10 Tipps zum Umgang mit Speicherkartengeräten für Handys und PDAs

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10 Tipps zum Umgang mit Speicherkartengeräten für Handys und PDAs

Auch wenn der Speicherplatz auf modernen Smartphones und PDA-Geräten von Modell zu Modell immer größer wird, reicht dieser häufig trotzdem nicht aus. Speicherkarten sind in solchen Fällen eine gute Lösung, denn sie ermöglichen das Auslagern bestimmter Dateien und schaffen so Platz für neue Inhalte. Um Daten am Rechner zu bearbeiten und zu speichern, benötigen Sie eine Schnittstelle, die den Datenaustausch zwischen Speicherkarte und PC ermöglicht. Als eine solche dienen Lesegeräte, die es in allen möglichen Variationen gibt. Nachfolgend erfahren Sie viel Wissenswertes über die Handhabung unterschiedlicher Arten von Lesegeräten.

Tipp 1: Dafür brauchen Sie Speicherkartenlesegeräte

Speicherkartenlesegeräte werden auch Card-Reader genannt und ermöglichen das Auslesen und Beschreiben diverser Speichermedien, wie zum Beispiel SD-Karten. Diese enthalten Musik, Fotos, Videos oder Textdateien. Die Kartenleser gibt es als interne und externe Ausführungen. Die Exemplare der zweiten Gruppe werden in den meisten Fällen mittels USB mit dem Computer verbunden. Sie unterscheiden sich neben ihrem Aussehen in der Anzahl der Steckplätze und in der Vielfalt der unterstützten Formate. Es gibt Single-, Multi- oder Series-Card-Reader, die über eigene modellspezifische Eigenschaften verfügen. Natürlich können Sie Ihr Mobiltelefon auch direkt an den Computer anschließen, doch dauert die Datenübertragung hier um ein Vielfaches länger.

Tipp 2: So entscheiden Sie sich für das richtige Speicherkartengerät

Wenn Sie sich auf die Suche nach einem neuen Kartenlesegerät machen, werden Sie feststellen, dass die Auswahl schier unendlich erscheint. Um sich für das passende Exemplar zu entscheiden, sollten Sie Folgendes berücksichtigen: Es gibt viele verschiedene Arten von Speicherkarten, die in diversen Bereichen Einsatz finden. Im Sektor der Mobiltelefone und PDAs finden meistens CompactFlash-, SD-, MiniSD- und MicroSD-Karten Verwendung.

Die Lesegeräte können je nach Hersteller und Modell unter Umständen nicht alle Formate erkennen. Aus diesem Grund sollten Sie sich am besten für ein Exemplar entscheiden, das die gängigen Karten und Formate unterstützt. Sie sind in der Regel kostenintensiver als beispielsweise reine SD-Reader, doch lohnt sich die Investition, denn Sie werden lediglich ein Gerät benötigen, anstatt sich unter Umständen ein zusätzliches zulegen zu müssen. Sind Sie sich hingegen sicher, dass Sie lediglich eine Kartenart verwenden werden, ist ein Single-Card-Reader vollkommen ausreichend.

Tipp 3: So gehen Sie vor, wenn Sie ein neues Kartenlesegerät zum ersten Mal verwenden wollen

Wenn Sie ein neues Lesegerät an den Computer anschließen, überprüfen Sie zunächst die Betriebsbereitschaft. Das können Sie anhand eines leuchtenden LED-Lämpchens am Gehäuse erkennen. Falls eine CD anbei liegt, handelt es sich um spezifische Treiber, die Sie installieren müssen. Es ist jedoch nicht immer der Fall, denn Windows verfügt über passende Klassentreiber zu allen USB-Laufwerken. Schließen Sie den Leser erst nach der Installation an, denn das „Plug&Play"-Prinzip funktioniert nur, wenn der Treiber vor dem Anschluss vorhanden ist. Ist das Gerät erkannt, erscheint das Symbol im Ordner „Arbeitsplatz" und ist unter der Bezeichnung „Wechseldatenträger" oder Ähnlichem zu finden.

