10 Tipps für das Ersteigern von Gewerbeimmobilien

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10 Tipps für das Ersteigern von Gewerbeimmobilien

Gewerbeimmobilien zum Ersteigern

Ganz egal, ob Sie ein eigenes Unternehmen führen und attraktive Räumlichkeiten für Ihre Mitarbeiter suchen oder eine Produktion betreiben und entsprechende Lagerhallen benötigen, mit einem Versteigerungsobjekt können Sie eine passende Gewerbeimmobilie zu einem günstigen Kaufpreis erwerben. Sie sollten aber unbedingt wichtige Ratschläge befolgen, um ein Versteigerungsobjekt zu finden, das Ihren Ansprüchen gerecht werden kann. Hierbei geht es primär darum, dass Sie eine Gewerbeimmobilie finden, die vom Standort und von der Ausstattung optimal zu Ihrem ganz persönlichen Betrieb passt.
Die günstigen Preise, die Sie beim Kauf von Versteigerungsobjekten erwarten können, sind besonders für kleine Unternehmen mit einem stark begrenzten Budget eine gute Gelegenheit, um in den Besitz einer Gewerbeimmobile zu kommen. In diesem Zusammenhang sollte jedoch in jedem Fall darauf hingewiesen werden, dass Sie beim Kauf eines solchen Objekts insgesamt sehr umsichtig vorgehen sollten, um keine Enttäuschung erleben zu müssen. Deswegen ist es auch sehr wichtig, dass Sie sich bei der Entscheidung für oder gegen den Kauf einer bestimmten Gewerbeimmobilie genügend Zeit lassen.
Prüfen Sie detailliert, ob sich die Merkmale des Objekts für die täglichen Betriebsvorgänge Ihres Unternehmens eignen und welche Argumente für bzw. gegen den Kauf sprechen. Dieses umsichtige Verhalten ist auch deshalb von so großer Bedeutung, weil der Erwerb einer Gewerbeimmobilie mit einer hohen finanziellen Belastung für Ihr Unternehmen oder sogar für Sie als Privatperson verbunden ist. Oft sind Betriebe viele Jahre lang damit beschäftigt, die Gewerbeimmobilie abzuzahlen und haben dementsprechend einen stark reduzierten Handlungsspielraum in Bezug auf neue Anschaffungen oder auch personelle Neueinstellungen. Demzufolge sollten eine solide Kalkulation und eine Finanzierung, bei der Sie und Ihr Unternehmen auch während der Tilgungsphase zahlungsfähig bleiben, eine hohe Priorität genießen.

Die Ersteigerung einer Gewerbeimmobilie als Form der Geldanlage

Falls Sie kein Gewerbetreibender sind und Anlagemöglichkeiten such, gilt es beim Erwerb von Versteigerungsobjekten auf spezielle Aspekte zu achten. Sie sollten zum Beispiel in jedem Fall bereits vermietete Objekte bevorzugen. Dieser Tipp begründet sich damit, dass Sie so von Beginn an mit sicheren Einnahmen rechnen können, die Sie entweder für das Abbezahlen der Immobilie oder für eine Anhebung Ihres Privatbudgets nutzen können. Außerdem sind Gewerbeimmobilien in den Ballungsräumen von großen Städten im Vergleich mit klassischen Nutzobjekten in Gewerbegebieten zukunftssicherer. Diese Behauptung stützt sich auf dem Wissen, dass sich für zentrumsnahe Gewerbeeinheiten praktisch immer neue Mieter finden, während sich die Suche nach Mietern bei entlegenen Objekten meistens deutlich schwieriger gestaltet.

