10 Tipps für den Kauf von DJ-Mixern und Mischpulten

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10 Tipps für den Kauf von DJ-Mixern und Mischpulten

 
Ganz egal, ob Sie im Profibereich oder zu Hause privat auflegen, der  DJ-Mixer ist der zentrale Bestandteil Ihres DJ-Setups. Als zentrale Steuerungsinstanz sollte das Mischpult sorgfältig ausgesucht werden.
Selbstverständlich bleibt die technische Entwicklung auch bei DJ-Mixern nicht stehen. Mit der Zeit kommen immer mehr Funktionen hinzu. Bestimmend ist auch bei DJ-Mischpulten die Aufgliederung von analoger und digitaler Technik.
Dieser Ratgeber möchte vor allen Dingen all diejenigen mit Hinweisen und Tipps für den Kauf eines DJ-Mixers versorgen, die in diesem Bereich nur wenig oder noch gar keine Erfahrung gemacht haben.
Daher gibt er als Erstes eine kleine Einführung in das Thema Mischpulte, um dann im Anschluss einige wesentliche Tipps und Hinweise zu geben. Wenn Sie mit diesem Grundwissen ausgestattet sind, können Sie sich getrost auf die Suche nach einem geeigneten DJ-Mixer für Ihre Zwecke machen.
Mischpulte gibt es in vielen Bereichen. Dieser Ratgeber behandelt zwar nur eine spezielle Form des Mischpults im Audiobereich, Mischpulte werden jedoch auch beispielsweise beim Filmschnitt oder bei der Lichtsteuerung während großer Veranstaltungen benutzt.

Mischpulte im Audiobereich

Im Audiobereich fungiert das Mischpult als Gerät, das verschiedene elektrische Tonsignale zusammenführt bzw. summiert. Dabei können die Tonsignale aus unterschiedlichen Quellen stammen. Bei DJs kommen traditionellerweise Schallplattenspieler zum Einsatz. Weitere Tonquellen sind beispielsweise CD-Player oder Mikrofone.
Die Tonsignale dieser Tonquellen werden – abhängig von der Konfiguration des Mixers – auf verschiedene Kanäle summiert. Zur Erzeugung von Stereofonie muss das Mischpult also mit zwei Kanälen ausgestattet sein: jeweils ein Kanal für „Rechts“ und ein Kanal für „Links“.
Mischpulte im Audiobereich kommen an unterschiedlichen Orten zur Anwendung. Man findet sie beispielsweise zur Aufnahme und Abmischung im professionellen Tonstudio und in Rundfunk- und Fernsehsendern. Natürlich werden Sie auch im Veranstaltungsbereich eingesetzt: keine Beschallung eines Live-Musik-Events ohne entsprechendes Mischpult.
Somit gibt es unterschiedliche Mischpulttypen für verschiedene Zwecke und Anwendungen. Diese unterscheiden sich in zum Teil gravierendem Maße voneinander. Das betrifft zum Beispiel des Größe bzw. Abmessungen, die Klangeigenschaften, die Verarbeitung oder den Funktionsumfang.
Wesentliche Merkmale bei Mischpulten im Allgemeinen sind die Anzahl der Eingangs- und Ausgangskanäle, die intuitive Handhabbarkeit des Geräts sowie die Möglichkeit zur Klangbearbeitung. Generell gilt: Die Qualität des Tonsignals soll möglichst linear sein bei einem hohen Dynamikbereich.
Der DJ-Mixer stellt eine Sonderform im Bereich der Audiomischpulte dar. Er ist auf die Anforderungen von Live-Musik-Events ausgelegt. Im Vergleich zu anderen Mischpulten zeichnet sich der DJ-Mixer besonders durch den speziellen Crossfader sowie die Einschränkung auf Line-Signale aus.
Der DJ-Mixer ist ein robustes und relativ kleines Gerät, gemessen an seinen Verwandten im Tonstudio oder in Hörfunksendern. Er bietet einen weitaus geringeren Funktionsumfang, minimiert allerdings auch dadurch – bei entsprechender Verarbeitungsqualität – die Stör- und Fehleranfälligkeit.
Im Folgenden wird Ihnen der Ratgeber einige Hinweise an die Hand geben, die eine erste Orientierung auf dem Feld der DJ-Mixer für Sie bieten. Dabei geht es zuerst um Ausstattung und Funktionen, am Ende um konkrete Tipps zum Kauf selbst.