Tipp 4: Das sollten Sie tun, wenn der Kartenleser vom PC nicht erkannt wird

Wird das Gerät nicht erkannt, könnte das verschiedene Ursachen haben. Jeder Kartenleser stellt eigene Mindestanforderungen an Computersysteme. Sind diese nicht erfüllt, kann das Lesegerät an diesem Rechner nicht funktionieren. In dies nicht der Fall und der Computer erfüllt alle Anforderungen, sollten Sie im Gerätemanager nach dem Card-Reader suchen. Diesen finden Sie, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Arbeitsplatz-Icon klicken und „Verwalten" anwählen.

Erscheint hinter der Gerätebezeichnung ein Ausrufungszeichen oder ein Fragezeichen, sollten Sie die Treiber aktualisieren. Dies können Sie tun, wenn Sie im Gerätemanager das Menü anwählen und nach geänderter Hardware suchen. Bringt diese Vorgehensweise nicht den gewünschten Erfolg, sollten Sie einen anderen USB-Port an Ihrem Computer ausprobieren. Nicht selten kommt es vor, dass ein Port nicht voll funktionsfähig ist und das Lesegerät nicht genügend mit Strom versorgt werden kann.

Tipp 5: Anschlüsse sind für die Übertragungsgeschwindigkeit entscheidend

Wenn Sie einen neuen Card-Reader kaufen, erwarten Sie sicherlich, dass dieser sich unter anderem durch seine Übertragungsgeschwindigkeit auszeichnet. Diese ist nicht nur davon abhängig, für welches Gerätemodell Sie sich entscheiden. Es macht ebenfalls einen großen Unterschied, über welchen Anschluss das Lesegerät verfügt.

Viele günstige Modelle verwenden beispielsweise einen USB-1.1-Port. Dementsprechend langsam ist die Datenübertragung zum PC und zurück – etwa ein Megabyte in der Sekunde. Das bedeutet, dass bei großen Datenmengen die Ladezeiten sehr lang werden können, was auf Dauer sehr störend und anstrengend sein kann. Wenn Sie also häufig und viele Daten übertragen, sollten Sie sich für eine schnellere Version oder für Firewire entscheiden und die Wartezeiten deutlich verkürzen. Für den professionellen Einsatz sind vor allem Geräte mit SCSI-Schnittstelle geeignet, die sehr schnelle Übertragungsgeschwindigkeiten bietet.

Tipp 6: So entfernen Sie überflüssige Laufwerke der Kartenleser unter Windows

Da die meisten Lesegeräte über mehrere Einschübe für die unterschiedlichen Kartentypen verfügen, bekommt jeder Slot unter Windows einen eigenen Laufwerksbuchstaben. Wenn Sie mehr als einen oder zwei Einschübe verwenden, kann die Vielfalt der Buchstaben mitunter unübersichtlich sein und ist zudem unnötig. Die überflüssigen Laufwerke können Sie schnell entfernen.

Dazu müssen Sie die Computerverwaltung anwählen, worauf sich auf der linken Bildschirmseite eine Baumstruktur öffnet. Klicken Sie auf die Option „Datenträgerverwaltung" und schon werden Ihnen alle physikalischen Laufwerke angezeigt. Klicken Sie mit der rechten Maustaste nach und nach auf diejenigen, auf die Sie verzichten wollen, und wählen Sie im sich daraufhin öffnenden Fenster „Entfernen" an. Wollen Sie diese im Nachhinein wieder gelistet sehen, können Sie sie im Bereich der Datenträgerverwaltung erneut hinzufügen.

Tipp 7: So handeln Sie, wenn das Speicherkartengerät die Dateien nicht auslesen kann

Wenn der Card-Reader Ihre Speicherkarte aus einem unerklärlichen Grund nicht erkennt oder die enthaltenen Dateien nicht lesen kann, dann ist zunächst vor allem Ruhe angebracht. Es bedeutet nicht zwangsläufig, dass Ihre Daten verloren gegangen sind. Häufig liegt es nämlich nicht an der Karte, sondern an einem fehlerhaften Lesegerät oder falschen Einstellungen auf Ihrem Computer. Vermeiden Sie in jedem Fall Schreibzugriffe auf das Speichermedium, bevor Sie die Ursache kennen – damit sind Handlungen wie Kopieren, Verschieben oder Löschen gemeint.

