10 Tipps, wie Sie Ihre Suche nach einem Triumph-Motorrad vereinfachen

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
10 Tipps, wie Sie Ihre Suche nach einem Triumph-Motorrad vereinfachen

Triumph ist die zweitälteste Motorräder produzierende Marke der Welt. Bereits 1902 hat die Firma ihr erstes Motorrad gebaut. Das Unternehmen hat sich gehalten und produziert noch heute erstklassige Fahrzeuge in unterschiedlichen Variationen. Ob klassisch, Roadster oder Touring, das Angebot bietet für jeden individuellen Geschmack etwas. Um Ihnen Ihre Suche nach dem passenden Modell zu erleichtern, haben wir folgenden Text für Sie erstellt.

Die Geschichte der Triumph-Motorräder beginnt in Nürnberg und England

Der gemeinsame Ursprung liegt in Nürnberg

Es ist kein Zufall, dass man bei der Suche nach Triumph Motorräder auf zwei produzierende Marken stößt. Zum einen auf den Nürnberger Motorrad-Hersteller und zum anderen auf den britischen Hersteller Triumph Motorcycles Limited. Die Wurzeln dieser Verbindung liegen in Nürnberg. Der Kaufmann Siegfried Bettmann wanderte 1884 nach England aus, um dort zunächst eine Fahrradmanufaktur zu gründen. Bettmann wählte bewusst den Markennamen Triumph, um einen international verständlichen Begriff im Hinblick auf Export zu schaffen. 1902 entstand das erste Motorrad in den Werken der Triumph Cycle Company. Zunächst noch mit Motoren externer Fertigung ausgestattet, doch bereits 1905 wurde ein eigens gefertigter Motor verbaut. In Deutschland verlief die Entwicklung derzeit parallel. 1896 gründete Bettmann in seiner Heimatstadt eine Tochtergesellschaft, die ein Jahr später mit der Fertigung von Fahrrädern begann. 1903 folgte die Produktion von Motorrädern. Allerdings unterschied sich die Nachfrage stark von der in England. So wurde die Produktion zunächst eingestellt. Durch die Übernahme der Schreibmaschinenwerke Kührt und Riegelmann GmbH 1909 konnte sich die Firma retten. 1911 änderte die Firma in Triumph Werke Nürnberg AG um, und trennte sich schließlich 1913 von dem britischen Mutterunternehmen. Ab diesem Zeitpunkt sind die Produktionen der beiden Triumph-Marken getrennt voneinander zu betrachten.

In Nürnberg endet die Produktion von Motorrädern im Jahr 1956

In den Triumph Werken Nürnberg geht es folgendermaßen weiter: 1919 wird die Produktion des Modells Knirps fortgeführt. Versehen mit einem Zweitaktmotor ließ man sich von 1924 bis 1929 mit Viertaktmotoren beliefern, um die Leistung des Fahrzeuges zu steigern. 1938 endete diese Herstellungsreihe. Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges war die Produktion stark beschränkt. Ab 1948 fuhr man vor allem mit der Produktion der motorisierten Fahrräder fort. Die 1950er waren vom Erfolg der beiden Zweitaktmotorräder Cornet und Boss gekrönt. 1956 findet die Produktion von Motorrädern ein Ende. Max Grundig schloss sich als neuer Eigentümer mit den Adlerwerken zur Triumph-Adler AG zusammen. Seither wurden nur noch Büromaschinen produziert.

Triumph Motorcycles Limited etabliert sich zum gefragten Motorradhersteller

Die britische Geschichte ist von mehr Erfolg, jedoch auch von Krieg durchzogen. Im Ersten Weltkrieg kamen 30.000 Triumph-Motorräder zum Einsatz. Die Produktion lief auf Hochtouren und die Marke Triumph zählte zu den Besten weltweit. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Produktionsstätte in London völlig zerstört und musste neu aufgebaut werden. Zunächst wurden nur Militärfahrzeuge hergestellt. Motorräder für den zivilen Markt gingen 1946 wieder in Produktion. 1951 von BSA übernommen blieb Triumph trotzdem eigenständig.

