die zwischen Sitzbank und Frontkarosserie einen Durchstieg haben. Dadurch werden sie vermehrt von Fahrerinnen benutzt, denn im Gegensatz zu einem Knieschluss-Moped können diese auch in einem Rock oder Kleid gefahren werden. Motorroller gibt es in verschiedenen Klassen und Motorstärken.

Mokicks werden mit Knieschluss gefahren und ähneln in ihrem Aussehen und ihrer Bauweise kleinen Motorrädern. Auch für sie gibt es verschiedene Getriebe und Motoren. Zumeist werden sie mit einem Kickstarter angelassen. Die zum Teil auch als Maxi-Roller bezeichneten 125-er-Maschinen bilden den Übergang zu den Motorrädern. Sie gehören zu den Leichtkrafträdern und sind damit relativ schwache, kleine Motorräder.

Der allgemein verwendete Überbegriff für all diese Kleinkrafträder ist Moped. Mofas, Mokicks und Roller werden allesamt in der Umgangssprache Mopeds genannt. Ursprünglich bezeichnete dieser Begriff nur jene Kleinkrafträder, die mit Pedalen geschalten wurden.

Diese Moped-Verkleidungen können Sie an Ihrem Roller anbringen

Die Motorroller-Verkleidung ist immer ein wandelbarer Bestandteil eines Mopeds. Sie kann auf verschiedene Arten verändert werden, denn sie besteht aus mehreren Teilen. Wie viele Teile das sind, hängt ganz davon ab, welchem Modell das Fahrzeug entspricht. Auch die unterschiedlichen Herstellerfirmen bieten verschiedene Verkleidungen für ihre Roller an.

Sie können einen kompletten Satz besorgen oder auch nur einzelne Teile – je nachdem, wofür Sie es benötigen. Gefällt Ihnen Ihr Roller so, wie er ist und es ist nur ein Teil beschädigt, so müssen Sie nicht gleich ein ganzes Verkleidungsset kaufen, um ein Bauteil zu ersetzen. Aus wie vielen Teilen eine Verkleidung besteht, hängt auch vom Hersteller ab. Die Verkleidungen für Mopeds verschiedener Baujahre- oder Typen vom selben Hersteller sind oft kompatibel miteinander. So haben Sie die Möglichkeit, Ihrem alten Roller ein komplett neues Aussehen zu verleihen.

Eine Komplettverkleidung kann aus folgenden Teilen bestehen:

-       Einer  Frontverkleidung

-       Einer Lenkerverkleidung. Oft ist eine Tacho-Abdeckung bei dieser mit inbegriffen

-       Seitenteilen 

-       Einem Schutzblech vorne am Moped

-       Einem Heckteil und einer Heckabdeckung 

-       Einer Tankhaube

Auch ausgefallenere Teile können als Verkleidung angebracht werden:

-         Speziell designte Seitenverkleidungen

-         Besonders geformte Karosseriedurchgänge bei Motorrollern

-         Spoiler- und Motorverkleidungen

-         Unterboden- und Spritzschutzteile

Je mehr Teile ein Set enthält, desto teurer ist es in der Regel. Allerdings ist das Erstehen einer Komplettverkleidung trotzdem meist günstiger, als wenn Sie jedes Teil einzeln kaufen. Hier können Sie kalkulieren, wie viele und welche Teile Sie an Ihrem Roller anbringen möchten und ob sich die Anschaffung eines Sets lohnen könnte. Natürlich hängen die Preise auch stark von den Herstellern selbst ab. Vor allem Einzelteile können Sie zudem auch gebraucht erstehen. Das ist besonders günstig, wenn Sie nur einen oder zwei Bauteile schlichtweg ersetzen müssen. Wenn die Ersatz-Verkleidungsteile vom gleichen Hersteller sind, darf es kein Problem sein, sie in die Original-Verkleidung einzubauen.

