10 gute Gründe für Lightning-Adapter

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Adaptives Interface, automatische Anpassung der Pins & Co: 10 gute Gründe für Lightning-Adapter

Die Lightning-Schnittstelle ist von Apple speziell für noch dünnere Bauweisen in mobilen Geräten entwickelt worden und wurde am 12. September 2012 der Öffentlichkeit präsentiert. Die neue Schnittstelle ersetzt den vorherigen 30-poligen-Anschluss von Apple. Kompatibilität zwischen der alten und neuen Schnittstelle wird mithilfe von Lightning-Adaptern hergestellt. Der folgende Artikel informiert Sie ausführlich über die Lightning-Schnittstelle und erklärt die Vorteile der Verwendung eines Lightning-Adapters.

Der Vorgänger: die 30-pin-Schnittstelle

Die 30-pin-Schnittstelle wurde von Apple im Jahr 2003 eingeführt. Bis zur Vorstellung der Lightning-Schnittstelle war diese der Standard bei mobilen Geräten von Apple. Im iPod der 3. und 4. Generation, dem iPhone der ersten Generation, dem iPhone 3G & 3GS, dem iPhone 4 & 4s und dem iPad der ersten und zweiten Generation ist diese verbaut. Der Docking-Port unterstützt im ursprünglichen Design FireWire, USB und Audio-Signale. Mit der Möglichkeit Videos über einen iPod anzuschauen, wurde die Schnittstelle um die Unterstützung von Video-Signalen erweitert. Aufgrund der großen Beliebtheit von iPhone und iPod, die diese Schnittstelle verwenden, entwickelten zahlreiche Dritthersteller Geräte, die über die 30-pin-Schnittstelle angeschlossen werden. Der breite Stecker ist nur einseitig einsteckbar.

Die Lightning-Schnittstelle

Die ersten mobilen Geräte, in denen die Lightning-Schnittstelle integriert ist, sind das iPhone 5, das iPod Touch in der 5. Generation, der iPod nano in der 7. Generation, das iPad in der 4. Generation und das iPad mini. Der Lightning-Stecker ist auf der Ober- und Unterseite mit jeweils 8 Kontakten ausgestattet und arbeitet vollständig digital. Da die 8 Kontakte der Oberseite mit denen der Unterseite direkt verbunden sind, kommen effektiv nur 8 Kontakte zum Einsatz. Aufgrund der Verwendung von 8 Pins anstelle von 30 ist eine wesentlich kompaktere Bauweise möglich. Das Gehäuse des Steckers besteht aus Metall und dient der Abschirmung gegen Störquellen. Die Lightning-Buchse ist ebenfalls mit 8 Kontakten ausgestattet. Im Gegensatz zum vorherigen 30-poligen-Stecker kann der Lightning-Stecker beidseitig eingesteckt werden. Dieser integriert einen Micro-Controller, welcher dem verbundenen Gerät mitteilt (z. B. einem iPod Touch), für welche Zwecke die Kabelverbindung geeignet ist (z. B. Audio oder USB). Vom Host-Gerät werden dann ebenfalls die entsprechenden Signale erwartet. Auf diese Weise ist es möglich mit wesentlich weniger Kontakten die vorherige Schnittstelle zu ersetzen, die gleichzeitig Anschlüsse für FireWire, Audio, USB und Co. bietet. Über den Anschluss wird die Verbindung zu Computern, Notebooks, externen Bildschirmen, Kameras und zahlreichen weiteren Geräten hergestellt.

Um den Nachbau des Ligthning-Kabels von Drittanbietern zu verhindern, ist zusätzlich ein Authentifizierungschip im Stecker verbaut. Ein Unternehmen aus China hat diesen Chip jedoch bereits nachgebaut. Nachgebaute Kabel werden aber von iOS 7 erkannt, sodass der Kauf der teuren Kabel von Apple kaum vermeidbar ist. Bevor sich die Kontakte von Lightning-Buchse und Ligthning-Stecker berühren, wird möglicher Schmutz auf den Kontakten automatisch abgestreift. Belkin ist das erste Unternehmen, das für die Lightning-Schnittstelle Zubehörkomponenten angeboten hat. Der Stecker ist beidseitig einsteckbar, ein integriertes Modul zur Identifizierung der Richtung weist den Pins die korrekte Funktion zu. Von den Acht Pins sind lediglich zwei fest belegt: ein Pin für die Stromversorgung und einer für die Identifikation. Die Funktion der anderen sechs Pins ist flexibel wählbar. Das adaptive Interface verwendet nur die Signale, die das jeweilige Zubehörteil benötigt. Die Pins werden erst dann aktiviert, wenn die Verbindung zwischen Stecker und Buchse vollständig hergestellt ist.