Ein Grund für die Fehlermeldung kann die fehlende Kompatibilität sein. Wenn ein Lesegerät SD-Karten unterstützt, bedeutet es nicht automatisch, dass dies auch bei SDHC-Karten ebenfalls der Fall sein muss. Ältere Modelle der Card-Reader, die zum Beispiel für USB 1.0/1.1 gebaut wurden, können nicht mit den neueren Speicherkarten umgehen. Wenn Sie in einem solchen Fall Schreibzugriffe vornehmen, ist es wahrscheinlich, dass Ihre Daten verloren gehen.

Schauen Sie nach, ob der Hersteller Ihres Kartenlesegeräts ein Firm-Update anbietet – so werden ältere Modelle möglicherweise fit für die neueren Formate. Grundsätzlich empfiehlt es sich, immer eine Gegenprobe an einem anderen Lesegerät vorzunehmen, um sicherzugehen, dass Ihre Speicherkarte intakt ist. Ist dies der Fall, müssen Sie davon ausgehen dass das Lesegerät defekt ist. Insbesondere bei Multicard-Readern kommt es immer wieder vor, dass Kontakte durch häufige oder falsche Benutzung beschädigt werden. Eine Reparatur ist in den meisten Fällen nicht möglich und so ist Neuanschaffung die einzige Alternative. Informieren Sie sich im Vorfeld darüber, welche Formate und Betriebssysteme unterstützt werden.

Tipp 8: Portable Speichergeräte – so tauschen Sie Daten auch ohne Computer aus

Für alle, denen der Platz auf ihrer Speicherkarte nicht ausreicht und die auch unterwegs Dateien auf CD brennen wollen, sind portable Zwischenspeicher eine gute Lösung. In der Regel handelt es sich um kleine Festplatten, die einen Brenner und integrierte Kartenslots beinhalten. Ist die Karte des Handys voll, können die Daten auf der Festplatte abgelegt werden. Wenn Sie keinen Computer oder Laptop dabei haben, Ihre Fotos oder Videos trotzdem auf einen Datenträger, wie CD oder DVD übertragen wollen, brennen Sie diese einfach auf einen Rohling.

Zudem eignen sich die Geräte ebenfalls zur Wiedergabe auf Fernsehern. Sie werden einfach per AV-Kabel mit dem TV-Gerät verbunden und Sie können Ihre Fotos und Videos in voller Größe bewundern. Wenn Sie Kopfhörer anschließen, können Sie Ihre Musik überall genießen. Portable Speichergeräte benötigen Batterien, damit sie funktionieren und so sollten Sie bei regelmäßigem Gebrauch stets Ersatz dabei haben.

Tipp 9: So übertragen Sie Daten vom Computer auf die SIM-Karte Ihres Handys und umgekehrt

Viele hochwertige Modelle von Card-Readern beinhalten Slots, die Ihnen das Auslesen und Beschreiben der SIM-Karte Ihres Smartphones ermöglichen, aber es gibt auch spezielle SIM-Leser, die nur dafür da sind, die Verwaltung von Adressbüchern und Textmitteilungen zu erleichtern. Sie können alle nötigen Daten am PC eintippen und auf die Karte des Handys transferieren. Oder Sie erstellen ein Back-up und stellen sicher, dass im Falle des Verlusts Ihres Telefons wichtige Telefonnummern und Kontaktdaten erhalten bleiben.

Tipp 10: So gelingt die Datenübertragung auf Handys und PDAs

Es muss nicht immer ein Kabel sein – mit Wireless-Kartenlesern können Sie Ihre Fotos und andere Dateien unkompliziert mit Freunden austauschen. Die Geräte sind vor allem für Smartphones und Tablets entwickelt worden, die nicht über einen eigenen SD-Slot verfügen. Die Datenübertragung funktioniert mittels WLAN und WPA-Verschlüsselung. Wenn Sie das Gerät einschalten, funktioniert es als WLAN-Access-Point, auf den mobile Geräte zugreifen können. Anschließend müssen Sie nur noch eine Speicherkarte einstecken und die Übertragung kann beginnen. Einige Modelle der drahtlosen Lesegeräte können Ihr Mobilgerät im Notfall zudem mit zusätzlicher Energie versorgen. Dazu werden beide Geräte per USB miteinander verbunden. In der Regel können sie sowohl für Android-Geräte als auch für Modelle mit dem Betriebssystem iOS eingesetzt werden.

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