Verkleidungsteile können lackiert sein. Dies ist jedoch nicht immer Standard. Manche Hersteller überlassen ihren Kunden selbst die Farbgebung ihres Kleinkraftrads. Wenn Sie bereits eine genaue Vorstellung vom Aussehen Ihres Mopeds haben oder sich künstlerisch verwirklichen wollen, ist eine solche Variante empfehlenswert. Besonders ausgefallene Muster lassen sich auf unlackierten Oberflächen besser verwirklichen als auf bereits lackierten. Doch auch wenn Sie gebrauchte Teile erwerben oder bereits besitzen, können Sie diese selbst neu lackieren und müssen nicht unbedingt auf die (teure) Hilfe eines Profis zurückgreifen. Sogar kleinere Schäden können mit Spachtelmasse in Eigenregie behoben werden. Wenn Sie geschickt sind und gut mit Werkzeugen umgehen können sind Ihnen im Bereich der Verkleidung kaum Grenzen gesetzt. Schließlich ist die Verkleidung selbst nicht notwendig damit das Moped funktioniert und fahren kann. Allzu ausgefallene Ideen können höchstens aufgrund der TÜV-Zulässigkeit nicht immer ausgeführt werden. Damit Sie das Moped fahren dürfen, muss dieses schließlich TÜV-geprüft und abgesegnet sein.

Moped-Verkleidungen bestehen entweder aus Blech oder aus Kunststoff. Doch egal welches Material Sie bevorzugen, es sollte so stabil und kratzfest wie möglich sein. Durch ein gelegentliches Umkippen des Mofas sollte nicht sofort die gesamte Verkleidung repariert oder ersetzt werden müssen. Vor allem Kunststoffverkleidungen sind durch die Struktur des Stoffes meist besonders kratzfest und beulen nicht so schnell ein wie Blech.

Pro und Kontra in einem kleinen Überblick

Was für eine neue Verkleidung Ihres Rollers spricht:

-         Sie können das Aussehen Ihres Mopeds selbst bestimmen.

-         Kaputte oder nicht vorhandene Teile können ersetzt werden.

-         Es ist fast immer angenehmer, mit Windschutz zu fahren als ohne.

-         Wenn Sie gerne an Ihrem Roller herumschrauben aber wichtige Teile lieber nicht anrühren, können Sie sich bei der Gestaltung der neuen Verkleidung austoben.

Warum Sie sich besser keine neue Verkleidung zulegen sollten:

-         Neue Verkleidungen können in der Anschaffung teuer sein. Wenn Ihr Roller also bereits verkleidet ist, lohnt es sich eventuell nicht so viel Geld nur für ein neues Aussehen auszugeben.

-         Das Reparieren der alten Verkleidung kann günstiger sein als das Erstehen einer neuen. Zudem können Sie dabei auch selbst Hand anlegen.

-         Auch wenn die Teile oftmals mit verschiedenen Modellen kompatibel sind, müssen sie nicht immer passen. Achten Sie vor einem Kauf darauf, ob die Verkleidung auch ganz bestimmt auf Ihren Moped-Typus passt.

So finden Sie die passende Verkleidung für Ihr Moped

Eine Option, die Ihnen immer offen steht, ist natürlich das Kontaktieren des Herstellers selbst. Diese haben in ihren Filialen oft bestimmte Teile lagernd oder sie können sie zumindest problemlos bestellen. Besonders bei aktuellen Modellen geht das meist sehr rasch. Auch Automechaniker haben in der Regel gute Verbindungen und können Ihnen die gewünschte Verkleidung ohne Weiteres besorgen.

Wenn Sie sich jedoch lieber selbst um die neue Verkleidung für Ihr Mokick kümmern wollen, sehen Sie sich doch im Internet um. Online-Märkte, Auktionen und Inserate bieten nicht nur eine gewaltige Auswahl, Sie können zudem gleich Preise und Angebote miteinander vergleichen. Ob Sie nun ein neuwertiges Verkleidungsset erstehen möchten oder gebrauchte Einzelteile, hier werden Sie garantiert fündig.

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