10 Tipps für die Wahl des richtigen Wäschetrockners

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10 Tipps für die Wahl des richtigen Trockners bei eBay

Auch wenn Wäschetrockner aufgrund des hohen Energieverbrauchs einen schlechten Ruf unter den Haushaltsgeräten haben, sind sie doch oft die einzige Möglichkeit, die Wäsche in angemessener Zeit zu trocknen. Denn nicht jeder hat einen Trockenraum oder eine Wäschespinne im Garten zur Verfügung. Und so muss man entweder mit Wäscheständern in Bad oder Wohnzimmer zurückgreifen - oder auf einen Wäschetrockner.

Den passenden Wäschetrockner finden

Die folgenden 10 Punkte enthalten nützliche Informationen, die die Wahl des passenden Trockners erleichtern:

1. Weiche Wäsche auch ohne Weichspüler

Mit einem Wäschetrockner wird die Wäsche auch ohne den Einsatz von Weichspülern zart und kuschelig, da die Textilfasern durch das Trocknen mit warmer Luft aufgelockert werden. Zahlreiche unterschiedliche Programme ermöglichen das Trocknen verschiedenster Fasern. Auch Federkissen und Daunenjacken werden im Trockner luftig und locker. Wäschetrockner gibt es in ganz unterschiedlichen Preisklassen, was daran liegt, dass es verschiedene technische Verfahren gibt, mit denen die Geräte arbeiten. Nachfolgend finden Sie eine kurze Übersicht über die gängigsten Trockner-Modelle und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

2. Nicht alle Wäschetrockner sind Energiefresser

Auch im Bereich der Wäschetrockner ist die Entwicklung nicht stehen geblieben. Je nach Typ erreichen einige Trockner die Energieeffizienzklasse A und darüber. Der Stromverbrauch eines Trockners hängt in erster Linie vom Trockenverfahren ab. Wer besonderen Wert auf einen niedrigen Energieverbrauch legt, sollte beim Kauf also auf eine möglichst hohe Energieklasse achten.

3. Ablufttrockner benötigen einen zusätzlichen Abluftschlauch

Ein Ablufttrockner trocknet die Wäsche nach einem einfachen Prinzip. Die Wäsche wird, wie auch bei einer Waschmaschine, in einer Trommel bewegt. Gleichzeitig wird warme, trockene Luft zugeführt. Diese Luft nimmt Feuchtigkeit auf und wird, wenn sie mit Wasser gesättigt ist, durch einen Abluftschlauch nach draußen geleitet. Der Abluftschlauch muss so installiert sein, dass der Wasserdampf auch wirklich ins Freie gelangt, da das Wasser sonst in der Wohnung oder Waschküche wieder kondensiert und sich auf Boden und Wänden absetzt. Aufgrund der relativ simplen Technik sind Ablufttrockner in der Anschaffung recht günstig. Sie benötigen allerdings auch am meisten Strom und liegen im Bereich der Energieeffizienzklasse C. Wer aber einen Trockner nur gelegentlich einsetzt und den Abluftschlauch nach außen führen kann, ist mit einem solchen Modell sicher gut bedient. Der höhere Stromverbrauch rechnet sich bei seltener Verwendung gegen die Ersparnis bei der Anschaffung.

4. Kondensationstrockner ohne Abluftschlauch

Kondensationstrockner trocknen die Luft über einen Wärmetauscher. Dabei wird im Gegensatz zum Ablufttrockner kaum Luft von außen zugeführt, sondern die Luft im Inneren des Trockners umgewälzt. Sie wird erwärmt und durch die feuchte Wäsche geblasen. Dabei nimmt sie Feuchtigkeit auf. Die feuchte Luft wird dann durch den Wärmetauscher geblasen, wo sie sich abkühlt und die mitgeführte Feuchtigkeit in Form von Kondenswasser abgibt. Dieses Kondenswasser wird in einem Behälter gesammelt, den man regelmäßig entleeren muss. Damit kann man den Trockner unabhängig von einem Abluftschlauch aufstellen. Kondenstrockner benötigen weniger Energie als Ablufttrockner, sind aber in der Anschaffung auch deutlich teurer. In der Regel werden Kondenstrockner in der Energieeffizienzklasse B eingeordnet.

5. Wärmepumpentrockner benötigen nur wenig Strom

Wärmepumpentrockner funktionieren ebenfalls nach dem Kondensationsverfahren. Allerdings wird das Trocknungsverfahren über eine Wärmepumpe realisiert, was einen deutlich reduzierten Energieverbrauch gegenüber dem herkömmlichen Verfahren bedeutet. Mit einem Wärmepumpentrockner kann man bis zu 50 % weniger Energie verbrauchen als mit einen Kondenstrockner, was einer Energieeffizienzklasse A oder A+ entspricht. Natürlich hat diese fortschrittliche Technik ihren Preis und die Wärmepumpentrockner sind somit deutlich teurer als Abluft- oder Kondenstrockner. Außerdem benötigen Wärmepumpentrockner mehr Zeit, um die Wäsche zu trocknen. Wenn man allerdings häufig auf den Wäschetrockner zurückgreift, kann sich der geringere Stromverbrauch schnell rechnen.