Die wichtigsten Ratschläge für den Kauf von Versteigerungsobjekten

Neben dem oftmals sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis, von dem Sie zum Beispiel beim Kauf von Objekten einer Zwangsversteigerung profitieren können, zeichnen sich die Versteigerungsobjekte durch weitere Kostenvorteile aus. So müssen Sie hier auch keine Gebühr für einen Notar oder einen Makler bezahlen, wie es beim regulären Kauf der Fall ist. Allerdings müssen Sie sich auch darüber im Klaren sein, dass Sie bzw. Ihr Unternehmen beim Erwerb von Versteigerungsobjekten auch immer ein gewisses Risiko eingehen. Dieser Hinweis begründet sich mit der Tatsache, dass bei solchen Gewerbeimmobilien Garantien oder sonstige Gewährleistungen komplett entfallen. Dies bedeutet, dass Sie beispielsweise nicht vom Kauf zurücktreten können, wenn Sie nachträglich Baumängel oder andere Probleme ausmachen.
Für den Fall der eigenen betrieblichen Nutzung gilt es zudem, leerstehende Gewerbeimmobilien zu bevorzugen, denn belegte Immobilien können viele Konflikte mit sich bringen. In einigen Fällen ist dann eine oftmals nervenaufreibende und zeitintensive Zwangsräumung das letzte Mittel, um die gekauften Räumlichkeiten auch wirklich nutzen zu können. Um sich einen Überblick über die aktuellen Termine von Versteigerungen in Ihrer Nähe zu verschaffen, empfiehlt sich ein Blick in die lokale Presse. Außerdem könnten Sie in den Aushangkästen in den Amtsgerichten oder den zugehörigen Amtsblättern fündig werden.

Das Wertgutachten - einzelne Angebote genau prüfen und analysieren

Damit Sie einzelne Versteigerungsobjekte besser bewerten können, empfiehlt es sich, für Gewerbeimmobilien, die Ihnen auf den ersten Blick zusagen, ein sogenanntes Wertgutachten erstellen zu lassen. Ein solches Dokument klärt über den exakten Wert des entsprechenden Objekts auf und beinhaltet die wichtigsten Informationen. Dazu gehören zum Beispiel Daten zur Bausubstanz, die Auflistung der gelegten Anschlüsse sowie genaue Informationen zum Standort. Als Auswertung der benannten Ergebnisse wird der Verkehrswert ermittelt. Dieser Verkehrswert ist von der Bedeutung her mit dem Begriff Marktwert gleichzusetzen.
Damit Sie wissen, welche laufenden Kosten permanent anfallen, müssen Sie aber noch weitere Aspekte analysieren. In diesem Zusammenhang sollte darauf hingewiesen werden, dass Sie sich unter keinen Umständen von einem augenscheinlich sehr günstigen Kaufpreis über grundsätzliche Mängel hinwegtäuschen lassen dürfen. Wenn die sanitären Anlagen nicht in einem technisch einwandfreien Zustand sind oder ein Wasserschaden nicht professionell abgetrocknet wurde, sollten Sie von einem Kauf absehen. Entsprechende Baumaßnahmen, die im Falle solcher Mängel nicht zu umgehen sind, können schnell so teuer werden, dass der niedrige Kaufpreis diese Zusatzkosten nicht auffangen kann.

Die Bedeutung des Standorts bei der Ersteigerung von Gewerbeimmobilien

Bevor Sie das aktuelle Angebot sondieren und Versteigerungstermine heraussuchen, gilt es festzulegen, welche Lage für Ihren Nutzungszweck in Frage kommt. Hier kommt es logischerweise auf die Art von Gewerbe an, die Sie betreiben. Für gastronomische Betriebe ist ein Standort direkt in einem Naherholungsgebiet oder in einer Fußgängerzone von großem Vorteil. In entsprechenden Bereichen ist mit einem hohen Aufkommen von Touristen und Laufkundschaft zu rechnen, was sich natürlich positiv auf die Gästeanzahl Ihres Restaurants oder Bistros auswirkt.
Wenn Sie aber ein klassisches Büro betreiben oder eine Produktion leiten, dann sollten Sie sich auf Objekte konzentrieren, die eher außerhalb der Ballungsräume liegen. Diese weniger zentral gelegenen Gewerbeimmobilien haben meist deutlich günstigere Quadratmeterpreise und oft auch eine größere Fläche. Für Betriebe, die nicht auf die angesprochene Laufkundschaft angewiesen sind, ist ein solches Objekt in einem typischen Gewerbegebiet deshalb häufig die beste Wahl.
Für eine Praxis oder eine ähnliche Art der Nutzung ist ein repräsentativer Standort allerdings essenziell. Wenn Sie regelmäßig Kunden oder im Falle einer Praxis Patienten empfangen, spielt die Verkehrsanbindung eine wichtige Rolle. So sind Objekte, die nur wenige Meter von der nächsten Bus- oder Bahnstation entfernt liegen, bei einem solchen Verwendungszweck zu bevorzugen.