Die 50er und 60er Jahre waren die Blütezeit des Unternehmens. In dieser Zeit wurde die marke auch durch Filme berühmt. Anfang der 60er war Triumph die größte Motorradfirma der Welt. Als Ende 1960 die Japaner als Konkurrenten im Motorradbau auftauchten, geriet das britische Unternehmen in Schwierigkeiten. Ab 1984 fing sich das Unternehmen wieder und es wurde an einer völlig neuen Produktpalette gearbeitet. 1990 wurden auf der Internationalen Fahrrad- und Motorradausstellung in Köln die neusten Modelle gezeigt. Dies waren die Dreizylindermaschinen Trident 900 und Trophy 900. Anfang des Jahres 2002 brach ein Brand in der Hauptproduktionsstätte aus und zerstörte das komplette Gebäude. Nach dem Abriss war der Wiederaufbau bereits im selben Jahr fertiggestellt worden. 2003 hat der Konzern eine neue Produktionsstätte in Thailand erreichtet, weitere folgten. Der Absatz von Triumph stieg in den Jahren 2007 und 2008 an.

Bekannte aktuelle Modelle aus der Produktionsstätte von Triumph sind:

  • Cruiser Rocket III: Im Jahr 2004 bringt Triumph den bis dahin bislang größten Motorradmotor, einen Reihen-Dreizylindermotor. Dieser wurde längseingebaut und bietet 2,3 Liter Hubraum, 140 Ps und einen Drehmoment von 200 Nm.
  • Daytona 675: Mit einem Dreizylinder ausgestattet kam dieses Modell 2006 heraus.
  • Street Triple: Eine modifizierte und günstigere Variante der Daytona 675 wird 2007 vorgestellt.

Diese Motorradkategorien bietet Triumph aktuell an

  • Adventure: Im Bereich Adventure bietet Triumph die Modellserie Tiger an. Die verschiedenen Modelle ermöglichen für jeden Geschmack ein robustes und sportliches Fahrzeug.
  • Classics: Unter den Classics sind klassische britische Motorräder zu verstehen. Hier verschmilzt moderne Technik mit traditionellem Design. Mit einem Zweizylindermotor ausgestattet sind die Modelle einzigartig in Sound und Stil. Drei Modelle stehen zur Auswahl: Bonneville, Scrambler und Thruxton.
  • Cruiser: Die Rocket ist die Größte der vier verschiedenen Modelle, die Triumph in dieser Kategorie anbietet. Ergänzt wird das Angebot durch America, Speedmaster und Thunderbird in verschiedenen Ausführungen. Alle Motorräder dieser Klasse besitzen den Namenszug der Marke auf dem Tank.
  • Supersports: Mit der Daytona bietet Triumph ein äußerst beliebtes Sportmotorrad an. Die Mittelgewichtsmaschine bietet einen drehmomentstarken Dreizylindermotor und ein ausgezeichnetes Fahrverhalten. Die Maschine ist für die Rennstrecke produziert, aber auch für die Straße geeignet.
  • Roadster: Die Street Triple bietet hohe Leistung und Agilität für die Straße. Verschiedene Ausführungen sind erhältlich.

Welche Möglichkeiten gibt es, Triumph Maschinen, Ersatzteile und Zubehör zu erhalten?

Je nachdem, ob Sie sich für eine neue Maschine oder für ein gebrauchtes Modell entscheiden, Triumph-Motorräder aller Art werden angeboten. Auch Zubehör und Ersatzteile können Sie zahlreich finden. Wenn Sie sich als Bastler für Schaltpläne und Montageanleitungen interessieren, sollten Sie sich nach Wartungs- und Reparaturanleitungen umsehen. Wenn Sie sich umfassender mit der Marke Triumph auseinandersetzen möchten, hier der Verweis auf Bücher zum Thema. Triumph erfreut sich einiger Beliebtheit. So kommt es, dass es auch umfassende Fachliteratur sowie schöne Bildbände gibt.