1. Eine wichtige Frage: analog oder digital?

Wie bereits angedeutet, ist die digitale Entwicklung auch nicht spurlos an den DJ-Mixern vorbeigegangen. Neben rein analogen und rein digitalen Mischpulten haben sich auch hybride Geräte entwickelt. Alle drei Varianten haben ihre besonderen Vorteile aber auch Nachteile.
Das äußert sich in den meisten Fällen am Preis. Wenn nicht viele Schaltungen verbaut werden müssen, sind kleine analog arbeitende Mixer immer noch sehr günstig zu erwerben. Mischpulte mit Digitaltechnik haben den Vorteil, dass sie die Anzahl der Bedienelemente reduzieren können. Mehrere Funktionen lassen sich so beispielsweise auf nur einen Regler legen. Das reduziert die Kosten für einen Digitalmixer.

2. Welcher Anwendungsbereich? Clubmixer oder Battle-Mixer?

Man kann DJ-Mixer in zwei Kategorien unterteilen. Auf der einen Seite befinden sich die sogenannten „Battle-mixer“. Diese werden besonders in der Hip-Hop- und Scratch-Szene angewendet. Auf der anderen Seite gibt es die „Clubmixer“ oder „Installationsmixer“, die in der House-, und Technoszene benutzt werden.
Clubmixer sind zum größten Teil stationäre, fest installierte Geräte. Sie kommen in Clubs, Discos und vergleichbaren Veranstaltungsbetrieben zum Einsatz. Sie verfügen in der Regel (s. u.) über unterschiedlich viele Kanäle.
Der wohl auffälligste Unterschied zum Clubmixer besteht beim Battle-Mixer darin, dass er über einen Crossfader verfügt. Dieser befindet sich an einem herausgehobenen Bereich am Mixer, um Platz für die Fader-Performance des DJs zu lassen. Der Crossfader ist somit einer der zentralen Bestandteile bei Battle-Mixern im Hip-Hop- und Scratching-Bereich.

3. Über welche Anschlüsse und Kanäle der DJ-Mixer verfügen sollte

Diese Frage ist nur dann zu beantworten, wenn Sie wissen, wie viele Geräte Sie in ihrem DJ-Setup benutzen. Eine klassische Konfiguration bei Battle-Mixern geht von zwei Line-Eingängen und zwei Phonoeingängen für die Plattenspieler aus. Darüber hinaus existieren ein Mikrofon- und ein Kopfhöreranschluss. Bei manchen Geräten lassen sich externe Effekte anschließen.
Clubmixer besitzen in der Regel 4 Kanäle. Sie sind allerdings auch in Varianten mit bis zu 7 Kanälen erhältlich. Sie besitzen eine große Anzahl von Anschlussmöglichkeiten für Plattenspieler und andere Line-In-Geräte. Wie beim Battle-Mixer sind Anschlüsse für Mikrofon, Kopfhörer und oft auch externe Effektgeräte vorhanden.
Auf der Ausgangseite der Mixer finden sich in der Regel die Anschlüsse für die PA-Anlage und für das Monitoring. Die Vorhörmöglichkeit (Cue) per Kopfhörerausgang wurde bereits erwähnt. Einige Modelle besitzen auch einen Record-Ausgang zur Aufzeichnung des DJ-Sets.

4. Welche Funktionen sind im DJ-Mixer integriert?

Die Funktionen des Mischpultes werden mit Fadern bzw. Schiebe- und Drehreglern gesteuert. Hier gibt es einige grundlegende Ausstattungen, die kurz erläutert werden sollen. Der Source-Selector-Schalter ist für die Auswahl der Klangquelle zuständig. Mit dem Trim-Regler lässt sich das Audiosignal richtig einpegeln.
Der sogenannte Channel-Fader steuert die Lautstärke von jedem einzelnen Kanal. Der Crossfader ist für die Überblendung von zwei Kanälen wichtig und ist bei DJ-Mixern integraler Bestandteil. So lässt sich mit seiner Hilfe der alte Track automatisch  ausblenden, während der neue eingeblendet wird. Mit dem Hamster-Switch wird die Umkehrung der Crossfader-Richtung ermöglicht.
Der Master-Level-Fader regelt die Lautstärke des Ausgangssignals. Mit einer Pegelanzeige lässt sich die Ausgangslautstärke kontrollieren. Bei manchen Geräten sind sogenannte Beat-Counter verbaut. Sie zeigen die Geschwindigkeit des aktuellen Titels an.