Die realistische Kalkulation als Grundlage für die Finanzierung einer Gewerbeimmobilie

Beim Ersteigern einer Verkaufsfläche, einer Bürofläche oder einer sonstigen Gewerbeimmobilie sollte eine solide Finanzierung immer die Basis Ihrer Überlegungen darstellen. Dazu dürfen Sie sich bei der Kalkulation des Kostenapparats aber nicht auf den Preis für den Kauf an sich beschränken, sondern müssen sämtliche zusätzlichen Posten miteinbeziehen. Hierzu zählen zum Beispiel die Zuschlagsgebühr, die im Falle der Ersteigerung einer Immobilie immer anfällt, und die anfallenden Steuern. Bei der Auswahl eines Finanzdienstleisters sind ebenfalls das umsichtige Vorgehen und eine sinnvolle Analyse die Schlüssel zum Erfolg. Vergleichen Sie zu Beginn alle Finanzierungsmodelle, die für Sie in Frage kommen und entscheiden Sie sich dann ganz in Ruhe.

Gegebenenfalls lieber unabhängige Berater hinzuholen

Wenn Sie nicht über das entsprechende Fachwissen verfügen oder generell keine Motivation haben, sich mit diesem Thema genauer auseinanderzusetzen, empfiehlt es sich, die Dienste eines unabhängigen Beraters in Anspruch zu nehmen. Ein solcher Fachmann kennt sich mit den Gepflogenheiten der Finanzbranche aus und vermittelt Ihnen ein seriöses Finanzierungsmodell, das Ihre individuellen Voraussetzungen und Wünsche berücksichtigt.

Abschließend sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass es mit der Finanzierung der Gewerbeimmobilie noch nicht ganz getan ist. Das monatliche Ansammeln von finanziellen Rücklagen gehört zum Aufgabenbereich eines jeden Immobilieneigentümers. Nur durch das regelmäßige Sparen können Sie Ihre Gewerbeimmobilie fortlaufend modernisieren und pflegen. Dies ist notwendig, um die Wertstabilität eines Objekts gewährleisten zu können.

Die wichtigsten Aspekte bei der Selektion einer passenden Gewerbeimmobilie

Bei der gewerblichen Nutzung einer Immobilie gibt es eine ganze Reihe von relevanten Aspekten, die Anhaltspunkte für die richtige Bauform und andere zu bevorzugende Merkmale liefern. Wenn Sie zum Beispiel aufgrund der jüngsten Bilanzen davon ausgehen können, dass Ihr Gewerbe bzw. Ihr Betrieb in der nächsten Zeit wachsen wird, sollten Sie sich ganz bewusst für eine deutlich größere Immobilie entscheiden, als dies zum jetzigen Zeitpunkt notwendig wäre. Gerade in Zeiten des Wachstums Ihres Betriebs und einer hohen Nachfrage bezüglich Ihrer Produkte kann die Suche nach einem neuen größeren Objekt mit finanziellen Einbußen verbunden sein.
Bevor Sie aber einzelne Objekte und Auktionen genauer analysieren, sollten Sie sich Gedanken machen, welche Bauformen prinzipiell in Frage kommen. Dies ist natürlich ebenfalls in erster Linie davon abhängig, was für eine Art von Gewerbe Sie betreiben. So gibt es unter anderem spezielle Objekte für Restaurants, Gewerbeimmobilien für Hotelbetriebe sowie Lagerhallen, die sich an den Bedürfnissen von Logistikbetrieben und ähnlichen Unternehmensformen orientieren. Wenn Sie eine Werkstatt oder einen ähnlichen Betrieb leiten, bei dem mit einem erhöhten Geräuschpegel zu rechnen ist, empfiehlt es sich zudem darauf zu achten, dass das Objekt keine direkte Anbindung an weitere Immobilien hat. Mit diesen freistehenden Gewerbeimmobilien können Konflikte mit Nachbarn, die sich durch die Lautstärke Ihres Betriebs gestört fühlen könnten, üblicherweise verhindert werden. Einen zusätzlichen Kaufanreiz kann eine bereits vorhandene Ausstattung darstellen. Wenn Sie beispielsweise eine Lagerhalle ersteigern möchten, können Objekte, in denen sich bereits entsprechende Vorrichtungen für das Lagern von verschiedenen Materialien befinden von Vorteil sein. So können Sie Geld für die Anschaffung einer Ausstattung einsparen und die Immobilie schneller abbezahlen.

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