10 Tipps, um Ihre Suche nach dem passenden Triumph-Motorrad zu vereinfachen:

  1. Vereinfachen Sie Ihre Suche, indem Sie sich vorher über die Modelle informieren. Was gibt es alles auf dem Markt?
  2. Machen Sie sich klar, was für eine Art von Motorrad Sie suchen. Welches Motorrad passt zu Ihnen?
  3. Klären Sie den finanziellen Punkt. Überlegen Sie sich vorher, wie viel Sie ausgeben möchten. Wo ist Ihre Schmerzgrenze?
  4. Überlegen Sie sich ihre Ansprüche. Soll es ein neuwertiges Fahrzeug sein oder ein gebrauchtes? Möchten Sie ein Fahrzeug, das fahrbereit ist, oder möchten Sie selbst daran herumschrauben?
  5. Beachten Sie, dass beim Ersetzen von Teilen weitere Kosten auf Sie zukommen werden.
  6. Prüfen Sie die Verfügbarkeit von Ersatzteilen für ihr Modell. Jeälter desto schwieriger wird die Suche.
  7. Bestehen Sie auf eine Besichtigung sowie eine Probefahrt. 
  8. Achten Sie schon vorab auf die Details in der Beschreibung. Welche Fragen haben Sie zu dem Fahrzeug?
  9. Wenn Umbauten am Motorrad vorgenommen wurden, achten Sie auf eine ABE-Bescheinigung.
  10. Überprüfen Sie die Angaben auf Vorhandensein von Papieren. Fragen Sie nach, wenn es keine Angabe gibt.

Berücksichtigen Sie diese Checkpunkte beim Kauf eines gebrauchten Triumph-Motorrades:

  • Prüfen Sie die allgemeine Optik: Sind von außen Schäden zu erkennen? Gibt es rostige Stellen?
  • Begutachten Sie jedes einzelne Bauteil der Maschine.
  • Kontrollieren Sie auch den Zustand der Batterie, ob alle Teile dicht sind und die Schläuche in Ordnung.
  • Kontrollieren Sie den Radlauf und die Bremsen.
  • Funktionieren alle Lichter, Hupe und Blinker?
  • Papiere: Ist ein Kfz-Brief vorhanden? Vergleichen Sie die Fahrgestellnummer mit der auf dem Typenschild.
  • TÜV: Hat das Motorrad noch TÜV? Wann ist die nächste Hauptuntersuchung fällig?
  • Eintragungen: Ist das gesamte abnahmepflichtige Zubehör im Kfz-Brief aufgelistet oder gibt es eine ABE-Bescheinigung?
  • Vorübergehende Stilllegung: Klären Sie, wie lange das Fahrzeug schon abgemeldet ist. Bei über einem Jahr wird Baurat fällig.
  • Reparatur: Wenn der Verkäufer von größeren Reparaturen spricht, verlangen Sie Rechnungsbelege.

Mit einem Überblick über die verschiedenen Modelle und den Tipps finden Sie ein passendes Triumph-Modell

Prüfen Sie ihre individuellen Bedürfnisse. Möchten Sie ein Fahrzeug, das sofort einsatzbereit ist? Oder können Sie sich vorstellen, ein bisschen an dem Motorrad herumzubasteln? Für jedes individuelle Bedürfnis ist ein Angebot vorhanden. Auch Raritäten lassen sich mit etwas Geduld finden. 

Vor allen Dingen sollte das Motorrad passen. Das heißt, wenn Sie sich draufsetzen, sollte es sich gut anfühlen. Wenn der Punkt stimmt, gehen Sie die weiteren Punkte der Checkliste ab. Fragen Sie vor allem nach Unfällen und Stürzen. Wenn Sie sich in einigen Fragen nicht sicher sind, können Sie das Fahrzeug auch vom TÜV oder von anderen Prüfstellen durchchecken lassen.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden