1957 bis 1991: die Geschichte der Barkas-Nutzfahrzeuge

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1957 bis 1991: die Geschichte der Barkas-Nutzfahrzeuge

Barkas entstand 1957 in Karl-Marx-Stadt und war einer der größten Fahrzeughersteller der damaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Das Unternehmen stellte vor allem kleine Transporter her und konnte während seines knapp 35-jährigen Bestehens niemals die große Nachfrage decken, die es im Inland gab. Im Jahr wurden durchschnittlich nur wenige tausend Fahrzeuge produziert und es kam zu mehrjährigen Wartezeiten.

 

Der Barkas B1000 wurde über 30 Jahre hergestellt

Das mit Abstand bekannteste Auto von Barkas ist der B1000, der zwischen 1961 und 1991 produziert wurde. Von diesem Modell wurden insgesamt über 175.000 Stück verkauft. Das Fahrzeug ist dabei das einzige der Firma, das in Serie hergestellt wurde. Es waren zwar mehrere Weiterentwicklungen in der Planung, von denen es auch Prototypen gab. Jedoch durften diese zumeist aus politischen Gründen nicht fertiggestellt werden.

  

Technische Rahmendaten und Nutzung des Barkas B1000

Der Barkas B1000 verfügte über einen 1,0 Liter Ottomotor und ein Leergewicht von 1.240 Kilogramm. Er war 4,52 Meter lang, 1,86 Meter breit und 1,85 Meter hoch. Das Modell war vielseitig einsetzbar und wurde sowohl als Fahrzeug für den Transport von Personen als auch als Kranken-, Polizei- und Feuerwehrwagen genutzt.

 

Das einzige Nachfolgemodell: der Barkas B1000-1

Erst mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 kam in der Folge der B1000-1 auf den Markt, der sich von seinem Vorgänger durch einen effizienten Viertakt-Motor unterschied. Dieser verkaufte sich bis zur Einstellung der Produktion im April 1991 noch immerhin knapp 2.000 Mal.

 

Nach der Wiedervereinigung kam für Barkas das schnelle Ende

Wie so viele andere Betriebe in der ehemaligen DDR war die volkseigene Barkas auf internationalen Märkten nicht wettbewerbsfähig. Daher wurde das Unternehmen 1991 von der Treuhand abgewickelt, da es nicht möglich war, Barkas nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen zu privatisieren. Die technische Entwicklung lief einfach mehrere Jahrzehnte hinterher, sodass es keinen Sinn mehr machte, die Produktion aufrechtzuerhalten. Durch die nun offenen Märkte gab es keine Nachfrage mehr nach den alten Modellen aus Ostdeutschland.

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