6. Mit nur einem Gerät trocknen und waschen: der Waschtrockner

Waschtrockner sind eine Kombination aus Waschmaschine und Kondensationstrockner. Diese Geräte haben den Nachteil, dass sie zumeist nicht die Menge an Wäsche trocknen können, die sie zu waschen in der Lage sind. Waschtrockner haben keinen Kondensbehälter, der geleert werden muss. Sie benötigen im Gegenteil zusätzlich Wasser für den Kondensationsvorgang, was den Wasserverbrauch der Geräte erhöht. Für einen Singlehaushalt, in dem selten volle Waschladungen anfallen und der Platz für einen zusätzlichen Trockner fehlt, kann ein Waschtrockner dennoch sinnvoll sein.

7. Die Trocknungszeit beachten

Das Trocknungsverfahren, mit dem der Wäschetrockner arbeitet, hat auch Einfluss auf die Trocknungsdauer. So benötigt ein Ablufttrockner weniger Zeit als ein Wärmepumpen- oder Kondenstrockner. Weiterer wichtiger Punkt ist die Restfeuchte der Wäsche. Diese sollte möglichst nicht zu hoch sein. Einige Waschmaschinen haben hohe Schleuderdrehzahlen, welche die Restfeuchte in der Wäsche deutlich reduzieren. Übrigens ist auch die Trocknungsdauer von der Restfeuchte abhängig. Feuchtigkeitssensoren im Trockner steuern den Trockenvorgang, was bei unterschiedlicher Beladung oder Restfauchte auch zu unterschiedlichen Trocknungszeiten führen kann.

8. Reinigung und Wartung

Um einen Wäschetrockner in gutem Zustand zu halten, braucht es eigentlich nicht viel. Bis auf den Waschtrockner sind alle Modelle mit einem sogenannten Flusensieb ausgestattet, welches man nach jedem Trocknungsvorgang von den Flusen reinigen sollte. Es ist übrigens ein Irrglaube, dass durch das Trocknen mehr Flusen aus den Textilien gelöst werden. Fast 90 Prozent der Flusen im Flusensieb haben sich bereits beim Tragen der Wäsche abgerieben und werden durch den Luftstrom herausgefiltert. Bei einem Kondenstrockner muss zusätzlich der Kondensator oder Wärmetauscher in regelmäßigen Abständen gereinigt werden, da sich hier ebenfalls Flusen absetzen können. Ähnlich wie bei der Waschmaschine können Verschleißteile, wie Dichtungen oder Motorkohlen, mit etwas handwerklichem Geschick einfach selbst getauscht werden. Entsprechende Ersatzteile finden sich auf eBay.

9. Auf Programmoptionen für knitterfreie Wäsche achten

Wenn die Wäsche nach Ablauf des Trockner-Programms für längere Zeit im Trockner liegen bleibt, neigt sie dazu, Knitterfalten zu bekommen. Um diesen Effekt zu mindern, sind viele Trockner mit einem zusätzlichen Knitterschutz ausgerüstet. Dieses Zusatzprogramm sorgt dafür, dass die Wäsche auch nach Programmende in kurzen Intervallen weiterbewegt wird, um Knitterfalten durch längeres Liegen zu vermindern. Eine weitere Möglichkeit, die Knitterbildung schon während des Trocknens zu mindern, ist die Nutzung von Trocknerbällen, wie man sie unter Sonstige in der Kategorie Waschmaschinen & Trockner oder Wäsche findet. Auch die Zugabe von Bällen hat einen glättenden Effekt. Der Trocknungsgrad der Wäsche, der bei den meisten Trocknern vorwählbar ist, sollte nicht immer zu hoch gewählt werden, da ein Übertrocknen ebenfalls für Knitterfalten sorgen kann. Neben dem Knitterschutz sollte ein Trockner über unterschiedliche Temperatureinstellungen verfügen, da nicht alle Textilien hohe Temperaturen vertragen. Die niedrigere Temperatur wird auch oft als Pflegeleicht-Einstellung gekennzeichnet.

10. Vor-und Nachteile unterschiedlicher Trockner-Typen

Trockner-Typ

Vorteile

Nachteile

Ablufttrockner

Günstig in der Anschaffung; trocknet sehr schnell

Hoher Energieverbrauch, Anschluss für den Abluftschlauch nach draußen

Kondensationstrockner

Aufstellplatz frei wählbar; trocknet ähnlich schnell wie ein Ablufttrockner

Teurer in der Anschaffung

Wärmepumpentrockner

Sehr günstig im Energieverbrauch im Vergleich zu anderen Typen

Hohe Anschaffungskosten; Trocknungszeit ist länger

Waschtrockner

Platzsparend; man benötigt nur ein Gerät für Waschen und Trocknen

Hoher Energie- und Wasserverbrauch, lange Programmlaufzeit

Fazit

Wäschetrockner sind eine gute Lösung zum Trocknen vieler Textilien, insbesondere wenn kein Platz zum Wäscheaufhängen vorhanden ist. Außerdem ist die Wäsche aus dem Trockner auch ohne Weichspüler immer kuschelig weich und weitgehend frei von Fusseln. Je nach Technik ist der Stromverbrauch von Wäschetrocknern nicht so hoch, wie allgemein angenommen wird. Die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Trocknermodellen sind mitunter erheblich, so dass es sich auf jeden Fall lohnt, den Stromverbrauch und den Anschaffungspreis in Relation zu setzen, um das optimale Gerät zu finden. Zusatzfunktionen wie ein spezielles Programm für den Knitterschutz oder unterschiedliche Temperaturen sollten vorhanden sein, um bestmögliche Trocknungsergebnisse zu erzielen. Wenn man diese Überlegungen in seine Suche einbezieht, findet man sicher den passenden Wäschetrockner.

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