Lightning-Adapter

Mit der Lightning-Schnittstelle geht Apple weiterhin einen eigenen Weg. Um Kompatibilität zu anderen häufig eingesetzten Schnittstellen zu gewährleisten, sind unterschiedliche Lightning-Adapter erhältlich, die im Folgenden vorgestellt werden.

Der Lightning-Micro-USB-Adapter bzw. Lightning-USB-Adapter

In den meisten anderen mobilen Smartphones, Tablet-PCs und MP3-Playern ist der Micro-USB-Anschluss die Standard-Schnittstelle, weshalb Apple teilweise für die Verwendung eines eigenen Systems kritisiert wird. Die Europäische Union stellt die Auflage, dass die Unternehmen einen einheitlichen Standard für Ladestecker verfolgen sollen. Dieser einheitliche Ladestecker ist in der Regel die Micro-USB-Schnittstelle. Um den Vorgaben nachzukommen, bietet Apple daher den Lightining-Micro-USB-Adapter an. Für die Verbindung mit USB-Geräten wird der Lightning-USB-Adapter verwendet. Mithilfe der Adapter ist die Übertragung von Daten und Strom möglich. So wird das iPhone geladen und/oder die Daten werden synchronisiert.

Der Lightning-auf-30-polig-Adapter

Bis zur Einführung der neuen Lightning-Schnittstelle war der 30-polige-Anschluss der Apple-Standard. Die Verbindungen von sämtlichen Zusatzgeräten für die älteren iPods, iPhones und iPads werden über diese Schnittstelle hergestellt. Um die Kompatibilität dieser älteren Zubehör-Komponenten weiterhin zu gewährleisten, kann für die meisten Geräte ein Adapter verwendet werden. Dieser Lightning-30-polig-Adapter stellt die Verbindung von der alten zur neuen Schnittstelle her. Der Adapter unterstützt nur eine begrenzte Zahl des 30-Pin-Signals: analoger Audio-Ausgang, USB-Ladefunktion und Datenaustausch über USB. Die Videoausgabe wird nicht unterstützt.

Der Lightning-Digital-AV-Adapter

Ein weiterer bei eBay erhältlicher Adapter ist der Lightning-Digital-AV-Adapter. Dieser unterstützt die Spiegelung der auf dem Gerät dargestellten Informationen auf einem angeschlossenen Fernseher, Beamer oder anderem kompatiblen Anzeigegerät mit HDMI-Schnittstelle. Slideshows, Webseiten, Apps und vieles mehr werden so übertragen. Der Lightninig-Digital-AV-Adapter wird einfach am Gerät eingesteckt. Ein HDMI-Kabel verbindet dann Fernsehgerät und Adapter miteinander.

Der Lightning-SD-Card-Adapter

Um eine SD-Karte zu beschreiben oder auszulesen wird der Lightning-SD-Card-Adapter verwendet. Die SD-Karte wird einfach in den Kartenleser eingeschoben und die Daten an das angeschlossene Gerät übertragen. Die Foto App wird automatisch gestartet und die gewünschten Bilder und Videos können bequem importiert werden. Der Lightning-zu-SD-Card-Reader-Adapter unterstützt die üblichen Foto-Formate wie JPEG und RAW. SD und HD Video Formate, wie MPEG-4 und H.264 werden ebenso unterstützt.

Der Lightning-VGA-Adapter

Um Kompatibilität zu alten Bildschirmen zu gewährleisten, wird der Lightning-VGA-Adapter angeboten. Fernsehsendungen, Spielfilme, Präsentationen, Slideshows und vieles mehr werden übertragen. Dazu wird der Adapter einfach mit dem Gerät verbunden und das VGA-Kabel des Bildschirms eingesteckt.

Vorzüge der Lightning-Schnittstelle

Während nahezu alle Hersteller moderner Smartphones die Micro-USB-Schnittstelle zur kabelgebundenen Verbindung externer Geräte verwenden, setzt Apple auf die selbst entwickelte Lightning-Schnittstelle. Diese ersetzt nicht nur die vorherige 30-pin-Schnittstelle, sondern stellt zusätzlich eine deutliche Verbesserung darf. Folgende Vorteile bietet Lightning:

  1. Der Komfort

    Da es bei Verwendung des Lightning-Steckers egal ist, wie herum dieser eingesteckt wird, ist die Herstellung der Verbindung ohne hinzusehen möglich. Die adaptive Technologie erkennt das angeschlossene Gerät und aktiviert die entsprechenden Pins.

  2. Die Stromzufuhr

    Die maximale übertragbare Stromleistung ist bei Micro-USB auf 9 Watt limitiert. Um ein Smartphone zu laden, ist die Leistung ausreichend, für Tablet-PCs jedoch nicht. Das Ladekabel für das iPad überträgt 12 Watt. Wie hoch die Obergrenze der Lightning-Schnittstelle ist, ist unbekannt. Solange der Stecker nicht vollständig eingesteckt ist, bleiben die einzelnen Pins inaktiv. Um die Gefahr eines Kurzschlusses zu minimieren, werden diese erst bei vollständig hergestellter Verbindung aktiviert.

  3. Stromzufuhr in beide Richtungen

    Die USB-Schnittstelle unterstützt das Laden eines Geräts lediglich in eine Richtung. Die Lightning-Schnittstelle ermöglicht das Laden in beide Richtungen. So ist es möglich, dass ein externes angeschlossenes Gerät z. B. das iPhone lädt, oder andersherum, dass das iPhone das externe Gerät mit Strom versorgt. Die meisten der acht Pins können bei Bedarf für die Stromzufuhr verwendet werden. Die richtige Laderichtung wird vom im Kabel verbauten Chip automatisch ermittelt. So wird den Pins die korrekte Funktion zugewiesen. Entweder wird Strom an den entsprechenden Stromkreislauf oder Daten an den Prozessor geschickt.

  4. Beidseitiges Hosting

    Mithilfe der Lightning-Schnittstelle ist beidseitiges Hosting möglich. Wird das iPhone an einen Computer angeschlossen, tritt dieses als Client auf. Wird hingegen eine Musik-Docking-Station angeschlossen, ist das iPhone der Host.

  5. Keine Gefahr vor frühzeitig veralteter Technik

    Die Micro-USB-Schnittstelle ist der Standard bei modernen Smartphones und doch bereits veraltet. Mit dem USB-3.0-Micro-B-Stecker hat Intel bereits den Nachfolger vorgestellt. Da der Stecker größer ist als der Vorgänger, ist das Laden eines Smartphones mit USB-2.0-Mikro-USB-Schnittstelle nicht möglich.

  6. Die Stabilität des Steckers

    Im Gegensatz zu Mikro-USB kann der Lightning-Stecker beidseitig eingesteckt werden. Abnutzungen durch ständige Versuche den Stecker falsch herum einzustecken werden vermieden.

  7. Funktion als Docking-Port

    Die Lightning-Schnittstelle wird von vielen externen Geräten als stabiles Standbein verwendet. Die Micro-USB-Schnittstelle hingegen ist für solche Zwecke völlig ungeeignet und wurde dafür auch nicht designet.

  8. Lizenz-Gebühren

    Würde Apple den Micro-USB-Stecker in seine Geräte implementieren, müssten Lizenzgebühren an Intel gezahlt werden. Durch die Verwendung der selbst entwickelten Lightning-Schnittstelle hingegen zahlen andere Unternehmen Lizenzgebühren an Apple.

  9. Intelligenter Chip

    Der verbaute Chip erfüllt mehrere Funktionen. Die Pins bleiben auch nach hergestellter Verbindung adaptiv und sind an die benötigten Anforderungen anpassbar. Der Chipsatz ist in der Lage, ein Signal in ein anderes Format umzucodieren, um weniger Pins zu benötigen. Die verbleibenden Pins können so für weitere Aufgaben verwendet werden.

  10. Geringere Ausmaße

    Neben all den genannten Vorteilen von Lightning ist zu guter Letzt die Größenreduzierung zu nennen. Gegenüber dem Vorgänger sind Lightning-Stecker und Buchse wesentlich schmaler und dünner.

Fazit

Die Lightning-Schnittstelle ist nicht einfach nur ein neues und platzsparenderes Kabel. Apple verfolgt mit der neuen Technologie nicht einfach nur eine platzsparendere Ablösung des vorherigen Standards, sondern eine klare Verbesserung der Technik. Der Stecker ist sehr stabil, beidseitig einsteckbar und integriert einen intelligenten Chip. Dieser erkennt nicht nur die Einsteckrichtung, sondern auch das verbundene Gerät, sodass die entsprechenden benötigten Funktionen automatisch aktiviert werden. Für maximale Sicherheit werden die Pins jedoch erst dann aktiviert, wenn die Verbindung vollständig hergestellt ist. Kurzschlüsse werden so möglichst vermieden. iOS 7 erkennt die Verwendung von unzulässigen Kabeln, sodass bei der Anschaffung von Adaptern und Kabeln auf Originalteile von Apple zurückgegriffen werden sollte.

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