5. Welche Möglichkeiten der Klangregelung ergeben sich?

Für die Klangregelung steht beim DJ-Mixer ein mehrbandiger Equalizer zur Verfügung. Dieser kann im Gerät integriert sein. Immer häufiger sind jedoch auch externe Equalizer, Filter und Effektgeräte. Diese werden in der Regel speziell für DJs produziert. Mithilfe von Effekten und Filtern lässt sich die DJ-Darbietung kreativer ausgestalten.

6. Fernsteuerung und Synchronisation von Geräten und Programmen

Moderne DJ-Mixer verfügen über eine Ausstattung mit Midi-Anschlüssen. Damit lassen sich externe Midi-fähige Geräte anschließen und synchronisieren. Darüber hinaus lassen sich so auch Computerprogramme wie Ableton Live oder Traktor fernsteuern. Den Anschluss vorausgesetzt lassen sich so alle digitalen und analogen Geräte mit dem DJ-Mixer steuern.

7. Wie lassen sich digitale Audioformate abspielen?

Einige DJ-Mixer verfügen über die Möglichkeit, Datenbanken von digitalen Audiodateien zu benutzen. Zu diesem Zweck ist im Mixer eine Soundkarte verbaut. Der Vorteil dabei liegt auf der Hand: Dem DJ steht so eine weitaus größere Auswahl an Tracks zur Verfügung.

8. Überlegen Sie genau, welcher Mixer für Sie infrage kommt

Wenn Sie sich im Bereich der DJ-Mixer umsehen, werden Sie schnell merken, dass die Auswahl riesig ist. Die Entscheidung, ob man einen Battle-Mixer oder Club/Installationsmixer benötigt, dürfte schnell getroffen sein. Darüber hinaus sollten Sie sich aber auch damit beschäftigen, welche Anforderungen und Zusatzfunktionen Sie unbedingt benötigen, und welche nicht.

9. Wie man ein qualitativ hochwertiges Gerät findet

Dieser Ratgeber kann Ihnen nicht sagen, welcher Markenhersteller zu bevorzugen ist. Das ist unter Umständen eine Fall-zu-Fall-Abwägung. Die einfachste Methode, um sicherzugehen, dass das favorisierte Gerät qualitativen Standards entspricht, ist, auf vorhandene Zertifizierungen zu achten. Ein von TÜV geprüftes oder mit einer GS-Zertifizierung versehenes Gerät ist in jedem Fall vorzuziehen.

10. Was vor dem Kauf zu beachten ist

Bevor Sie sich für den Kauf eines DJ-Mixers entscheiden, sollten Sie in jedem Fall darauf bedacht sein, Artikel mit einer möglichst umfangreichen Dokumentation zu finden. Neben den rein technischen Angaben sind Fotos des Mixers in hoher Auflösung wichtig: So lässt sich ungefähr einschätzen, in welchem Zustand sich das Gerät befindet. Sollten Sie sich für ein gebrauchtes Gerät interessieren, treffen diese Vorsichtsmaßnahmen umso mehr zu. Hierbei kann es auch hilfreich sein, sich eine fachmännische Überprüfung des Gerätes bestätigen zu lassen. Mit den oben genannten Tipps können Sie schon bald den gewünschten DJ-Mixer Ihr Eigen nennen.

Fazit: Mit dem richtigen Wissen zum richtigen Mixer

Dieser Ratgeber konnte Sie hoffentlich mit einigen wesentlichen Hinweisen und Grundinformationen zu DJ-Mixern ausstatten. Dabei hat sich insbesondere gezeigt, dass die Wahl eines DJ-Mixers ganz von Ihrem persönlich angestrebten Anwendungsbereich abhängt.
Bei DJ-Mixern sind dabei besonders zwei Typen relevant: Battle- und Clubmixer sind für unterschiedliche DJ-Bereiche ausgerüstet. Beide Typen zeichnen sich durch eine kompakte und robuste Bauweise aus. Der Funktionsumfang kann sich jedoch je nach Modell voneinander unterscheiden.
 
 

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